hallo liebe forumsmitglieder,
ich möchte euch ein kurzes fazit nach einem jahr wärmepumpennutzung geben:
ich habe in 2008 ein einfamilienaus (ca 200 qm nutzfläche) / weitestgehend fussbodenheizung mit einer funktionierenden gasheizhung (buderustherme 36 kw!) übernommen.
nach optimierung der gasheizung (anpassung heizkurve, vorlauftemperatur etc.) bin ich in für die heizperiode 2008/2009 auf einen jahresgesamtverbrauch von 28.000 kw/h gasheizung gekommen.
mir schien die gasheizung völlig überdimensioniert zu sein und ich erwägte den einbau einer kleineren gastherme.
ende 2009 erfolgte dann jedoch die umrüstung bzw. der einbau einer wärmepumpe (junkers 11kw).
hierzu wurden zwei tiefenbohrungen je 90 meter durchgeführt. der gesamtkaufpreis inklusive bohrungen, einbau und zähleranschluss betrug knapp 19.000 euro!
die wärmepumpe funktioniert hervorragend, insbesondere in der "sommerperiode" von april bis ende september 2010 hatte ich einen gesamtverbrauch von knapp 1400 kw also ca. 245 euro. ich nutze den günstigen wärmepumpenstrom von e.on. (16 cent/kw).
der winterverbrauch hingegen lief sicher nicht zuletzt auf grund des strengen winters aus dem ruder. hierbei kam ich in der der zeit von oktober bis märz auf einen verbrauch von ca. 6000 kw bzw. 980 euro.
der gesamtverbrauch für das vorangegangene jahr beträgt folglich ca. 1200 euro.
hat sich der umbau gelohnt? eindeutig NEIN!!!!!!!!!!
ich warne deshalb hier ausdrücklich alle interessenten eindringlich vor einem umbau!
begründung:
der wettbewerb auf dem gasmarkt hat dazu geführt, dass die gaspreise stark rückläufig sind.
stand per heute würde ein gasverbrauch von 30.000 kw ca 1.200 euro jährlich kosten = sprich dem verbrauch der wärmepumpe entsprechen (vergleich gemäss verivoxx / postleitzahl 15806).
auch der fördermittelantrag war und ist eine lachnummer: ich habe den fördermittelantrag im januar 2010 abgegeben und im juni 2010 erhielt ich von der bafa eine absage mit der begründung die haushaltsmittel sind ausgeschöpft. haushaltssperre. also sprich 3000 bzw. 4500 euro fördermittel sind futsch. darüber hinaus möchte die bafa detaillierte aktuelle zeichnungen und vielles andere mehr, was wiederum kosten nach sich zieht. die entsprechenden berechnungen habe ich im übrigen mit dem planer doppelt und dreifach bei der bafa eingereicht.
also seid gefasst darauf: es wird schwierigkeiten bei der fördermittelbeantragung geben. bzw. in meinem fall gar nichts!
der einzige lichtblick ist, dass ich ein fast zinsloses darlehen von der kfw bekommnen habe. dieses darlehen gibt es aber nur noch in verbindung mit einer energetischen sanierung.
mein fazit: ein umbau von gas auf erdwärme lohnt nicht! lasst euch nichts erzählen!
dann lieber einen zusätzlichen warmwasserspeicher mit solar und ggf eine wirtschaftlichere gastherme einbauen. in meinem fall ist der umbau kostenseitig voll in die hose gegangen.
