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Nachtspeicherheizung




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Überschussstrom und so

Beitragvon OelKlaus » 24.05.2008, 22:32

Hallo,

tagsüber bin ich Fernpendler und Frühabends versuche ich u. a.
meine thermische Solaranlage zu erweitern.
Nachts kann ich dann etwas am Rechner recherchieren (mein Auto auf Gasnutzung umstellen lassen, Wandsonnenuhren erstellen, meine Hofbeleuchtung auf LED-Arrays umstellen etc.)

Der Strom aus der Steckdose wird sicherlich vom nahe gelegenen (Kohle/Atom)-Kraftwerk kommen.
Das sollte aber niemanden davon abhalten, Ökostrom zu kaufen. Wenn alle Verbraucher nur Ökostrom kaufen würden,
dann wird es keine Kohlekraftwerke mehr geben.
Sicherlich könnte mann in Deutschland alle Kohlekraftwerke abschalten lassen, damit die Umwelt hier nicht zerstört wird.
Der Strom wird dann aus den nahe gelegen Kraftwerken Frankreich(Atom) oder Polens(Braunkohle) importiert.
Aber wir Deutschen haben ein sauberes Gewissen, sollte das die Lösung sein?
Der Verzicht des Kaufes von Ökostrom, nur weil er praktisch zur Zeit (wie lange noch?) ein Strommix ist, ist wohl der komplett falsche Weg.
So viele Verbraucher wie möglich sollten den grünen Ökostrom unterstützen. Wie ist es mit Dir, wie ökologisch bist Du?

Sicherlich werden die EVUs auch ihren Strompreis anheben, dann werden aber meiner Meinung nach die Kosten für die Herstellung von 1kW Wärme im Einfamilienhaus unabhängig von Ausgangsstoff ÖL/GAS/Elektro gleich sehr hoch sein. Wo besteht dann der Vorteil der Verbrennung des fossilen Stoffes Erdgas,
das demnächst als Ersatz für flüssige Kraftstoffe und als chemischer Grundstoff dienen muss, da das Öl faktisch unbezahlbar wird?
Dazu sind noch die Wartungskosten der Heizsysteme zu betrachten.
Übrigens werden die allerneuesten Passivhäuser der Bausparkassen schon Heute nur mit dem Heizungssystem Wärmerückgewinnung und Elektrozuheizung angeboten. Auf Grund der extremen Isolierung bleibt die Wärme im Haus.

Auch sollten der ach so sauberen Verbrennung von Erdgas die Gewinnung, Transport und politische Abhängigkeit gegenübergestellt werden. Eine saubere Verbrennung garantiert auf jeden Fall nicht die ökologische Förderung des Rohstoffes.
Während die deutschen Standards zur Gewinnung von Rohstoffen sehr hoch sind, werden die wohl in Russland oder Turkmenien nahe Null sein.
Vor nicht allzu langer Zeit haben russische Politiker im Fernsehen medienwirksam dargestellt, wie das Ventil der Erdgasleitung wegen
politischer Ungehorsamkeit eines Verbraucherlandes zugedreht wird. Ist das der Preis einer sauberen Erdgasverbrennung?

Ziel der Energieversorgung sollte es doch wohl sein, eine energetische Unabhängigkeit zu erreichen und nicht eine politische Erpressbarkeit.
Künftig wird immer mehr Energie von immer weniger Lieferanten bereitgestellt werden.
Da sind Prämissen zu setzen, wie wichtig eine saubere Verbrennung oder die politische Erpressbarkeit ist.

der Nachtstromer
OelKlaus
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon usRike » 29.05.2008, 18:46

Hallo Klaus,

ich will dir doch gar nicht widersprechen. Ganz im Gegenteil, wir sind eigentlich einer Meinung. Ich beziehe Ökostrom und heize im übrigen auch einen Teil meines Hauses elektrisch. Es ist ein Fertighaus und entsprechend isoliert, so dass der Verbrauch überhaupt nicht so hoch ist. Ich gebe dir auch recht darin, dass alle Energiearten sehr teuer werden - man sieht es ja aktuell an den anstehenden Gaspreiserhöhungen. Mich hatte halt nur dein überzeugtes Statement für Nachtspeicherheizungen erstaunt, da es sich ja dabei entgegen der früher vertretenen Meinung doch eher um reine Stromfresser handelt. Die modernen Speicherheizungen haben damit eigentlich nicht mehr viel zu tun. Ich hatte mal zu Beginn der 80er Jahre eine kleine Wohnung, die mit den richtigen Nachspeicherheizungen geheizt war und da haben mich die Heizkosten ein Vermögen gekostet. Mein Hinweis darauf, dass der Strom, den wir beziehen, immer ein Mix ist, sollte nicht darauf abzielen, dass es deshalb keinen Zweck hätte, Ökostrom zu nutzen. Ich wollte nur verdeutlichen, dass man nicht in dem Irrglauben sein sollte, dass aus den eigenen Steckdosen dann tatsächlich reiner Ökostrom fließt.

Aber ich finde unsere Diskussion ganz nett.

LG
Rike
usRike
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Beitragvon Ralle » 29.05.2008, 19:15

Hallo Oelklaus,

sag mal, warum nennst du dich eigentlich Oelklaus und nicht Stromklaus? Sollte nur ein Scherz sein. Deinen Ausführungen kann ich absolut folgen. Aber Nachtspeicherheizungen sind mir trotzdem immer noch ein Graus, weil ich, genauso wie meine Vorrednerin, schmerzhafte Erinnerungen daran habe. Ich würde mein Haus gerne über eine Wärmepumpe beheizen und denke garde darüber nach, wie ich das realisieren und finanzieren kann. Bisher habe ich zwei Kamine und eine Gasheizung im Haus. Klar, die Wärmepumpe arbeitet auch mit Strom, aber doch in wesentlich geringerem Umfang, als eine Nachtspeicherheizung. Für die Warmwassergewinnung würde ich mir gerne eine Solaranlage zulegen. Die sind ja inzwischen auch einigermaßen bezahlbar. Da weiß ich wenigstens, dass es wirklich sonnenbeheiztes Wasser ist.

Wie stehst du dazu?

Ralle
Ralle
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Beitragvon OelKlaus » 30.05.2008, 13:45

Hallo Ralle,

ich nenne mich Oelklaus, weil ich bis vor kurzem mein Passat TDI mit alternativen Treibstoff, (P)Oel=Pflanzenöl, befeuert hatte. Leider war nach 470.000 km das Getriebe in einem nicht mehr reparablen Zustand. Den 2001 selbst eingebauten Umbausatz für das 2.Tanksystem habe ich nun als Andenken zu Hause stehen, das Auto nicht mehr.
Der derzeitige 2004er Benziner wird schon mal für die im Juni kommende Umrüstung auf LPG warm gefahren. Dann wird ich wohl zu Weihnachten 2008 für 1/3 des Benzinpreises tanken können.

zur Warmwassergewinnung:

Ich bin überzeugter Anwender der Solarthermie. Die rechnet sich aber nur, wenn diese zu einem geringen Preis (also SELBSTAUFBAU) installiert wird. Z. Zeit bereite ich die Erweiterung der 5m2 Anlage auf 7m2 vor. Dann kann ich die solare Wärme länger nutzen.
Für 5.000-7.000 Euro Gesamtkosten bei einer Montage über Firmen kann mann sehr,sehr lange Warmwasser erzeugen.
Besuche doch mal meine Homepage Links sind nur für registrierte User sichtbar., "Altbau" und den Link "Solaranlage". Dort habe ich eigene Erfahrungen zur Solaranlage niedergeschrieben und paar interessante Links eingebaut.

Zur Wärmepumpe, mal bitte diesen Link folgen:
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Dort sind Vor- und Nachteile der WP aufgeführt.
Aber bitte mal auch in verschieden Foren zu Erfahrungen mit WP recherchieren. Manchmal habe ich dort den Eindruck, das die Wirksamkeit einer WP ausschließlich vom Fach(un)wissen der Installationsfirma abhängt.
Persönlich glaube ich, das in künftigen Niedrigenergiehäusern sowieso nur noch WP-Systeme, eventuell mit zusätzlicher Lüftungswärmerückgewinnung, installiert werden dürfen.
Öl und Gas wird dann verboten teuer sein, die Umweltwärme ist noch kostenlos. Vielleicht wird Diese aber auch noch besteuert?


der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon Ralle » 06.06.2008, 15:15

Hallo Klaus,

es ist wirklich zu bewundern, wie aktiv du bist und offensichtlich technisch sehr begabt. Ich fürchte, da kann ich nicht ganz mithalten, bin eher ein technischer Chaot. Deine Tipps sind wirklich super und ich finde klasse, dass du andere daran teilhaben lässt. Gehe ich nun richtig in der Annahme, dass du dein Haus elektrisch beheizt und dabei die Energie weitgehend selbst erzeugst?

Mit den Öl- und Gaspreisen hast du bestimmt recht. Deshalb suche ich auch nach alternativen Möglichkeiten, natürlich auch, um letztlich was für unsere Umwelt zu tun. Ich weiß nun auch nicht, ob ich mit Geothermie und Wärmepumpe heizen soll oder vielleicht doch Pellets. Also Photovoltaik ist mir meist doch zu teuer, mit Ausnahme der einfachen Solaranlagen zur Wassererwärmung.

Trotzdem auf alle Fälle vielen Dank für deine ausführichen Informationen und den link zu deiner Homepage.

