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Nachtspeicherheizung




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Nachtspeicherheizung

Beitragvon jochen73 » 03.03.2007, 00:01

Eine Nachtspeicherheizung ist eine elektrisch betriebene Heizung, deren Wärmespeicher in den Nachtstunden mit dem verbilligten Nachtstrom aufgeheizt wird, der dann am Tage die Wärme an den Raum abgibt. Wenn es erforderlich wird, ist auch in den frühen Mittagstunden das Nachladen der Heizung, mit dem günstigen Strom, möglich.

Die Installation einer Nachtspeicher-Heizung bedarf eines relativ geringen Zeitaufwandes und ist verhältnismäßig preisgünstig. Der Aufbau sollte vom Fachmann durchgeführt werden.

Bei einer Nachtspeicherheizung werden weder Kamin, Rohre, Brenner, Kessel, Tank oder gar ein Heizungsraum benötigt. Auch die Lagerhaltung von Brennmaterial wie Öl, Holz oder Kohle entfällt total.

Eine Nachtspeicherheizung unterliegt kaum einem Verschleiß und es entstehen auch selten Wartungskosten, anders als bei einer Gas- oder Ölheizung. Benötigt werden lediglich ein gesondertes Leistungsnetz und ein separater Stromzähler. Mit Hilfe übersichtlich angeordneter Regler und einem Thermostat, kann die Wärme eingestellt werden.

Nachtspeicheröfen werden in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten, je nach Bedarf, geliefert. Die Geräte können mit Verkleidungen ausgestattet sein, die optisch der Wohnungseinrichtung angepasst werden können.

LG Jochen
jochen73
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Beitragvon dasistes » 09.03.2007, 11:13

Was bitte hat ein Beitrag zu Nachtspeicheröfen in diesem Forum zu suchen???
Diese Form der Heizung hat ausgedient und ist völliger Energieverschwendungswahnsinn!
Sonnige Grüsse! Chris
dasistes
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Beitragvon energiefuchs » 11.03.2007, 23:55

Hallo Chris,
Du hast Recht. Nachtspeicheröfen sind der absolute Wahnsinn. Das ist wirklich Techink von gestern. Ich hoffe, sowas baut sich heute niemand mehr in sein Haus. Allerdings kenne ich in meiner Bekannschaft einige, die noch Nachtspeicheröfen haben. Meistens in größeren Wohngebäuden.
So wie Jochen73 es darstellt, hört es sich aber echt ganz verlockend an. Aber bitte denkt daran. Eine Beheizung mit Strom ist wirklich total umweltschädlich!
Chris, gibt es denn bei euch in der Schweiz noch viele Nachtspeicheröfen?

Der energiefuchs
energiefuchs
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Beitragvon Buttheadxxx » 28.06.2007, 08:20

Nachtspeicherheizungen mögen zwar mit einer alten technik funktionieren, aber die behauptungen es sein klimakiller und riesen verbrauchsmonster zudem super teuer und unwirtschaftlich, wer sowas behauptet hat keine oder zu wenig ahnung!
rechnet mal die nachtspeicheröfen im gegnsatz zu einer modernen wärempumpe oder ölbrennwertheizung unter den aspekte anschaffungspreis, installation wartung, herstellungsenergie, abgaswerte... und da könnte ich locker noch 15 punkte auflisten.
so unterm strich ist die wärmepumpe nach ca 15-20 jahren auf den kosten einer nachtspeicheranlage... so eine nachspeicherheizung funktionert dann garantiert immer ncoh und das wohl auch wartungsfrei. was ist mit der wärmepumpe ?
es ist wohl wahr das nachtspeicherheizungen nicht gerade die bequemste methode sind aber garantiert eine der kostengünstigsten!
Buttheadxxx
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Beitragvon wildflower » 17.10.2007, 09:45

Hi,

Ich kenne die Nachtspeicherheizungen auch, und bei mir war es auf jeden Fall so dass mich am Ende des Jahres fast der Schlag getroffen hätte. Die Heizung hat mir fast das letzte Hemd ausgezogen. Zum Glück bin ich dann aus der Wohnung ausgezogen, also ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten und sagen: Die sind sauteuer, gerade jetzt wo die Strompreise immer mehr steigen kann einen das auf Dauer arm machen.

Wildflower
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Beitragvon dorstener » 20.10.2007, 19:35

Hi,

wir haben selber ein Haus mit Nachtspeicherheizung.
Scheinbar sogar die Hardcore-Version. Eine Fußboden-Nachtspeicherheizung.
Sind aber eigentlich damit zufrieden. Die Kosten habe ich in letzter Zeit nicht mehr so recht verfolgt. Als wir uns das Haus doch nach einigem Zögern vor 10 Jahren gekauft haben, waren die Kosten vergleichbar.
Damals rieten auch schon alle davon ab.
Wie gesagt. Wir sind zufrieden.

Evtl. ist sie jetzt teurer als Öl / Gas. Das glaube ich allerdings nicht, da die Heizung absolut wartungsfei ist und somit keine versteckten Kosten entstehen.
Warum allerdings auf der einen Seite eine Elektroheizung verteufelt wird, während gleichzeitig Elektroautos als den Inbegriff des Umweltschutzes dargestellt werden, geht mir nicht in den Kopf.

Kann mir das vielleicht jemand erklären ?

Bei beiden ersetze ich die dezentrale Verwendung folliler Energie durch eine zentral hergestelle elektrischer Energie.

Wo ist da der Unterschied ????
dorstener
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Beitragvon sandy » 01.11.2007, 15:57

Hi,

Ich will jetzt keine Elektroheizung verteufeln, es geht nur um die Kosten die entstehen. Ich kann mich meinen Vorrednern nur insofern anschliessen indem ich weiss dass zumindest bei uns auch immens hohe Kosten entstanden sind dass wir uns dazu entschlossen haben die Heizung zu entsorgen.
Ich glaube jetzt auch nicht dass jemand die Heizung allgemein verteufeln wollte, es geht um die persönlichen Erfahrungen dass die Nachtspeicherung bei den meisten nicht so billig war wie es bis dahin immer erzählt wurde.
Die Technik der Elektroheizungen sind nicht schlecht, aber eben leider Energiefresser. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger
sandy
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Beitragvon wildflower » 02.11.2007, 11:41

Hi,

Ich muss mich da jetzt nochmal zu Wort melden. Wenn ich sowas höre: Dann haben die Leute keine Ahnung das ist echt der Hammer. Mich hat die Nachtspeicherheizung damals mein 13. Monatsgehalt gekostet, und ich weiss sehr genau wovon ich rede. Also erstmal den Kopf einschalten und dann reden.
wildflower
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Beitragvon dorstener » 03.11.2007, 22:24

Hallo,

ich hatte meinen Beitrag geschrieben nachdem ich in der Zeitung gelesen hatte, dass bis ( ich glaube 2015 ) alle Elektroheizungen aus ökologischen Gründen verboten werden sollen. Zumindestens plant man das.

