die Wahrheit ist nicht einfach zu finden, an jeder Aussage ist etwas wahres dran, aber imer gibt's auch ein "Aber"
Das Integralgerät das ich vorgeschlagen habe, also die tecalor THZ 403 bzw 303 SOL hat eine BAFA-bestätigte Jahresarbeitszahl von 3,6 nach VDI 4650 .... ist aber eben auch keine ganz normale "Luftpumpe" sondern etwas intelligenter
und da gibt es immer eine Normtemperatur und ein tatsächliches regionales Klima, in der norddeutschen Küstenregion ist es auch im Winter an der Luft meist wärmer, nur eben nasser, als in einer Sole und somit ist die tatsächliche Leistungszahl auch eine andere!
Aber nichts gegen DV oder andere intelligente Lösungen, lass ich mir gern anbieten und erklären und wenn es überzeugend ist geht es auch an meine Kunden weiter, lernen, aber auch hinterfragen ist alles
...natürlich braucht ein Wärmetauscher nicht unbedingt eine nachgeschaltete WP, macht aber einen Sinn in der richtigen Kombination.
Mein Beispiel ging davon aus, daß der Altbau grundsaniert wird, natürlich auch energetisch..... ich denke das ist auch klargeworden, daß man bei der Luft-Wasser-WP mehr aufpassen muß und RECHNEN, ob es funktioniert...
Die Passivhausdefinition ist in meinen Augen sehr gefährlich weil es normalerweise nur heißt, daß auf ein gesondertes Heizungssystem verzichtet werden kann, also auf eine zweite Wärmeverteilung neben der Lüftung. Dann ist aber immer in der Lüftung ein Nachheizregister drin und das oftmals sogar auf E-Basis weil es ja angeblich nur ganz wenig ist, was ggf. mal zugeheizt werden muß .......
das halte ich aber aus meiner Praxis mit dem Bau von Häusern die von der Gebäudehülle her Passivhausanspruch erfüllen für eine total falsche Vorgehensweise:
Zum einen versteht der "mit dem halben Ohr Zuhörer": ich brauche keine Heizung, also null Energie zuführen, und das ist einfach nicht wahr!
Zum anderen brauche ich auch für die wenige Energie im Passivhaus wesentlich mehr als den knappen halben Luftwechsel pro Stunde, um mit dem dünnen Medium Luft die nötige Energie heranzuschaffen.
Dann kommt noch hinzu, daß in der Passivhausprojektierung von viel zu optimistischen internen Wärmegewinnen ausgegangen wird, aber da ist nicht jeden Tag jemand zu hause und kocht und backt, die sind bei der Arbeit, um das teure Haus zu bezahlen und die Kinder sind in Schule oder sonstwo, bestenfalls sitzen sie still vor Rechner oder TV und bringen auch keine Wärme .....
jetzt noch ein klitzekleines weiteres "nicht passivhauskonformes Fehlverhalten", sei es nur daß ein Fenster oder Tür etwas zu lange offen steht weil die Katze nicht weiß, ob sie rein oder raus will, schon ist das Haus ausgekühlt weil es keine aktivierten Massen gibt und die Luftheizung spielt Heißluftfön mit Staubverschwelungen und extrem trockener Luft und schafft es trotzdem nicht, zeitnah wieder Wohlfühlklima ins Haus zu bringen.....
Ist leider vielfach erfahrene Praxis, wird aber wenig kommuniziert weil der klassische Passivhausbauer sein Haus schon im Vorwege gegen Kritik von aussen verteidigen musste und nachträglich schlecht zugeben kann, daß er tatsächlich ein Problem hat .....da werden dann "Bioalkoholkamine" ohne Schornstein aufgestellt, die "nur für die Schönheit" sein sollen oder ähnliche Tricks ...... seit ich auf dieses Problem der nur luftgeheizten Passivhäuser öffentlich hinweise habe ich schon etliche Rückmeldungen bekommen von Bewohnern derartiger Häuser die mir ihre Probleme damit bestätigt haben...
Aber das soll keine Grundsatzkritik an den Energieeinsparkriterien des Passivhauses sein, nur ein Hinweis, daß man auch da versuchen sollte, ein Stück weit aktivierte Bauteile einzubeziehen die am besten über eine wassergeführte Verteilung versorgt werden können und somit auch mit Niedertemperatur, was bei der Luft nicht funktioniert .....
...so, und jetzt hör ich erstmal auf für den Moment
Gruß
Arno Kuschow