Hallo,
ich bin gerade auf dieses Forum gestossen und habe die Hoffnung, für einige für mich derzeit offene Fragen eine Orientierung zu bekommen.
Wir haben einen Altbau gekauft, den wir gerade sanieren. Die Gebäudehülle kommt aus Budgetgründen erst in ein paar Jahren dran, aber wir wollten jetzt schon mal alles erledigen, was im Haus durch Umbau Dreck macht, also auch die später notwendige Lüftungsanlage. Zweiter wesentlicher Grund ist die Pollen- / Allergieproblematik, die wir mit so einer Anlage besser in den Griff bekommen wollen.
Ich bin mit mehreren Herstellern im Gespräch, die bisher eine Grobauslegung nach DIN gemacht haben. Dabei kam raus, dass wir für verschiedene Räume erheblich mehr Rohre verlegen müssen, als ich bei meiner eigenen Überschlagsrechnung (0,5 p.h. Austausch für jeden Raum gerechnet) hatte. Das ist leider insofern ein Problem, als wir bei der Verlegung der Rohre durch die Bausubstanz beschränkt sind, mehr als ein 75er Rohr pro Raum scheint nicht möglich.
Scheint mir aber auch nicht erforderlich: Die DIN geht wohl nicht auf die tatsähclichen Gegebenheiten vor Ort ein. Beispiel1: Das Wohnzimmer bekommt nach der Planung 2 Rohre, weil knapp über 20m2 (das ist das größte Zimmer), in der Realität besteht aber ein sehr grosser und immer offener Durchgang zum Esszimmer, das deutlich unter 20m2 ist, dh. im Mittel wären beide jeweils unter 20m2. Beispiel 2: Die Bäder sind alle sehr klein (3m2 und 5m2), auch hier scheint mit Pauschal 45m3 Abluft gerechnet zu werden, das wäre ein Luftwechsel von fast 6 statt 0,5.
Ich gehe davon aus, dass die Hersteller eine Auslegung nach DIN "verkaufen" wollen und für eine manuelle Anpassung keine Gewähr übernehmen (So hat es zumindest schon einer angedeutet).
Wenn es nach DIN gemacht werden muss, können wir keine Anlage einbauen.
FRAGE1: Inwiefern ist eine Abweichung von der DIN hier möglich / sinnvoll / erlaubt / geboten? Ich möchte natürlich auch bei einer "reduzierten" Anlage keine Probleme mit Geräusch und Luftzug bekommen.
Bei der manuellen Reduzierung der Anlage habe ich darauf geachtet, dass die Summe der Abluftströme gleich der Summe der Zuluftströme ist (in m3).
FRAGE 2: Muss ich noch weitere wichtige Rahmenbedingungen beachten? Was für Probleme handele ich mir evtl. durch die Abweichung von der DIN ein?
Mit den Technikern der Hersteller bin ich insgesamt nicht sonderlich zufrieden, die Grobauslegung ist mir doch zu pauschal ohne Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort (alle haben das Gebäude besichtigt).
FRAGE 3: Wäre es eine Alternative, einen unabhängigen Ingenieur/büro mit der Planung zu beauftragen, ein (fähiger) Handwerker baut sie ein? Wer regelt die Anlage dann ein?
FRAGE 4: Wie finde ich so jemanden (im Raum Düsseldorf)?
Besten Dank vorab für jeglichen Kommentar dazu
Gruss
Wolfgang