LG
Ralle
Ralle
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Beitragvon OelKlaus » 07.06.2008, 23:39

Hallo Ralle

Ich beheize mein Haus nur zu einem Bruchteil elektrisch, zum größten Teil übernimmt das der Grundofen. Die Energie erzeuge ich in soweit selbst, indem ich mich selbst um das Holz kleinmachen kümmere, was viel körperliche Energie benötigt. Die Warmwasserbereitung erfolgte bis vor wenigen Jahren zu 100% elektrisch, nun übernimt das im Sommer die Sonne und demnächst im Winter der Grundofen.
Zur Zeit ist es praktikabel nicht möglich, die durch Photovoltaik erzeugt elektrische Energie in den Nachtspeicher zu laden. Es ist günstiger, den Strom für 50 Cent je kWh zu verkaufen und für ca 15 Cent einzukauen. Dadurch kann man mit der Photovoltaik Geld verdienen.
Praktikabler wäre es, wenn ein Nachbar mit einem Blockheizkraftwerk Wärme für seine wasserbasierte Heizung erzeugt und die elektrische Überschussenergie mir direkt über ein Kabel bereitstellen könnte.
Leider heizen alle Nachbarn mit Öl oder Gas und es nicht abzusehen, das diese sich Blockheizkraftwerke anschaffen werden.


der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon Löwenzahn » 11.06.2008, 13:39

Hallo Klaus,

ich habe den Dialog zwischen Ralle und dir verfolgt und muss auch sagen, es ist super, was du dir alles so einfallen lässt. Dazu braucht man aber auch ein gutes technisches Verständnis. Finde ich wirklich beneidenswert. Was ich nicht verstehe ist, warum du einen Nachbarn mit Blockheizkraftwerk brauchst. Lohnt es sich für dich selbst nicht? Oder passt es jetzt nicht mehr mit deiner Technik zusammen? Andererseits bringt mich deine Idee mit dem Nachbarn auf den Gedanken, dass innerhalb der vielen Wohnsiedlungen, die so in jeder Stadt entstehen, durch nachbarschaftliche Zusammenarbeit doch auch eine Menge möglich sein müsste.

Gruß
Löwenzahn
Löwenzahn
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Beitragvon OelKlaus » 11.06.2008, 21:39

Hallo Löwenzahn,

schön, das Du den Dialog zwischen Ralle und mir verfolgtes und nun Dich in diesen Forum angemeldet hast.
Ich selber halte mein technisches Verständnis eher für mittelmäßig.
Zumindest im Vergleich zu meinen Anforderungen.
Erst Heute habe ich im Alleingang ein 2,5m2 großes Kollektorfeld auf mein 7m hohes Hausdach hieven können. Das Baumarktsonderangebot wird weiter dazu beitragen, den elektrischen Durchlaufherhitzer über eine längere Zeitraum ausgeschaltet zu lassen.
Die bald 7,5m2 große thermische Solaranlage sollte dies ermöglichen.
Die späten Nachtstunden dienen eigentlich ausschließlich der Internetrecherche zu verschiedenen künftig anstehenden Projekten.

Ein Blockheizkraftwerk erzeugt in erster Linie Warmwasser für die Warmwasserheizung und dann etwas Strom. Da ich keine Warmwasserheizung besitze, lohnt sich ein BHKW für mich nicht.
Im Sommer will ich ja das warme Brauchwasser nur über die thermische Anlage erzeugen (BHKW wäre also nicht in Betrieb) und in der Übergangszeit soll demnächst mein Grundofen mit zur Warmwasserbereitstellung beitragen (BHKW wäre nur wenig in betrieb).
Das BHKW ist sozusagen nicht mit meiner Hausheizung kompatibel.
Außerdem besteht ein BHKW aus vielen Bauteilen, die auch viel ausfallen können.
Ich bevorzuge Lösungen mit möglicht wenig bewegenden Teilen oder mit wenig Baugruppen. Wo wenig ist, kann wenig ausfallen.
So wie an meinen Grundofen und der Speicherheizung, da bewegt sich nichts und kann demzufolge auch wenig ausfallen.

mit freundlichen Grüßen
der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon Löwenzahn » 12.06.2008, 21:17

Hallo Klaus,

ich bin überwältigt. Wann schläfst du denn, wenn du bis in die Nacht recherchierst und tagsüber bastelst? Du musst doch bestimmt zwischendurch auch noch Geld verdienen. Wirklich bewundernswert. Also vom Blockheizkraftwerk habe ich keine Ahnung. Deshalb haben deine Informationen meinen Horizont wieder etwas erweitert. Ich wünschte, ich wäre auch in der Lage, all diese Dinge selbst zu erledigen. Aber was sagt eigentlich deine Frau dazu, dass du ständig beschäftigt bist? Gibt's da keine Probleme? Wahrscheinlich ist sie stolz auf dich und freut sich darüber, wie viel Geld ihr durch dein großes Engagement einsparen könnt.

Ich wünsche dir eine gute Nacht.

Löwenzahn
Löwenzahn
Ist schon lange dabei!
 

Beitragvon OelKlaus » 15.06.2008, 19:29

Die Schlafnacht besteht bei mit aus 5-6h Schlaf und natürlich wird das Fernsehen bei ausschließlich nur als kleines Fenster im Rechner mitgesehen.
Dadurch steht viel Zeit für Hobbys zur Verfügung.
Interessante Sendungen werden auf die 750er Dreamboxfestplatte gebannt, deren Kapazität im Netzwerk eine Weile ausreichen dürfte.
Meine Familie und ich ergänzen uns sehr gut, d.h. wir machen vieles gemeinsam, jeder besitzt auch seine Freiräume.
So werden wir uns auch in den nächsten 100Jahren nicht auf den Keks gehen.
Auf Grund meiner vielen Hobbys und Interessen habe ich auch gar keine Zeit, meine Familie irgendwie zu nerven.
Ich habe gerade meine 100jahre alte Haustür neu gestrichen und die Schmuckelemente mit Blattgold verziert (ist für kurze Zeit auf meine Homepage zu sehen). Bei vorherigen Versuchen mit anderen Farben kamen die Verzierungen nur un den ersten paar Monaten schön zur Geltung, dann verblassten die Farben sehr stark.
Das Blattgold sollte etwas länger halten.
Offen sind u. a. noch aktuelle Projekte wie die Einbindung des 3. Solarkollektors und das Einbinden des Grundofens in den Warmwasserkreislauf, ein neues Versteck für meinen zerstörten Geocaching ist zu finden und natürlich ist auch eine Sonnenuhr zu überarbeiten und zwei bis 3 Neue sind zu konstruieren.
Mittelfristig wird eine Flugdrohne (ein X-UFO Abkömmling) gebaut, die sich wie ein "Luftnagel" verhalten wird.
D. h., mit wenigen cm Abweichungen wird sie sich im 3dimensionalen Raum ohne eine Fernsteuerung über einen festgelegten Punkt positionieren. Wobei im Endausbau das Fliegen über eine Videobrille erfolgen wird.

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag
der Nachtstromer
OelKlaus
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon Löwenzahn » 15.06.2008, 20:39

Hallo Klaus,

mir wird ganz schwindelig, wenn ich das alles lese. Ich habe auch schon sehr viel um die Ohren und kann mir kaum vorstellen, wie das alles zu machen ist, was du so planst und auch durchführst. Du kommst mir fast ein bisschen vor, wie Daniel Düsentrieb. Ist schon irre.

Aber was hast du mit der Drone vor? Willst du dein Grundstück bewachen? Das ist ja nun wieder was, das ich überhaupt nicht verstehe. Wie funktioniert sowas? Was ist ein Luftnagel?

Also deine Haustür würde ich mir gerne mal ansehen, komme allerdings nicht auf deine Homepage, weiß der Teufel, warum. Ich werde es in den nächsten Tagen nochmal versuchen.

Jetzt wünsche ich dir erst mal einen schönen Start in die neue Woche.

LG
Löwenzahn
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Beitragvon OelKlaus » 20.06.2008, 22:45

Hallo Löwenzahn,

ich habe nun endgültig meine Hausnummernbeleuchtung fertiggestellt. Dies hat eine Weile gedauert. Wie im alten Dorf üblich, gibt es meistens keine Beleuchtungen der Hausnummern. Ich will aber schon im Ernstfall schnell erreichbar und sichtbar sein. Nach mehreren Versuchen besteht die Hausnummer nun aus einem A4 großen Schneidbrett aus weißer Plastik (ca. 1,99 Euro), indem ich 12 weiße LEDs eingelassen (aus meiner LEDs Bastelkiste mit vielen weißen LEDs) habe. Diese leuchten eine aus Aluminiumblech geschnittene DINA4 große Hausnummer an, die auf der vorderen Seite mit schwarzen Autolack mehrfach besprüht wurde.
Die Leuchtdauer wird durch eine mechanische Schaltzeituhr festgelegt. Zur Zeit benötigt die Beleuchtung täglich 10 Watt und ist erstaunlich hell. Sogar die Einfahrt wird wie im Mondlicht damit beleuchtet. Ich könnte mir aber auch vorstellen, das ich die erforderlichen 12 Volt eventuell aus einer günstigen Photovoltaikanlage ziehen könnte.

zur Drohne
Ich will dieses 4motorige X-Ufo/Drohne/Quadrokopter/Mikrokopter mal so fliegen können wie im nachfolgenden Link:

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
oder
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(sind das nicht tolle Videos?)

