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Ab wann lohnt eine Solaranlage überhaupt?




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Werte zur Info

Beitragvon Jancen » 25.06.2009, 14:08

Hallo Henning,

nachdem unsere Anlage nun 1 Jahr in Betrieb ist, hier mal ein paar Randzahlen. 1900 kW hat unsere Anlage laut Messprotokoll erwirtschaftet. 300 l WWW, 4,5 qm Panele. Eigentlich könnte die Anlage im Sommer noch mehr, aber wer braucht das schon im Sommer. Höchster Wert im Sommer 16 kW/Tag. Niedrigster Wert im Januar 1 kW/Tag. Der Wirkungsgrad einer Heizung bei den o. g. Werten zum Vergleich bleibt natürlich unberücksichtigt.

Kosten Nutzen beim derzeitigen Gaspreis: 1900kW*0,0483€*1,05 Wirkungsgrad (geschätzt) = 96 €

plus Förderung vom Staat und Steuererstattung, wenn man's machen lässt.

Wichtig ist halt, dass man sich vom Gas und Öl unabhängig macht!! und die Umwelt schont.

LG
Jancen
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Beitragvon ecocasa » 25.06.2009, 14:44

Jancen hat geschrieben:Hallo Henning,

nachdem unsere Anlage nun 1 Jahr in Betrieb ist, hier mal ein paar Randzahlen. 1900 kW hat unsere Anlage laut Messprotokoll erwirtschaftet. 300 l WWW, 4,5 qm Panele. Eigentlich könnte die Anlage im Sommer noch mehr, aber wer braucht das schon im Sommer. Höchster Wert im Sommer 16 kW/Tag. Niedrigster Wert im Januar 1 kW/Tag. Der Wirkungsgrad einer Heizung bei den o. g. Werten zum Vergleich bleibt natürlich unberücksichtigt.

Kosten Nutzen beim derzeitigen Gaspreis: 1900kW*0,0483€*1,05 Wirkungsgrad (geschätzt) = 96 €

plus Förderung vom Staat und Steuererstattung, wenn man's machen lässt.

Wichtig ist halt, dass man sich vom Gas und Öl unabhängig macht!! und die Umwelt schont.

LG
Jancen

...das ist ne gesunde Größenordnung für eine sinnvolle Solaranlage, da gibt es keine Enttäuschungen :wink:
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
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Beitragvon Magic » 05.07.2009, 21:58

Wer etwas für die Umwelt machen will, kann es ebenso über die Wärmedämmung.

Das wäre zumindest sinnvoller,...

Sorry, aber bei den Teilen ist wirklich schwer was zu errechnen
und wer will schon auf dem Dach kochen :D
Magic
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Beitragvon ecocasa » 06.07.2009, 07:33

Magic hat geschrieben:Wer etwas für die Umwelt machen will, kann es ebenso über die Wärmedämmung.

Das wäre zumindest sinnvoller,...

Sorry, aber bei den Teilen ist wirklich schwer was zu errechnen
und wer will schon auf dem Dach kochen :D

.....das sowieso: erst das Gebäude optimieren was die Wärmeverluste angeht, dann die grundsätzliche Heizungstechnik und Wärmeverteilung und erst als letztes "I-Tüpfelchen" die Solarthermie in einer pragmatischen Größenordnung 8)
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon pelletone » 10.07.2009, 14:13

@eco-casa
ich lese bei dir Pragmatisch - hmmmm.... deine Darstellung der Moeglichkeiten von Solarthermie ist aber vielleicht ein bischen einseitig -wie du ja schon oft im anderen Forum kundgetan hast.

Bei Warmwasser kann man ca. 60% Abdeckung des WW-Verbrauchs erreichen - mit guter Heizungsunterstuetzung ca 20-40% des Heizbedarfs. Wenn du jetzt nicht grad ein Passivhaus hast ist wohl typischerweise der Energiebedarf fuer WW niedriger als der Heizenergiebedarf - also das Einsparpotential um einiges hoeher.
Ich hab mit 12qm Solarthermie und einer vernuenftigen Regelung seit 2006 50% des Pelletsverbrauchs gespart - mit Heizungsunterstuetzung (130qm Wfl, 10MWh/Jahr Heizbedarf, 2MWh/Jahr WW).
Vorraussetzung ist nicht unbedingt eine Niedertemperatur-Heizung - aber eine kompetente und konsequente Auslegung/Planung/Ausf"uhrung und eine gute Regelung die auch vernuenftig aufs Haus angepasst ist

Mit eine Warmwasser-Alibi-Anlage - wie sie sehr oft installiert wird - erreichst du sowas bestimmt nicht.
pelletone
Ist neu hier!
 

Beitragvon ecocasa » 12.07.2009, 20:22

pelletone hat geschrieben:@eco-casa
ich lese bei dir Pragmatisch - hmmmm.... deine Darstellung der Moeglichkeiten von Solarthermie ist aber vielleicht ein bischen einseitig -wie du ja schon oft im anderen Forum kundgetan hast.