Selbst wenn ich jetzt hohe Kosten haben sollte. Kann ich diese jedoch sehr lange tragen bevor ich die Kosten für einen Umbau wieder drin habe.

Bei uns ist nichts für eine alternative Heizung vorgesehen.
Ich müsste fast mein ganzes Haus entkernen.

Unabhängig von den Kosten :
Warum ist die Elektroheizung so ökologisch schlecht ?
Warum werden Elektroautos als ökologisch sauber dargestellt ?

Geht man nur davon aus, dass der Strom für das Autos von Windkraftanlagen hergestellt wird, wärend der Strom für die Heizung von Atomkraftwerken kommt ?

Ist es nicht vielmehr so, dass diese Heizungen durch geschickte Ansteuerung durch die Versorgungsunternehmen Energiespitzen, die durch die regenerativen Energien entstehen, wegfedern könnten ?

Hier vielleicht mal eine Zahl.
Habe gerade meine Stromrechnung erhalten

Einfamilienhaus 4 Personen 120 m2

Stromkosten incl. Licht / Warmwasser / Heizung : 1800 €

Hierzu muss ich sagen, dass wir es immer gemütlich mögen ( 22 - 23 °C ). Außerdem haben wir jede Menge Elektrogeräte . z.B 4 Computer im Netzwerk, die auch schon ganz schön was fressen.

Habe mal aus Hambur eine Zahl für einen 4-Personen Haushalt

Strom : 623 €
Heizung 1100 €
Macht 1723 €

So groß ist der Unterschied also nicht . ( Wartungskosten bei mir : 0 € )

Um die 100 € im Jahr einzusparen lohnt es sich nicht für > 20 T€ eine andere Heizungsanlage zu installieren.
dorstener
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Beitragvon sandy » 04.11.2007, 11:29

Hallo,

Im Grunde verstehe ich sehr gut was Du meinst. Auf der einen Seite sollen die Autofahrer auf Elektroautos umsteigen aber die Elektroheizungen sollen jetzt wie Du sagst verboten werden. Wie gesagt ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten mit den Heizungen, aber das ist jetzt glaube ich auch schon 15 Jahre her, ich weiss ja nicht wie alt Eure ist? Bei mir war es wirklich so dass die Kosten erheblich waren.
Vielleicht wird auch nur geplant die Elektroheizungen vor einem bestimmten Baujahr abzuschaffen?
Die Kosten die Du angegeben hast sind für einen 4-Personen-Haushalt finde ich echt nicht hoch.
sandy
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Beitragvon dorstener » 04.11.2007, 12:13

Hi,

ich will klarstellen, dass ich absolut keine Lanze für Nachstspeicherheizungen brechen will.
Warum auch ? Ich lebe nicht davon.
Leider habe ich eine. Dabei sogar noch eine Elektro-Fußbodenheizung .
Habe wie gesagt lange damit gehadert. Aber nun habe ich das Haus gekauft und fertig.

Ich will nur die Diskussion auf sachliche Füße setzen.
Damit andere mal die Kosten beurteilen habe ich meine mal dargestellt.

Hatte auch schon mal an eine Brennstoffzelle zur eigenen Stromerzeugung gedacht .
Bis sich das allerdings rechnet ..... Dabei gibt es, soweit ich weiß, nicht einmal etwas geeignetes.
dorstener
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Beitragvon wildflower » 05.11.2007, 11:28

Hi,

Das hat jetzt auch keiner geglaubt dass Du eine Lanze brechen willst, Du hast genau wie die anderen nur deine Erfahrungen geschildert.
Wenn der Staat jetzt aber verlangt dass Elektroheizungen vollkommen verbannt werden, müssen ja irgendwelche alternativen Lösungen her. Hast Du schon mal drüber nachgedacht wirklich auf Solar umzurüsten? Soweit ich weiss ich das mit das effektivste weil der Staat meine ich bei den alternativen Energien noch die meisten Zuschüsse zahlt.
wildflower
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Beitragvon Sparer » 05.11.2007, 12:58

Von der Nachtspeicherheizung kenn ich auch nur Stromfresser als zweiten Vornamen, kann aber etwas über Investitionskosten der Heizungssanierung berichten.

Ich führe seit über 20 Jahren Buch über den Energieverbrauch in meinem Haus (Einfamilienhaus, Baujahr 1956, 140qm Wohnfläche) und kann daher über das angebliche SPAREN bei den Energiekosten sagen.

Im Jahre 1997 habe ich die Heizungsanlage erneuert (Gas-Brennwert-Heizkessel) und die Fassade des Hauses isoliert. Den Gasverbrauch habe ich damit um 48% gesenkt. Die Kosten der Heizungssanierung haben sich rechnerisch, fast auf den Euro genau, in 10 Jahren amortisiert. Aber die Kosten der Außenisolierung, die ja erheblich zur Einsparung beigetragen haben sind noch offen. Dafür benötige ich voraussichtlich weitere 15 Jahre. Ob dann die Heizungsanlage nicht bereits wieder erneuert werden muss?