Ich kann damit mein oder viele andere Grundstücke von oben fotografieren und das Gefühl auskosten, das ich selbst fliege, ohne zu fliegen.
Natürlich kann mann damit noch sehr,sehr viel mehr unternehmen.
Die aktuelle Flugzeit ist aber auf 20min beschränkt.
Ein funktionsfähiges Spielzeug ist im Selbstbau für ca 1.000 Euro zu haben.
Der "Luftnagel" ist nur ein Synonym für eine Möglichkeit des 4motorigen Fluggerätes, mittels Luftdrucksensor und GPS-Empfänger im dreidimensionalen Raum einen festen Platz zu halten, wenn die Fernbedienung weggelegt wird. Alle anderen Flugmodelle (Hubschrauber,Flugzeuge) sind nicht in der Lage, einen festen Punkt im (Luft)raum zu halten.

ein schönes Wochenende wünsche ich
der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon Theo Kern » 13.10.2009, 14:27

[quote="OelKlaus"]

Der letzte GESAMT-Energieverbrauch der Speicherheizung in der Heizperiode 2007/2008 lag bei 752 kWh in meinem gut gedämmten Haus mit 2*130m2 Wohnfläche.

der Nachtspeicherer[/quote]

Phantastisch, das entspricht ca. 80ltr. Öl bezw 80m³ Gas.
So ein Haus wünsche ich mir auch.
Individuelle hocheffiziente Grundöfen nach EN 15544
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Beitragvon ecocasa » 13.10.2009, 15:03

Theo Kern hat geschrieben:
OelKlaus hat geschrieben:
Der letzte GESAMT-Energieverbrauch der Speicherheizung in der Heizperiode 2007/2008 lag bei 752 kWh in meinem gut gedämmten Haus mit 2*130m2 Wohnfläche.

der Nachtspeicherer


Phantastisch, das entspricht ca. 80ltr. Öl bezw 80m³ Gas.
So ein Haus wünsche ich mir auch.


....aber Vorsicht: Oelklaus schrieb auch: "Ich beheize mein Haus nur zu einem Bruchteil elektrisch, zum größten Teil übernimmt das der Grundofen"
....da muß man also etwas anders rangehen :wink:
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon Theo Kern » 13.10.2009, 15:21

das zeigt was der Grundofen kann.
Er trägt dann sicher 90 und mehr % der Heizlast.
Nur hat der Verbrauch der Elektroheizung dann keinerlei Aussagewert, darauf wollte ich hinweisen. Er kann also nicht dazu dienen zu zeigen wie preiswert die Elektroheizung ist.
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Beitragvon ecocasa » 13.10.2009, 15:24

Theo Kern hat geschrieben:das zeigt was der Grundofen kann.
Er trägt dann sicher 90 und mehr % der Heizlast.
Nur hat der Verbrauch der Elektroheizung dann keinerlei Aussagewert, darauf wollte ich hinweisen. Er kann also nicht dazu dienen zu zeigen wie preiswert die Elektroheizung ist.

....da sind wir auf jeden Fall einer Meinung :wink:
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon dpulver » 27.10.2009, 13:46

Infrarotheizungen!

Meine Erfahrungen zeigen, dass die nur ca. 30% soviel Strom verbrauchen als Nachtspeicher. Ausserdem heizen Sie nur dann, wenn die Wärme auch tatsächlich gebraucht wird. Somit ist endlich die Meinung gebrochen, mit Strom heizen wäre teuer!
Infrarotheizungen arbeiten nach dem Prinzip der Wärmestrahlung und nicht nach dem Konvektionsprinzip. Wer sich physikalisch auskennt, weis dass es energetisch gesehen wesentlich aufwendiger ist Luft anzuwärmen und warmzuhalten als Wärme in Form von Wärmestrahlung zu nutzen.

Also Leute - lasst den Kopf nicht hängen - gut oder nicht, Nachtspeicher gehören wirklich ausgetauscht!

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dpulver
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Beitragvon ecocasa » 27.10.2009, 14:09

dpulver hat geschrieben:Infrarotheizungen!

Meine Erfahrungen zeigen, dass die nur ca. 30% soviel Strom verbrauchen als Nachtspeicher. Ausserdem heizen Sie nur dann, wenn die Wärme auch tatsächlich gebraucht wird. Somit ist endlich die Meinung gebrochen, mit Strom heizen wäre teuer!
Infrarotheizungen arbeiten nach dem Prinzip der Wärmestrahlung und nicht nach dem Konvektionsprinzip. Wer sich physikalisch auskennt, weis dass es energetisch gesehen wesentlich aufwendiger ist Luft anzuwärmen und warmzuhalten als Wärme in Form von Wärmestrahlung zu nutzen.

Also Leute - lasst den Kopf nicht hängen - gut oder nicht, Nachtspeicher gehören wirklich ausgetauscht!

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...da gibt's wirklich nur EINE Alternative: solchen Dummschwätzern die den Leuten Strom-Direktheizungen verkaufen wollen richtig Kontra geben!

Das ist doch gequirlte Katzensch*****, die Strahlung geht doch auch auf die angestrahlten Flächen und erhitzt die und dann die Luft ....
und wenn das nicht so wäre, dann wäre von der einen Seite die Wärmestrahlung der "magischen Infrarotheizung" und von der anderen Seite die "Kältestrahlung" der nicht erwärmten Wand, also eine Seite schwitzen, andere Seite frieren .... :evil: ....
bei "Kältestrahlung" muß dann die Temperatur nochmals erhöht werden, damit Behaglichkeit aufkommt!
Klartext: wer Infrarotheizungen als energiesparend erklärt hat entweder den Schuß nicht gehört oder setzt sein Verkaufsinteresse mit absoluter Priorität vor jede Form der Wahrheit !
Gruß
Arno Kuschow
p.s.: ich hab den Begriff "Kältestrahlung" in " " gesetzt, weil das natürlich physikalisch nicht ganz korrekt ausgedrückt ist, drückt also mehr das Gefühl aus, wenn man vor einer kalten Wand steht, richtiger ist das natürlich die Strahlung vom wärmeren Körper in Richtung kältere Wand, das Gefühl ist das Gleiche :cry:
Zuletzt geändert von ecocasa am 27.10.2009, 16:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 14:59

Eine Stromheizung und zwar völlig egal welcher Art (Nachtspeicher, Radiatoren, Heißluftgebläse oder auch die angepriesenen Infrarotheizungen) hat immer einen Wirkungsgrad von 100% bei der Umwandlung von Strom in Wärme.
Aber eben nur bei der Umwandlung.
Bei der Erzeugung liegt der Wirkungsgrad bei lediglich ca. 40% der eingesetzen Primärenergie.

Um einen Raum auf konstanter Temperatur (z.B. 20°C) zu halten muss permanent soviel Wärme zugeführt wie verloren geht.

Verloren geht Wärme auf zwei Arten.

Zum einen durch die Transmissionswärmeverluste durch die Hüllflächen (Umfassungswände, Türen und Fenster).

Dieser Wert beträgt 0 W/m²K wenn die Temperatur innen = außen ist.
Er steigt entsprechend der Temperaturdifferenz zwischen innen und außen wenn sich die Außentemperatur ändert.
Steigt die Außentemperatur über den Wert der Innentemperatur an dann fließt Wärme von außen nach innen (und wir müssen kühlen).
Fällt die Außentemperatur unter die Innentemperatur fließt Wärme von innen nach außen (und wir müssen heizen).

Den Wert, den ich oben mit 0 W/m²K angegeben habe, nennt man U-Wert.
Dieser Wert beschreibt die Wärmedurchlässigkeit der Hüllflächen. Ein isoliertes Haus hat so einen kleineren U-Wert als ein Nichtisoliertes.

Beträgt dieser Wert z.B. 0,5 W/m²K so bedeutet das dass pro °C Temperaturdifferenz 0,5W pro m² Hüllflächen fließen.
Hat ein Haus z.B. eine Hüllfläche nach außen von z.B. 300m² dann fließen pro °C Temperaturdifferenz 150W durch die Hüllflächen.
Sind z.B. draußen 15°C minus und sollen innen 22°C plus sein dann muss, um die Transmissionverluste auszugleichen mit einer Leistung 5550Watt geheizt werden.

Zum zweiten durch den Lüftungswärmeverlust.

Diese entstehen durch die nötige Lüftung und sind abhängig von Wohngewohnheiten und Nutzung.
Im Neubaubereich sind die Lüftungsverluste, sofern nicht eine mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut wird, in ähnlicher Größenordnung wir die Transmissionswärmeverluste.
Unser oben beschriebenes Haus (Neubau) hätte als einen Wärmebedarf (Heizlast) von 10-11kW.

Beim Altbau (nicht isoliert) sind die Transmissionswärmeverluste höher, die Lüftungswärmeverluste bleiben gleich.

Diese Leistung muss aufgebracht werden.
Und es ist dabei völlig egal wie das geschieht.
Der Wärmebedarf bleibt immer gleich ob das nun mit Strom, einem Kachelofen oder einer Öl/Gas Zentralheizung geschieht.
Es gibt hier keinerlei Esoterik.

Ein kW = ein kW = ein kW egal woher es kommt.

Daraus ergibt sich dass das Verkäufergeschwätz um die elektrischen Direktstromheizungen das ist was es ist, Verkäufergeschwätz.
Nur dafür da Leichtgläubige über den Tisch zu ziehen.

Unbestreitbare Tatsache ist es dass die Direktstromheizung von allen Heizungsarten die teuerste ist, einfach weil die einzelne kWh mehr kostet als bei allen anderen Beheizungsarten.

Und wenn jemand, nachdem er das aufmerksam gelesen hat, trotzdem glaubt er müßte das kaufen dann soll er das tun.
Er zahlt die Zeche selbst.
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 15:02

Es muss natürlich

"Dieser Wert beträgt 0 W/m² wenn die Temperatur innen = außen ist."

heißen.
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Beitragvon dpulver » 27.10.2009, 15:23

Ja - 1 KW ist und bleibt 1 KW!

