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Brennstoffzelle Heizung

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Brennstoffzelle Heizung

Hallo, ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Das Thema Brennstoffzelle hat irgendwie auch mein Interesse geweckt. Ich habe davon gehört, dass eine Brennstoffzelle als Heizung verwendet werden kann. Ich finde, das klingt recht interessant, zumal ja diese Art eigentlich keine Emissionen freisetzt. Aber wodurch wird sie dann betrieben? Sie muss ja doch auch irgendwelche Stoffe verbrauchen. So viel, wie ich über Brennstoffzellen weiß, erzeugen sie aber quasi die Energie durch die Reaktion selbst.

Weiß jemand von euch, wie das im Falle einer Heizung vonstatten geht und wie sich eine solche Brennstoffzelle-Heizung zusammen setzt?

Gruß
Päule
Päule
Kennt sich aus!
 

Ganz einfach:

Die zellenpacks erzeugen strom und der wird entweder verheizt oder zum betreiben einer wärmepumpe genutzt.

Und als reaktionsprodukt, also anstatt von abgas entsteht im falle einer wasserstoff zelle reines wasser, also chemisch reines h²o
rumor
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Hallo Rumor,

das klingt so, als wär das die ideale Art der Energieerzeugung. Kein Energieeinsatz, keine schädlichen Abfallprodukte oder Abgabse. Dann verstehe ich nur nicht, wo das Problem liegt. Ich habe zwar hier auch schon gelesen, dass es wohl der Preis ist und man hofft, dass sich da was verbessern wird. Aber warum muss das denn dann so teuer sein? So wie du das beschreibst, denke ich, sollte dann doch in jedem Haushalt mit einer Brennstoffzelle Strom erzeugt werden, um den zu verwenden, egal wofür, oder?

Hast du denn eine Ahnung, warum das so teuer ist und ob es vielleicht überhaupt kein wirkliches Interesse daran gibt, diese Technik zu verwirklichen? Kommt mir nämlich so vor.

Tschüs
Päule
Päule
Kennt sich aus!
 

Das Problem ist das derzeit nur Wasserstoffzellen wirklich gut funktionieren, Wasserstoff ist aber ein sehr heikler stoff.

Das schlimmste daran ist das H² durch alles durchdiffundiert, also der tank wird von alleine leer.

Bis 2012 Bringen mehrere hersteller Zellen heraus die mit erdgas arbeiten und auch fast nur H²O ausspucken.

Das Problem mit neuer technologie ist immer das testen, verbessern, nochmal testen, erster feldtest über 1 jahr, wieder verbessern, zweiter feldtest über 1 jahr usw... du verstehst was ich sagen will.

Kein hersteller will sich die blöse geben der erste zu sein aber dann nen haufen Stoffwechselendprodukt verkauft zu haben.

Aber wie gesagt, ab 2012 kannste dich draufstürzen.
rumor
Wohnt hier!
 

Hallo Rumor,

vielen Dank für deine ausführliche Erkärung. Was du schreibst, klingt einleuchtend. Ich hatte geglaubt, die Technik sei zwar schon weiter, aber man wäre doch nicht zu einem ordentlichen Ergebnis gekommen. Wie ist das denn dann, wenn Gas eingesetzt wird? Werden dann wiederum größere Mengen Gas verbraucht, ähnlich wie bei einer Heizung oder muss da nur gelegentlich eine feste Menge nachgefüllt werden, weil das Gas als eine Art Medium fungiert?

Ich wusste gar nicht, dass Wasserstoff so flüchtig ist. Na ja, habe auch nie viel Ahnung von Chemie gehabt.

Vielen dank nochmal und LG

Päule
Päule
Kennt sich aus!
 

Soweit ich jetzt weis wird in ner erdgaszelle einfach der wasserstoffanteil des erdgases herauskatalysiert und dann verwendet.
rumor
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und genau das ist es. aus erdgas wird h2 gewonnen, das ist praktisch, weil ja fast jeder einen erdgasanschluß hat. mit dem wasserstoff betreibt man eine brennstoffzelle. komisch nur, warum nicht aus wasser ? wahrscheinlich ist der energieaufwand um h2 aus wasser herzustellen 10000 fach höher als bei erdgas und rentiert sich nicht. :lol: :lol: :lol:
elfenbein
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muss jetzt aufpassen, dass ich mich nicht kaputt lache, ha ha ha
elfenbein
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im auto hat man es schon gemacht und zwar mit 12v bordmittel !!! und bei wasser soll das nicht funktionieren??? wie lange noch werden wir noch aufs ärmchen genommen.
(ich lache immer noch)
elfenbein
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elfenbein hat geschrieben:im auto hat man es schon gemacht und zwar mit 12v bordmittel !!! und bei wasser soll das nicht funktionieren??? wie lange noch werden wir noch aufs ärmchen genommen.
(ich lache immer noch)

