Ralle hat geschrieben:Ja, die guten alten Gitterziegel, die konnten sich wirklich über die Zeit retten und sind auch heute noch, wie du schon schreibst, Olli, in immer neuen Entwicklungen ein interssanter Baustoff. Aber man greift inzwischen auch gerne auf Althergebrachtes zurück, nämlich auf Lehm. Lehm hat gute Wärmedamm-Eigenschaften, aber auch gute klimatisierende im Sommer und gibt eine gewissen Feuchtigkeit ab, die für das Raumklima auch vorteilhaft ist.
Deshalb gibt es einige Firmen, die sich inzwischen auf die Verwendung von Lehm als Baustoff wieder spezialisieren. Nur leider ist der Lehm immer noch etwas teurer, als die bisherigen und weit verbreiteten Baustoffe. In puncto Wärmedämmung macht allerdings momentan wohl niemand was den Fertighäusern vor. Sie sind seit ihrer Entwicklung besser gedämmt, als viele massiv gebaute Häuser. Werden sie dann auch noch verklinkert, dann sind sie eigentlich perfekt.
Gruß
Ralle
na das mit dem Lehm zum wärmedämmen hätt ich gern mal belegt

....Lehm an sich ist ein schwerer dichter Baustoff ohne besondere Wärmedämmeigenschaften. Wenn der wärmedämmend werden soll wird ihm Stroh beigemengt, daß ebenso wie bei anderen Baustoffen Lufteinschlüsse zur Dämmung bildet.
Lehm ist sehr problematisch als Aussenbaustoff, zieht Wasser und ist deshalb eigentlich immer kalt weil beim Heizen das Wasser wieder ausgetrieben werden muß und es dabei zu Verdunstungskälte kommt ..... deshalb Lehm nur als Innenbaustoff wo er ggf. als Massespeicher sinnvoll sein kann ......im Zusammenhang mit zum Beispiel einer hochgedämmten Fertighausaussenwand, so wird ein Schuh draus !
ansonsten ist mein Tip, Konstruktion und Dämmung getrennt zu betrachten, also wenn es massiv sein soll ein schwerer relativ tragfähiger dünner Stein + davor dicke Wärmedämmung oder im Holzrahmenbau eine aufgelöste Konstruktion die sich den Platz für Dämmung und Tragwerk in einer Ebene teilen kann und dadurch unschlagbare Wärmedämmwerte mit relativ schlanken Wänden kombiniert!
Gruß
Arno Kuschow