Auch sollte ich erwähnen, dass nur der alte Heizkessel gegen den neuen Gas-Brennwert-Heizkessel inkl. Steuerung ausgetauscht wurde. Auch die Kosten der Wartung sollten nicht übersehen werden, denn an dem alten Gasheizkessel habe ich die Reinigung selber durchgeführt, etwas anderes war auch nicht nötig Bei der neuen Heizanlage benötigt der Servicetechniker die entsprechende Software und einen Laptop, da ist nichts mehr mit selber machen und Kosten von jährlich 80,- bis 175,- Euro sind auch zu berücksichtigen, die in meiner Nachkalkulation nicht enthalten ist.
Der Sparer
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Beitragvon sandy » 06.11.2007, 10:45

Hi,

Ich könnte mir auch gut vorstellen dass wieder eine neue Heizung benötigt wird bevor sich die Investitionskosten für den kompletten Umbau gerechnet haben. Die Regierung wird die Grenzwerte denke ich für normale Heizungen weiter verschärfen. Von daher dachte ich auch persönlich daran komplett umzurüsten auf eine andere alternative Energiequelle wie Sonnenenergie etc.
Meint ihr nicht dass sich das auf Dauer eher rechnet wie bei der normalen Gasheizung zu bleiben?
sandy
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Beitragvon usfarina » 24.04.2008, 22:36

Also mal ganz ehrlich, ich lese hier zum ersten Mal, dass eine Nachtspeicherheizung wirtschaftlich und umweltfreundlich sein soll. Bisher kenne ich sie auch nur als förmliches Geldgrab. Und ich kenne niemanden, der nicht bei Betrachtung seiner Jahresabrechnung hinten rüber gekippt wäre. Es ist einfach sauteuer. Die preisgünstigeren Stromanbieter bieten darüber hinaus auch gar keinen Nachtstrom an, jedenfalls die meisten nicht. Also bleibt man in Konsequenz bei den teuren Anbietern oder verwendet keinen Nachtstrom.

Was die ökologische Seite betrifft, so kann natürlich die Nutzung von Strom zur Beheizung dann umweltfreundlich sein, wenn der Strom aus regenerativen Energien gewonnen wird, aber wie hoch ist denn der Anteil der erneuerbaren Energieträger? Doch immer noch sehr gering. Und eine eigene Photovoltaik-Anlage dürfte wohl kaum genügend Kapazitäten besitzen, um damit ein ganzes Haus zu beheizen.

Also ist doch im Endeffekt auch kein ökologischer Vorteil zu sehen.
Von daher frage ich mich, wie man zu einer derartigen Aussage kommen kann.

LG
usfarina
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Beitragvon Ralle » 01.05.2008, 15:39

Also ich muss mich meinen Vorgängerinnen hier anschließen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Nachtspeicherheizung kostengünstig und umweltfreundlich sein soll. Leider scheinen in den letzten Monaten keine weiteren Erklärungen dazu gekommen zu sein.

Ich weiß nur so viel, ich hatte einmal in einer Wohnung Nachtspeicherheizungen und die haben mir echt die Haare vom Kopf gefressen, obwohl es nur eine kleine Zweiraumwohnung war.

Desalb kann ich nur jedem empfehlen: Finger weg von Nachtspeicherheizungen!

Ralle
Ralle
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Beitragvon OelKlaus » 18.05.2008, 00:22

Hallo,

ich halte die (meine) Nachtspeicherheizung für energiesparend und umweltfreundlich.
In wenigen Wochen wird sowieso der Heizöl-/Gasölpreis Preis die 1€/je Liter Grenze überschreiten.
In wenigen Monaten wird das Heizen mit fossilen Energieträgern teurer sein als mit E-Energie. E-Energie kann aus vielen Quellen erzeugt werden, fossile Energie nicht.
Meine Nachtspeicherrechnung geht an die Naturstrom AG (100% Ökostrom mit Preisgarantie Testsieger, BUND/NABU Empfehlung). Ist dies nicht umweltfreundlicher als das Verheizen von endlichen Energieträgern?
Natürlich wird meine Nachtspeicherheizung/Hausheizung unterstützt durch einen Kachelgrundofen und durch eine thermische Solaranlage.
Der letzte GESAMT-Energieverbrauch der Speicherheizung in der Heizperiode 2007/2008 lag bei 752 kWh in meinem gut gedämmten Haus mit 2*130m2 Wohnfläche.
Ich hoffe natürlich auch, das künftig meine Speicherheizung in der Heizperiode mit den Spitzenlasten von Solarstrom/Windstrom/virtuellen Kraftwerken/Biomassenstrom gespeist wird. Geht es noch ökologischer?.
In wenigen Jahren wird als Heizung in gut gedämmten Häusern
sicherlich nur noch Wärmepumpensysteme, Elektroheizungen oder Biomasseheizungen eingesetzt werden können. Das an das Öl gekoppelte Gas und die Ölheizung wird unbezahlbar sein.

der Nachtspeicherer
OelKlaus
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Beitragvon usRike » 20.05.2008, 20:33

Hallo Oelklaus,

was du da schreibst, klingt wirklich sehr umweltfreundlich. In einem Punkt hast du ja auch recht. Strom kann aus regenerativen Energien gewonnen werden und ist damit umweltfreundlicher, als andere Energieformen. Aber warum muss es dazu ein Nachtspeichersystem sein? Die alten Nachtspeicherheizungen sind doch viel zu schwerfällig. Kann es dann nicht eine ganz normale elektrische Heizung sein? Außerdem bieten doch die meisten Stromanbieter schon gar keinen Nachtstrom mehr an.

Übrigens, in der Kombination, wie du es wohl eingerichtet hast, wird der Nachtspeicher doch scheinbar nur unterstütztend eingesetzt. Aber du wirst doch zugeben müssen, dass ganz normale Nachtspeicherheizungen absolute Energiefresser sind, oder nicht?

LG
usRike
usRike
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Beitragvon OelKlaus » 21.05.2008, 21:45

