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Landwirtschaft Biogas




« Planung Wintergarten    •    Brennstoffzelle Heizung »

Beitragvon parcus » 28.09.2009, 21:04

1)
ich bin kein Vegetarier

2)
Gesetz über Erneuerbare Energien (EEG)
Vorgabe 12,5% bis 2010
Erreicht 14,8% in 2008
Vorgabe 20,0 % bis 2020
pessimistische Prognose die ich kenne liegt bei 32 %
optimistischste Prognose die ich kenne liegt bei 47%
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siehe auch Atomstrompreis:
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die Deadline 2020 ist notwendig,
deshalb auch die großen Schritte bis 2012 bei der EnEV

3)
Nonsens, in den letzten 50 Jahren wurden die Ressourcen über den Peak abgebaut, in 5-7 Jahren wird Öl und Gas u.U. schon als Heizung zu teuer sein. Siehe Preisindizes 2009
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Die landwirtschaftlichen Maschinen laufen mit Biogas oder Biodiesel.
Für den Anbau siehe Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung und EU Erneuerbare-Energien-Richtlinie.

4)
die Gesamtkosten über den Lebenszyklus sind entscheidend, bei Gewerbegebäuden wie Büroflächen, sind die Betriebskosten schon nach 10 Jahren höher als die Anschaffungskosten. Mit steigender Tendenz.
Die Amortisation im EFH Bereich liegt zwischen 10 - 15 Jahren,
bei heutigen Preisstand der Energieträger.

5)
entscheidend ist hier nicht die gespeicherte Solarenergie sondern der Biogasertrag und der Methangehalt.

Fazit:
5-10 Jahre sind keine Ewigkeit und höchste Zeit zum nachhaltigen Handeln

Man darf auch nicht vergessen das derzeit die Öl- und Gaspreise nur wegen der Krise so niedrig sind, China und Indien steht aber in den Startlöchern mit einem riesigen Bedarf.
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

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parcus
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Beitragvon OliverTyphon » 29.09.2009, 07:03

Zu 1. (These: Fleisch benötigt viel Wasser)
Wir stimmen beide überein, dass die fleischproduktion viel wasser benötigt. doch nur weil dieser landwirtschaftliche zweig viele ressourcen verschlingt (eventuell sogar sinnlos viele) sollten wir doch nicht andere bereiche (energiepflanzen) einführen, die das ebenso tun. wir sollten ökologisch und ökonomisch sinnvoll handeln.

Zu 2. (Erneuerbare-Energien-Potential)
"Damit die erneuerbaren Energien wirklich in 10 Jahren zwischen 30 -40 % abdecken" Dies bezieht sich anscheinend NUR auf die stromerzeugung und nicht auf den primärenergiebedarf. Der Anteil der erneuerbaren energien am primärenergieangebot liegt derzeit bei ca. 7% und soll bis 2020 auf 10% ausgebaut werden (Quelle: Links sind nur für registrierte User sichtbar. ). Die Prognose aus quelle Links sind nur für registrierte User sichtbar. steigt sehr stark an um 2020 ca. 30% anteil regenerative energien am stromanteil auszumachen. halte ich für unwahrscheinlich. hast du mitbekommen, dass vorgestern schwarz-gelb gewählt wurden? die stehen doch für eine verlängerung der atomkraftwerke. wirkt sich das eher positiv oder negativ aus?

Zu 3. (these: öl und gas zu teuer zum heizen)
wieviel prozent der haushalte heizen mit öl und gas? du wirst es wohl besser wissen als ich aber ich schätze mal so 95%. wenn also in 5-7 jahren das öl und gas zu teuer wird, werden dann alle erfrieren? wenn nur 20% der haushalte auf pellet- oder biomasseheizungen umschwenken, wird auch da der preis stark ansteigen, denn angebot und nachfrage regeln den preis.
deiner grafik entnehmend sehe ich 1990 einen gesamtpreis von ca. 3100EUR (hat deine quelle vergessen wie man achsen beschriftet? ist das jetzt pro person oder pro 1000kWh oder was?). wenn man diese 17 jahre bis 2007 mit 2% inflation berechnet (was nun mal üblich ist) dann kommt man immerhin auf ca. 4300EUR. somit ist der anstieg nur noch um 400EUR in 17Jahren. ich würde das mal als relativ konstant ansehen.
zum thema peak-oil: die meisten unternehmen behaupten, dass der oil peak noch nicht erreicht wurde (quelle: Links sind nur für registrierte User sichtbar. ) ich bitte um quellen

Zu 4.) (Amortisation im Hausbau)
Wie schon vorher erwähnt stimme ich dir da vollkommen zu. ich denke aber, dass man die amortisationszeit auf verschiedenen wegen berechnen kann und auf verschiedene ergebnisse kommt.

Zu 5.) (wirkungsgrad oder biogasertrag)
wenn nur 1,3% der von der sonne eingestrahlten energie "gespeichert" werden, kann auch nur maximal diese energiemenge wieder gewonnen werden, also nur so viel gas entstehen wie der menge sonnenenergie entspricht. dies ist von pflanze zu pflanze unteschiedlich.

sicherlich wird öl und gas immer begehrter weden und somit immer teurer. wenn dies der fall ist und die leute auf pellets umsteigen, dann wird sich der preisanstieg dort ebenso fortsetzen.
OliverTyphon
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon parcus » 29.09.2009, 09:29

Hallo Oliver,

bei vielem bin ich durchaus Deiner Meinung, ich berate und plane auch Produkt unabhängig.

