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Nachtspeicherheizung




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Beitragvon dorstener » 04.11.2007, 12:13

Hi,

ich will klarstellen, dass ich absolut keine Lanze für Nachstspeicherheizungen brechen will.
Warum auch ? Ich lebe nicht davon.
Leider habe ich eine. Dabei sogar noch eine Elektro-Fußbodenheizung .
Habe wie gesagt lange damit gehadert. Aber nun habe ich das Haus gekauft und fertig.

Ich will nur die Diskussion auf sachliche Füße setzen.
Damit andere mal die Kosten beurteilen habe ich meine mal dargestellt.

Hatte auch schon mal an eine Brennstoffzelle zur eigenen Stromerzeugung gedacht .
Bis sich das allerdings rechnet ..... Dabei gibt es, soweit ich weiß, nicht einmal etwas geeignetes.
dorstener
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Beitragvon wildflower » 05.11.2007, 11:28

Hi,

Das hat jetzt auch keiner geglaubt dass Du eine Lanze brechen willst, Du hast genau wie die anderen nur deine Erfahrungen geschildert.
Wenn der Staat jetzt aber verlangt dass Elektroheizungen vollkommen verbannt werden, müssen ja irgendwelche alternativen Lösungen her. Hast Du schon mal drüber nachgedacht wirklich auf Solar umzurüsten? Soweit ich weiss ich das mit das effektivste weil der Staat meine ich bei den alternativen Energien noch die meisten Zuschüsse zahlt.
wildflower
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Beitragvon Sparer » 05.11.2007, 12:58

Von der Nachtspeicherheizung kenn ich auch nur Stromfresser als zweiten Vornamen, kann aber etwas über Investitionskosten der Heizungssanierung berichten.

Ich führe seit über 20 Jahren Buch über den Energieverbrauch in meinem Haus (Einfamilienhaus, Baujahr 1956, 140qm Wohnfläche) und kann daher über das angebliche SPAREN bei den Energiekosten sagen.

Im Jahre 1997 habe ich die Heizungsanlage erneuert (Gas-Brennwert-Heizkessel) und die Fassade des Hauses isoliert. Den Gasverbrauch habe ich damit um 48% gesenkt. Die Kosten der Heizungssanierung haben sich rechnerisch, fast auf den Euro genau, in 10 Jahren amortisiert. Aber die Kosten der Außenisolierung, die ja erheblich zur Einsparung beigetragen haben sind noch offen. Dafür benötige ich voraussichtlich weitere 15 Jahre. Ob dann die Heizungsanlage nicht bereits wieder erneuert werden muss?

Auch sollte ich erwähnen, dass nur der alte Heizkessel gegen den neuen Gas-Brennwert-Heizkessel inkl. Steuerung ausgetauscht wurde. Auch die Kosten der Wartung sollten nicht übersehen werden, denn an dem alten Gasheizkessel habe ich die Reinigung selber durchgeführt, etwas anderes war auch nicht nötig Bei der neuen Heizanlage benötigt der Servicetechniker die entsprechende Software und einen Laptop, da ist nichts mehr mit selber machen und Kosten von jährlich 80,- bis 175,- Euro sind auch zu berücksichtigen, die in meiner Nachkalkulation nicht enthalten ist.
Der Sparer
Sparer
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Beitragvon sandy » 06.11.2007, 10:45

Hi,

Ich könnte mir auch gut vorstellen dass wieder eine neue Heizung benötigt wird bevor sich die Investitionskosten für den kompletten Umbau gerechnet haben. Die Regierung wird die Grenzwerte denke ich für normale Heizungen weiter verschärfen. Von daher dachte ich auch persönlich daran komplett umzurüsten auf eine andere alternative Energiequelle wie Sonnenenergie etc.
Meint ihr nicht dass sich das auf Dauer eher rechnet wie bei der normalen Gasheizung zu bleiben?
sandy
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Beitragvon usfarina » 24.04.2008, 22:36

Also mal ganz ehrlich, ich lese hier zum ersten Mal, dass eine Nachtspeicherheizung wirtschaftlich und umweltfreundlich sein soll. Bisher kenne ich sie auch nur als förmliches Geldgrab. Und ich kenne niemanden, der nicht bei Betrachtung seiner Jahresabrechnung hinten rüber gekippt wäre. Es ist einfach sauteuer. Die preisgünstigeren Stromanbieter bieten darüber hinaus auch gar keinen Nachtstrom an, jedenfalls die meisten nicht. Also bleibt man in Konsequenz bei den teuren Anbietern oder verwendet keinen Nachtstrom.

Was die ökologische Seite betrifft, so kann natürlich die Nutzung von Strom zur Beheizung dann umweltfreundlich sein, wenn der Strom aus regenerativen Energien gewonnen wird, aber wie hoch ist denn der Anteil der erneuerbaren Energieträger? Doch immer noch sehr gering. Und eine eigene Photovoltaik-Anlage dürfte wohl kaum genügend Kapazitäten besitzen, um damit ein ganzes Haus zu beheizen.

Also ist doch im Endeffekt auch kein ökologischer Vorteil zu sehen.
Von daher frage ich mich, wie man zu einer derartigen Aussage kommen kann.

LG
usfarina
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Beitragvon Ralle » 01.05.2008, 15:39

Also ich muss mich meinen Vorgängerinnen hier anschließen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Nachtspeicherheizung kostengünstig und umweltfreundlich sein soll. Leider scheinen in den letzten Monaten keine weiteren Erklärungen dazu gekommen zu sein.

Ich weiß nur so viel, ich hatte einmal in einer Wohnung Nachtspeicherheizungen und die haben mir echt die Haare vom Kopf gefressen, obwohl es nur eine kleine Zweiraumwohnung war.

Desalb kann ich nur jedem empfehlen: Finger weg von Nachtspeicherheizungen!

Ralle
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Beitragvon OelKlaus » 18.05.2008, 00:22

Hallo,

ich halte die (meine) Nachtspeicherheizung für energiesparend und umweltfreundlich.
In wenigen Wochen wird sowieso der Heizöl-/Gasölpreis Preis die 1€/je Liter Grenze überschreiten.
In wenigen Monaten wird das Heizen mit fossilen Energieträgern teurer sein als mit E-Energie. E-Energie kann aus vielen Quellen erzeugt werden, fossile Energie nicht.
Meine Nachtspeicherrechnung geht an die Naturstrom AG (100% Ökostrom mit Preisgarantie Testsieger, BUND/NABU Empfehlung). Ist dies nicht umweltfreundlicher als das Verheizen von endlichen Energieträgern?
Natürlich wird meine Nachtspeicherheizung/Hausheizung unterstützt durch einen Kachelgrundofen und durch eine thermische Solaranlage.
Der letzte GESAMT-Energieverbrauch der Speicherheizung in der Heizperiode 2007/2008 lag bei 752 kWh in meinem gut gedämmten Haus mit 2*130m2 Wohnfläche.
Ich hoffe natürlich auch, das künftig meine Speicherheizung in der Heizperiode mit den Spitzenlasten von Solarstrom/Windstrom/virtuellen Kraftwerken/Biomassenstrom gespeist wird. Geht es noch ökologischer?.
In wenigen Jahren wird als Heizung in gut gedämmten Häusern
sicherlich nur noch Wärmepumpensysteme, Elektroheizungen oder Biomasseheizungen eingesetzt werden können. Das an das Öl gekoppelte Gas und die Ölheizung wird unbezahlbar sein.

der Nachtspeicherer
OelKlaus
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Beitragvon usRike » 20.05.2008, 20:33

Hallo Oelklaus,

was du da schreibst, klingt wirklich sehr umweltfreundlich. In einem Punkt hast du ja auch recht. Strom kann aus regenerativen Energien gewonnen werden und ist damit umweltfreundlicher, als andere Energieformen. Aber warum muss es dazu ein Nachtspeichersystem sein? Die alten Nachtspeicherheizungen sind doch viel zu schwerfällig. Kann es dann nicht eine ganz normale elektrische Heizung sein? Außerdem bieten doch die meisten Stromanbieter schon gar keinen Nachtstrom mehr an.

