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Brennstoffzelle Heizung




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Hi @all,

Beitragvon OliverTyphon » 26.10.2009, 12:34

Da ich mich ein bißchen mit brennstoffzellen auskenne, möchte ich auch hier meinen senf dazu abgeben :-)

Eine Brennstoffzelle nutzt die chemische Reaktionsenergie bei der Umwandlung von H2 + O2 => H20 und "produziert dadurch strom". Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) haben mehr Energie als die entsprechende Menge Wasser und man kann diese Differenz als elektrische Energie (Strom) nutzen. Diesen Strom kann man in eine elektroheizung schicken und das zimmer aufheizen.

@elfenbein: wasserstoff gibt es in der natur nicht im großen maßstab. wenn ich also mit strom wasserstoff herstelle (elektrolyse) und danach diesen wasserstoff wieder in strom umwandle (brennstoffzelle) hab ich nichts gewonnen, sondern ganz im gegenteil sehr viel verloren, denn der wirkungsgrad bei der elektrolyse ist 70% (Quelle: Links sind nur für registrierte User sichtbar. ) und der von der brennstoffzelle zwischen 30 und 40% (Quelle: Links sind nur für registrierte User sichtbar. ). Das bedeutet, dass von der ursprünglichen Energie gerade mal 28% (=0,7x0,4) übrig bleiben.
Ich denke das war verständlich.
Die Tatsache, dass man heute wasserstoff (H2) aus erdgas (CH4) herstellt, resultiert meiner meinung nach aus folgenden punkten:
-wasserstoff ist das kleinste molekül und entweicht aus jedem tank (diffusion)
-wasserstoff ist sehr explosionsfreudig
-erdgas gibt es sehr häufig in der natur, wasserstoff nicht
um wärme zu erzeugen macht es aber viel mehr sinn das erdgas direkt zu verbrennen als den wasserstoff daraus auszulösen und dann in der brennstoffzelle zu verbrennen. ausserdem muss das Kohlenstoffatom (C) im Erdgas (C H4) ebenso irgendwo hin:
CH4 => H2 + (Quelle: Links sind nur für registrierte User sichtbar. )
und da haben wir unser geliebtes CO2 wieder
damit stimme ich ecocasa vollständig zu.

viele grüße
oliver
OliverTyphon
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon elfenbein » 27.10.2009, 19:00

es geht aber nicht um den energieverlust beim umwandeln, sondern den aufwand, den man betreiben muss.
wenn man aus erdgas wasserstoff "gewinnt" dann ist der wirkungsgrad genau so miserabel wie bei der elektrolyse mit wasser. schickt man erdgas durch einen kleinen reformer, so erhält man so viel wasserstoff, das man ein auto antreiben kann. und der reformer läuft mit bordmittel.
schickt man nun wasser durch den reformer, dann geht es nicht mehr, dann wird die energiebilanz gezogen....sieht doch komisch aus, oder ?
und dann noch eins : honda fährt seit monaten im süden der usa einen wasserstoffauto feldversuch. da haben ausgesuchte personen (glaub 12 stück) ein wasserstoff auto bekommen (wert etwa 300 000 eueu). dazu eine wasserstoff produktions und lager und tankanlage für die .... achtung ... garage !! das ding ist so groß wie 5 kühlschränke nebeneinander und den wasserstoff gewinnt man aus .... achtung.... wasser. jaaaaa, das ist nur möglich, weil billige sonnenenergie zur verfügung steht. und die sonnenenergie wird mit voltaik panelen in strom gewandelt.
komisch, dass dort nur 3 von den dingern auf dem garagendach ausreichend sind, den wasserstoff aus wasser herzustellen, zu verdichten und runterzukühlen und zu lagern . zwar nicht viel , nur 4-5 kilo !!! aber das ist schon eine erstaunliche menge. bei -273 grad, also nicht gasförmig bei 20 grad und normalem luftdruck.
und vaillant hat ein bhkw für ein 1-2 fam haus mit dem zur heizungswärme auch strom erzeugt wird. angeschlossen an erdgas.
und was hat das ding drin ? ....achtung.... einen reformer, der wasserstoff für eine brennstoffzelle bereitstellt. mit einem super gesamtwirkungsgrad und wenig stromverbrauch (im gegenteil sogar, das ding soll so viel strom herstellen, dass noch an das e-werk abgegeben werden kann (muss)

also da verstehe ich die wirkungsgrad rechner überhaupt nicht mehr.
elfenbein
Ist neu hier!
 

Beitragvon elfenbein » 27.10.2009, 19:13

klar ist es besser den wasserstoff aus irgend einem stoff direkt herzustellen, nur so viel wie man braucht, dann kann auch nicht so viel entweichen (tankproblem) und man braucht es nicht zu kühlen (tankproblem) und es ist bei den kleinen mengen auch nicht so gefährlich und schon gar nicht, wenn danach eine brennstoffzelle betrieben wird, kann auch nix explodieren.
bei der sicherheit fragt seltsamer weise keiner nach dem wirkungsgrad,

schon komisch, oder ?
elfenbein
Ist neu hier!
 

Beitragvon elfenbein » 27.10.2009, 19:24

es gibt sogar ein bhkw für 1-2 fam häuser, die haben einen sterling motor drin !!! der sollte laut den experten von vor 10 jahren ja auch nicht funktionieren. heute schon.... ist auch etwas seltsam.
der sterling läuft mit einer kleinen gasflamme , flamme etwas größer als die beim feuerzeug. selbst wenn sie 4 mal so groß wäre würde mich das völlig kalt lassen, ich meine wegen der energiebilanz.

dashalb muss ich immer so lachen, wenn jemand die ach so große energiemenge vorrechnet, die man für eine elektrolyse aus wasser (gegenüber aus erdgas, autogas, methanol, kohle , benzin, rapsöl, frittenöl und so weiter) benötigt.
ich hab lieber eine anlage die mit 20% wirkungsgard aus wasser (leitungswasser) wärme macht, als mit 80% gas von der gasprom und mache schröder auch noch die tasche im alter voll.
elfenbein
Ist neu hier!
 

Beitragvon OliverTyphon » 28.10.2009, 06:52

Du stellst ganz schon kluge fragen für einen 9 jährigen ;-) aber gut:

1.) Überprüfe bitte deine Quellen und gebe diese bitte bei Gelegenheit mit an. Ich bezweifle einige Dinge, die du schreibst, wie z.b. die lagertemperatur des wasserstoffs bei -273Grad.

2.) Angenommen ich habe eine Bordbatterie im Auto und einen Wassertank. Die Batterie wandelt das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff um. Wenn du mit so einem Auto fahren würdest, wäre die batterie sehr schnell "leer", da du für den vortrieb des fahrzeugs im grunde nur die energie in der batterie (auf umwegen über die herstellung und umsetzung des wasserstoffs) "verbrauchst". würdest du die leistung der batterie direkt in einen elektromotor einspeisen, würdest du genauso CO2-frei um ein VIELFACHES weiter kommen.
Wenn du nun eine Bordbatterie, einen Reformer und einen Erdgastank im Auto hast und deinen Wasserstoff an Bord herstellst, entsteht erstens genauso CO2 wie wenn du den motor direkt mit Erdgas betreiben würdest, denn das Kohlenstoffatom muss auch irgendwo hin und bindet sich nur allzu gerne mit Sauerstoff. Zweitens aber würde die Batterie nicht leer werden, bevor das Erdgas alle ist, da dies viel energie besitzt.

viele grüße
oliver
OliverTyphon
Seit kurzem dabei!
 

 


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