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Energie Müll

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Energie Müll

Hallo,

wir reden hier immer von der Erzeugung des Biogases aus dem Anbau spezieller Pflanzen, vor allem solcher, die als Energiepflanzen sehr gut dazu geeignet sind. Aber wir erzeugen auch jede Menge Müll und es gibt ein großes Potential, für die Gewinnung von Energie Müll einzusetzen.

In Deutschland darf ja aufgrund der neueren Vorschriften kein Müll mehr dauerhaft einfach nur deponiert werden. Das ist schon ein Schritt in die richtige Richtung. Die Konsequenz sind seit vielen Jahren schon Müllverbrennungsanlagen, die verbreitet errichtet wurden. Auch hier und in Kompostwerken, aber auch auf den alten Deponien kann Biogas erzeugt werden, so dass unser Müll noch eine sinnvolle Aufgabe erfüllen würde.

LG
Gertrud
Gertrud
Kennt sich aus!
 

Hallo Gertrud,

klar kann man auch zur Erzeugung von Energie Müll einsetzen und das wird ja auch teilweise schon mit großem Erfolg gemacht. Aber so viel Müll produzieren wir wohl doch nicht mehr, als dass man daraus jetzt noch allzu viel Energie erzeugen könnte. Vieles wird inzwischen recycled, so gut es geht. Deponiegase wurden schon vor über 20 Jahren gesammelt und verwendet, um die Betriebsgebäude der Deponien damit zu versorgen.

Na ja und die Energie aus Müllverbrennungsanlagen, da gibt es sicherlich bei den neueren Modellen auch schon Möglichkeiten, sie sinnvoll einzusetzen.

Die Zeit wird sicherlich immer bessere Technologien bringen.

Gruß
Gustel
Gustel
Kennt sich aus!
 

Hallo Gustel, hallo Gertrud,

ich bin mir nicht sicher, ob wir nicht noch viel mehr Energie aus Müll produzieren könnten. Klar kann die Abwärme von Müllverbrennungsanlagen sinnvoll eingesetzt werden, wird sie aber doch allzu oft noch nicht. Aber es gibt ja schon verschiedene Methoden, wie aus einzelnen Abfällen unterschiedlicher Materialien Rohstoffe gewonnen werden können, wie zum Beispiel Öl aus Kunststoffabfällen.

Deponiegas könnte vor allem von Kompostwerken gewonnen werden, wird aber auch noch nicht so häufig praktiziert und das Deponiegas der bisherigen Hausmülldeponien könnte ebenfalls wesentlich stärker verwendet werden, als es bisher der Fall ist.

Also ich denke da ähnlich, wie Gertrud, man sollte keinen Abfallstoff einfach so verrotten lassen oder verbrennen, ohne nicht jede weitere Verwendungsmöglichkeit zu nutzen.

LG
Powermax
Powermax
Ist schon lange dabei!
 

Hallo zusammen,

ich denke, die Möglichkeit, aus Abfällen Energien zu gewiinnen, ist nicht neu. Man experimentiert schon länger damit rum und es wird auch schon immer wieder mal Energie aus Abfällen verwendet, aber nur im kleinen Bereich, wie ja hier schon beschrieben wurde. Zur Erzeugung von Energie Müll zu verwenden, das wäre jedoch die sinnvollste Art, das wieder in den Kreislauf einzubringen, was wir eigentlich nicht mehr verwenden wollten.

Ich denke auch, dass diese Idee Zukunft hat und dass demnächst noch mehr Entwicklungen auf diesem Sektor folgen werden.

Gruß

Ralle
Ralle
Ist schon lange dabei!
 

also über sowas darf man sich wohl schon wundern:

In NRW wird der Strom, den Müllöfen bei der Verbrennung produzieren, als Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gewertet.
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Allerdings sind brauchbare Lösungen hier nicht wirklich neu:
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Magic
Seit kurzem dabei!
 

Was ist Müll ?
ein Gemisch von Dingen die wir glauben nicht mehr zu gebrauchen und daher auf den Müll werfen. Die Gesammtheit der Dinge im Müll bestimmen den Heizwert des Mülls.