Übrigens, in der Kombination, wie du es wohl eingerichtet hast, wird der Nachtspeicher doch scheinbar nur unterstütztend eingesetzt. Aber du wirst doch zugeben müssen, dass ganz normale Nachtspeicherheizungen absolute Energiefresser sind, oder nicht?

LG
usRike
usRike
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Beitragvon OelKlaus » 21.05.2008, 21:45

Hallo usRike,

die regenerativen Energien fallen diskontinuierlich an. Wie denkst Du, das Diese praktikabel zwischengespeichert werden können? Bei Starkwind werden Windräder abgeschaltet, weil die Überschussenergie nicht abgenommen werden kann. Meine Speicherheizung oder LithiumpolymerAkkus von Elektroautos könnten diese Energie effizienter nutzen. Was nutz eine normale E-Heizung wenn ich dann die Wärme brauche, wenn gerade keine Wind weht, obwohl Stunden vorher sehr viel Windenergie zur Verfügung gestanden hätte?
Ich halte Speicherheizungen nicht für Energiefresser, da Diese statt in Wasser (wie Solarboiler) die Energie in Schamotte gespeichert wird. Die Energie wird vor Ort zu 100% umgesetzt und geht in gut gedämmten Häusern nur zu einem sehr geringen Teil verloren.
In meinen Fall ist die Speicherheizung als Vollheizung ausgelegt, wird aber nur als Zusatzheizung für den Grundofen genutzt. Die Strahlungswärme des Ofens reicht nun mal nicht bis in 8m entfernte Zimmer, zumindest beträgt die Temperatur dort nur 18-19 Grad, und das ist mir/uns manchmal zu wenig. Die Speicherheizug, deren Ventilatoren noch nie in Betrieb waren, hebt über die Speicherheizungsfläche die Zimmertemperatur um 2-4 Grad an.
Die Speicherheizung wird deshalb als Energiefresser verschrieen, weil diese meiner Meinung nach bis vor kurzem für den vierfachen Preis die Wärmeenergie im Vergleich zum Heizöl bereit gestellt hatte. Die Heizung war eigentlich im wirklichen Sinne ein Geldfresser. Wie stehen aber in wenigen Monaten die Ölheizungen da, wenn es keinen Unterschied zwischen Erzeugungskosten an Wärmeenergie elektrisch und heizölig gibt?.
Genau Heute kosten 1000Liter Heizöls schwefelarm in Cottbus 110 Euro, das sind 11 Cent je KW. Der Nachtstrom Depotherm des Lieferanten ENVIAM kostet 11,7 Cent je KW !
Sicherlich werden die Preise bei gleichbleibender Entwicklung für Heizöl in 12 Monaten bei 180 Euro je 1000 Liter liegen und das ist nicht mehr weit vom Tagstrompreis.
Ich besitze seit 11 Jahren die Speicherheizung und habe 0 Euro Wartung und Pflege aufbringen müssen, dies wird sich auch in den nächsten 10 Jahren nicht ändern. Wie hoch sind die Wartungskosten für moderne Öl-/Gasheizungen in 20 Jahren?
Mein Grundofen habe ich in den 11 Jahren für 0 Euro selbst gereinigt. Einzig 2*18 Euro jährlich Schornsteinfegerkosten musste ich aufbringen.
Ich denke, da Elektroenerige aus vielen Quellen erzeugt werden kann, auch nur Elektroheizungen künftig (3-5 Jahre) im Markt bestehen bleiben bzw. bezahlbar sind.

der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon usRike » 21.05.2008, 22:23

Hoppla, du bist ja wirklich ein Nachtstromer. So viele Argumente, da kommt man ja kaum gegen an, klingt auch alles plausibel. Für mich stellt sich nur die Frage, auf welche Art der Strom erzeugt wird, den du da verbrauchst. Wenn er aus einem netten Kohlekraftwerk kommt, dann geht da richtig CO2 in die Luft für den Stromverbrauch. Der Aufwand bei einer Gasheizung ist da wohl doch geringer. Und zu den Kosten muss ich ja sagen, was denkst du denn, was die Stromanbieter in der Zukunft treiben werden? Glaubst du, die bleiben bei ihren momentanen Preisen, die sind doch auch immer ganz schnell dabei, wenn es eine Chance zur Erhöhung gibt. In deinem Haus ist die elektrische Heizung eine saubere Angelegenheit, da magst du recht haben, nicht jedoch an ihrer Quelle, nämlich im Kraftwerk, wo der Strom erzeugt wird.

LG
usRike
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Beitragvon OelKlaus » 24.05.2008, 22:32

Hallo,

tagsüber bin ich Fernpendler und Frühabends versuche ich u. a.
meine thermische Solaranlage zu erweitern.
Nachts kann ich dann etwas am Rechner recherchieren (mein Auto auf Gasnutzung umstellen lassen, Wandsonnenuhren erstellen, meine Hofbeleuchtung auf LED-Arrays umstellen etc.)

Der Strom aus der Steckdose wird sicherlich vom nahe gelegenen (Kohle/Atom)-Kraftwerk kommen.
Das sollte aber niemanden davon abhalten, Ökostrom zu kaufen. Wenn alle Verbraucher nur Ökostrom kaufen würden,
dann wird es keine Kohlekraftwerke mehr geben.
Sicherlich könnte mann in Deutschland alle Kohlekraftwerke abschalten lassen, damit die Umwelt hier nicht zerstört wird.
Der Strom wird dann aus den nahe gelegen Kraftwerken Frankreich(Atom) oder Polens(Braunkohle) importiert.
Aber wir Deutschen haben ein sauberes Gewissen, sollte das die Lösung sein?
Der Verzicht des Kaufes von Ökostrom, nur weil er praktisch zur Zeit (wie lange noch?) ein Strommix ist, ist wohl der komplett falsche Weg.
So viele Verbraucher wie möglich sollten den grünen Ökostrom unterstützen. Wie ist es mit Dir, wie ökologisch bist Du?

Sicherlich werden die EVUs auch ihren Strompreis anheben, dann werden aber meiner Meinung nach die Kosten für die Herstellung von 1kW Wärme im Einfamilienhaus unabhängig von Ausgangsstoff ÖL/GAS/Elektro gleich sehr hoch sein. Wo besteht dann der Vorteil der Verbrennung des fossilen Stoffes Erdgas,
das demnächst als Ersatz für flüssige Kraftstoffe und als chemischer Grundstoff dienen muss, da das Öl faktisch unbezahlbar wird?
Dazu sind noch die Wartungskosten der Heizsysteme zu betrachten.
Übrigens werden die allerneuesten Passivhäuser der Bausparkassen schon Heute nur mit dem Heizungssystem Wärmerückgewinnung und Elektrozuheizung angeboten. Auf Grund der extremen Isolierung bleibt die Wärme im Haus.

Auch sollten der ach so sauberen Verbrennung von Erdgas die Gewinnung, Transport und politische Abhängigkeit gegenübergestellt werden. Eine saubere Verbrennung garantiert auf jeden Fall nicht die ökologische Förderung des Rohstoffes.
Während die deutschen Standards zur Gewinnung von Rohstoffen sehr hoch sind, werden die wohl in Russland oder Turkmenien nahe Null sein.
Vor nicht allzu langer Zeit haben russische Politiker im Fernsehen medienwirksam dargestellt, wie das Ventil der Erdgasleitung wegen
politischer Ungehorsamkeit eines Verbraucherlandes zugedreht wird. Ist das der Preis einer sauberen Erdgasverbrennung?