Bei Warmwasser kann man ca. 60% Abdeckung des WW-Verbrauchs erreichen - mit guter Heizungsunterstuetzung ca 20-40% des Heizbedarfs. Wenn du jetzt nicht grad ein Passivhaus hast ist wohl typischerweise der Energiebedarf fuer WW niedriger als der Heizenergiebedarf - also das Einsparpotential um einiges hoeher.
Ich hab mit 12qm Solarthermie und einer vernuenftigen Regelung seit 2006 50% des Pelletsverbrauchs gespart - mit Heizungsunterstuetzung (130qm Wfl, 10MWh/Jahr Heizbedarf, 2MWh/Jahr WW).
Vorraussetzung ist nicht unbedingt eine Niedertemperatur-Heizung - aber eine kompetente und konsequente Auslegung/Planung/Ausf"uhrung und eine gute Regelung die auch vernuenftig aufs Haus angepasst ist

Mit eine Warmwasser-Alibi-Anlage - wie sie sehr oft installiert wird - erreichst du sowas bestimmt nicht.

moin pelletone,
es gibt natürlich immer verschiedene Herangehensweisen und Hauskonzepte.....
ich gehe davon aus, daß man erst mal das Haus optimal dämmt weil das am meisten einspart im Verhältnist zu den Investitionskosten, dann wird die Heizung optimiert und am Ende Solar ergänzt ...... wenn ich aber das Haus so energiesparend baue wie es möglich ist, startet meine Heizung im Spätherbst das erste mal, wenn die Leistung der Solarkollektoren schon ganz weit unten ist, die Überschneidung der Leistungskurve der Solaranlage mit der Heizbedarfskurve des Hauses ist minimal oder findet überhaupt nicht statt ...... bei einer derartig optimierten Gebäudehülle habe ich gegenüber Deinem Pelletverbrauch wahrscheinlich schon weit mehr als die 50 % gespart und das Einsparpotential der Solaranlage ist einfach viel kleiner ......... und so herum ist es technisch auch richtig!
Wer also mit der Solaranlage 50 % Heizenergie sparen kann tut das nur, weil er zu Zeiten schon heizen muß, wo ein optimal gebautes Haus noch überhaupt keine Wärmeleistung anfordert!
....meine Darstellung ist also nicht einseitig sondern schon im Vorfeld der Einbeziehung der Solaranlage vielseitig auf die Optimierung des Gesamtgebäudes ausgelegt und dann bleibt für Solar eben nur noch ein kleinerer Bereich übrig :wink:
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
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Beitragvon pelletone » 14.07.2009, 08:25

dann sind wir uns ja fast einig - du siehst halt nur Passivh"auser, es gibt aber immer noch jede Menge Pseudo KFW60/40 H"auser die Bautr"uger ihren Kunden als letzten Schrei andrehen und dann einen presigedr"uckten 0815 Heizungsbauer einsetzen: der baut dann irgendeine Regelung ein, stellt sie so ein dass es gescheit warm wird, Heizgrenze bei 20Grad AT und so bleibt das dann erstmal. Sowas oder "ahnliches habe ich in 90% der F"alle in meinem Bekanntenkreis gesehen - mit Ausnahme der Leute die sich fuers Energiesparen interressieren. Energie ist halt immer noch billig. Gegenueber so einem Zustand kann man schon ordentlich was Einsparen.
Pellets seit 2000, Solarthermie seit 2003, PV seit 2009
pelletone
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Beitragvon ecocasa » 15.07.2009, 09:37

pelletone hat geschrieben:dann sind wir uns ja fast einig - du siehst halt nur Passivh"auser, es gibt aber immer noch jede Menge Pseudo KFW60/40 H"auser die Bautr"uger ihren Kunden als letzten Schrei andrehen und dann einen presigedr"uckten 0815 Heizungsbauer einsetzen: der baut dann irgendeine Regelung ein, stellt sie so ein dass es gescheit warm wird, Heizgrenze bei 20Grad AT und so bleibt das dann erstmal. Sowas oder "ahnliches habe ich in 90% der F"alle in meinem Bekanntenkreis gesehen - mit Ausnahme der Leute die sich fuers Energiesparen interressieren. Energie ist halt immer noch billig. Gegenueber so einem Zustand kann man schon ordentlich was Einsparen.

.....ja, das mit den Pseudo-Energiesparhäusern ist schon wirklich eine Krux :twisted: .....und daß die dann oftmals mit überdimensionierten Solaranlagen schöngerechnet werden ist zusätzlich ärgerlich weil damit scheinbar belegt werden kann, daß die Solaranlagen in der Praxis nicht effektiv seien......
Das Sparen "gegenüber so einem Zustand" ist natürlich in Größenordnungen möglich, aber eben in der Hierarchie der sinnvollen Maßnahmen: erst das Gebäude verbessern, dann Haustechnik mit ganz hinten dran Solarthermie ........ ich will damit auch gar nichts gegen Solarthermie sagen, ich setze die selber ein und biete bewusst einfache und günstige Anlagen auch an Links sind nur für registrierte User sichtbar. , man muß nur seriös die Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen und mit jeder tatsächlich und kostengünstig funktionierenden Solaranlage wird Solar mehr akzeptiert und positiv wahrgenommen
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon rumor » 31.07.2009, 17:42

Die hersteller reagieren z.Z. sehr stark auf die nachfrage an "solarheizungen" zum beispiel durch kleine latentspeicher oder durch luftdurchströmte kollektoren in verbindung mit wärmespeichern und wärmepumpen.

Trotzdem muss ich euch recht geben, man darf nicht immer nur von passivhäusern oder ähnlichem ausgehen, vielen Endkunden ist einfach nichtmal bewusst was das ganze bedeutet.

Und die "schöngerechneten" kfw 40/60 häuser sind ne echte plage.
rumor
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