Aber wenn ich 1 KW dazu benutze, um die Luft am Heizkörper zu erwärmen,
wird diese sich beim verteilen im Raum unweigerlich abkühlen. Bis die erwärmte Luft dann an der gegenüberliegenden Wand ankommt um diese zu erwärmen, wird sie nicht mehr die 1 KW eingesetzte Energie in sich tragen.
D.h. sie kommt wahrscheinlich um mindestens 50% oder noch weniger so warm an! Es ist bekannt das das Raumklima behaglicher und gesünder (!) ist, wenn die Wandtemperaturen höher sind und nicht nur die Lufttemperaturen.

Wer in Physik aufgepasst hat, weis dass Infrarotstrahlung die Luft nicht als Transportmittel nutzt! Somit verhält sich die Wärmeverteilung anders als durch Luft transportierte Wärme!

Ist ja auch alles egal. Am lautesten schreien gegen solche Systeme und bezeichnen diese als Katzensch..... tun immer nur die Leute, die eine Infrarotheizung noch nie im Leben gesehen haben geschweige denn diese wirklich vorbehaltlos getestet haben.

Ja - ich verkaufe diese Systeme! Ja mir ist bewusst, dass es immer unverbesserliche Klugsch...er gibt, die meinen Öl- oder Gasheizungen wären das Nonplusultra bis in alle Ewigkeit!
Aber ich verkaufe diese Systeme einzig und allein deswegen, weil ich selbst so phänomenale Ergebnise habe und denke, dass es noch andere
Menschen gibt, die so was wissen müssten. Würde mir heute jemand
das Gegenteil nachweisen, dass Infrarotheizungen uneffektiv sind - würde
ich sofort aufhören!!! Aber bitte - nicht nur rumschreien, sondern konstruktiv nachweisen!

Ich selbst trete den Nachweis an:
Ich selbst heize mein ganzes Haus mit Infrarotheizungen (kein Neubau!) und ich messe alles akribisch genau! Ich lade gerne jeden zu mir nachhaus ein und zeige live (!), was die Heizungen verbrauchen.

Ich habe bisher mit 2000L Heizöl geheizt (= 20.000 kW) und mit Infrarotheizungen noch nicht mal 8000 kW. Wo bitte ist jetzt Ihr so vielgelobtes Rechenbeispiel für Theoretiker ??

Übrigens: Mittlerweile ist Ökostrom nicht mehr teurer als anderer - somit ist die Frage der erzeugten Emmisionen eigentlich schon längst geklärt !

Also! Erst schauen - dann abkacken !!
dpulver
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Beitragvon ecocasa » 27.10.2009, 15:43

Physik ist nicht Philosophie!
Es geht eine gewisse Menge Energie aus dem Haus verloren zur Heizzeit und genau diese Menge Energie muß wieder zugeführt werden, damit das Haus nicht auskühlt!
Wenn das angenommen 11 kW sind, dann ist das genau die Menge die an Energie in einem Liter Heizöl steckt, kostet also ca. 80 Cent, schwankt natürlich je nach aktuellem Ölpreis.

Wenn ich diese 11 kW mit Strom leiste kostet das bei einem mittleren Strompreis 11 x 18 Cent, also 1,98 €

Wenn ich diese 11 kW mit einer Wärmepumpe erzeuge und ganz pessimistisch von einer Leistungszahl von nur 3 ausgehe kostet das
also 11 : 3 x ca. 15 Cent (Wärmepumpentarif), also 55 Cent.

Direktstrom ist also 4 mal so teuer wie Wärmepumpe und 2 1/2 mal so teuer wie Öl .....

und die ganzen sonstigen Behauptungen was wo ankommt etc. ist völlig belanglos weil das wenn es denn wahr ist für jede Wärmequelle in gleichem Maße gilt......

Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 16:05

hat das Pulver wirklich nicht erfunden.

Mein Fachgebiet sind Infrarotheizungen (Grundofen) und ich bin mir sicher dass ich von der Materie eine ganze Menge mehr verstehe als dpulver.

Selbstverständlich kühlt sich Luft ab, aber auch Strahlung wird logischerweise mit der Entfernung schwächer (Details dazu im Forum auf Links sind nur für registrierte User sichtbar.)
Es ist auch richtig dass Strahlungswärme angenehmer ist als kalte Wände und warme Luft.
Das hat aber nichts mit dem Energiebedarf zu tun.
Bei einer Strahlungsheizung steigen, logischerweise, die Transmissionswärmeverluste (Wände wärmer) und fallen die Lüftungstemperaturverluste (Luft kälter).
Insgesamt geht das aus wie das Hornberger Schießen.

Es ist und bleibt nur Verkäufergeschwätz.
Wer glaubt dass er damit Energie sparen kann glaubt auch dass bunte Steine, auf den Bauch gelegt, die Gesundheit fördern.
Individuelle hocheffiziente Grundöfen nach EN 15544
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Beitragvon dpulver » 27.10.2009, 16:45

Also diese Argumentation gilt nun wirklich nicht.

Wenn ich ein Haus mit Nachtspeichern beheize und dabei 24000 kWh jährlich verbrauche, und nach Umrüstung auf Infrarotheizungen noch 8000 kWh brauche - was sagt man dann dazu? Hat der Benutzer dann wohl die bisherige Raumtemperatur von 24 auf 8 Grad gesenkt, oder ???

Dieses Beispiel zeigt, dass die hineingesteckte Energie und effektiv verfügbare Wärmeenergie nicht das gleiche ist. Es gibt effektive und uneffektive Systeme - so sind unsere Naturgesetze und mathematischen Berechnungen nunmal.

Was das Dielma mit der Verkannten wärmestrahlung angeht, lese man folgendes (ist natürlich nur für die geeignet, die überhaupt verstehen was da steht):

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Wie auch immer - ich weis was ich selbst messe - mehr brauch ich mir selbst nicht nachweisen und das kann ich auch jedem anderen nachweisen.
Alles andere drumherum ist theroretisches geschwätz.

Übrigens die Kachelöfen sind ja auch Infrarotheizungen - nur evtl. mit einem anderen Brennstoff betrieben. Aber das ist wiedederum ein reines Rechenbeispiel.
dpulver
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Beitragvon ecocasa » 27.10.2009, 17:09

dpulver hat geschrieben:Also diese Argumentation gilt nun wirklich nicht.

Wenn ich ein Haus mit Nachtspeichern beheize und dabei 24000 kWh jährlich verbrauche, und nach Umrüstung auf Infrarotheizungen noch 8000 kWh brauche - was sagt man dann dazu? Hat der Benutzer dann wohl die bisherige Raumtemperatur von 24 auf 8 Grad gesenkt, oder ???

Dieses Beispiel zeigt, dass die hineingesteckte Energie und effektiv verfügbare Wärmeenergie nicht das gleiche ist. Es gibt effektive und uneffektive Systeme - so sind unsere Naturgesetze und mathematischen Berechnungen nunmal.

Was das Dielma mit der Verkannten wärmestrahlung angeht, lese man folgendes (ist natürlich nur für die geeignet, die überhaupt verstehen was da steht):

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Wie auch immer - ich weis was ich selbst messe - mehr brauch ich mir selbst nicht nachweisen und das kann ich auch jedem anderen nachweisen.
Alles andere drumherum ist theroretisches geschwätz.

Übrigens die Kachelöfen sind ja auch Infrarotheizungen - nur evtl. mit einem anderen Brennstoff betrieben. Aber das ist wiedederum ein reines Rechenbeispiel.


Herzlichen Glückwunsch zur Neudefinition physikalischer Gesetze, daß die hineingesteckte und dann darin verfügbare Energie nicht das gleiche sei ..... wahrscheinlich brauchen Sie dann noch einen Tank, um die wundersame überzählige Wärme zu sammeln und weiter zu verkaufen .....
und kommen Sie mir nicht mit Claus Meier, danach kommt gleich Konrad Fischer und die Ziegelphysik .... wir sind hier nicht in der Märchenstunde :roll:

...ich weiß nicht was Sie messen, aber "wer viel misst misst Mist", oder auch "glaube nur der Statistik die Du selbst gefälscht hast".
Man könnte bei den angeblich eingesparten 16.000 kWh , Verbrauch um zwei Drittel gesenkt, wie das denn??? davon sprechen, daß "die stramme Behauptung den Beweis ersetzt" .... das ist so weit daneben, daß es keine Basis für eine Diskussion darüber geben kann! :evil:
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 17:47

mir durchaus bekannt, aber von Ihnen nicht verstanden.

So ist es durchaus richtig dass Strahlungswärme die angenehmste Wärme ist.
Strahlungswärme ist auch, da die Wände erwärmt werden sehr gut geeignet für trockene Wände zu erreichen und dadurch Schimmelbildung zu verhindern.
Es geht also in keinster Weise darum Strahlungswärme schlecht zu machen.
Ich baue Grundöfen, verdiene also meine Brötchen mit Strahlungsöfen.

Es ist aber nicht so dass sich dadurch Energie sparen ließe und schon gar nicht in den von Ihnen genannten abstrusen Mengen.

Elektromagnetische Strahlung (nichts anderes ist Infrarotstrahlung) breitet sich im Raum aus und erwärmt alle Körper auf die es trifft sofern diese kälter (energieärmer) sind als die Strahlungsquelle.
Jedes feste Material ist ein grauer Strahler mit einem bestimmten Absorptionskoeffizienten. Dieser beschreibt in welchem Verhältnis das Material Strahlung absorbiert. Das was nicht absorbiert wird wird reflektiert. Im gleichen Maß wie Strahlung absorbiert wird, wird diese auch emmitiert.
Jede Materie strahlt sofern sie wärmer als 0K ist.