......im Auto hat man auch nur Wasserstoff verbrannt als Energiequelle, es aber nicht mit Bordstrom erzeugt .....
ich bin jetzt nicht der große Wasserstoffexperte, aber das Niveau mit dem das hier gerade diskutiert (passt das Wort da noch?) wird ist unterirdisch!
Aber Wasserstoff und die Brennstoffzelle sind eben kein perpetuum mobile, der Wasserstoff muß in der Tat mit hohem Energieaufwand aus Wasser herausgelöst werden, Energie ist also immer nötig.
Nur gibt es bei Wasserstoff die Option, ihn dort zu erzeugen, wo Sonnenenergie überreichlich zur Verfügung steht und dann mit einer Infrastruktur ähnlich der jetzigen Öltransporte in den Rest der Welt zu transportieren, zu lagern und zu verteilen....
die Sicherheit beim Transport und Lagerung sind wohl die Hauptaufgaben die zu lösen sind....
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
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Da ich mich ein bißchen mit brennstoffzellen auskenne, möchte ich auch hier meinen senf dazu abgeben :-)

Eine Brennstoffzelle nutzt die chemische Reaktionsenergie bei der Umwandlung von H2 + O2 => H20 und "produziert dadurch strom". Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) haben mehr Energie als die entsprechende Menge Wasser und man kann diese Differenz als elektrische Energie (Strom) nutzen. Diesen Strom kann man in eine elektroheizung schicken und das zimmer aufheizen.

@elfenbein: wasserstoff gibt es in der natur nicht im großen maßstab. wenn ich also mit strom wasserstoff herstelle (elektrolyse) und danach diesen wasserstoff wieder in strom umwandle (brennstoffzelle) hab ich nichts gewonnen, sondern ganz im gegenteil sehr viel verloren, denn der wirkungsgrad bei der elektrolyse ist 70% (Quelle: Links sind nur für registrierte User sichtbar. ) und der von der brennstoffzelle zwischen 30 und 40% (Quelle: Links sind nur für registrierte User sichtbar. ). Das bedeutet, dass von der ursprünglichen Energie gerade mal 28% (=0,7x0,4) übrig bleiben.
Ich denke das war verständlich.
Die Tatsache, dass man heute wasserstoff (H2) aus erdgas (CH4) herstellt, resultiert meiner meinung nach aus folgenden punkten:
-wasserstoff ist das kleinste molekül und entweicht aus jedem tank (diffusion)
-wasserstoff ist sehr explosionsfreudig
-erdgas gibt es sehr häufig in der natur, wasserstoff nicht
um wärme zu erzeugen macht es aber viel mehr sinn das erdgas direkt zu verbrennen als den wasserstoff daraus auszulösen und dann in der brennstoffzelle zu verbrennen. ausserdem muss das Kohlenstoffatom (C) im Erdgas (C H4) ebenso irgendwo hin:
CH4 => H2 + (Quelle: Links sind nur für registrierte User sichtbar. )
und da haben wir unser geliebtes CO2 wieder
damit stimme ich ecocasa vollständig zu.

viele grüße
oliver
OliverTyphon
Seit kurzem dabei!
 

es geht aber nicht um den energieverlust beim umwandeln, sondern den aufwand, den man betreiben muss.
wenn man aus erdgas wasserstoff "gewinnt" dann ist der wirkungsgrad genau so miserabel wie bei der elektrolyse mit wasser. schickt man erdgas durch einen kleinen reformer, so erhält man so viel wasserstoff, das man ein auto antreiben kann. und der reformer läuft mit bordmittel.
schickt man nun wasser durch den reformer, dann geht es nicht mehr, dann wird die energiebilanz gezogen....sieht doch komisch aus, oder ?
und dann noch eins : honda fährt seit monaten im süden der usa einen wasserstoffauto feldversuch. da haben ausgesuchte personen (glaub 12 stück) ein wasserstoff auto bekommen (wert etwa 300 000 eueu). dazu eine wasserstoff produktions und lager und tankanlage für die .... achtung ... garage !! das ding ist so groß wie 5 kühlschränke nebeneinander und den wasserstoff gewinnt man aus .... achtung.... wasser. jaaaaa, das ist nur möglich, weil billige sonnenenergie zur verfügung steht. und die sonnenenergie wird mit voltaik panelen in strom gewandelt.
komisch, dass dort nur 3 von den dingern auf dem garagendach ausreichend sind, den wasserstoff aus wasser herzustellen, zu verdichten und runterzukühlen und zu lagern . zwar nicht viel , nur 4-5 kilo !!! aber das ist schon eine erstaunliche menge. bei -273 grad, also nicht gasförmig bei 20 grad und normalem luftdruck.
und vaillant hat ein bhkw für ein 1-2 fam haus mit dem zur heizungswärme auch strom erzeugt wird. angeschlossen an erdgas.
und was hat das ding drin ? ....achtung.... einen reformer, der wasserstoff für eine brennstoffzelle bereitstellt. mit einem super gesamtwirkungsgrad und wenig stromverbrauch (im gegenteil sogar, das ding soll so viel strom herstellen, dass noch an das e-werk abgegeben werden kann (muss)