Ziel der Energieversorgung sollte es doch wohl sein, eine energetische Unabhängigkeit zu erreichen und nicht eine politische Erpressbarkeit.
Künftig wird immer mehr Energie von immer weniger Lieferanten bereitgestellt werden.
Da sind Prämissen zu setzen, wie wichtig eine saubere Verbrennung oder die politische Erpressbarkeit ist.

der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon usRike » 29.05.2008, 18:46

Hallo Klaus,

ich will dir doch gar nicht widersprechen. Ganz im Gegenteil, wir sind eigentlich einer Meinung. Ich beziehe Ökostrom und heize im übrigen auch einen Teil meines Hauses elektrisch. Es ist ein Fertighaus und entsprechend isoliert, so dass der Verbrauch überhaupt nicht so hoch ist. Ich gebe dir auch recht darin, dass alle Energiearten sehr teuer werden - man sieht es ja aktuell an den anstehenden Gaspreiserhöhungen. Mich hatte halt nur dein überzeugtes Statement für Nachtspeicherheizungen erstaunt, da es sich ja dabei entgegen der früher vertretenen Meinung doch eher um reine Stromfresser handelt. Die modernen Speicherheizungen haben damit eigentlich nicht mehr viel zu tun. Ich hatte mal zu Beginn der 80er Jahre eine kleine Wohnung, die mit den richtigen Nachspeicherheizungen geheizt war und da haben mich die Heizkosten ein Vermögen gekostet. Mein Hinweis darauf, dass der Strom, den wir beziehen, immer ein Mix ist, sollte nicht darauf abzielen, dass es deshalb keinen Zweck hätte, Ökostrom zu nutzen. Ich wollte nur verdeutlichen, dass man nicht in dem Irrglauben sein sollte, dass aus den eigenen Steckdosen dann tatsächlich reiner Ökostrom fließt.

Aber ich finde unsere Diskussion ganz nett.

LG
Rike
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Beitragvon Ralle » 29.05.2008, 19:15

Hallo Oelklaus,

sag mal, warum nennst du dich eigentlich Oelklaus und nicht Stromklaus? Sollte nur ein Scherz sein. Deinen Ausführungen kann ich absolut folgen. Aber Nachtspeicherheizungen sind mir trotzdem immer noch ein Graus, weil ich, genauso wie meine Vorrednerin, schmerzhafte Erinnerungen daran habe. Ich würde mein Haus gerne über eine Wärmepumpe beheizen und denke garde darüber nach, wie ich das realisieren und finanzieren kann. Bisher habe ich zwei Kamine und eine Gasheizung im Haus. Klar, die Wärmepumpe arbeitet auch mit Strom, aber doch in wesentlich geringerem Umfang, als eine Nachtspeicherheizung. Für die Warmwassergewinnung würde ich mir gerne eine Solaranlage zulegen. Die sind ja inzwischen auch einigermaßen bezahlbar. Da weiß ich wenigstens, dass es wirklich sonnenbeheiztes Wasser ist.

Wie stehst du dazu?

Ralle
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Beitragvon OelKlaus » 30.05.2008, 13:45

Hallo Ralle,

ich nenne mich Oelklaus, weil ich bis vor kurzem mein Passat TDI mit alternativen Treibstoff, (P)Oel=Pflanzenöl, befeuert hatte. Leider war nach 470.000 km das Getriebe in einem nicht mehr reparablen Zustand. Den 2001 selbst eingebauten Umbausatz für das 2.Tanksystem habe ich nun als Andenken zu Hause stehen, das Auto nicht mehr.
Der derzeitige 2004er Benziner wird schon mal für die im Juni kommende Umrüstung auf LPG warm gefahren. Dann wird ich wohl zu Weihnachten 2008 für 1/3 des Benzinpreises tanken können.

zur Warmwassergewinnung:

Ich bin überzeugter Anwender der Solarthermie. Die rechnet sich aber nur, wenn diese zu einem geringen Preis (also SELBSTAUFBAU) installiert wird. Z. Zeit bereite ich die Erweiterung der 5m2 Anlage auf 7m2 vor. Dann kann ich die solare Wärme länger nutzen.
Für 5.000-7.000 Euro Gesamtkosten bei einer Montage über Firmen kann mann sehr,sehr lange Warmwasser erzeugen.
Besuche doch mal meine Homepage Links sind nur für registrierte User sichtbar., "Altbau" und den Link "Solaranlage". Dort habe ich eigene Erfahrungen zur Solaranlage niedergeschrieben und paar interessante Links eingebaut.

Zur Wärmepumpe, mal bitte diesen Link folgen:
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Dort sind Vor- und Nachteile der WP aufgeführt.
Aber bitte mal auch in verschieden Foren zu Erfahrungen mit WP recherchieren. Manchmal habe ich dort den Eindruck, das die Wirksamkeit einer WP ausschließlich vom Fach(un)wissen der Installationsfirma abhängt.
Persönlich glaube ich, das in künftigen Niedrigenergiehäusern sowieso nur noch WP-Systeme, eventuell mit zusätzlicher Lüftungswärmerückgewinnung, installiert werden dürfen.
Öl und Gas wird dann verboten teuer sein, die Umweltwärme ist noch kostenlos. Vielleicht wird Diese aber auch noch besteuert?


der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon Ralle » 06.06.2008, 15:15

Hallo Klaus,

es ist wirklich zu bewundern, wie aktiv du bist und offensichtlich technisch sehr begabt. Ich fürchte, da kann ich nicht ganz mithalten, bin eher ein technischer Chaot. Deine Tipps sind wirklich super und ich finde klasse, dass du andere daran teilhaben lässt. Gehe ich nun richtig in der Annahme, dass du dein Haus elektrisch beheizt und dabei die Energie weitgehend selbst erzeugst?

Mit den Öl- und Gaspreisen hast du bestimmt recht. Deshalb suche ich auch nach alternativen Möglichkeiten, natürlich auch, um letztlich was für unsere Umwelt zu tun. Ich weiß nun auch nicht, ob ich mit Geothermie und Wärmepumpe heizen soll oder vielleicht doch Pellets. Also Photovoltaik ist mir meist doch zu teuer, mit Ausnahme der einfachen Solaranlagen zur Wassererwärmung.

Trotzdem auf alle Fälle vielen Dank für deine ausführichen Informationen und den link zu deiner Homepage.

LG
Ralle
Ralle
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Beitragvon OelKlaus » 07.06.2008, 23:39

Hallo Ralle

Ich beheize mein Haus nur zu einem Bruchteil elektrisch, zum größten Teil übernimmt das der Grundofen. Die Energie erzeuge ich in soweit selbst, indem ich mich selbst um das Holz kleinmachen kümmere, was viel körperliche Energie benötigt. Die Warmwasserbereitung erfolgte bis vor wenigen Jahren zu 100% elektrisch, nun übernimt das im Sommer die Sonne und demnächst im Winter der Grundofen.
Zur Zeit ist es praktikabel nicht möglich, die durch Photovoltaik erzeugt elektrische Energie in den Nachtspeicher zu laden. Es ist günstiger, den Strom für 50 Cent je kWh zu verkaufen und für ca 15 Cent einzukauen. Dadurch kann man mit der Photovoltaik Geld verdienen.
Praktikabler wäre es, wenn ein Nachbar mit einem Blockheizkraftwerk Wärme für seine wasserbasierte Heizung erzeugt und die elektrische Überschussenergie mir direkt über ein Kabel bereitstellen könnte.
Leider heizen alle Nachbarn mit Öl oder Gas und es nicht abzusehen, das diese sich Blockheizkraftwerke anschaffen werden.


der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon Löwenzahn » 11.06.2008, 13:39

Hallo Klaus,

ich habe den Dialog zwischen Ralle und dir verfolgt und muss auch sagen, es ist super, was du dir alles so einfallen lässt. Dazu braucht man aber auch ein gutes technisches Verständnis. Finde ich wirklich beneidenswert. Was ich nicht verstehe ist, warum du einen Nachbarn mit Blockheizkraftwerk brauchst. Lohnt es sich für dich selbst nicht? Oder passt es jetzt nicht mehr mit deiner Technik zusammen? Andererseits bringt mich deine Idee mit dem Nachbarn auf den Gedanken, dass innerhalb der vielen Wohnsiedlungen, die so in jeder Stadt entstehen, durch nachbarschaftliche Zusammenarbeit doch auch eine Menge möglich sein müsste.