Hallo usRike,

die regenerativen Energien fallen diskontinuierlich an. Wie denkst Du, das Diese praktikabel zwischengespeichert werden können? Bei Starkwind werden Windräder abgeschaltet, weil die Überschussenergie nicht abgenommen werden kann. Meine Speicherheizung oder LithiumpolymerAkkus von Elektroautos könnten diese Energie effizienter nutzen. Was nutz eine normale E-Heizung wenn ich dann die Wärme brauche, wenn gerade keine Wind weht, obwohl Stunden vorher sehr viel Windenergie zur Verfügung gestanden hätte?
Ich halte Speicherheizungen nicht für Energiefresser, da Diese statt in Wasser (wie Solarboiler) die Energie in Schamotte gespeichert wird. Die Energie wird vor Ort zu 100% umgesetzt und geht in gut gedämmten Häusern nur zu einem sehr geringen Teil verloren.
In meinen Fall ist die Speicherheizung als Vollheizung ausgelegt, wird aber nur als Zusatzheizung für den Grundofen genutzt. Die Strahlungswärme des Ofens reicht nun mal nicht bis in 8m entfernte Zimmer, zumindest beträgt die Temperatur dort nur 18-19 Grad, und das ist mir/uns manchmal zu wenig. Die Speicherheizug, deren Ventilatoren noch nie in Betrieb waren, hebt über die Speicherheizungsfläche die Zimmertemperatur um 2-4 Grad an.
Die Speicherheizung wird deshalb als Energiefresser verschrieen, weil diese meiner Meinung nach bis vor kurzem für den vierfachen Preis die Wärmeenergie im Vergleich zum Heizöl bereit gestellt hatte. Die Heizung war eigentlich im wirklichen Sinne ein Geldfresser. Wie stehen aber in wenigen Monaten die Ölheizungen da, wenn es keinen Unterschied zwischen Erzeugungskosten an Wärmeenergie elektrisch und heizölig gibt?.
Genau Heute kosten 1000Liter Heizöls schwefelarm in Cottbus 110 Euro, das sind 11 Cent je KW. Der Nachtstrom Depotherm des Lieferanten ENVIAM kostet 11,7 Cent je KW !
Sicherlich werden die Preise bei gleichbleibender Entwicklung für Heizöl in 12 Monaten bei 180 Euro je 1000 Liter liegen und das ist nicht mehr weit vom Tagstrompreis.
Ich besitze seit 11 Jahren die Speicherheizung und habe 0 Euro Wartung und Pflege aufbringen müssen, dies wird sich auch in den nächsten 10 Jahren nicht ändern. Wie hoch sind die Wartungskosten für moderne Öl-/Gasheizungen in 20 Jahren?
Mein Grundofen habe ich in den 11 Jahren für 0 Euro selbst gereinigt. Einzig 2*18 Euro jährlich Schornsteinfegerkosten musste ich aufbringen.
Ich denke, da Elektroenerige aus vielen Quellen erzeugt werden kann, auch nur Elektroheizungen künftig (3-5 Jahre) im Markt bestehen bleiben bzw. bezahlbar sind.

der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon usRike » 21.05.2008, 22:23

Hoppla, du bist ja wirklich ein Nachtstromer. So viele Argumente, da kommt man ja kaum gegen an, klingt auch alles plausibel. Für mich stellt sich nur die Frage, auf welche Art der Strom erzeugt wird, den du da verbrauchst. Wenn er aus einem netten Kohlekraftwerk kommt, dann geht da richtig CO2 in die Luft für den Stromverbrauch. Der Aufwand bei einer Gasheizung ist da wohl doch geringer. Und zu den Kosten muss ich ja sagen, was denkst du denn, was die Stromanbieter in der Zukunft treiben werden? Glaubst du, die bleiben bei ihren momentanen Preisen, die sind doch auch immer ganz schnell dabei, wenn es eine Chance zur Erhöhung gibt. In deinem Haus ist die elektrische Heizung eine saubere Angelegenheit, da magst du recht haben, nicht jedoch an ihrer Quelle, nämlich im Kraftwerk, wo der Strom erzeugt wird.

LG
usRike
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Beitragvon OelKlaus » 24.05.2008, 22:32

Hallo,

tagsüber bin ich Fernpendler und Frühabends versuche ich u. a.
meine thermische Solaranlage zu erweitern.
Nachts kann ich dann etwas am Rechner recherchieren (mein Auto auf Gasnutzung umstellen lassen, Wandsonnenuhren erstellen, meine Hofbeleuchtung auf LED-Arrays umstellen etc.)

Der Strom aus der Steckdose wird sicherlich vom nahe gelegenen (Kohle/Atom)-Kraftwerk kommen.
Das sollte aber niemanden davon abhalten, Ökostrom zu kaufen. Wenn alle Verbraucher nur Ökostrom kaufen würden,
dann wird es keine Kohlekraftwerke mehr geben.
Sicherlich könnte mann in Deutschland alle Kohlekraftwerke abschalten lassen, damit die Umwelt hier nicht zerstört wird.
Der Strom wird dann aus den nahe gelegen Kraftwerken Frankreich(Atom) oder Polens(Braunkohle) importiert.
Aber wir Deutschen haben ein sauberes Gewissen, sollte das die Lösung sein?
Der Verzicht des Kaufes von Ökostrom, nur weil er praktisch zur Zeit (wie lange noch?) ein Strommix ist, ist wohl der komplett falsche Weg.
So viele Verbraucher wie möglich sollten den grünen Ökostrom unterstützen. Wie ist es mit Dir, wie ökologisch bist Du?

Sicherlich werden die EVUs auch ihren Strompreis anheben, dann werden aber meiner Meinung nach die Kosten für die Herstellung von 1kW Wärme im Einfamilienhaus unabhängig von Ausgangsstoff ÖL/GAS/Elektro gleich sehr hoch sein. Wo besteht dann der Vorteil der Verbrennung des fossilen Stoffes Erdgas,
das demnächst als Ersatz für flüssige Kraftstoffe und als chemischer Grundstoff dienen muss, da das Öl faktisch unbezahlbar wird?
Dazu sind noch die Wartungskosten der Heizsysteme zu betrachten.
Übrigens werden die allerneuesten Passivhäuser der Bausparkassen schon Heute nur mit dem Heizungssystem Wärmerückgewinnung und Elektrozuheizung angeboten. Auf Grund der extremen Isolierung bleibt die Wärme im Haus.

Auch sollten der ach so sauberen Verbrennung von Erdgas die Gewinnung, Transport und politische Abhängigkeit gegenübergestellt werden. Eine saubere Verbrennung garantiert auf jeden Fall nicht die ökologische Förderung des Rohstoffes.
Während die deutschen Standards zur Gewinnung von Rohstoffen sehr hoch sind, werden die wohl in Russland oder Turkmenien nahe Null sein.
Vor nicht allzu langer Zeit haben russische Politiker im Fernsehen medienwirksam dargestellt, wie das Ventil der Erdgasleitung wegen
politischer Ungehorsamkeit eines Verbraucherlandes zugedreht wird. Ist das der Preis einer sauberen Erdgasverbrennung?