Was brennt denn da in der MVA?
Nur die organischen Fraktionen im Müll brennen. Das Metall mag schmelzen, Gestein verschlacken, aber brennen wird nur Müllmaterial welches aus organischen Fraktionen besteht.

Müll ist nicht gleich Müll:
es gibt Müll der brennt gut und Müll der brennt schlecht, der Heizwert ist angesprochen. Hats viel nicht brennbares drinn haben sie in der MVA Probleme. Hats anderseits viele Dinge drinn mit sehr grossem Heizwert haben sie auch Probleme, dann kriegen sie nämlich weniger durch pro Zeiteinheit weil die Dinger länger brennen. Aber Müll fällt mit sehr grosser Regelmässigkeit an und daher muss er vorallem weg bei der MVA. Ich behaupte Energie ist immer noch zweitrangig bei der MVA, sonst würden sich viele verantwortliche Leute anders verhalten...

Nun - die MVA - verbrennt Müll - es gibt Rauch und Asche und Schlacke und und und... zum Teil gefährliche toxische Dinge die man kostspielig nachbehandeln und mit grosser Sorgfallt entsorgen muss. Eine Rauchgasreinigung kostet sehr viel Geld und frisst fast immer das Geld aus der Energieerzeugung weg. Würde man Systeme ohne Verbrenne benutzen, zB eine Pyrolyse-, oder Ver- oder Entgasungsanlage, dann würde zB kein Rauch anfallen. Dito man bräuchte keine Betriebsmittel (Säure) mehr für die Behandlung der Produkte der Rauchgasreinigung. Es gäbe ein viel besseres Geschäftsergebniss.


Müll und Biogasanlage : Ja auch das gibt es, aber eben - die Biogasanlage, genau genommen die Bakterien in der Anlage, die Biologie genannt, könen nur organische Stoffen "fressen" und zu Biogas umwandeln (Stoffumwandlungsprozess) und so aus dem Müll Biogas machen.

Entfernt man vorher möglichst gut alle anorganischen Stoffe vom Müll (aussortieren) dann erreicht man heute Abbaugrade von bis zu 85% evt. und mehr in entsprechenden Technikumsanlagen. Der aneroben Vergährung folgt ein Aufbrechen der Restorganika in einem aeroben Verfahren mit Pilzen, gefolgt von einer zweiten aneroben Gährung. Die restlichen 15% des nicht Vergärbaren sind Forschungsbedarf.

Und dann wäre da noch ein ultrahochtemperatur Plasmaverfahren zu nennen. Man erzeugt ein Plasma, (Plasma ist ein Gas, das teilweise oder vollständig aus freien Ladungsträgern, wie Ionen oder Elektronen, besteht. Das Gas ist in seine Bestandteile „aufgeteilt“: Man kann es danach zB magnetisch beschleunigen und heitzt es so auf 5000 bis 10000 Grad Celisus auf. Mehrere solcher Plasmakanonen erzeugen ein sehr heisses Millieu in einem Reaktor. Unser Müll fällt nun von oben duch das sehr heisse Plasma - Millieu im Reaktor. Das organische Material (Plastik, Knochen, Fleischreste, Pflanzen, Klärschlamm, Chemikalien, Pharmazeutikas ...) werden in ihre Gasfraktionen zerlegt. Die innerten anorganischen Stoffe (Metalle, Gestein, ...) schmelzen und fallen in ein Wasserbad wo man sie nachher mit herkömmliche Verfahren trennt. Das interessante sind die heissen Produktgase. Diese müssen zuerst gekühlt werden. Es entsteht Dampf, der treibt eine Dampfturbine mit Stromgenerator. Dann werden die Produktgase gereinigt und einer Gasturbine zugeführt, Dies treibt einen Stromgenerator. Die heissen Abgase der Gasturbine erzeugen wiederum Dampf und dieser wird ebenfalls der Dampfturbine zugeführt. Durch diese kombinierten Zyklen kommt man auf bis zu 75% Wirkungsgrad. Das heisst in etwa mit 100 MW Brutto Energie im Gas bekommt man 75 MW elektrischen Strom. Man könnte damit etwa 80'000 Einfamilienhäuser mit Strom versehen.

Josef
stadelma
Ist neu hier!
 

 


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