Gruß
Löwenzahn
Löwenzahn
Ist schon lange dabei!
 

Beitragvon OelKlaus » 11.06.2008, 21:39

Hallo Löwenzahn,

schön, das Du den Dialog zwischen Ralle und mir verfolgtes und nun Dich in diesen Forum angemeldet hast.
Ich selber halte mein technisches Verständnis eher für mittelmäßig.
Zumindest im Vergleich zu meinen Anforderungen.
Erst Heute habe ich im Alleingang ein 2,5m2 großes Kollektorfeld auf mein 7m hohes Hausdach hieven können. Das Baumarktsonderangebot wird weiter dazu beitragen, den elektrischen Durchlaufherhitzer über eine längere Zeitraum ausgeschaltet zu lassen.
Die bald 7,5m2 große thermische Solaranlage sollte dies ermöglichen.
Die späten Nachtstunden dienen eigentlich ausschließlich der Internetrecherche zu verschiedenen künftig anstehenden Projekten.

Ein Blockheizkraftwerk erzeugt in erster Linie Warmwasser für die Warmwasserheizung und dann etwas Strom. Da ich keine Warmwasserheizung besitze, lohnt sich ein BHKW für mich nicht.
Im Sommer will ich ja das warme Brauchwasser nur über die thermische Anlage erzeugen (BHKW wäre also nicht in Betrieb) und in der Übergangszeit soll demnächst mein Grundofen mit zur Warmwasserbereitstellung beitragen (BHKW wäre nur wenig in betrieb).
Das BHKW ist sozusagen nicht mit meiner Hausheizung kompatibel.
Außerdem besteht ein BHKW aus vielen Bauteilen, die auch viel ausfallen können.
Ich bevorzuge Lösungen mit möglicht wenig bewegenden Teilen oder mit wenig Baugruppen. Wo wenig ist, kann wenig ausfallen.
So wie an meinen Grundofen und der Speicherheizung, da bewegt sich nichts und kann demzufolge auch wenig ausfallen.

mit freundlichen Grüßen
der Nachtstromer
OelKlaus
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon Löwenzahn » 12.06.2008, 21:17

Hallo Klaus,

ich bin überwältigt. Wann schläfst du denn, wenn du bis in die Nacht recherchierst und tagsüber bastelst? Du musst doch bestimmt zwischendurch auch noch Geld verdienen. Wirklich bewundernswert. Also vom Blockheizkraftwerk habe ich keine Ahnung. Deshalb haben deine Informationen meinen Horizont wieder etwas erweitert. Ich wünschte, ich wäre auch in der Lage, all diese Dinge selbst zu erledigen. Aber was sagt eigentlich deine Frau dazu, dass du ständig beschäftigt bist? Gibt's da keine Probleme? Wahrscheinlich ist sie stolz auf dich und freut sich darüber, wie viel Geld ihr durch dein großes Engagement einsparen könnt.

Ich wünsche dir eine gute Nacht.

Löwenzahn
Löwenzahn
Ist schon lange dabei!
 

Beitragvon OelKlaus » 15.06.2008, 19:29

Die Schlafnacht besteht bei mit aus 5-6h Schlaf und natürlich wird das Fernsehen bei ausschließlich nur als kleines Fenster im Rechner mitgesehen.
Dadurch steht viel Zeit für Hobbys zur Verfügung.
Interessante Sendungen werden auf die 750er Dreamboxfestplatte gebannt, deren Kapazität im Netzwerk eine Weile ausreichen dürfte.
Meine Familie und ich ergänzen uns sehr gut, d.h. wir machen vieles gemeinsam, jeder besitzt auch seine Freiräume.
So werden wir uns auch in den nächsten 100Jahren nicht auf den Keks gehen.
Auf Grund meiner vielen Hobbys und Interessen habe ich auch gar keine Zeit, meine Familie irgendwie zu nerven.
Ich habe gerade meine 100jahre alte Haustür neu gestrichen und die Schmuckelemente mit Blattgold verziert (ist für kurze Zeit auf meine Homepage zu sehen). Bei vorherigen Versuchen mit anderen Farben kamen die Verzierungen nur un den ersten paar Monaten schön zur Geltung, dann verblassten die Farben sehr stark.
Das Blattgold sollte etwas länger halten.
Offen sind u. a. noch aktuelle Projekte wie die Einbindung des 3. Solarkollektors und das Einbinden des Grundofens in den Warmwasserkreislauf, ein neues Versteck für meinen zerstörten Geocaching ist zu finden und natürlich ist auch eine Sonnenuhr zu überarbeiten und zwei bis 3 Neue sind zu konstruieren.
Mittelfristig wird eine Flugdrohne (ein X-UFO Abkömmling) gebaut, die sich wie ein "Luftnagel" verhalten wird.
D. h., mit wenigen cm Abweichungen wird sie sich im 3dimensionalen Raum ohne eine Fernsteuerung über einen festgelegten Punkt positionieren. Wobei im Endausbau das Fliegen über eine Videobrille erfolgen wird.

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag
der Nachtstromer
OelKlaus
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon Löwenzahn » 15.06.2008, 20:39

Hallo Klaus,

mir wird ganz schwindelig, wenn ich das alles lese. Ich habe auch schon sehr viel um die Ohren und kann mir kaum vorstellen, wie das alles zu machen ist, was du so planst und auch durchführst. Du kommst mir fast ein bisschen vor, wie Daniel Düsentrieb. Ist schon irre.

Aber was hast du mit der Drone vor? Willst du dein Grundstück bewachen? Das ist ja nun wieder was, das ich überhaupt nicht verstehe. Wie funktioniert sowas? Was ist ein Luftnagel?

Also deine Haustür würde ich mir gerne mal ansehen, komme allerdings nicht auf deine Homepage, weiß der Teufel, warum. Ich werde es in den nächsten Tagen nochmal versuchen.

Jetzt wünsche ich dir erst mal einen schönen Start in die neue Woche.

LG
Löwenzahn
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Ist schon lange dabei!
 

Beitragvon OelKlaus » 20.06.2008, 22:45

Hallo Löwenzahn,

ich habe nun endgültig meine Hausnummernbeleuchtung fertiggestellt. Dies hat eine Weile gedauert. Wie im alten Dorf üblich, gibt es meistens keine Beleuchtungen der Hausnummern. Ich will aber schon im Ernstfall schnell erreichbar und sichtbar sein. Nach mehreren Versuchen besteht die Hausnummer nun aus einem A4 großen Schneidbrett aus weißer Plastik (ca. 1,99 Euro), indem ich 12 weiße LEDs eingelassen (aus meiner LEDs Bastelkiste mit vielen weißen LEDs) habe. Diese leuchten eine aus Aluminiumblech geschnittene DINA4 große Hausnummer an, die auf der vorderen Seite mit schwarzen Autolack mehrfach besprüht wurde.
Die Leuchtdauer wird durch eine mechanische Schaltzeituhr festgelegt. Zur Zeit benötigt die Beleuchtung täglich 10 Watt und ist erstaunlich hell. Sogar die Einfahrt wird wie im Mondlicht damit beleuchtet. Ich könnte mir aber auch vorstellen, das ich die erforderlichen 12 Volt eventuell aus einer günstigen Photovoltaikanlage ziehen könnte.

zur Drohne
Ich will dieses 4motorige X-Ufo/Drohne/Quadrokopter/Mikrokopter mal so fliegen können wie im nachfolgenden Link:

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
oder
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(sind das nicht tolle Videos?)