Ziel der Energieversorgung sollte es doch wohl sein, eine energetische Unabhängigkeit zu erreichen und nicht eine politische Erpressbarkeit.
Künftig wird immer mehr Energie von immer weniger Lieferanten bereitgestellt werden.
Da sind Prämissen zu setzen, wie wichtig eine saubere Verbrennung oder die politische Erpressbarkeit ist.

der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon usRike » 29.05.2008, 18:46

Hallo Klaus,

ich will dir doch gar nicht widersprechen. Ganz im Gegenteil, wir sind eigentlich einer Meinung. Ich beziehe Ökostrom und heize im übrigen auch einen Teil meines Hauses elektrisch. Es ist ein Fertighaus und entsprechend isoliert, so dass der Verbrauch überhaupt nicht so hoch ist. Ich gebe dir auch recht darin, dass alle Energiearten sehr teuer werden - man sieht es ja aktuell an den anstehenden Gaspreiserhöhungen. Mich hatte halt nur dein überzeugtes Statement für Nachtspeicherheizungen erstaunt, da es sich ja dabei entgegen der früher vertretenen Meinung doch eher um reine Stromfresser handelt. Die modernen Speicherheizungen haben damit eigentlich nicht mehr viel zu tun. Ich hatte mal zu Beginn der 80er Jahre eine kleine Wohnung, die mit den richtigen Nachspeicherheizungen geheizt war und da haben mich die Heizkosten ein Vermögen gekostet. Mein Hinweis darauf, dass der Strom, den wir beziehen, immer ein Mix ist, sollte nicht darauf abzielen, dass es deshalb keinen Zweck hätte, Ökostrom zu nutzen. Ich wollte nur verdeutlichen, dass man nicht in dem Irrglauben sein sollte, dass aus den eigenen Steckdosen dann tatsächlich reiner Ökostrom fließt.

Aber ich finde unsere Diskussion ganz nett.

LG
Rike
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Beitragvon Ralle » 29.05.2008, 19:15

Hallo Oelklaus,

sag mal, warum nennst du dich eigentlich Oelklaus und nicht Stromklaus? Sollte nur ein Scherz sein. Deinen Ausführungen kann ich absolut folgen. Aber Nachtspeicherheizungen sind mir trotzdem immer noch ein Graus, weil ich, genauso wie meine Vorrednerin, schmerzhafte Erinnerungen daran habe. Ich würde mein Haus gerne über eine Wärmepumpe beheizen und denke garde darüber nach, wie ich das realisieren und finanzieren kann. Bisher habe ich zwei Kamine und eine Gasheizung im Haus. Klar, die Wärmepumpe arbeitet auch mit Strom, aber doch in wesentlich geringerem Umfang, als eine Nachtspeicherheizung. Für die Warmwassergewinnung würde ich mir gerne eine Solaranlage zulegen. Die sind ja inzwischen auch einigermaßen bezahlbar. Da weiß ich wenigstens, dass es wirklich sonnenbeheiztes Wasser ist.

Wie stehst du dazu?

Ralle
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Beitragvon OelKlaus » 30.05.2008, 13:45

Hallo Ralle,

ich nenne mich Oelklaus, weil ich bis vor kurzem mein Passat TDI mit alternativen Treibstoff, (P)Oel=Pflanzenöl, befeuert hatte. Leider war nach 470.000 km das Getriebe in einem nicht mehr reparablen Zustand. Den 2001 selbst eingebauten Umbausatz für das 2.Tanksystem habe ich nun als Andenken zu Hause stehen, das Auto nicht mehr.
Der derzeitige 2004er Benziner wird schon mal für die im Juni kommende Umrüstung auf LPG warm gefahren. Dann wird ich wohl zu Weihnachten 2008 für 1/3 des Benzinpreises tanken können.

zur Warmwassergewinnung:

Ich bin überzeugter Anwender der Solarthermie. Die rechnet sich aber nur, wenn diese zu einem geringen Preis (also SELBSTAUFBAU) installiert wird. Z. Zeit bereite ich die Erweiterung der 5m2 Anlage auf 7m2 vor. Dann kann ich die solare Wärme länger nutzen.
Für 5.000-7.000 Euro Gesamtkosten bei einer Montage über Firmen kann mann sehr,sehr lange Warmwasser erzeugen.
Besuche doch mal meine Homepage Links sind nur für registrierte User sichtbar., "Altbau" und den Link "Solaranlage". Dort habe ich eigene Erfahrungen zur Solaranlage niedergeschrieben und paar interessante Links eingebaut.

Zur Wärmepumpe, mal bitte diesen Link folgen:
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Dort sind Vor- und Nachteile der WP aufgeführt.
Aber bitte mal auch in verschieden Foren zu Erfahrungen mit WP recherchieren. Manchmal habe ich dort den Eindruck, das die Wirksamkeit einer WP ausschließlich vom Fach(un)wissen der Installationsfirma abhängt.
Persönlich glaube ich, das in künftigen Niedrigenergiehäusern sowieso nur noch WP-Systeme, eventuell mit zusätzlicher Lüftungswärmerückgewinnung, installiert werden dürfen.
Öl und Gas wird dann verboten teuer sein, die Umweltwärme ist noch kostenlos. Vielleicht wird Diese aber auch noch besteuert?


der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon Ralle » 06.06.2008, 15:15

Hallo Klaus,

es ist wirklich zu bewundern, wie aktiv du bist und offensichtlich technisch sehr begabt. Ich fürchte, da kann ich nicht ganz mithalten, bin eher ein technischer Chaot. Deine Tipps sind wirklich super und ich finde klasse, dass du andere daran teilhaben lässt. Gehe ich nun richtig in der Annahme, dass du dein Haus elektrisch beheizt und dabei die Energie weitgehend selbst erzeugst?

Mit den Öl- und Gaspreisen hast du bestimmt recht. Deshalb suche ich auch nach alternativen Möglichkeiten, natürlich auch, um letztlich was für unsere Umwelt zu tun. Ich weiß nun auch nicht, ob ich mit Geothermie und Wärmepumpe heizen soll oder vielleicht doch Pellets. Also Photovoltaik ist mir meist doch zu teuer, mit Ausnahme der einfachen Solaranlagen zur Wassererwärmung.

Trotzdem auf alle Fälle vielen Dank für deine ausführichen Informationen und den link zu deiner Homepage.

