Hallo Bandit,
gleich mal vorn weg. Ich bin mir zu 99% sicher, dass das nicht funktionieren wird.
Aber der Reihe nach!
Dein Strompreis besteht im Wesentlichen aus 3 Bestandteilen.
1. Netznutzungsentgelte (die bekommt der Netzbetreiber, der zu Dir die Leitung gelegt hat)
2. Steuern und Abgaben (die bekommt der Staat, bzw. die Gemeinden...)
3. Energiekosten (die bekommt der Lieferant d.h. Dein direkter Vertragspartner)
zu 1.: Die werden von der Bundesnetzagentur überwacht und genehmigt. Da kommst Du nicht drum rum. (Hierzu zählen i.d.R. Messentgelte, ein Grundpreis und der Arbeitspreis Netz)
zu 2.: Alles was der Staat festgelegt hat, will der auch haben. Da kommst Du auch nicht drum rum.
(Hierzu zählen Stromsteuer, EEG, KWK, KA, Abgabe nach StromNEV, MwSt)
zu 3.: Die Energiekosten setzen sich aus dem Energieeinkauf (Börsenpreis) und den Aufschlägen der Versorger zusammen. Zu diesen Aufschlägen gehören neben Ausgleichsenergiekosten, Regelenergiekosten eben auch deren eigene Personal- und Umlagekosten und natürlich auch deren Gewinn).
Nun zu den Preisen der unterschiedlichen Anbieter (auch die ausländischen):
Jenachdem wie die Anbieter ihre Energie beschaffen oder selbst herstellen ergibt sich deren Preis gemäß 3. Die Kosten nach 1. und 2. werden dann einfach drauf gerechnet und daraus der Preis bestimmt, der Dir dann angeboten wird.
Fazit: Es könnte einen Stromanbieter im Ausland geben, der günstiger wäre, wenn nicht....
Ja wenn nicht die Lieferanten folgendes Problem hätten:
Jeder Lieferant muss bei den jeweiligen Netzbetreibern die Energie im Voraus anmelden, die sie gedenken an ihre Kunden in deren Netz einzuleiten (Und damit es nicht so einfach wird, erfolgt diese Meldung nicht für den ganzen Tag, sondern für jede einzelne Viertelstunde.) Treten dann Abweichungen auf, dann müssen diese Abweichungen nachträglich vergütet werden. Da gibt es auch wieder Preise für jede einzelne Viertelstunde. Hat der Lieferant nur sehr wenige Kunden im betreffenden Netzgebiet, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu Abweichungen kommt, was dann teuer werden kann.
Fazit: Für die Lieferanten ist es nicht wirklich erstrebenswert jeden Kunden überall zu versorgen, weil das Kostenrisiko teilweise nicht abgeschätzt werden kann.
(Dies kann jeder selbt prüfen, indem er z. B. im Internet bei Verivox die Strompreise vergleicht. Dort sind die Preise von ca. 1000 Lieferanten hinterlegt. Gibt man aber die eigene PLZ ein und lässt sich dann die Angebote anzeigen, wird man feststellen, dass die Auswahl an Lieferanten jetzt deutlich zusammengeschrumpft ist.)
Ich hoffe ich konnte Dir mit meiner "Diplomarbeit"

weiterhelfen.
LG
Zwiesel