Ich kann damit mein oder viele andere Grundstücke von oben fotografieren und das Gefühl auskosten, das ich selbst fliege, ohne zu fliegen.
Natürlich kann mann damit noch sehr,sehr viel mehr unternehmen.
Die aktuelle Flugzeit ist aber auf 20min beschränkt.
Ein funktionsfähiges Spielzeug ist im Selbstbau für ca 1.000 Euro zu haben.
Der "Luftnagel" ist nur ein Synonym für eine Möglichkeit des 4motorigen Fluggerätes, mittels Luftdrucksensor und GPS-Empfänger im dreidimensionalen Raum einen festen Platz zu halten, wenn die Fernbedienung weggelegt wird. Alle anderen Flugmodelle (Hubschrauber,Flugzeuge) sind nicht in der Lage, einen festen Punkt im (Luft)raum zu halten.

ein schönes Wochenende wünsche ich
der Nachtstromer
OelKlaus
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon Theo Kern » 13.10.2009, 14:27

[quote="OelKlaus"]

Der letzte GESAMT-Energieverbrauch der Speicherheizung in der Heizperiode 2007/2008 lag bei 752 kWh in meinem gut gedämmten Haus mit 2*130m2 Wohnfläche.

der Nachtspeicherer[/quote]

Phantastisch, das entspricht ca. 80ltr. Öl bezw 80m³ Gas.
So ein Haus wünsche ich mir auch.
Individuelle hocheffiziente Grundöfen nach EN 15544
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Theo Kern
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Beitragvon ecocasa » 13.10.2009, 15:03

Theo Kern hat geschrieben:
OelKlaus hat geschrieben:
Der letzte GESAMT-Energieverbrauch der Speicherheizung in der Heizperiode 2007/2008 lag bei 752 kWh in meinem gut gedämmten Haus mit 2*130m2 Wohnfläche.

der Nachtspeicherer


Phantastisch, das entspricht ca. 80ltr. Öl bezw 80m³ Gas.
So ein Haus wünsche ich mir auch.


....aber Vorsicht: Oelklaus schrieb auch: "Ich beheize mein Haus nur zu einem Bruchteil elektrisch, zum größten Teil übernimmt das der Grundofen"
....da muß man also etwas anders rangehen :wink:
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon Theo Kern » 13.10.2009, 15:21

das zeigt was der Grundofen kann.
Er trägt dann sicher 90 und mehr % der Heizlast.
Nur hat der Verbrauch der Elektroheizung dann keinerlei Aussagewert, darauf wollte ich hinweisen. Er kann also nicht dazu dienen zu zeigen wie preiswert die Elektroheizung ist.
Individuelle hocheffiziente Grundöfen nach EN 15544
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Beitragvon ecocasa » 13.10.2009, 15:24

Theo Kern hat geschrieben:das zeigt was der Grundofen kann.
Er trägt dann sicher 90 und mehr % der Heizlast.
Nur hat der Verbrauch der Elektroheizung dann keinerlei Aussagewert, darauf wollte ich hinweisen. Er kann also nicht dazu dienen zu zeigen wie preiswert die Elektroheizung ist.

....da sind wir auf jeden Fall einer Meinung :wink:
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
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Beitragvon dpulver » 27.10.2009, 13:46

Infrarotheizungen!

Meine Erfahrungen zeigen, dass die nur ca. 30% soviel Strom verbrauchen als Nachtspeicher. Ausserdem heizen Sie nur dann, wenn die Wärme auch tatsächlich gebraucht wird. Somit ist endlich die Meinung gebrochen, mit Strom heizen wäre teuer!
Infrarotheizungen arbeiten nach dem Prinzip der Wärmestrahlung und nicht nach dem Konvektionsprinzip. Wer sich physikalisch auskennt, weis dass es energetisch gesehen wesentlich aufwendiger ist Luft anzuwärmen und warmzuhalten als Wärme in Form von Wärmestrahlung zu nutzen.

Also Leute - lasst den Kopf nicht hängen - gut oder nicht, Nachtspeicher gehören wirklich ausgetauscht!

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
dpulver
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 27.10.2009, 14:09

dpulver hat geschrieben:Infrarotheizungen!

Meine Erfahrungen zeigen, dass die nur ca. 30% soviel Strom verbrauchen als Nachtspeicher. Ausserdem heizen Sie nur dann, wenn die Wärme auch tatsächlich gebraucht wird. Somit ist endlich die Meinung gebrochen, mit Strom heizen wäre teuer!
Infrarotheizungen arbeiten nach dem Prinzip der Wärmestrahlung und nicht nach dem Konvektionsprinzip. Wer sich physikalisch auskennt, weis dass es energetisch gesehen wesentlich aufwendiger ist Luft anzuwärmen und warmzuhalten als Wärme in Form von Wärmestrahlung zu nutzen.

Also Leute - lasst den Kopf nicht hängen - gut oder nicht, Nachtspeicher gehören wirklich ausgetauscht!

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...da gibt's wirklich nur EINE Alternative: solchen Dummschwätzern die den Leuten Strom-Direktheizungen verkaufen wollen richtig Kontra geben!

Das ist doch gequirlte Katzensch*****, die Strahlung geht doch auch auf die angestrahlten Flächen und erhitzt die und dann die Luft ....
und wenn das nicht so wäre, dann wäre von der einen Seite die Wärmestrahlung der "magischen Infrarotheizung" und von der anderen Seite die "Kältestrahlung" der nicht erwärmten Wand, also eine Seite schwitzen, andere Seite frieren .... :evil: ....
bei "Kältestrahlung" muß dann die Temperatur nochmals erhöht werden, damit Behaglichkeit aufkommt!
Klartext: wer Infrarotheizungen als energiesparend erklärt hat entweder den Schuß nicht gehört oder setzt sein Verkaufsinteresse mit absoluter Priorität vor jede Form der Wahrheit !
Gruß
Arno Kuschow
p.s.: ich hab den Begriff "Kältestrahlung" in " " gesetzt, weil das natürlich physikalisch nicht ganz korrekt ausgedrückt ist, drückt also mehr das Gefühl aus, wenn man vor einer kalten Wand steht, richtiger ist das natürlich die Strahlung vom wärmeren Körper in Richtung kältere Wand, das Gefühl ist das Gleiche :cry:
Zuletzt geändert von ecocasa am 27.10.2009, 16:19, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 14:59

Eine Stromheizung und zwar völlig egal welcher Art (Nachtspeicher, Radiatoren, Heißluftgebläse oder auch die angepriesenen Infrarotheizungen) hat immer einen Wirkungsgrad von 100% bei der Umwandlung von Strom in Wärme.
Aber eben nur bei der Umwandlung.
Bei der Erzeugung liegt der Wirkungsgrad bei lediglich ca. 40% der eingesetzen Primärenergie.

Um einen Raum auf konstanter Temperatur (z.B. 20°C) zu halten muss permanent soviel Wärme zugeführt wie verloren geht.

Verloren geht Wärme auf zwei Arten.

Zum einen durch die Transmissionswärmeverluste durch die Hüllflächen (Umfassungswände, Türen und Fenster).

Dieser Wert beträgt 0 W/m²K wenn die Temperatur innen = außen ist.
Er steigt entsprechend der Temperaturdifferenz zwischen innen und außen wenn sich die Außentemperatur ändert.
Steigt die Außentemperatur über den Wert der Innentemperatur an dann fließt Wärme von außen nach innen (und wir müssen kühlen).
Fällt die Außentemperatur unter die Innentemperatur fließt Wärme von innen nach außen (und wir müssen heizen).

