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Kann man Ökostrom speichern, wenn zu viel erzeugt wurde?




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Kann man Ökostrom speichern, wenn zu viel erzeugt wurde?

Beitragvon samuel » 17.07.2010, 05:59

Hallo.
Es wird ja immer mehr Ökostrom erzeugt und auch angeboten. Nun stelle ich mir aber die Frage, kann man diesen ( also die Erzeuger) auch speichern und in Reserve halten, sollte es mal zu einer Mehrbelastung der Netz kommen. Bei der Kernkraft kann man ja die Herstellung per Knopfdruck drosseln oder erhöhen, bei den ökologischen Anlagen (dort besonders Wind) denke ich mal ist das nicht so einfach möglich oder ?
Gruß Samuel
samuel
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Beitragvon Maikey » 20.07.2010, 12:14

Hi,
Es gibt zwar Energiespeicher, aber diese sind sehr Kostspielig und größten Teils noch nicht geprüft, man ist aber dabei nach Möglichkeiten der Stromspeicherung zu suchen, nicht zuletzt auch mit dem Hintergrund, das eine zu große Menge an Strom die verkauft werden muss den Preis an den jeweiligen Strombösen in den Keller fallen lässt (Angebot / Nachfrage). Dieses hat natürlich für den Einkäufer einen enormen Vorteil, da er zum Teil kaum etwas für die kWh zahlt und dieses an den Endkunden weitergeben kann (kann nicht muss), aber die Stromerzeuger erleiden Verluste. Also auch angesichts dieser Tatsache sollte sehr schnell an einer Lösung des Problems gearbeitet werden
Gruß Maikey
Maikey
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Beitragvon lebenslust » 31.12.2011, 09:07

Warum immer nur an Strom speichern denken ? Bei Sonnen- oder Windstrom sind die Alternativen begrenzt. Es gibt jedoch noch andere Möglichkeiten, umweltfreundlich Energie zu produzieren, die sich auch speichern lässt. So wird künftig aus fast allen Arten Abfall, Müll (auch Giftmüll, Plastik, Reifen u.v.a.) umweltgerecht ultrareines Synthesegas erzeugt, das sich bedarfsgerecht zu Ökostrom verstromen, aber auch in flüssige Derivate wie Heizöl, Diesel, Benzin etc. verwerten und in großen Mengen speichern lässt. Der Vorteil: Solche Kompakt-Techniken laufen rund um die Uhr Grund- und Spitzenlastdeckend, haben fast keine Verluste und können dezentral, nahe am Verbraucher fast überall errichtet werden. Dafür wären auch keine Netzausbauten nötig, weil der Strom nicht über große Entfernungen transportiert werden muß. Nahezu alle herkömmlichen Öl-Heizungen und Verbrennungsmotoren könnten solche Alternativkraftstoffe nutzen und den Schadstoffausstoß auf ein Minimum reduziern.
lebenslust
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Beitragvon Lekker Energie » 08.01.2012, 13:22

Hey zusammen,

hier mein erster Beitrag:)

@ Samuel
Strom im allgemeinen kann aktuell noch nicht wirksam gespeichert werden. Aus diesem Grund gibt es eine Pflicht zur Abnahme des erzeugten Öko-Stroms - aus Solar oder Windenergie beispielsweise. Es gibt einen Einspeisevorrang. An der Börse hat dies zur Folge das bei steigendem Öko Angebot der Börsenpreis in den Keller fällt da Öko Erzeuger in der Regel für nahezu 0€ den Strom anbieten können und die "teuren Erzeugungsarten" nach hinten geschoben werden (schau dir dazu mal bei Interesse den Merit Order Effekt an).

Was du in Bezug auf die Kraftwerke gesagt hast stimmt so nicht ganz. Natürlich kann man Kraftwerke in gewisser Weise drosseln. Speziell Kernkraftwerke sind jedoch Grundlastkraftwerke! Diese laufen im Idealfall 365 Tage 24 Stunden lang unter Volllast.Neben den Grundlastkraftwerken gibt es noch Spitzenlastkraftwerke. Dies sind Kraftwerke um Verbrauchsspitzen abzufangen. Dazu zählen beispielsweise Gaskraftwerke. Diese können auch kurzfristig ans Netz gehen. Dies ist bei Atom oder Braunkohlekraftwerken nicht so einfach möglich.

Gruß

Roman
Lekker Energie
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