also da verstehe ich die wirkungsgrad rechner überhaupt nicht mehr.
elfenbein
Ist neu hier!
 

klar ist es besser den wasserstoff aus irgend einem stoff direkt herzustellen, nur so viel wie man braucht, dann kann auch nicht so viel entweichen (tankproblem) und man braucht es nicht zu kühlen (tankproblem) und es ist bei den kleinen mengen auch nicht so gefährlich und schon gar nicht, wenn danach eine brennstoffzelle betrieben wird, kann auch nix explodieren.
bei der sicherheit fragt seltsamer weise keiner nach dem wirkungsgrad,

schon komisch, oder ?
elfenbein
Ist neu hier!
 

es gibt sogar ein bhkw für 1-2 fam häuser, die haben einen sterling motor drin !!! der sollte laut den experten von vor 10 jahren ja auch nicht funktionieren. heute schon.... ist auch etwas seltsam.
der sterling läuft mit einer kleinen gasflamme , flamme etwas größer als die beim feuerzeug. selbst wenn sie 4 mal so groß wäre würde mich das völlig kalt lassen, ich meine wegen der energiebilanz.

dashalb muss ich immer so lachen, wenn jemand die ach so große energiemenge vorrechnet, die man für eine elektrolyse aus wasser (gegenüber aus erdgas, autogas, methanol, kohle , benzin, rapsöl, frittenöl und so weiter) benötigt.
ich hab lieber eine anlage die mit 20% wirkungsgard aus wasser (leitungswasser) wärme macht, als mit 80% gas von der gasprom und mache schröder auch noch die tasche im alter voll.
elfenbein
Ist neu hier!
 

Du stellst ganz schon kluge fragen für einen 9 jährigen ;-) aber gut:

1.) Überprüfe bitte deine Quellen und gebe diese bitte bei Gelegenheit mit an. Ich bezweifle einige Dinge, die du schreibst, wie z.b. die lagertemperatur des wasserstoffs bei -273Grad.

2.) Angenommen ich habe eine Bordbatterie im Auto und einen Wassertank. Die Batterie wandelt das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff um. Wenn du mit so einem Auto fahren würdest, wäre die batterie sehr schnell "leer", da du für den vortrieb des fahrzeugs im grunde nur die energie in der batterie (auf umwegen über die herstellung und umsetzung des wasserstoffs) "verbrauchst". würdest du die leistung der batterie direkt in einen elektromotor einspeisen, würdest du genauso CO2-frei um ein VIELFACHES weiter kommen.
Wenn du nun eine Bordbatterie, einen Reformer und einen Erdgastank im Auto hast und deinen Wasserstoff an Bord herstellst, entsteht erstens genauso CO2 wie wenn du den motor direkt mit Erdgas betreiben würdest, denn das Kohlenstoffatom muss auch irgendwo hin und bindet sich nur allzu gerne mit Sauerstoff. Zweitens aber würde die Batterie nicht leer werden, bevor das Erdgas alle ist, da dies viel energie besitzt.

viele grüße
oliver
OliverTyphon
Seit kurzem dabei!
 

Schau dir BlueGen von CFC bzw. SolidPower an.
Macht in der Stunde 1,5KWh/Strom und 0,765KWt
Verbrauch 2500W Gas
Wirkungsgrad 60% elektrisch. Gesammt 85%
Ich bezahle für das KW Gas 4Cent.
Bei mir läuft die Brennstoffzelle genau 2 Jahre und 2 Tage.
Ich habe noch den ersten Stappel.
Durch den Wartungsvertrag bekomme ich demnächst einen neuen Stappel neuster Generation
mit noch besserem Wirkungsgrad 65%E 90%G Standzeit des Stappels 5 Jahre.
Ich hatte noch keine Nennenswerte Probleme.
Die Anlage kostet 25000Eur. Förderung bis 65%
Für mein Dreifamilienhaus verbrauchen wir ( 3 Familien 7500KWS)
Im Moment muß ich 1200 KW zukaufen.
Für die eingespeisten 7100 KW erhalte ich eine Vergütung von 10,3 cent.

MfG Herbert Jehle
015229558612
herje52
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