Den Wert, den ich oben mit 0 W/m²K angegeben habe, nennt man U-Wert.
Dieser Wert beschreibt die Wärmedurchlässigkeit der Hüllflächen. Ein isoliertes Haus hat so einen kleineren U-Wert als ein Nichtisoliertes.

Beträgt dieser Wert z.B. 0,5 W/m²K so bedeutet das dass pro °C Temperaturdifferenz 0,5W pro m² Hüllflächen fließen.
Hat ein Haus z.B. eine Hüllfläche nach außen von z.B. 300m² dann fließen pro °C Temperaturdifferenz 150W durch die Hüllflächen.
Sind z.B. draußen 15°C minus und sollen innen 22°C plus sein dann muss, um die Transmissionverluste auszugleichen mit einer Leistung 5550Watt geheizt werden.

Zum zweiten durch den Lüftungswärmeverlust.

Diese entstehen durch die nötige Lüftung und sind abhängig von Wohngewohnheiten und Nutzung.
Im Neubaubereich sind die Lüftungsverluste, sofern nicht eine mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut wird, in ähnlicher Größenordnung wir die Transmissionswärmeverluste.
Unser oben beschriebenes Haus (Neubau) hätte als einen Wärmebedarf (Heizlast) von 10-11kW.

Beim Altbau (nicht isoliert) sind die Transmissionswärmeverluste höher, die Lüftungswärmeverluste bleiben gleich.

Diese Leistung muss aufgebracht werden.
Und es ist dabei völlig egal wie das geschieht.
Der Wärmebedarf bleibt immer gleich ob das nun mit Strom, einem Kachelofen oder einer Öl/Gas Zentralheizung geschieht.
Es gibt hier keinerlei Esoterik.

Ein kW = ein kW = ein kW egal woher es kommt.

Daraus ergibt sich dass das Verkäufergeschwätz um die elektrischen Direktstromheizungen das ist was es ist, Verkäufergeschwätz.
Nur dafür da Leichtgläubige über den Tisch zu ziehen.

Unbestreitbare Tatsache ist es dass die Direktstromheizung von allen Heizungsarten die teuerste ist, einfach weil die einzelne kWh mehr kostet als bei allen anderen Beheizungsarten.

Und wenn jemand, nachdem er das aufmerksam gelesen hat, trotzdem glaubt er müßte das kaufen dann soll er das tun.
Er zahlt die Zeche selbst.
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 15:02

Es muss natürlich

"Dieser Wert beträgt 0 W/m² wenn die Temperatur innen = außen ist."

heißen.
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Beitragvon dpulver » 27.10.2009, 15:23

Ja - 1 KW ist und bleibt 1 KW!

Aber wenn ich 1 KW dazu benutze, um die Luft am Heizkörper zu erwärmen,
wird diese sich beim verteilen im Raum unweigerlich abkühlen. Bis die erwärmte Luft dann an der gegenüberliegenden Wand ankommt um diese zu erwärmen, wird sie nicht mehr die 1 KW eingesetzte Energie in sich tragen.
D.h. sie kommt wahrscheinlich um mindestens 50% oder noch weniger so warm an! Es ist bekannt das das Raumklima behaglicher und gesünder (!) ist, wenn die Wandtemperaturen höher sind und nicht nur die Lufttemperaturen.

Wer in Physik aufgepasst hat, weis dass Infrarotstrahlung die Luft nicht als Transportmittel nutzt! Somit verhält sich die Wärmeverteilung anders als durch Luft transportierte Wärme!

Ist ja auch alles egal. Am lautesten schreien gegen solche Systeme und bezeichnen diese als Katzensch..... tun immer nur die Leute, die eine Infrarotheizung noch nie im Leben gesehen haben geschweige denn diese wirklich vorbehaltlos getestet haben.

Ja - ich verkaufe diese Systeme! Ja mir ist bewusst, dass es immer unverbesserliche Klugsch...er gibt, die meinen Öl- oder Gasheizungen wären das Nonplusultra bis in alle Ewigkeit!
Aber ich verkaufe diese Systeme einzig und allein deswegen, weil ich selbst so phänomenale Ergebnise habe und denke, dass es noch andere
Menschen gibt, die so was wissen müssten. Würde mir heute jemand
das Gegenteil nachweisen, dass Infrarotheizungen uneffektiv sind - würde
ich sofort aufhören!!! Aber bitte - nicht nur rumschreien, sondern konstruktiv nachweisen!

Ich selbst trete den Nachweis an:
Ich selbst heize mein ganzes Haus mit Infrarotheizungen (kein Neubau!) und ich messe alles akribisch genau! Ich lade gerne jeden zu mir nachhaus ein und zeige live (!), was die Heizungen verbrauchen.

Ich habe bisher mit 2000L Heizöl geheizt (= 20.000 kW) und mit Infrarotheizungen noch nicht mal 8000 kW. Wo bitte ist jetzt Ihr so vielgelobtes Rechenbeispiel für Theoretiker ??

Übrigens: Mittlerweile ist Ökostrom nicht mehr teurer als anderer - somit ist die Frage der erzeugten Emmisionen eigentlich schon längst geklärt !

Also! Erst schauen - dann abkacken !!
dpulver
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Beitragvon ecocasa » 27.10.2009, 15:43

Physik ist nicht Philosophie!
Es geht eine gewisse Menge Energie aus dem Haus verloren zur Heizzeit und genau diese Menge Energie muß wieder zugeführt werden, damit das Haus nicht auskühlt!
Wenn das angenommen 11 kW sind, dann ist das genau die Menge die an Energie in einem Liter Heizöl steckt, kostet also ca. 80 Cent, schwankt natürlich je nach aktuellem Ölpreis.

Wenn ich diese 11 kW mit Strom leiste kostet das bei einem mittleren Strompreis 11 x 18 Cent, also 1,98 €

Wenn ich diese 11 kW mit einer Wärmepumpe erzeuge und ganz pessimistisch von einer Leistungszahl von nur 3 ausgehe kostet das
also 11 : 3 x ca. 15 Cent (Wärmepumpentarif), also 55 Cent.

Direktstrom ist also 4 mal so teuer wie Wärmepumpe und 2 1/2 mal so teuer wie Öl .....

und die ganzen sonstigen Behauptungen was wo ankommt etc. ist völlig belanglos weil das wenn es denn wahr ist für jede Wärmequelle in gleichem Maße gilt......

Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 16:05

hat das Pulver wirklich nicht erfunden.

Mein Fachgebiet sind Infrarotheizungen (Grundofen) und ich bin mir sicher dass ich von der Materie eine ganze Menge mehr verstehe als dpulver.

Selbstverständlich kühlt sich Luft ab, aber auch Strahlung wird logischerweise mit der Entfernung schwächer (Details dazu im Forum auf Links sind nur für registrierte User sichtbar.)
Es ist auch richtig dass Strahlungswärme angenehmer ist als kalte Wände und warme Luft.
Das hat aber nichts mit dem Energiebedarf zu tun.
Bei einer Strahlungsheizung steigen, logischerweise, die Transmissionswärmeverluste (Wände wärmer) und fallen die Lüftungstemperaturverluste (Luft kälter).
Insgesamt geht das aus wie das Hornberger Schießen.

Es ist und bleibt nur Verkäufergeschwätz.
Wer glaubt dass er damit Energie sparen kann glaubt auch dass bunte Steine, auf den Bauch gelegt, die Gesundheit fördern.
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Beitragvon dpulver » 27.10.2009, 16:45

Also diese Argumentation gilt nun wirklich nicht.

