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Blower-Door-Messung / Gebäudedichtheit prüfen




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Blower-Door-Messung / Gebäudedichtheit prüfen

Beitragvon bob » 01.01.2007, 21:59

Mit der sog. Blower Door Messung lässt sich die Luftdichtheit des Hauses überprüfen.
Ermittelt wird, wieviel Luft in einer Stunde aus dem Raum bzw. Haus entweicht.

Dieser Test ermittelt die effektive Luftwechselrate des Hauses, er zeigt dem Besitzer also, ob das Haus gut gedämmt ist oder nicht.

Die Kosten für einen Blower-Door-Test liegen bei ca. 250 bis 500 Euro.
Durchgeführt wird der Test z.B. von Bausachverständigen.

Wer einen Tipp hat oder weitere Infos kennt, kann diese gerne hier mit reinschreiben.
bob
Moderator
 

Beitragvon PlanSchmiede » 08.05.2007, 12:57

hallo zusammen,
hallo bob,
ob das haus richtig gedämmt ist oder nicht läßt sich über die blowerdoor messung nicht feststellen.
bei der messung wird die luftdichtheit des gebäudes festgestellt.
die wiederum bewirkt:
senkung des energieverbrauchs
schutz vor konvektiv bedingten bauschäden
sicherstellung einer guten raumluftqualität
erhöhung des wohnkomfort (zug)
usw
usw
PlanSchmiede
Ist neu hier!
 

Beitragvon Sunflower » 07.07.2008, 17:55

Hallo,

Planschmiede, du schreibst, dass die Blower-Door-Messung nichts damit zu tun hat, ob das Haus richtig gedämmt ist. Aber, wenn doch zu viel warme Luft entweicht, hat das zur Folge, dass höhere Energieeinsätze erforderlich werden. Wenn die erwärmte Luft entweichen kann, dann doch wohl deshalb, weil an irgendwelchen Stellen des Hauses nicht richtig gedämmt ist. Das muss sich ja nicht nur auf Dach und Wände beziehen, sondern auch auf Fenster und Türen. Auch hier handelt es sich um eine Wärmedämmung in Form von richtigen Dichtungen. Insofern gehört es schön zusammen.

LG
Sunflower
Sunflower
Ist schon lange dabei!
 

Beitragvon PlanSchmiede » 19.08.2008, 06:43

hallo sunflower,
ich habe geschrieben, dass sich die dämmung und dessen ausführung mittels der blowerdoor messung nicht prüfen läßt. die blowerdoor messung misst den luftwechsel des gebäudes unabhängig, ob und mit welcher dämmung gedämmt wurde. die luftdichteebene ist hier das kriterium! die erwärmte luft entweicht nicht nur durch fehlerhaftet gedämmte stellen. hier unterscheidet man zwischen zwei fällen. der u-wert eines bauteils, sprich der wärmedurchgang durch das bauteil und im anderen fall von leckagen (undichtigkeiten) und diese werden bei der blowerdoor messung festgestellt. des weiteren können durch diese undichtigkeiten feuchtigkeit in die dämmebene gelangen und diese zu versotten bringen, bis diese schimmelt und ihre dämmwirkung, sprich das lamda verliert. thema fenster: man baut eine fenster mit dreifachverglasung ein mit einem u.wert samt rahmen 1,1 w/m²k. beim einbau werden die fenster nicht luftdicht an der leibungsseite verklebt, sondern nur ausgeschäumt. der schäumt dämmt ja auch, ABER dies ist kein luftdichter anschluß! sprich tauwasserausfall möglich, zugerscheinung, warme luft entweicht usw. diese stellen lassen sich wie viele andere mit der blowerdoor messung aufdecken und beheben. rechtzeitig messen!!!!!!
ALSO unterscheiden, sunflower.
PlanSchmiede
Ist neu hier!
 

Beitragvon Uwe Haller » 10.10.2008, 15:55

Hallo Bob,

zum Thema habe ich eine ziemlich ausführliche Seite gefunden:
Links sind nur für registrierte User sichtbar.

und tschüs
Uwe
Uwe Haller
Ist neu hier!
 

Beitragvon rumor » 11.10.2008, 16:42

Planschmiede hat absolut recht:

Blower door messungen brauch ich für meinen wärmebedarf, um die sogenannten Lüfungswärmeverluste zu errechnen, unter anderem.
rumor
Wohnt hier!
 