LG
Ralle
Ralle
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Beitragvon OelKlaus » 07.06.2008, 23:39

Hallo Ralle

Ich beheize mein Haus nur zu einem Bruchteil elektrisch, zum größten Teil übernimmt das der Grundofen. Die Energie erzeuge ich in soweit selbst, indem ich mich selbst um das Holz kleinmachen kümmere, was viel körperliche Energie benötigt. Die Warmwasserbereitung erfolgte bis vor wenigen Jahren zu 100% elektrisch, nun übernimt das im Sommer die Sonne und demnächst im Winter der Grundofen.
Zur Zeit ist es praktikabel nicht möglich, die durch Photovoltaik erzeugt elektrische Energie in den Nachtspeicher zu laden. Es ist günstiger, den Strom für 50 Cent je kWh zu verkaufen und für ca 15 Cent einzukauen. Dadurch kann man mit der Photovoltaik Geld verdienen.
Praktikabler wäre es, wenn ein Nachbar mit einem Blockheizkraftwerk Wärme für seine wasserbasierte Heizung erzeugt und die elektrische Überschussenergie mir direkt über ein Kabel bereitstellen könnte.
Leider heizen alle Nachbarn mit Öl oder Gas und es nicht abzusehen, das diese sich Blockheizkraftwerke anschaffen werden.


der Nachtstromer
OelKlaus
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon Löwenzahn » 11.06.2008, 13:39

Hallo Klaus,

ich habe den Dialog zwischen Ralle und dir verfolgt und muss auch sagen, es ist super, was du dir alles so einfallen lässt. Dazu braucht man aber auch ein gutes technisches Verständnis. Finde ich wirklich beneidenswert. Was ich nicht verstehe ist, warum du einen Nachbarn mit Blockheizkraftwerk brauchst. Lohnt es sich für dich selbst nicht? Oder passt es jetzt nicht mehr mit deiner Technik zusammen? Andererseits bringt mich deine Idee mit dem Nachbarn auf den Gedanken, dass innerhalb der vielen Wohnsiedlungen, die so in jeder Stadt entstehen, durch nachbarschaftliche Zusammenarbeit doch auch eine Menge möglich sein müsste.

Gruß
Löwenzahn
Löwenzahn
Ist schon lange dabei!
 

Beitragvon OelKlaus » 11.06.2008, 21:39

Hallo Löwenzahn,

schön, das Du den Dialog zwischen Ralle und mir verfolgtes und nun Dich in diesen Forum angemeldet hast.
Ich selber halte mein technisches Verständnis eher für mittelmäßig.
Zumindest im Vergleich zu meinen Anforderungen.
Erst Heute habe ich im Alleingang ein 2,5m2 großes Kollektorfeld auf mein 7m hohes Hausdach hieven können. Das Baumarktsonderangebot wird weiter dazu beitragen, den elektrischen Durchlaufherhitzer über eine längere Zeitraum ausgeschaltet zu lassen.
Die bald 7,5m2 große thermische Solaranlage sollte dies ermöglichen.
Die späten Nachtstunden dienen eigentlich ausschließlich der Internetrecherche zu verschiedenen künftig anstehenden Projekten.

Ein Blockheizkraftwerk erzeugt in erster Linie Warmwasser für die Warmwasserheizung und dann etwas Strom. Da ich keine Warmwasserheizung besitze, lohnt sich ein BHKW für mich nicht.
Im Sommer will ich ja das warme Brauchwasser nur über die thermische Anlage erzeugen (BHKW wäre also nicht in Betrieb) und in der Übergangszeit soll demnächst mein Grundofen mit zur Warmwasserbereitstellung beitragen (BHKW wäre nur wenig in betrieb).
Das BHKW ist sozusagen nicht mit meiner Hausheizung kompatibel.
Außerdem besteht ein BHKW aus vielen Bauteilen, die auch viel ausfallen können.
Ich bevorzuge Lösungen mit möglicht wenig bewegenden Teilen oder mit wenig Baugruppen. Wo wenig ist, kann wenig ausfallen.
So wie an meinen Grundofen und der Speicherheizung, da bewegt sich nichts und kann demzufolge auch wenig ausfallen.

mit freundlichen Grüßen
der Nachtstromer
OelKlaus
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon Löwenzahn » 12.06.2008, 21:17

Hallo Klaus,

ich bin überwältigt. Wann schläfst du denn, wenn du bis in die Nacht recherchierst und tagsüber bastelst? Du musst doch bestimmt zwischendurch auch noch Geld verdienen. Wirklich bewundernswert. Also vom Blockheizkraftwerk habe ich keine Ahnung. Deshalb haben deine Informationen meinen Horizont wieder etwas erweitert. Ich wünschte, ich wäre auch in der Lage, all diese Dinge selbst zu erledigen. Aber was sagt eigentlich deine Frau dazu, dass du ständig beschäftigt bist? Gibt's da keine Probleme? Wahrscheinlich ist sie stolz auf dich und freut sich darüber, wie viel Geld ihr durch dein großes Engagement einsparen könnt.

Ich wünsche dir eine gute Nacht.

Löwenzahn
Löwenzahn
Ist schon lange dabei!
 

Beitragvon OelKlaus » 15.06.2008, 19:29

Die Schlafnacht besteht bei mit aus 5-6h Schlaf und natürlich wird das Fernsehen bei ausschließlich nur als kleines Fenster im Rechner mitgesehen.
Dadurch steht viel Zeit für Hobbys zur Verfügung.
Interessante Sendungen werden auf die 750er Dreamboxfestplatte gebannt, deren Kapazität im Netzwerk eine Weile ausreichen dürfte.
Meine Familie und ich ergänzen uns sehr gut, d.h. wir machen vieles gemeinsam, jeder besitzt auch seine Freiräume.
So werden wir uns auch in den nächsten 100Jahren nicht auf den Keks gehen.
Auf Grund meiner vielen Hobbys und Interessen habe ich auch gar keine Zeit, meine Familie irgendwie zu nerven.
Ich habe gerade meine 100jahre alte Haustür neu gestrichen und die Schmuckelemente mit Blattgold verziert (ist für kurze Zeit auf meine Homepage zu sehen). Bei vorherigen Versuchen mit anderen Farben kamen die Verzierungen nur un den ersten paar Monaten schön zur Geltung, dann verblassten die Farben sehr stark.
Das Blattgold sollte etwas länger halten.
Offen sind u. a. noch aktuelle Projekte wie die Einbindung des 3. Solarkollektors und das Einbinden des Grundofens in den Warmwasserkreislauf, ein neues Versteck für meinen zerstörten Geocaching ist zu finden und natürlich ist auch eine Sonnenuhr zu überarbeiten und zwei bis 3 Neue sind zu konstruieren.
Mittelfristig wird eine Flugdrohne (ein X-UFO Abkömmling) gebaut, die sich wie ein "Luftnagel" verhalten wird.
D. h., mit wenigen cm Abweichungen wird sie sich im 3dimensionalen Raum ohne eine Fernsteuerung über einen festgelegten Punkt positionieren. Wobei im Endausbau das Fliegen über eine Videobrille erfolgen wird.