Das bedeutet dass auch die Wand strahlt wenn sie 20°C hat ebenso wie der Ofen der 60°C hat.

Da die Wand aber kälter (energieärmer) als der Ofen ist und die Strahlung der Wand nur zum kleinen Teil wieder auf den Ofen trifft, fließt mehr Strahlung zur Wand als zum Ofen. Dadurch wird die Wand wärmer und der Ofen, wenn keine Energie nachgeliefert wird, kälter.

Wäre die Wand nun ideal isoliert (U-Wert 0°/m²K) dann würde sie solange wärmer werden bis beide Strahler (Ofen und Wand) die gleiche Temperatur haben. Selbstverständlich würden dann beide weiterstrahlen, dabei aber nur Ihre Abkühlung durch Strahlung ausgleichen.
Es findet als keine weitere Temperaturerhöhung statt.
Hätten wir nun die ideale Wand die keine Energie nach außen verliert müßte sie nur einmal auf die 20°C geheizt werden und wir brächten dann keinen Ofen mehr.

Nun gibt es aber keine Wand die einen U-Wert von 0 hat. Sie verliert also Energie nach außen. Je höher der U-Wert, und je größer die Wandfläche desto mehr.
Wenn nun der Ofen die Aufgabe hat die Temperatur der Wand auf 20°C zu halten dann muss ihm genau die Energiemenge zugeführt werden welche die Wand nach außen verliert. (U-Wert * Temperaturdifferenz * Fläche in m²)

Und hier hat die Strahlungswärme einen kleinen Nachteil (den sie an anderer Stelle wieder ausbügelt).
Die Temperatur der Wand ist bei einer Strahlungsheizung höher als bei einer Luftheizung. Daher ist auch der Transmissionswärmeverlust höher.
Das kann, gerade im Altbau, auch dadurch ausgelichen werden dass die wärmere Wand auch die trockenere Wand ist und dadurch einen besseren U-Wert hat.

Diese Betrachtung muss vor dem Hintergrund eines stationären Betriebs gesehen werden.
In der Praxis spielen noch eine ganze Reihe anderer Faktoren mit wie z.B. die Speicherfähigkeit, die Sonneneinstrahlung usw.
Das ist aber unabhängig von der Energieart.

Die Lufttemperatur ist dagegen niedriger was die Luftwechselverluste vermindert.
Somit wird die Bilanz wieder ausgeglichen.

Aber Energie wird dadurch nur dann gespart wenn z.B. mit offener Tür geheizt wird und die Luftwechselverluste überproportional groß werden.
Besser ist das Verhältnis noch wenn der Strahlungsheizer auf der Terasse steht.
Dort kann überhaupt nur mit Strahlung geheizt werden.

(Der Minikachelofen mit 250W sollte dort einen passenden Handwärmer abgeben.)

Im übrigen geht es in dem Artikel nicht um Strahlungsesoterik sondern nur darum der Strahlungsheizung den berechtigten Raum zu geben.
Das ist auch richtig.

In keinster Weise stützt der Artikel Ihre Behauptungen.

Herr Meier könnte vielleicht nicht mehr schlafen wenn er wüßte dass mit seiner Arbeit Direktstromheizungen beworben werden.
Individuelle hocheffiziente Grundöfen nach EN 15544
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Beitragvon dpulver » 28.10.2009, 09:03

Ich schätze den letzen Beitrag sehr, da hier wenigstens sachlich diskutiert wird und nicht nur herumgeschnäutzt wie zuvor geschehen.
Vielen Dank, dass wir uns nun wieder niveauvoll unterhalten können!

Eines möchte ich noch zuletzt (wiederholt) anmerken, dann bin ich am Ende meiner Ausführungen:

Es ist schon schade, wenn man mit üblichen Messgeräten wie Stromzählern und Thermometern einen Nachweis gegen das eigene Mißtrauen führt, das Ergebnis dann ungeschönt als Tatsache annimmt, davon berichtet und dann als lügner abgestempelt wird. Glauben Sie mir, bevor ich diese Erfahrungen mit Infrarotheizungen nicht gemacht habe, war ich ebenfalls nicht davon zu überzeugen - nur der kritische Selbstversuch hat mich selbst überzeugt.

Und wenn ich hier im Forum irgendwelche Zahlen und Angaben verbreite, dann nicht aufgrund von irgendwelchen Herstellerangaben usw., denn die weichen tatsächlich oft von der Realität ab.

Also - alles was ich weitergeben kann sind keine theoretischen oder errechneten Zahlen sondern Angaben aus praktischer Erfahrung - nicht zuletzt von mir selbst. Ich möchte mir nichts vormachen und mir selbst nicht in die Tasche lügen, dann müsste ich die Heizung wechseln.

Wer also in der Praxis keine wirklichen Erfahrungen mit solchen Systemen hat kann mir persönlich mit tausend Berechnungen nicht das
Wasser reichen. Eine Hummel könnte nach physikalischen und aerodynamischen Regeln auch nicht fliegen!

Wie dem auch sei: Ich muss eigentlich niemandem nachweisen, dass
meine Angaben stimmen. Letztendlich spare ich für mich so viel Geld
gegenüber anderen Systemen dass allein das mich schon zufrieden macht.
Dass nicht alle Menschen um mich herum 'Hurrah' rufen, ist mir klar,
das tun auch nicht alle Menschen bei Solarheizungen, Gas- oder Hybridfarhezugen oder anderen neuen technologien. Jeder sollte für sich entscheiden, was er richtig findet. Dennoch sollte man die Größe besitzen, eine andere Meinung und schon gar gemachte Erfahrungen stehen zu lassen ohne jemanden gleich als Idioten hinzustellen.

Ich habe am gestrigen Tage (0:00 Uhr - 24:00 Uhr) für meine Wohneinheit (Bj. 1955, ungedämmt!, 75 qm, Raumtemperatur 21,5 °C, Außentemperatur 7-9 °C) insgesamt 9 kWh Strom zum Heizen verbraucht, das sind bei meinem Strompreis von 17,5 ct. insgesamt EUR 1,58 - wer da mit Heizöl usw. mithalten kann, der hat Glück oder ein neues Niedrigenergiehaus, denn das wären aktuell bei einem Heizölpreis von 61 ct genau 2,6 L Heizöl. Jederzeit bei mir live anschaubar!

Ich hoffe, dass die Diskussion auf höherem Niveau weitergeführt wird und der ein oder andere auch mal über seinen Schatten springen kann und vorbehaltlos andere Argumente stehen lassen kann bzw. selbst überprüft und nicht nur geschriebenes nacherzählt.
dpulver
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Beitragvon Theo Kern » 28.10.2009, 10:45

geschrieben habe und wiederholen Ihre Behauptung.
Das zeigt dass Sie gelesen aber nicht verstanden haben.

Sie haben gestern 9kWh verbraucht zum Preis von 1,58€.

Für die gleiche Leistung hätte eine Ölheizung lediglich einen Liter Öl (bei einem Wirkungsgrad von 90%) verbraucht.
Damit wäre die Ölheizung klar billiger.
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Beitragvon ecocasa » 28.10.2009, 11:08

....aber es bleibt dabei: Über Physik kann man nicht (sinnvoll) diskutieren und eine Elektro-Direktheizung kann, egal ob über Heizdraht und Konvektion (Heizlüfter) oder auch mit Heizdraht an irgendeinen Körper angeschlossen zur Erwärmung dieses Körpers für Strahlung nichts anderes tun, als exakt die Leistung an den Raum abgeben die dort eingespeist wird.
Die Wärmeverluste aus dem Raum ändern sich durch die Art der Beheizung nicht wesentlich, also muß unabhängig von der Heizungstechnik die gleiche Menge Energie zugeführt werden und da sind wir wieder bei dem Rechenbeispiel von Herrn Kern oder auch meinem Vergleich der verschiedenen Kosten der belegt, daß das Heizen mit einer Strom-Direktheizung zwischen 2 1/2 bis über 4 mal teurer ist, als mit anderen Heizmedien / Systemen.
Das einzige was für die Elektro-Version spricht ist die geringe Investition und Wartungsfreiheit was die Anwendung in nur zeitweise genutzten Räumen wie Ferienhütten o.ä. nahelegt ....
ich würde gern mal eine EnEV-Berechnung sehen, in der so eine Strahlungsheizung auf E-Basis gerechnet wurde ..... ich kann mir nicht vorstellen, daß das nachweisbar ist .........
aber es lohnt auch nicht wirklich die Diskusion: mir geht es nur darum, unbedarfte Leser zu warnen vor Bauernfängern :twisted:
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon dpulver » 17.08.2010, 16:15

Ein Jahr Später und reicher an Erfahrung!

Bauernfänger sind die, die theoretische Werte auf's Papier spritzen und damit dann argumentieren.
Ich für meinen Teil weise meinen Kunden die Verhältnisse praktisch nach in dem ich in meinem Musterhaus, welches komplett mit Infrarot-Heizungen beheizt wird, in jedem Raum Messgeräte installiert habe. Ich kann also Raum- und Taggenau den exakten Stromverbrauch im Vergleich zur Innen- und Außentemperatur nachweisen!