Beitragvon usfarina » 21.10.2008, 16:52

Hallo zusammen,

aus Energiespargründen stimme ich ja allen Beschränkungen der Lüftung zu. Aber ehrlich gesagt habe ich ein Problem damit, wenn die Gebäudelüftung nur noch auf Lüftungsanlagen basiert. Ein kurz mal kräftig geöffnetes Fenster bringt doch einen ordentlichen Schwall Frischluft in den Raum und erfrischt in diesem Moment spürbar. Wenn man, wie es ja in großen Büroräumen, nämlich auch an meinem Arbeitsplatz ist, immer kontinuierlich frische Luft zugeführt bekommt, die durch lange Leitungssysteme geführt wird, dann ist die meiner Meinung nach auf Dauer nicht mehr frisch. Diese Erfahrung mache ich im Büro jeden Tag. Trotz Lüftungsanlage, die sicherlich nicht optimal dimensioniert ist, ist die Luft am Nachmittag verbraucht und jeder hat den Drang, wenigstens einmal ein Fenster weit zu öffnen, um mal richtig durchatmen zu können.

Sorry, aber ich denke, es gibt nichts bessers.

LG
Farina
usfarina
Kennt sich aus!
 

Beitragvon rumor » 21.10.2008, 18:36

Wenns richtig gemacht ist gibts solche probleme nicht.

Ausserdem: 2/3 des Jahres kannste ja dein fenster aufmachen!
Nur wenns drausen kalt ist sollte es lieber geschlossen bleiben und die lüftung laufen.
rumor
Wohnt hier!
 

Beitragvon ecocasa » 12.06.2009, 10:37

Hallo,
erst mal ist der bestandene Luftdichtheitstest eines der Stellrädchen bei der EnEV: das Kreuzchen an der richtigen Stelle und schon sehen die Werte besser aus ..... aber dann auch wirklich die Luftdichtheitsprüfung machen, ist sonst Betrug !
Der Hauptsinn der Prüfung ist tatsächlich, die Bausubstanz zu schützen vor Feuchtigkeitseintrag durch Konvektion. Deshalb sollte die sorgfältig luftdichte Ausführung & Überprüfung im Interesse aller am Bau Beteiligten sein für eine bauschadenfreie Konstruktion!
Der Test kann nicht direkt die Qualität der Dämmung prüfen sondern "nur" ob diese fachgerecht nämlich nicht luftdurchströmt eingebaut wurde, was aber für die Langzeitqualität der Dämmung (und des gesamten Hauses) sehr wichtig ist!
Der zweite Faktor ist dann wirklich der Energieverbrauch: eine undichte Gebäudehülle verliert über leckagebedingten Luftwechsel große Mengen Energie nach draussen die dann zusätzlich zum berechneten Heizwärmebedarf nachgeliefert werden muß, was bei korrekter Auslegung der Heizung dann schon dazu führen kann, daß die geforderten Innenraumtemperaturen nicht eingehalten werden können :evil: , da kriegt dann gern der Heizungsbauer die Schuld, obwohl der alles richtig gemacht hat :?
Wenn man sich vorstellt, daß es noch normgerecht ist, wenn pro Stunde unter der geringen Druckdifferenz von 50 pascal das 3-fache Luftvolumen des Hauses nach draussen verloren geht samt der darin steckenden Heizenergie (ca. 1500 Kubikmeter Luft bei einem normalgroßen Haus) wird einem vielleicht klar, welche Energieverschwendung da stattfindet.
Bei einem Haus mit Lüftungsanlage darf die Leckagerate nur noch das 1,5-fache des Gebäudevolumens betragen, im Passivhaus wird ein Grenzwert von 0,6 gefordert.
In Fachkreisen setzt sich zunehmend der Ansatz durch, daß eine Leckagerate von höchstens 1,0 tatsächlich als Stand der Technik anzusehen ist. Die konservative Baulobby bremst da aber noch gewaltig, lässt die 300 % Luftverlust-pro-Stunde-Regelung doch einigen Pfusch zu, ohne daß es als Mangel gerügt werden kann :evil: :evil: :evil:
Natürlich darf man trotz luftdichter Bauweise bei Bedarf die Fenster öffnen, in meinen Augen darf ein gutes Energiesparhaus nicht "umerziehend" wirken sondern muß "Öko light" sein. Die absolut sinnvolle kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung gibt den Bewohnern die Möglichkeit, ständig gute Luft ohne große Wärmeverluste im Haus zu haben, das tatsächliche Lüftungsverhalten wird sich damit in kurzer Zeit vom gewohnten/anerzogenen Fensterlüften wegentwickeln, ohne daß man etwas anordnen muß oder gar nur Festverglasungen einbaut. Wer dann trotzdem ständig auch im Winter die Fenster aufreisst kann das machen, kriegt dann eben seine gerechte Strafe in Form höherer Energiekosten.
Fachleute für den Blower Door Test gibt es in einer bundesweit geführten Luftdichtheitskarte unter: Links sind nur für registrierte User sichtbar. und auch ein nur darauf spezialisierte Forum: Links sind nur für registrierte User sichtbar. Ich habe auf meiner eigenen Internetpräsenz auch etwas zur Luftdichtheit etc. geschrieben: Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!