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag
der Nachtstromer
OelKlaus
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon Löwenzahn » 15.06.2008, 20:39

Hallo Klaus,

mir wird ganz schwindelig, wenn ich das alles lese. Ich habe auch schon sehr viel um die Ohren und kann mir kaum vorstellen, wie das alles zu machen ist, was du so planst und auch durchführst. Du kommst mir fast ein bisschen vor, wie Daniel Düsentrieb. Ist schon irre.

Aber was hast du mit der Drone vor? Willst du dein Grundstück bewachen? Das ist ja nun wieder was, das ich überhaupt nicht verstehe. Wie funktioniert sowas? Was ist ein Luftnagel?

Also deine Haustür würde ich mir gerne mal ansehen, komme allerdings nicht auf deine Homepage, weiß der Teufel, warum. Ich werde es in den nächsten Tagen nochmal versuchen.

Jetzt wünsche ich dir erst mal einen schönen Start in die neue Woche.

LG
Löwenzahn
Löwenzahn
Ist schon lange dabei!
 

Beitragvon OelKlaus » 20.06.2008, 22:45

Hallo Löwenzahn,

ich habe nun endgültig meine Hausnummernbeleuchtung fertiggestellt. Dies hat eine Weile gedauert. Wie im alten Dorf üblich, gibt es meistens keine Beleuchtungen der Hausnummern. Ich will aber schon im Ernstfall schnell erreichbar und sichtbar sein. Nach mehreren Versuchen besteht die Hausnummer nun aus einem A4 großen Schneidbrett aus weißer Plastik (ca. 1,99 Euro), indem ich 12 weiße LEDs eingelassen (aus meiner LEDs Bastelkiste mit vielen weißen LEDs) habe. Diese leuchten eine aus Aluminiumblech geschnittene DINA4 große Hausnummer an, die auf der vorderen Seite mit schwarzen Autolack mehrfach besprüht wurde.
Die Leuchtdauer wird durch eine mechanische Schaltzeituhr festgelegt. Zur Zeit benötigt die Beleuchtung täglich 10 Watt und ist erstaunlich hell. Sogar die Einfahrt wird wie im Mondlicht damit beleuchtet. Ich könnte mir aber auch vorstellen, das ich die erforderlichen 12 Volt eventuell aus einer günstigen Photovoltaikanlage ziehen könnte.

zur Drohne
Ich will dieses 4motorige X-Ufo/Drohne/Quadrokopter/Mikrokopter mal so fliegen können wie im nachfolgenden Link:

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oder
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(sind das nicht tolle Videos?)

Ich kann damit mein oder viele andere Grundstücke von oben fotografieren und das Gefühl auskosten, das ich selbst fliege, ohne zu fliegen.
Natürlich kann mann damit noch sehr,sehr viel mehr unternehmen.
Die aktuelle Flugzeit ist aber auf 20min beschränkt.
Ein funktionsfähiges Spielzeug ist im Selbstbau für ca 1.000 Euro zu haben.
Der "Luftnagel" ist nur ein Synonym für eine Möglichkeit des 4motorigen Fluggerätes, mittels Luftdrucksensor und GPS-Empfänger im dreidimensionalen Raum einen festen Platz zu halten, wenn die Fernbedienung weggelegt wird. Alle anderen Flugmodelle (Hubschrauber,Flugzeuge) sind nicht in der Lage, einen festen Punkt im (Luft)raum zu halten.

ein schönes Wochenende wünsche ich
der Nachtstromer
OelKlaus
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Beitragvon Theo Kern » 13.10.2009, 14:27

[quote="OelKlaus"]

Der letzte GESAMT-Energieverbrauch der Speicherheizung in der Heizperiode 2007/2008 lag bei 752 kWh in meinem gut gedämmten Haus mit 2*130m2 Wohnfläche.

der Nachtspeicherer[/quote]

Phantastisch, das entspricht ca. 80ltr. Öl bezw 80m³ Gas.
So ein Haus wünsche ich mir auch.
Individuelle hocheffiziente Grundöfen nach EN 15544
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Beitragvon ecocasa » 13.10.2009, 15:03

Theo Kern hat geschrieben:
OelKlaus hat geschrieben:
Der letzte GESAMT-Energieverbrauch der Speicherheizung in der Heizperiode 2007/2008 lag bei 752 kWh in meinem gut gedämmten Haus mit 2*130m2 Wohnfläche.

der Nachtspeicherer


Phantastisch, das entspricht ca. 80ltr. Öl bezw 80m³ Gas.
So ein Haus wünsche ich mir auch.


....aber Vorsicht: Oelklaus schrieb auch: "Ich beheize mein Haus nur zu einem Bruchteil elektrisch, zum größten Teil übernimmt das der Grundofen"
....da muß man also etwas anders rangehen :wink:
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
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Beitragvon Theo Kern » 13.10.2009, 15:21

das zeigt was der Grundofen kann.
Er trägt dann sicher 90 und mehr % der Heizlast.
Nur hat der Verbrauch der Elektroheizung dann keinerlei Aussagewert, darauf wollte ich hinweisen. Er kann also nicht dazu dienen zu zeigen wie preiswert die Elektroheizung ist.
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Beitragvon ecocasa » 13.10.2009, 15:24

Theo Kern hat geschrieben:das zeigt was der Grundofen kann.
Er trägt dann sicher 90 und mehr % der Heizlast.
Nur hat der Verbrauch der Elektroheizung dann keinerlei Aussagewert, darauf wollte ich hinweisen. Er kann also nicht dazu dienen zu zeigen wie preiswert die Elektroheizung ist.

....da sind wir auf jeden Fall einer Meinung :wink:
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon dpulver » 27.10.2009, 13:46

Infrarotheizungen!

Meine Erfahrungen zeigen, dass die nur ca. 30% soviel Strom verbrauchen als Nachtspeicher. Ausserdem heizen Sie nur dann, wenn die Wärme auch tatsächlich gebraucht wird. Somit ist endlich die Meinung gebrochen, mit Strom heizen wäre teuer!
Infrarotheizungen arbeiten nach dem Prinzip der Wärmestrahlung und nicht nach dem Konvektionsprinzip. Wer sich physikalisch auskennt, weis dass es energetisch gesehen wesentlich aufwendiger ist Luft anzuwärmen und warmzuhalten als Wärme in Form von Wärmestrahlung zu nutzen.