In der Heizsaison 2009/2010 habe ich z.B. in einem ungedämmten Haus Bj. 1955 für 75 qm ca. 5300 kWh Strom zum Heizen benötigt. Umgerechnet mit den vorgenannten Werten entspräche das dann etwa 481 Liter Heizöl! Hat mich jetzt mein Stromzähler angelogen oder was mache ich falsch ??? Wohlgemerkt, dass ich beim Heizöl noch 75 EUR für Kaminfeger und 150 EUR für die Heizungsreinigung und -justierung jährlich einrechnen muss. An diesem Beispiel kann man sehen, dass hier die Berechnung 'herkömmlicher' Heizungen nicht anwendbar ist!

Nachweis der Meßdaten einzusehen unter Links sind nur für registrierte User sichtbar. - ich lade gerne jeden dazu ein, im Winter einmal vorbeizuschauen ob es auch wirklich recht warm bei uns ist und welchen
Stromverbrauch wir produzieren :D

Was macht ein Wissenschaftler, wenn sein Experiment etwas ergibt, was seine errechnete Formel nicht hergibt? Er staunt zunächst und sucht dann den Fehler im Experiment oder in der Formel.
Da mein Stromzähler geeicht und funktionsfähig ist, sehe ich den Fehler weniger im Experiment.

Eines bleibt immer außer Acht: Strahlungswärme bewirkt, dass die Wandtemperaturen sich erhöhen und somit auch der Feuchtigkeitsgehalt der Wand. Dieser jedoch ist auch mitbeteiligt am sog. Wärmeverlust. Ich denke, dass hierin ein Schlüssel liegt, ohne dass ich jetzt ein Dr. der Physik wäre.

Es bleibt leider unumstößlich in vielen Experimenten erwiesen: Infrarot-Heizungen sind eben nicht teurer, sondern eher billiger als andere Systeme!
dpulver
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Beitragvon dpulver » 17.08.2010, 16:17

Sorry - Fehlerteufel:

"Strahlungswärme bewirkt, dass die Wandtemperaturen sich erhöhen und somit auch der Feuchtigkeitsgehalt der Wand"

Ich meinte natürlich, dass mit steigender Wandtemperatur der Feuchtigkeitsgehalt und somit
die Wärmeleitfähigkeit verringert - nur zur Klarstellung.
dpulver
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Beitragvon ecocasa » 17.08.2010, 18:40

@dpulver: Sie stellen hier einfach Zahlen rein die angeblich Einsparungen beweisen, aber Sie haben keinen Beweis, Sie können hier irgendwelche Phantasiezahlen abliefern, können keinen Beweis liefern weil es physikalisch nicht funktioniert und damit auch in der Praxis nicht. Kein seriöses Prüfinstitut käme auf Ihre behaupteten Ergebnisse, ansonsten wäre das ja schon lange bekannt. Es bleibt dabei, "die stramme Behauptung (der Einsparung) ersetzt hier den Beweis", nicht mehr und nicht weniger!
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon dpulver » 18.08.2010, 02:44

Klar - wir sollte ich hier im Forum den Beweis loswerden ????? Schlaumeier !
Auf diese Weise kann man jede Aussage hier abschmettern - da machen Sie es sich
aber sehr einfach!

Ich lade JEDEN Zweifler zu mir ein, sich das ganze live anzusehen. Meinetwegen können
Sie selbst jeden Tag vorbeischauen und die Messgeräte ablesen, wenn Ihnen dann der Beweis
genug ist!

Übrigens gibt es wohl eine wissenschaftliche Studie der TU Kaiserslautern:
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Wer die Augenbinde nicht abnimmt, bleibt blind !
dpulver
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Beitragvon dpulver » 18.08.2010, 02:59

@ecocasa:

Ich lese auf Ihrer Homepage, dass Sie Passivhäuser bauen. Unter anderem kann man folgendes lesen:

[i]Das energiesparende ECO CASA Haus hat nur einen sehr kleinen Wärmebedarf, der am sinnvollsten über die Nutzung von Umweltwärme gedeckt werden kann.
Grundsätzlich sorgt eine Wärmepumpe für die Bereitung von Wärme und warmem Wasser, wobei die Wärmequelle entweder das Erdreich oder Luft (ggf. kombiniert mit Abluftrestwärme) ist.
Aufgrund der geringen notwendigen Heizleistung reicht bei Sondenbohrungen für die Erdwärmenutzung in aller Regel eine einzige Bohrung, was den Kostenrahmen sehr überschaubar hält . Alternativ sind Flächenkollektoren möglich wenn ein ausreichend großes Grundstück ohne Überbauung zur Verfügung steht.[/i]

Sie verkaufen zu einem Passivhaus, welches doch ohnehin sehr wenig Energie benötigt, nicht tatsächlich eine teure Wärmepumpe - noch dazu mit Erdbohrung ? Denken Sie nicht, das ist mit
Hammern nach Fliegen geworfen? Gerade hier spielen Infrarot-Heizungen aufgrund des günstigen Preises und der einfachen Installation ihre Stärken aus. Also meine Kundschaft mit Passivhäusern ist zufrieden, weil Sie allemal 1500 EUR für Ihre Heizung investiert haben :-)

Weiter kann man aber auch bei Ihnen lesen:
[i]Das internet ist voll mit durchaus seriösen Berichten über die Unzulänglichkeiten von diesen "Heizungsersatzsystemen" die ihre Bewohner zum Wahnsinn treiben, von Nutzern die sich diese unsäglichen Bio-Alkohol-Öfen ins Wohnzimmer des Passivhauses stellen, ohne Schornstein und nur als Deko geeignet, aber die heizen damit tatsächlich aus der Not heraus, daß es keinerlei Wärmeverteilungssystem gibt im Haus ...... die kleinen Elektro-Nachheizregister in den Zuluftauslässen glühen und lassen die Stromzähler rotieren wenn man tatsächlich mal 22 °C haben will und bestrafen einen gleichzeitig mit extrem trockener Luft und Staubverschwelungen weil die Luft richtig heiß gemacht werden muß, um überhaupt eine wahrnehmbare Menge Energie zu transportieren.................[/i]

Auch hier frage ich mich wieder: Sie sprechen wieder die Problemzonen herkömmlicher Heizungen an, welche mit Infrarot-Heizungen Schnee von gestern sind. Warum verbauen Sie
nicht einfach auch diese Systeme, dann wären doch alle zufrieden!

Wer um die Ecke schaut, sieht mehr vom Leben!
dpulver
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Beitragvon rumor » 24.08.2010, 19:39

Das thema mit elektroheizungen kommt wohl immer wieder auf... Ich glaub zum 10. mal... am besten blocken wir demnächst solche beiträre...

Hier zum beispiel:
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Ich nehm mal einfach als beweis für meine Behauptungen mal wieder meine berechnung:

1.Strom wird im Kraftwerk erzeugt und hat auf seinem Weg zum endkunden bekanntermaßen ca 66% verlust. Daher ist die kWh Strom auch teuer.

2. Sogenannte Elektrische Direktheizungen ,zu denen unter anderem auch Nachtspeicheröfen und reine Infrarotstrahler zählen, verbrauchen den Strom direkt um ein Bauteil zu erwärmen welches diese Wärme an die umwelt abgibt. Das stimmt zwar nicht in jedem fall ganz so wie beschrieben, aber das prinzip sollte hier genügen.

3. Selbst bei einem unterstellten Wirkungsgrad von 100 % benötige ich Mehr elektrischen Strom als z.B. bei einer Wärmepumpe.

Als beweis folgende Rechnung:

Laut Energieausweis benötigt ein EFH 55kWh thermische Heizenergie pro m²/a

Bei 200m² bedeuted das 11000 kWh verbrauch im Jahr.

Um der Strahlungsheizung gerecht zu werden unterstelle ich nun das ich die raumtemperatur um 10% ( 2K) absenken kann, was nebenbei bemerkt auch bei einer FBH machbar wäre.

Das bedeuted das eine Infrarotheizung ca 9900 kWh verbraucht.

Einer Wärmepumpe unterstelle ich jetzt mal den gesetzlichen Mindestwert im Altbau von JAZ 3,5.

Das bedeuted das eine Wärmepumpe im gleichen Haus ca 3142 kWh verbraucht.

Ich sage es hier nochmal: Benötigte leistung bleibt benötigte leistung ! Die Physik lässt sich manchmal etwas biegen, vollkommen umgehen lässt sie sich aber nicht.


Und zu der Tatsache in Passivhäuser Erdwärmepumpen einzubauen:

Auch wenns nach overkill klingt, die verbauchsdaten und vor allem die wirtschaftlichkeitsberechnungen geben solchen Bauvorhaben mehr als recht.


Und bevor jetzt wieder irgendwelche hassreden kommen möchte ich mir solche gleich mal verbitten, genauso wie irgendwelche kommentare wie ignorant doch meine meinung ist.

