Claire hat geschrieben:Tja, ich denke mal, es geht vor allem um die laufenden Kosten. Die Investitionskosten für die Bohrung und die Geräte, die dazu erforderlich sind bzw. die Rohrleitungen, und für die Wärmepumpe, die kann man ja mal außen vor lassen. Sie sind einmalig und werden bezuschusst. Außerdem kostet jede andere Heizungsanlage auch Geld in der Anschaffung und ist dann nicht einmal in der Lage, im Sommer auch für eine gute Klimatisierung zu sorgen, so wie die Wärmepumpe mit Tiefenbohrung.
Aber wie wohl der Stromverbrauch der Wärmepumpe ist, das wäre mal interessant, zu erfahren. Vermutlich schon deutlich geringer, als herkömmliche Heizkosten, weil ja eine Vorlauftemperatur vorhanden ist, wurde hier ja auch schon erwähnt. Dann hängt es ja auch vom Typ der Wärmepumpe ab, wie hoch die Energiekosten sind.
Gruß
Claire
moin Claire,
es ist ja schon ziemlich viel hier geschrieben was die meisten Fragen beantwortet
aber noch mal zu der Investition: in der Tat ist die Erschliessung der Wärmequelle, also die Sondenbohrung eine echte Langzeitinvestition und unterliegt keinem nennenwerten Verschleiß. Die WP selber hat natürlich bewegliche Teile und unterliegt so wie alle Technik einer Alterung, braucht irgendwann Wartung etc. ..... die Wärmeverteilung über eine möglichst großflächige Fußboden- oder Wandheizung mit niedriger Vorlauftemperatur ist auch wieder praktisch verschleißfrei....
Bei den laufenden Kosten kann man feststellen, daß dadurch, daß es keine Flamme gibt auch kein Schornsteinfeger nötig ist.
Sicher gibt es Anreize durch Förderung, das ist ganz nett, verschiebt die Relationen aber auch nicht so weit .....
zu den vergleichenden Betriebskosten: in einem Liter Heizöl stecken ca. 11 kWh Heizenergie, die Preise für Öl schwanken zur Zeit aufgrund der Wirtschaftskrise ganz heftig, werden sich aber sicher wieder nach oben einpendeln. Wenn ich da mal vorsichtig 80 cent pro Liter annehme, das durch 11 teile habe ich für einekWh Wärme im Haus etwas über 7 cent zu bezahlen.
Wenn ich jetzt zum Vergleich eine WP nehme und den Strompreis im Wärmepumpentarif mit 13 cent annehme pro kWh, den dann durch die Leistungszahl von 4 teile (seriös bis eher konservativ bei Erdwärme) komme ich auf einen Preis von 3,25 cent pro kWh Wärme im Haus, also deutlich weniger als die Hälfte des Ölpreises ! Je nachdem wie sich die fossilen Energieträger im Preis entwickeln kann das noch deutlich extremer ausfallen!
@ollibär: Dein Argument mit dem bereits vorgewärmten Wasser bzw. Luft verstehe ich nicht, da ist irgendwas "völlig verquer"

.....
da hat claire das dann auch falsch aufgegriffen mit der Aussage, "weil ja eine Vorlauftemperatur vorhanden ist" ....
....nur mal zur Begriffsklarstellung: die Vorlauftemperatur ist die Heizungswasser-Temperatur die vom Heizaggregat in die Leitung zu den Heizflächen geschickt wird, die ist also nicht irgendwie naturgegeben vorhanden sondern wird mit der Heizleistung erzeugt.
Das Spezielle bei der Wärmepumpe ist halt nur, daß die umso effektiver arbeitet wenn die notwendige Vorlauftemperatur klein sein darf, deshalb die fast zwangsläufige Verbindung WP - Flächenheizung
Gruß
Arno Kuschow