Wenn ich ein Haus mit Nachtspeichern beheize und dabei 24000 kWh jährlich verbrauche, und nach Umrüstung auf Infrarotheizungen noch 8000 kWh brauche - was sagt man dann dazu? Hat der Benutzer dann wohl die bisherige Raumtemperatur von 24 auf 8 Grad gesenkt, oder ???

Dieses Beispiel zeigt, dass die hineingesteckte Energie und effektiv verfügbare Wärmeenergie nicht das gleiche ist. Es gibt effektive und uneffektive Systeme - so sind unsere Naturgesetze und mathematischen Berechnungen nunmal.

Was das Dielma mit der Verkannten wärmestrahlung angeht, lese man folgendes (ist natürlich nur für die geeignet, die überhaupt verstehen was da steht):

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Wie auch immer - ich weis was ich selbst messe - mehr brauch ich mir selbst nicht nachweisen und das kann ich auch jedem anderen nachweisen.
Alles andere drumherum ist theroretisches geschwätz.

Übrigens die Kachelöfen sind ja auch Infrarotheizungen - nur evtl. mit einem anderen Brennstoff betrieben. Aber das ist wiedederum ein reines Rechenbeispiel.
dpulver
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Beitragvon ecocasa » 27.10.2009, 17:09

dpulver hat geschrieben:Also diese Argumentation gilt nun wirklich nicht.

Wenn ich ein Haus mit Nachtspeichern beheize und dabei 24000 kWh jährlich verbrauche, und nach Umrüstung auf Infrarotheizungen noch 8000 kWh brauche - was sagt man dann dazu? Hat der Benutzer dann wohl die bisherige Raumtemperatur von 24 auf 8 Grad gesenkt, oder ???

Dieses Beispiel zeigt, dass die hineingesteckte Energie und effektiv verfügbare Wärmeenergie nicht das gleiche ist. Es gibt effektive und uneffektive Systeme - so sind unsere Naturgesetze und mathematischen Berechnungen nunmal.

Was das Dielma mit der Verkannten wärmestrahlung angeht, lese man folgendes (ist natürlich nur für die geeignet, die überhaupt verstehen was da steht):

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Wie auch immer - ich weis was ich selbst messe - mehr brauch ich mir selbst nicht nachweisen und das kann ich auch jedem anderen nachweisen.
Alles andere drumherum ist theroretisches geschwätz.

Übrigens die Kachelöfen sind ja auch Infrarotheizungen - nur evtl. mit einem anderen Brennstoff betrieben. Aber das ist wiedederum ein reines Rechenbeispiel.


Herzlichen Glückwunsch zur Neudefinition physikalischer Gesetze, daß die hineingesteckte und dann darin verfügbare Energie nicht das gleiche sei ..... wahrscheinlich brauchen Sie dann noch einen Tank, um die wundersame überzählige Wärme zu sammeln und weiter zu verkaufen .....
und kommen Sie mir nicht mit Claus Meier, danach kommt gleich Konrad Fischer und die Ziegelphysik .... wir sind hier nicht in der Märchenstunde :roll:

...ich weiß nicht was Sie messen, aber "wer viel misst misst Mist", oder auch "glaube nur der Statistik die Du selbst gefälscht hast".
Man könnte bei den angeblich eingesparten 16.000 kWh , Verbrauch um zwei Drittel gesenkt, wie das denn??? davon sprechen, daß "die stramme Behauptung den Beweis ersetzt" .... das ist so weit daneben, daß es keine Basis für eine Diskussion darüber geben kann! :evil:
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 17:47

mir durchaus bekannt, aber von Ihnen nicht verstanden.

So ist es durchaus richtig dass Strahlungswärme die angenehmste Wärme ist.
Strahlungswärme ist auch, da die Wände erwärmt werden sehr gut geeignet für trockene Wände zu erreichen und dadurch Schimmelbildung zu verhindern.
Es geht also in keinster Weise darum Strahlungswärme schlecht zu machen.
Ich baue Grundöfen, verdiene also meine Brötchen mit Strahlungsöfen.

Es ist aber nicht so dass sich dadurch Energie sparen ließe und schon gar nicht in den von Ihnen genannten abstrusen Mengen.

Elektromagnetische Strahlung (nichts anderes ist Infrarotstrahlung) breitet sich im Raum aus und erwärmt alle Körper auf die es trifft sofern diese kälter (energieärmer) sind als die Strahlungsquelle.
Jedes feste Material ist ein grauer Strahler mit einem bestimmten Absorptionskoeffizienten. Dieser beschreibt in welchem Verhältnis das Material Strahlung absorbiert. Das was nicht absorbiert wird wird reflektiert. Im gleichen Maß wie Strahlung absorbiert wird, wird diese auch emmitiert.
Jede Materie strahlt sofern sie wärmer als 0K ist.

Das bedeutet dass auch die Wand strahlt wenn sie 20°C hat ebenso wie der Ofen der 60°C hat.

Da die Wand aber kälter (energieärmer) als der Ofen ist und die Strahlung der Wand nur zum kleinen Teil wieder auf den Ofen trifft, fließt mehr Strahlung zur Wand als zum Ofen. Dadurch wird die Wand wärmer und der Ofen, wenn keine Energie nachgeliefert wird, kälter.

Wäre die Wand nun ideal isoliert (U-Wert 0°/m²K) dann würde sie solange wärmer werden bis beide Strahler (Ofen und Wand) die gleiche Temperatur haben. Selbstverständlich würden dann beide weiterstrahlen, dabei aber nur Ihre Abkühlung durch Strahlung ausgleichen.
Es findet als keine weitere Temperaturerhöhung statt.
Hätten wir nun die ideale Wand die keine Energie nach außen verliert müßte sie nur einmal auf die 20°C geheizt werden und wir brächten dann keinen Ofen mehr.

Nun gibt es aber keine Wand die einen U-Wert von 0 hat. Sie verliert also Energie nach außen. Je höher der U-Wert, und je größer die Wandfläche desto mehr.
Wenn nun der Ofen die Aufgabe hat die Temperatur der Wand auf 20°C zu halten dann muss ihm genau die Energiemenge zugeführt werden welche die Wand nach außen verliert. (U-Wert * Temperaturdifferenz * Fläche in m²)

Und hier hat die Strahlungswärme einen kleinen Nachteil (den sie an anderer Stelle wieder ausbügelt).
Die Temperatur der Wand ist bei einer Strahlungsheizung höher als bei einer Luftheizung. Daher ist auch der Transmissionswärmeverlust höher.
Das kann, gerade im Altbau, auch dadurch ausgelichen werden dass die wärmere Wand auch die trockenere Wand ist und dadurch einen besseren U-Wert hat.

Diese Betrachtung muss vor dem Hintergrund eines stationären Betriebs gesehen werden.
In der Praxis spielen noch eine ganze Reihe anderer Faktoren mit wie z.B. die Speicherfähigkeit, die Sonneneinstrahlung usw.
Das ist aber unabhängig von der Energieart.

Die Lufttemperatur ist dagegen niedriger was die Luftwechselverluste vermindert.
Somit wird die Bilanz wieder ausgeglichen.

Aber Energie wird dadurch nur dann gespart wenn z.B. mit offener Tür geheizt wird und die Luftwechselverluste überproportional groß werden.
Besser ist das Verhältnis noch wenn der Strahlungsheizer auf der Terasse steht.
Dort kann überhaupt nur mit Strahlung geheizt werden.

(Der Minikachelofen mit 250W sollte dort einen passenden Handwärmer abgeben.)

Im übrigen geht es in dem Artikel nicht um Strahlungsesoterik sondern nur darum der Strahlungsheizung den berechtigten Raum zu geben.
Das ist auch richtig.

In keinster Weise stützt der Artikel Ihre Behauptungen.