Erstmal möchte ich meinen beweis wiederlegt haben, dann können wir weiterreden.
rumor
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Beitragvon dpulver » 25.08.2010, 10:12

Ich würde doch noch gerne 2 Punkte kommentieren, die hier leider auch wieder zu sehr in einen Topf geworfen werden:

1. Energiebilanz

Nunja, es lässt sich darüber streiten, wie die Energiebilanz eines Energieträgers aussieht. Strom wird in diversen Kraftwerken erzeugt und hat natürlich auf dem Weg zum Verbraucher etwas Verlust. Aber erstens hat er das ja auch bei einer Wärmepumpe und zweitens interessiert es zumindest im Moment noch nicht viele Leute. Entscheidend ist, wieviel der Kunde für das bezahlt, was bei ihm ankommt. Geld regiert halt die Welt, aber zum Glück wird ja auch die Stromerzeugung in Zukunft immer Grüner und so ist das ja auch ok.
Dass der Kunde nun für 1 kW Strom € 0,19 zahlt und für 1 kW Heizöl € 0,6 ist richtig. Aber ist ein Fahrzeug im Verbrauch mit Super-Benzin immer teurer als ein Auto mit Diesel ?? Da muss man eben etwas mehr Faktoren miteinbeziehen wie z.B. wieviel Liter / 100km eigentlich reingeschüttet werden müssen. Das ist bei Heizungen nicht anders.
Wenn ich 1500L Heizöl (=15000 kWh) für € 0,65 kaufen muss (= € 975,00) oder 5000 kWh Strom für € 0,19 verbrauche (= € 950,00), dann ist in diesem Fall mit Strom heizen eben nicht teurer.
Ich merke hier noch an, dass dieses Beispiel nicht theroetisch ist, sondern mit fast täglich begegnet - ich habe eben schon genug Heizungen umgestellt und weis aus der Praxis, was da passiert. Ebenfalls nicht beachtet sind hier noch die Nebenkosten einer Öl-Heizung sowie die Tatsache, dass wir mit einem Liter-Preis von € 0,65 derzeit sogar recht günstig sind. Ich erwarte in absehbarer Zeit wieder eine Steigerung auf weit über € 0,70 - wie in den vergangen Jahren auch.
Die Wärmepumpe möchte ich nicht aussen vor lassen: ca. 3200 kWh jährl. klingt gut. Wenn nun eine Infrarot-Heuzung wiederum 5000 kWh jährl. verschlingt, dann bei € 0,19/kWh insgesamt € 342 jährlich mehr. Rechnet man jetzt etwaige Wartungskosten oder sogar den höheren Anschaffungspreis für die Wärmepumpe dagegen - kann man mit einer Infrarot-Heizung aber viele Jahre heizen um diesen Nachteil wettzumachen. Ich denke den holt man in 20 Jahren nicht ein!


2. Effektivität

Leider sind die bisherigen Wärmebedarfsberechnungen nach DIN immer auf Konvektionsheizungen ausgelegt. Da wundert es nicht, dass die kW-Werte recht hoch ausfallen. Bei meinem Haus Bj. 55 ungedämmt hätte ich nach dieser Berechnung einen Wert von nahezu 200 kW/h je m². Jetzt habe ich aber aufgehört mit Heizöl zu heizen (bisher ca. 2500 L jährl. = 25000 kWh) sondern mache jetzt alles mit Infrarot-Heizungen. Komisch - jetzt hatte ich im letzten Winter aber nur einen Verbrauch von etwas über 5000 kWh bzw. 71 kW/h je m² !
Entweder ist mein Stromzähler kaputt oder ich bin wohl nur im kalten gesessen :?
Jeder der physikalisch bewandert ist weis, dass Luft nunmal kein guter Wärmeleiter ist. Würden wir unserer Erde versuchen mit Warmluft zu erwärmen, hätten wir schlechte Karten. Die Natur macht es uns vor: Nur durch die Wärme- oder Infrarot-Strahlung überhaupt lässt sich unsere Atmosphäre erwärmen.
Ergo: Die herkömmliche Energiebedarfsberechnung kann ich leider - ob ich will oder nicht - so nicht anwenden. Ich würde sonst jedem meiner Kunden das Wohnzimmer zur Sauna machen :D

Ich bin gerne belehrbar und möchte als letztes falsche Weisheiten verbreiten, das würde meiner Glaubwürdigkeit schaden. Ich weise nur in der Praxis nach, dass die allgemein bekannten Regeln für Konvektionsheizungen für Infrarot-Heizungen nicht anwendbar sind. Wenn mir irgendjemand auf dieser Welt das Phänomen meiner Einsparung entweder plausibel besser erklären kann oder mich nachweislich vom Gegenteil überzeugen (!) kann, dann höre ich sofort auf, meine Behauptungen zu verbreiten!

Flugzeugbauer und Aerodynamiker übrigens könnten auch nicht genauer erklären, warum eine Hummel überhaupt abheben und fliegen kann - aber sie tut es eben!
dpulver
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Beitragvon rumor » 25.08.2010, 12:47

Tatsache ist das eine Infrarotheizung Mehr energie verbraucht als eine moderne wärmepumpe bzw brennwertheizung.

Zu der einsparung:

Ganz einfach gesagt kann ich mir nicht vorstellen das eine einsparung von über 50% ohne energiesparmaßnahmen machbar ist. Es seie dann die vorherige ölheizung war ein musterbeispiel für schlechte arbeit.

Davon ausgehend das diese diskussion nicht auf Kerwe-Level endet wie die anderen versuche ich einmal aus meiner sicht zu erklären warum mit infrarotheizungen bzw mit flächenheizungen wie wand und FBH eine energieeinsparung so einfach machbar ist:

Strahlungswärme ist IMMER angenehmen als erwärmte luft und kommt dem mensch auch viel wärmer vor. zudem ist die direkte reichweite auch größer. Beispiel zum ausprobieren:

Heizlüfter bringt die luft auf gemessene 65 grad in 1cm abstand. bei 1m sinds mit glück noch 40. Ein e-heizstrahler ist viel heißer, allerdings kann ich jetzt nicht sagen wie warm genau. Daher ist auch in 1m entfernung die hitze größer.
Ein Dunkelstrahler z.b. hat ne oberflächentemperatur von über 500 grad. Sie erzeugen reine infrarotstrahlung und werden dort eingesetzt wo enorme luftwechsel anfallen da sie ausschlieslich gegenstände erhitzen (jedenfalls in kurzer zeit, danach heizen die warmen gegenstände natürlich die luft.)

Eine Flächenheizung macht nichts anderes, nur das die temperaturen deutlich niedriger liegen.
Dafür geht man aber auch deutlich näher, sogar bis zu direktem hautkontakt, dran.

Wärmestrahlung beinhaltet immer fast nur infrarot-strahlung, denn nur diese kann dinge erwärmen.

Bei einer Radiator-heizung läuft der hase anders. Hier ist eine konvektion notwendig um die geringe fläche mit hoher leistung zu kompensieren. Ein hersteller hat sich dem problem angenommen. seine flachen heizkörper erzeugen durch ein spezielles verfahren mehr strahlungswärme und daher mehr komfort.

Aus erfahrung weis ich auch das FBH die vorher für 20 grad ausgelegt waren im ernstfall nur mit 18 grad betrieben werden. es reicht dank der strahlung einfach aus.

Gleiches Phänomen bei einer elektrischen strahlungsheizung.


und noch ein wort zu den kosten:

1l öl kostet von mir aus 70 cent, also pro kWh 7 cent. 1kWh strom kostet 20 cent... Da ist öl doch billiger. Selbst wenn ich einen gesammtwirkungsgrad von gerademal 50% unterstelle (echt miese heizung) wäre heizen mit öl noch günstiger.


Ich hoffe meine eckpunkte sind trotz der etwas wirren worte klar geworden.
Freu mich schon auf die gegenseite
gruss
rumor
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Beitragvon dpulver » 25.08.2010, 18:42

OK - ich versuch mal logisch zu antworten:


"Tatsache ist das eine Infrarotheizung Mehr energie verbraucht als eine moderne wärmepumpe bzw brennwertheizung."

Wenn man den reinen Verbrauchswert ansieht, kann man das nicht abstreiten. Wenn eine Wärmepumpe z.B. 3300 kWh verbraucht und eine Infrarotheizung z.B. 5000 kWh, dann ist das schon so. Wenn jemand nicht gezwungen ist seine Heizung zu wechseln, muss man diese Tatsache auch so auf sich beruhen lassen!

Aber: Wenn ich die Lebensdauer einer Heizung auf 20 Jahre ansehe, dann darf ich eben nicht nur die reinen Verbrauchskosten rechnen. Es fallen an:

- Anschaffungskosten nebst Beschaffungszinsen, da meist finanziert
- Installationskosten
- Verbrauchskosten (s.o.)
- Nebenkosten (Wartung, Reinigung, Kaminfeger etc.)

Anschaffungskosten: Wenn jemand gezwungen ist, seine alte Heizung gegen eine neue auszutauschen, dann darf man auch fairerweise die Anschaffungs- und Installationskosten ins Feld führen. Und in diesem Bereich reicht noch kein System an eine Infrarotheizung heran. Ein Einfamilienhaus ist mit 3000-5000 EUR dabei, wobei eine Wärmepumpe oder eine Brennwertheizung - von Solartechnik wollen wir noch gar nicht reden - doch erheblich teurer ist.
Meines Wissens nach um den Faktor 2-3 !
Diese Mehrkosten von 5000-10000 EUR muss ich eben auch auf die 20 Jahre umlegen.

Installationskosten: Wenn z.B. ein Haus noch keine Wasserleitungen hat, weil es entweder ein Altbau mit Etagenheizungen oder mit Nachtspeicheröfen war, dann ist auch ein erheblicher Aufwand für das Verlegen der Rohrleitungen usw. nötig. Hier ist nicht nur der Kostenfaktor zu nennen. Neben den Leitungsrohren müssen auch Heizkörper ran usw.