Also Leute - lasst den Kopf nicht hängen - gut oder nicht, Nachtspeicher gehören wirklich ausgetauscht!

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Beitragvon ecocasa » 27.10.2009, 14:09

dpulver hat geschrieben:Infrarotheizungen!

Meine Erfahrungen zeigen, dass die nur ca. 30% soviel Strom verbrauchen als Nachtspeicher. Ausserdem heizen Sie nur dann, wenn die Wärme auch tatsächlich gebraucht wird. Somit ist endlich die Meinung gebrochen, mit Strom heizen wäre teuer!
Infrarotheizungen arbeiten nach dem Prinzip der Wärmestrahlung und nicht nach dem Konvektionsprinzip. Wer sich physikalisch auskennt, weis dass es energetisch gesehen wesentlich aufwendiger ist Luft anzuwärmen und warmzuhalten als Wärme in Form von Wärmestrahlung zu nutzen.

Also Leute - lasst den Kopf nicht hängen - gut oder nicht, Nachtspeicher gehören wirklich ausgetauscht!

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...da gibt's wirklich nur EINE Alternative: solchen Dummschwätzern die den Leuten Strom-Direktheizungen verkaufen wollen richtig Kontra geben!

Das ist doch gequirlte Katzensch*****, die Strahlung geht doch auch auf die angestrahlten Flächen und erhitzt die und dann die Luft ....
und wenn das nicht so wäre, dann wäre von der einen Seite die Wärmestrahlung der "magischen Infrarotheizung" und von der anderen Seite die "Kältestrahlung" der nicht erwärmten Wand, also eine Seite schwitzen, andere Seite frieren .... :evil: ....
bei "Kältestrahlung" muß dann die Temperatur nochmals erhöht werden, damit Behaglichkeit aufkommt!
Klartext: wer Infrarotheizungen als energiesparend erklärt hat entweder den Schuß nicht gehört oder setzt sein Verkaufsinteresse mit absoluter Priorität vor jede Form der Wahrheit !
Gruß
Arno Kuschow
p.s.: ich hab den Begriff "Kältestrahlung" in " " gesetzt, weil das natürlich physikalisch nicht ganz korrekt ausgedrückt ist, drückt also mehr das Gefühl aus, wenn man vor einer kalten Wand steht, richtiger ist das natürlich die Strahlung vom wärmeren Körper in Richtung kältere Wand, das Gefühl ist das Gleiche :cry:
Zuletzt geändert von ecocasa am 27.10.2009, 16:19, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 14:59

Eine Stromheizung und zwar völlig egal welcher Art (Nachtspeicher, Radiatoren, Heißluftgebläse oder auch die angepriesenen Infrarotheizungen) hat immer einen Wirkungsgrad von 100% bei der Umwandlung von Strom in Wärme.
Aber eben nur bei der Umwandlung.
Bei der Erzeugung liegt der Wirkungsgrad bei lediglich ca. 40% der eingesetzen Primärenergie.

Um einen Raum auf konstanter Temperatur (z.B. 20°C) zu halten muss permanent soviel Wärme zugeführt wie verloren geht.

Verloren geht Wärme auf zwei Arten.

Zum einen durch die Transmissionswärmeverluste durch die Hüllflächen (Umfassungswände, Türen und Fenster).

Dieser Wert beträgt 0 W/m²K wenn die Temperatur innen = außen ist.
Er steigt entsprechend der Temperaturdifferenz zwischen innen und außen wenn sich die Außentemperatur ändert.
Steigt die Außentemperatur über den Wert der Innentemperatur an dann fließt Wärme von außen nach innen (und wir müssen kühlen).
Fällt die Außentemperatur unter die Innentemperatur fließt Wärme von innen nach außen (und wir müssen heizen).

Den Wert, den ich oben mit 0 W/m²K angegeben habe, nennt man U-Wert.
Dieser Wert beschreibt die Wärmedurchlässigkeit der Hüllflächen. Ein isoliertes Haus hat so einen kleineren U-Wert als ein Nichtisoliertes.

Beträgt dieser Wert z.B. 0,5 W/m²K so bedeutet das dass pro °C Temperaturdifferenz 0,5W pro m² Hüllflächen fließen.
Hat ein Haus z.B. eine Hüllfläche nach außen von z.B. 300m² dann fließen pro °C Temperaturdifferenz 150W durch die Hüllflächen.
Sind z.B. draußen 15°C minus und sollen innen 22°C plus sein dann muss, um die Transmissionverluste auszugleichen mit einer Leistung 5550Watt geheizt werden.

Zum zweiten durch den Lüftungswärmeverlust.

Diese entstehen durch die nötige Lüftung und sind abhängig von Wohngewohnheiten und Nutzung.
Im Neubaubereich sind die Lüftungsverluste, sofern nicht eine mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut wird, in ähnlicher Größenordnung wir die Transmissionswärmeverluste.
Unser oben beschriebenes Haus (Neubau) hätte als einen Wärmebedarf (Heizlast) von 10-11kW.

Beim Altbau (nicht isoliert) sind die Transmissionswärmeverluste höher, die Lüftungswärmeverluste bleiben gleich.

Diese Leistung muss aufgebracht werden.
Und es ist dabei völlig egal wie das geschieht.
Der Wärmebedarf bleibt immer gleich ob das nun mit Strom, einem Kachelofen oder einer Öl/Gas Zentralheizung geschieht.
Es gibt hier keinerlei Esoterik.

Ein kW = ein kW = ein kW egal woher es kommt.

Daraus ergibt sich dass das Verkäufergeschwätz um die elektrischen Direktstromheizungen das ist was es ist, Verkäufergeschwätz.
Nur dafür da Leichtgläubige über den Tisch zu ziehen.

Unbestreitbare Tatsache ist es dass die Direktstromheizung von allen Heizungsarten die teuerste ist, einfach weil die einzelne kWh mehr kostet als bei allen anderen Beheizungsarten.

Und wenn jemand, nachdem er das aufmerksam gelesen hat, trotzdem glaubt er müßte das kaufen dann soll er das tun.
Er zahlt die Zeche selbst.
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Beitragvon Theo Kern » 27.10.2009, 15:02

Es muss natürlich

"Dieser Wert beträgt 0 W/m² wenn die Temperatur innen = außen ist."

heißen.
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