Herr Meier könnte vielleicht nicht mehr schlafen wenn er wüßte dass mit seiner Arbeit Direktstromheizungen beworben werden.
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Beitragvon dpulver » 28.10.2009, 09:03

Ich schätze den letzen Beitrag sehr, da hier wenigstens sachlich diskutiert wird und nicht nur herumgeschnäutzt wie zuvor geschehen.
Vielen Dank, dass wir uns nun wieder niveauvoll unterhalten können!

Eines möchte ich noch zuletzt (wiederholt) anmerken, dann bin ich am Ende meiner Ausführungen:

Es ist schon schade, wenn man mit üblichen Messgeräten wie Stromzählern und Thermometern einen Nachweis gegen das eigene Mißtrauen führt, das Ergebnis dann ungeschönt als Tatsache annimmt, davon berichtet und dann als lügner abgestempelt wird. Glauben Sie mir, bevor ich diese Erfahrungen mit Infrarotheizungen nicht gemacht habe, war ich ebenfalls nicht davon zu überzeugen - nur der kritische Selbstversuch hat mich selbst überzeugt.

Und wenn ich hier im Forum irgendwelche Zahlen und Angaben verbreite, dann nicht aufgrund von irgendwelchen Herstellerangaben usw., denn die weichen tatsächlich oft von der Realität ab.

Also - alles was ich weitergeben kann sind keine theoretischen oder errechneten Zahlen sondern Angaben aus praktischer Erfahrung - nicht zuletzt von mir selbst. Ich möchte mir nichts vormachen und mir selbst nicht in die Tasche lügen, dann müsste ich die Heizung wechseln.

Wer also in der Praxis keine wirklichen Erfahrungen mit solchen Systemen hat kann mir persönlich mit tausend Berechnungen nicht das
Wasser reichen. Eine Hummel könnte nach physikalischen und aerodynamischen Regeln auch nicht fliegen!

Wie dem auch sei: Ich muss eigentlich niemandem nachweisen, dass
meine Angaben stimmen. Letztendlich spare ich für mich so viel Geld
gegenüber anderen Systemen dass allein das mich schon zufrieden macht.
Dass nicht alle Menschen um mich herum 'Hurrah' rufen, ist mir klar,
das tun auch nicht alle Menschen bei Solarheizungen, Gas- oder Hybridfarhezugen oder anderen neuen technologien. Jeder sollte für sich entscheiden, was er richtig findet. Dennoch sollte man die Größe besitzen, eine andere Meinung und schon gar gemachte Erfahrungen stehen zu lassen ohne jemanden gleich als Idioten hinzustellen.

Ich habe am gestrigen Tage (0:00 Uhr - 24:00 Uhr) für meine Wohneinheit (Bj. 1955, ungedämmt!, 75 qm, Raumtemperatur 21,5 °C, Außentemperatur 7-9 °C) insgesamt 9 kWh Strom zum Heizen verbraucht, das sind bei meinem Strompreis von 17,5 ct. insgesamt EUR 1,58 - wer da mit Heizöl usw. mithalten kann, der hat Glück oder ein neues Niedrigenergiehaus, denn das wären aktuell bei einem Heizölpreis von 61 ct genau 2,6 L Heizöl. Jederzeit bei mir live anschaubar!

Ich hoffe, dass die Diskussion auf höherem Niveau weitergeführt wird und der ein oder andere auch mal über seinen Schatten springen kann und vorbehaltlos andere Argumente stehen lassen kann bzw. selbst überprüft und nicht nur geschriebenes nacherzählt.
dpulver
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Beitragvon Theo Kern » 28.10.2009, 10:45

geschrieben habe und wiederholen Ihre Behauptung.
Das zeigt dass Sie gelesen aber nicht verstanden haben.

Sie haben gestern 9kWh verbraucht zum Preis von 1,58€.

Für die gleiche Leistung hätte eine Ölheizung lediglich einen Liter Öl (bei einem Wirkungsgrad von 90%) verbraucht.
Damit wäre die Ölheizung klar billiger.
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Beitragvon ecocasa » 28.10.2009, 11:08

....aber es bleibt dabei: Über Physik kann man nicht (sinnvoll) diskutieren und eine Elektro-Direktheizung kann, egal ob über Heizdraht und Konvektion (Heizlüfter) oder auch mit Heizdraht an irgendeinen Körper angeschlossen zur Erwärmung dieses Körpers für Strahlung nichts anderes tun, als exakt die Leistung an den Raum abgeben die dort eingespeist wird.
Die Wärmeverluste aus dem Raum ändern sich durch die Art der Beheizung nicht wesentlich, also muß unabhängig von der Heizungstechnik die gleiche Menge Energie zugeführt werden und da sind wir wieder bei dem Rechenbeispiel von Herrn Kern oder auch meinem Vergleich der verschiedenen Kosten der belegt, daß das Heizen mit einer Strom-Direktheizung zwischen 2 1/2 bis über 4 mal teurer ist, als mit anderen Heizmedien / Systemen.
Das einzige was für die Elektro-Version spricht ist die geringe Investition und Wartungsfreiheit was die Anwendung in nur zeitweise genutzten Räumen wie Ferienhütten o.ä. nahelegt ....
ich würde gern mal eine EnEV-Berechnung sehen, in der so eine Strahlungsheizung auf E-Basis gerechnet wurde ..... ich kann mir nicht vorstellen, daß das nachweisbar ist .........
aber es lohnt auch nicht wirklich die Diskusion: mir geht es nur darum, unbedarfte Leser zu warnen vor Bauernfängern :twisted:
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon dpulver » 17.08.2010, 16:15

Ein Jahr Später und reicher an Erfahrung!

Bauernfänger sind die, die theoretische Werte auf's Papier spritzen und damit dann argumentieren.
Ich für meinen Teil weise meinen Kunden die Verhältnisse praktisch nach in dem ich in meinem Musterhaus, welches komplett mit Infrarot-Heizungen beheizt wird, in jedem Raum Messgeräte installiert habe. Ich kann also Raum- und Taggenau den exakten Stromverbrauch im Vergleich zur Innen- und Außentemperatur nachweisen!

In der Heizsaison 2009/2010 habe ich z.B. in einem ungedämmten Haus Bj. 1955 für 75 qm ca. 5300 kWh Strom zum Heizen benötigt. Umgerechnet mit den vorgenannten Werten entspräche das dann etwa 481 Liter Heizöl! Hat mich jetzt mein Stromzähler angelogen oder was mache ich falsch ??? Wohlgemerkt, dass ich beim Heizöl noch 75 EUR für Kaminfeger und 150 EUR für die Heizungsreinigung und -justierung jährlich einrechnen muss. An diesem Beispiel kann man sehen, dass hier die Berechnung 'herkömmlicher' Heizungen nicht anwendbar ist!

Nachweis der Meßdaten einzusehen unter Links sind nur für registrierte User sichtbar. - ich lade gerne jeden dazu ein, im Winter einmal vorbeizuschauen ob es auch wirklich recht warm bei uns ist und welchen
Stromverbrauch wir produzieren :D

Was macht ein Wissenschaftler, wenn sein Experiment etwas ergibt, was seine errechnete Formel nicht hergibt? Er staunt zunächst und sucht dann den Fehler im Experiment oder in der Formel.
Da mein Stromzähler geeicht und funktionsfähig ist, sehe ich den Fehler weniger im Experiment.

Eines bleibt immer außer Acht: Strahlungswärme bewirkt, dass die Wandtemperaturen sich erhöhen und somit auch der Feuchtigkeitsgehalt der Wand. Dieser jedoch ist auch mitbeteiligt am sog. Wärmeverlust. Ich denke, dass hierin ein Schlüssel liegt, ohne dass ich jetzt ein Dr. der Physik wäre.

Es bleibt leider unumstößlich in vielen Experimenten erwiesen: Infrarot-Heizungen sind eben nicht teurer, sondern eher billiger als andere Systeme!
dpulver
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