Nebenkosten: Fast jede Heizung erzeugt Nebenkosten, weil in 20 Jahren nunmal Wartung, Reparaturen oder Reinigung etc. notwendig sind. Wenn z.B. eine Ölheizung nicht die allerjüngste ist, kommen für einen Kundendienst schnell mal 150 EUR zusammen - bei mir war das auf jeden Fall so. Mein Kaminfeger hat mir jährlich 70 EUR abeknöpft, so dass ich schon mit 220 EUR jährlich rechnen muss. Dieser Wert ist übrigens nicht nur von mir erfunden sondern wird offiziell als Nebenkostenanteil angegeben. 220 EUR x 20 Jahre sind schon mal 4400 EUR - Preissteigerungen noch nicht mal miteinbezogen.
Eine Infrarotheizung erzeugt keinerlei Nebenkosten, da absolut Wartungsfrei!

Wenn ich diese Faktoren wie Mehrkosten für Anschaffung und Nebkosten schonmal zusammennehme, dann fallen für eine moderne, Zentralheizung in den nächsten Jahren Mehrkosten von ca. 9000 - 15000 EUR an, also jährlich etwa 450-750 EUR! Diese Kosten
fallen bei einer Infrarotheizung eben nicht an.

Man kann sich an drei Fingern abzählen, dass man dafür den leicht teureren Strompreis locker auffängt, selbst wenn man die gleichen KW-Werte für Infrarot-Heizungen ansetzt wie für Konvektionssysteme. Da die Infrarotheizungen jedoch nachweislich (!) weniger kWh verbrauchen als gleich dimensionierte Konvektionsheizungen, darf man diese Kosten jährlich als Einsparung verbuchen - zumindest zu einem Großteil.

Fazit: Wer seine Heizung nicht wechseln muss, der fährt natürlich günstiger wenn er sie behält.
Wenn jemand nur den Brenner etc. tauschen muss, wird sich das auch noch nicht so schlecht darstellen. Aber sobald jemand sein ganzes Heizungssystem erneuern muss, dann bleibt der Kostenvorteil für die Infrarot-Heizung nach wie vor im Vordergrund.

Diese Werte sind nicht theroretisch zusammengewürfelt. Ich kann diese Kosten am eigenen Leib nachvollziehen und sehe ganz praktisch eine Einsparung!
dpulver
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Beitragvon rumor » 26.08.2010, 14:28

Aha! eben kommen wir der sache richtig auf den grund... :D

Nach rücksprache mit 2 Energieberatern erhielt ich 2 mal die gleiche antwort: "Stromdirektheizungen dürfen weder im bestand, noch im neubau als alleiniges heizsystem eingesetzt werden. Dazu zählern u.A. Infrarotstrahler- und Nachtspeicherheizungen."

Soweit dazu, muss man leider mal so hinnehmen, denn einen genauen Absatz konnten sie mir aus der Hüfte auch nicht sagen...

Nur für neubauten kann ich sagen das dort keine chance besteht, da es eine neue energieeinsparverordnung gibt die solche lösungen einer Einzelprüfungspflicht unterzieht. Und die ist mit Stromheizungen nicht zu gewinnen...

Die sache mit den Investitionskosten ist sozusagen der Springende Punkt, bzw Münze.

Ein Haus auseinenderzureissen und FBH mit allem PiPaPo zu verlegen ist oft nicht möglich. Dann wird nach alternativen gesucht. Oft läufts entweder auf ne kleine WP oder ein BW gerät hinaus, beides in verbindung mit dämmungsmaßnahmen, teilweise sogar kleine lüftungslösungen.

Dadurch kann ich auch in einer sanierung z.b. bei einer stockwerksheizung sehr "nebenkosten" sparend arbeiten.

Um das ganze richtig mit dem kunden besprechen zu können ist es natürlich meine aufgabe die kosten innerhalb von 5,10 und 15 Jahren aufzuzeigen. Das geht meist ziemlich fix anhand von derzeitigen verbrauchswerten oder sogar einer berechnung. Anhand dieser Zahlen wird dann das beste, meist günstigste system gewählt.

Jetzt wäre für mich mal folgendes gut zu wissen: von welchen kosten sprechen wir eigentlich bei einer solchen strom-Heizung?

Sagen wir eine typische etagenwohnung mit 3 Zimmern a 15m² , sowie küche bad und flur auch mit 15 m². Sprich insgesamt 90 m²

So, jetzt 2 Szenarien: 1 mal eine berechnung altbau mit sagen wir 100 watt pro m² und einmal gedämmt mit 50 watt pro m².
Ich gehe mal davon aus das heizkörper bereits vorhanden sind, die elektro fraktion kann gerne von nachtspeicheröfen ausgehen.

Ich werds auch mal aufstellen, bzw ne ähnliche kalkulation hab ich mit sicherheit noch.

gruss
rumor
Wohnt hier!
 

Beitragvon dpulver » 26.08.2010, 16:06

Erst noch 2 kurze Kommentare:

1. Die Energieeinsparverordnung ENEV ist nicht neu sondern wird lediglich immer wieder mit neuen Werten angepasst. Hierzu ist folgendes anzumerken: Es ist eine Verordnung - nicht mehr und nicht weniger. Diese unterliegt immer dem Wirtschaftlichkeitsgrundsatz! Was heißt das ? Nun, niemand kann von einem Bürger dieses Landes verlangen, dass er das doppelte für ein Heizsystem ausgiebt und sich womöglich in Schulden stürzt, nur um irgendwelche Grenzwerte einzuhalten. Ich gebe zu, diese Argumentation ist etwas provokant, aber immerhin muss man das einmal wissen.
Ansonsten ist es durchaus möglich, z.B. die Warmwasserversorgung mit Solarkollektoren zu bewerkstelligen und - mit dem eingesparten Geld - gleich Dämm-Maßnahmen vorzunehmen.
Beim Einsatz von Infrarot-Heizungen bleibt hierfür immerhin etwas Geld übrig.

2. Ihre Aussagen "...berechnung altbau mit sagen wir 100 watt pro m² und einmal gedämmt mit 50 watt pro m²" und "...die elektro fraktion kann gerne von nachtspeicheröfen ausgehen" sind genau das was ich dauernd versuche zu verhindern! Hier wird einfach zu viel in den einen Topf geworfen, was nicht in einen Topf gehört! Bei Infrarot-Heizungen rechnet man für Wohnräume je nach Dämmung mit 30-70 W/m² - auch wenn das jetzt komisch erscheint. Sie mit Konvektionsheizungen müssen natürlich höhere Werte gem. der Energiebedarsberechnung ansetzen - da können ungedämmt sogar 100 W/m² knapp werden.
Ausserdem - einfach Nachtspeicheröfen in den selben Topf zu werfen ist absolut sträflich!!
Diese Gerät haben einen 3-5 mal so hohen Stromverbrauch und erzeugen am Ende auch wieder nur Konvektion, welche also noch recht uneffektiv gegenüber Infrarot-Heizungen ist - wie wir in den letzten Threads herausgestellt haben.

Aber nun zu meinen Berechnungen mit Infrarot-Heizungen:

Die Wohnung insges. 90 qm wird es so nicht geben, da Küche und Bad niemals jeweils auch 15 qm haben - ist also schonmal nicht realistisch!
Ich mache den Vorschlag wie folgt abzuändern:
Wohnzimmer 25 qm, Schlafzimmer 15 qm, Kinderzimmer 15 qm, Küche 8 qm, Bad 6 qm, Flur 8 qm = insgesamt 77 qm. Diese Wohnung kann es im Altbau wirklich so geben!

Variante A (Altbau ungedämmt, schlechte Fenster!) - der ungünstigste Fall!
Installierte Geräte:
Wohnzimmer 3x600W, je 399 EUR
Schlafzimmer 2x450W, 329 EUR
Kinderzimmer 2x600W, 399 EUR
Küche 1x300W, 299 EUR
Bad 1xSpiegel 480W, 419 EUR
Flur 1xSpiegel 480W, 419 EUR
Thermostaten insgesamt 550 EUR, Versandkosten 100 EUR
Gesamte Anschaffungskosten: EUR 4440,00
Bei einem Strompreis von € 0,19/kWh zu erwartende Heizkosten von EUR 1312,14 jährl. ohne irgendwelche weiteren Nebenkosten!
In dieser Variante bin ich von ausreichend 'Reserven' ausgegangen, wenn man sich vorstellt, dass das Gebäude sehr schlecht isoliert ist und auch die Fenster nicht wirklich dicht. Sobald z.B. die Fenster schon in Ordnung wären, wären diese installierten Werte etwas zu hoch.

Variante B (gedämmt):
Installierte Geräte:
Wohnzimmer 1x600W 399EUR + 1x450W 329,00
Schlafzimmer 1x450W, 329 EUR
Kinderzimmer 1x600W, 399 EUR
Küche 1x300W, 299 EUR
Bad 1xSpiegel 320W, 364 EUR
Flur 1xSpiegel 320W, 364 EUR
Thermostaten insgesamt 475 EUR, Versandkosten 70 EUR
Gesamte Anschaffungskosten: EUR 3028,00
Bei einem Strompreis von € 0,19/kWh zu erwartende Heizkosten von EUR 752,81 jährl. ohne irgendwelche weiteren Nebenkosten!

Entsprechend meinem Fachwissen habe ich die Räume unterschiedlich bewertet. D.h. z.B. dass Bad, Schlafzimmer und Wohnräume natürlich unterschiedlich genutzt werden und somit anders
beheizt. Bei Infrarot-Heizungen ist das kein Problem, da sich hier ja jeder Raum getrennt regeln nach Zeit/Temperatur automatisch regeln lässt :-)

In der Praxis findet man immer eine Situation irgendwo zwischen Variante A und B - zumindest in meiner Praxis. Kaum noch jemand hat einen Altbau aus Bj. 1920 und noch nie die Fenster gewechselt.

Mal schauen, was andere Systeme kosten ;-)
dpulver
Seit kurzem dabei!