Hallo,
wir verwalten ein Mehrfamilienhaus in Braunschweig und haben ein Problem. Zunächst der Iststand:
Das Haus verfügt nur über EG und 1.OG. Danach schließt sich ein sehr flaches Schrägdach (kein Flachdach, kein Ziegeldach) an. Der Dachüberstand an den zwei "Giebelseiten" beträgt ca. 7 cm.
Die Straßenseite wurde von ca. 5 Jahren mit 80 mm Dämmplatten gedämmt u. verputzt. An der Rückseite ist noch keine Wärmedämmung. An den 2 Giebelseiten wurde noch lange vor unserer Zeit eine 30 mm Dämmung mit Putz und zwar nur im Bereich der 1. OG angebracht!
Und jetzt sollen wir Angebote einholen für die Dämmung der giebelseiten und der Rückseite. Es gibt Malerfachbetriebe die uns anbieten, auf die 30 mm Dämmung nochmal 30 mm Dämmung aufzubringen und zu verputzen(Punkt- Wulst-Klebeverfahren). Dann würde der Dachüberstand noch ca. 40 mm betragen. Die Dämmung unterhalb dieser "60er Dämmung" und auch auf der gesamten Rückseite bieten diese Betriebe aber wieder als 80 mm Dämmung an (wie auf der Vorderseite vorhanden).
Ein Betrieb hat mir folgendes mitgeteilt.
30 mm Dämmung auf vorhandene 30 mm Dämmung aufzubringen ist nicht fachgerecht sondern Pfusch. Garantie kann es darauf nicht geben.
Richtig kann nur sein: 30 mm Dämmung komplett abreissen.
Dachüberstand auf jeden Fall vergrößern (ca. 10 - 20 cm)
Gesamte Giebelseiten und Rückseite einheitlich mind. 80 mm Dämmung (besser 100er oder 120er) anbringen.
Hört sich auch logisch an. Aber stimmt das so? Ist Dämmung auf Dämmung Pfusch? Ist Dachüberstandvergrößerung wirklich so wichtig? Ich Frage nur darum, weil es u.a. ja eine Kostenfrage ist. Das die Werte bei der letzten Lösung wesentlich besser sind, ist klar.
Was sagen die Fachleute zu den Aussagen? Bin mal gespannt und freue mich auf eine tolle Diskussionsrunde.
Michael Brand aus Braunschweig