Gerade die Zahlen und Prognosen die aber in Kommunen am Tisch liegen, ähneln sich schon. Natürlich gibt es auch Erdölfunde, nur ist der Abbau nur schwer zu kalkulieren. Ich weiß auch, da die folgende Grafik umstritten ist, nur hängt auch einfach sehr viel am Erdöl.
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Schaut man sich an, das derzeit die Erdölfördernden Länder stark in Solarenergie investieren, scheinen mir die Prognosen nicht unrealistisch.

Nur gibt es auch nicht viele Alternativen.

Wasserkraft wie Windkraft sind derzeit nahezu konstant, also kein Hipe zu erwarten.

Solarenergie, über Sonnenkollektoren wie Fotovoltaik bringt in unseren Breitengraden wenig effizient.

Bleiben noch Biogas, was ebenso durch die Landwirtschaft begrenzt ist, aber durchaus Potential hat.

Und die Geothermie mit dem größten Potential und die oberflächennahe Geothermie, welche ich eigentlich auch zum Teil als Solarenergie sehe.

In Holz / Pellet sehe ich kein großes Potential mehr.

Somit bleibt nicht mehr viel übrig, auch BHKW / KWK sind auf einen Energieträger angewiesen, auch wenn vielleicht ein Energiesharing interessant werden könnte. Die Zahlen von VW werden es ziegen.

LG parcus
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

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Beitragvon OliverTyphon » 29.09.2009, 12:08

Die Zukunft der Energiewirtschaft ist unergründlich. niemand kann heute sagen, was in 10 oder 20 jahren sein wird und so manche prognose lag schon weit daneben. vielleicht bekommen wir unsere energie komplett über die sonne, die kalte fusion oder verbrennen immer noch öl. und wer hätte gedacht, dass kanada das land mit den 2. größten erdölvorkommen der welt ist (stichwort ölsande). die ökologischen konsequenzen mal nicht mitbetrachtet.
Ich vermute, dass in unseren Breiten die Windkraft immer mehr anteile übernehmen wird. Ich denke, dass sie zur zeit noch nicht wettbewerbsfähig ist, aber das wird sich in den kommenden jahr(zehnt)en ändern. ebenso denke ich, dass durch ein ausgeklügeltes netzverbundsystem in ganz europa wasserkraft aus dem norden mit der sonne aus dem süden vorteilhaft verbunden wird.
Grundsätzlich ist Biogas eine tolle sache, doch sollte dies nicht energieintensiv mit dünger und dem einsatz von spritzmitteln (monokulturen) produziert werden.
Geothermie stehe ich kritisch gegenüber, da dies keine "sonnenenergie" ist, sondern im inneren der erde "produziert" wird. da gibt es innere spannungen und gase, die lieber unverändert bleiben sollten (stichwort: erdbeben, Quelle: Links sind nur für registrierte User sichtbar. )
Meine Prognose ist also, und prognosen stimmen nicht immer, dass wir in den kommenden jahrzehnten schön weiter fossile brennstoffe und uran verschwenden, diese aber immer mehr von regenerativen energien abgelöst werden (wasser im norden, wind an küsten, sonne im süden europas).
Und noch ein Gedanke: Angenommen ich wäre ein Ölförderer, dann würde ich der ganzen welt klarmachen, dass öl in 10 jahren weg ist um meine preise hochzuhalten. nach 10 jahren würd ich dann behaupten, dass wir nur noch weitere 10 jahre ressourcen haben, ...

Viele Grüße,
Oliver
OliverTyphon
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Beitragvon parcus » 29.09.2009, 18:29

Hallo Oliver,

ich behaupte nicht, das es in 10 Jahren kein Erdöl mehr gibt, die ökologisch und ökonomisch vertretbaren Funde sollten min. noch 50 Jahre reichen, nur wird der Preis einfach schnell zu hoch sein.

Wir haben derzeit Glück im Unglück, nur warten in China und Indien noch ein paar Milliarden Menschen auf den "Wohlstand".

Bei der Geothermie ist aber schon zu unterscheiden, denn mehr als 0,063 Watt/m² bringt der terrestrische Wärmestrom i.d.R. nicht.
Erst in ca. 10m Tiefe ist konstant die Jahresmitteltemperatur von ca. 8,3°C anzutreffen.
D.h. nur die Sonden gehen überhaupt tiefer. Im privaten Baubereich geht keiner auf die Tiefen, welche bedenklich wären, denn diese Bohrungen wären völlig unwirtschaftlich.

Deine Bedenken teile ich durchaus in Bezug auf wirklich tiefe Bohrungen, nur haben wir bald ganz andere Probleme durch den Rückgang der Permafrostböden. Ironie, hier haben wir jede Menge Biomasse und können das Methan derzeit nicht nutzen. Sonnenenergie hat somit auch sehr dunkle Schattenseiten.

Sicherlich wird sich der Stand der Technik weiter entwickeln, vielleicht wird sogar irgendwann auch die Sonnenenergie bei uns rentabler nutzbar sein.
Jedoch besteht der Handlungsbedarf jetzt, eine neue Technologie ist nicht von heute auf morgen in der Produktion.
Ich erinnere hier nur an die Fotovoltaik, die schon seit den 50er Jahren in der Entwicklung ist. Die Produktionskosten günstiger Module liegen gerade knapp unter 1,00 US-Dollar pro Watt.

LG parcus
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