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Photovoltaikanlagen oder Solarthermieanlagen?




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Re: Photovoltaikanlagen oder Solarthermieanlagen?

Beitragvon marklb » 09.03.2010, 18:24

Hallo,
das Dach ist als Kaltdach ausgeführt. Die OG-Decke ist mit 22 cm von oben gedämmt und mit VT100-Platten abgedeckt.
Dämmpotential wäre im Keller (Kellermauerziegel), das wäre aber finanziell sehr aufwendig. Was ist gemeint mit es gäbe da vom Wirkungsggrad her sinnvolleres als PV ?
marklb
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Beitragvon HJK » 15.03.2010, 14:17

[i]Was ist gemeint mit es gäbe da vom Wirkungsggrad her sinnvolleres als PV ?[/i]


Nun, Solarthermie liegt im Wirkungsgrad viel höher als PV!

Gruß

hjk
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Beitragvon Rico747 » 20.03.2010, 18:26

Lanew hat geschrieben:Guten Tag
ich möchte etwas zu Photovoltaikanlagen und Solarthermieanlagen wissen und würde mich über eine antwort freuen.
wo ist der unterschied von bei einer photovoltaikanlage und einer solarthermieanlage? Und mit welchem kann man am besten Strom sparen?


Hallo, ich habe da eine seite gefunden, die umfassend über Sonnenenergie informiert :Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Rico747
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Beitragvon ecocasa » 04.05.2010, 11:32

HJK hat geschrieben:Dann bitte mal eine WW-Anlage aus der Kostenseite betrachten: 4000 - 5000 €
um bestenfalls 60% der WW-Kosten des Jahres zu erwirtschaften. Das kann es wirklich nicht sein.
Wenn ich die Investitionssumme zur Bank trage und minimal verzinse, habe ich schon mehr verdient.

Wenn ich allerdings zu der Investition der WW-Anlage noch "etwas" drauf lege für mehr Kollis und noch einen dicken Speicher, dann sieht es schon ganz anders aus.

Und vielleicht mal ohne Vorurteile sich die ganzen im Netz stehenden Anlagen und ihre Daten dazu mal ansehen...

Sommerliche Stagnation ist kein Problem, wenn man mehr darüber weiß. Übrigens ein Grund, warum viele mangels besseres Wissen nur WW-Anlagen verkaufen (wollen).
Je nach Haus kann ja der Neigungswinkel variiert werden und damit an die Größe des Kollifeldes und des Dämmstandards angepasst werden.
Was bleibt ist natürlich die sonnenarme Zeit, auf die sollte man nicht setzen...

Grüße

hjk


.... dann mach doch mal eine SERIÖSE Kostenschätzung, was Deine Anlage kosten würde, wenn sie zu regulären Konditionen erstellt worden wäre ......
und dann stellen wir uns vor, wie das aussehen würde bei einem nach aktuellen Standards gedämmten Haus, das eben keine 3.500 Liter Öl (bzw. Öläquivalent) pro Jahr braucht, sondern nur noch weniger als 800 Liter ...... da kann man dann nur noch höchstens 200 Liter einsparen pro Jahr durch solare Heizungsunterstützung ..... und jetzt bitte noch mal neu rechnen mit der Amortisation der solaren Heizungsunterstützung :o
...soll weiterhin kein abraten von Solarthermie sein, das läge mir fern - nur eine realistische Einschätzung ohne nicht haltbares Erwecken von Erwartungshaltungen - das schadet der Verbreitung von Solarthermie nämlich mehr als alles andere!
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
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Beitragvon HJK » 04.05.2010, 16:56

[i]sondern nur noch weniger als 800 Liter ...... da kann man dann nur noch höchstens 200 Liter einsparen pro Jahr durch solare Heizungsunterstützung .[/i]

Das passt doch nicht zusammen!

Wenn ich ein Haus habe, das per Anno 800 l HEL braucht, dann brauche ich keine Anlage mit 19 m² Kollifläche - die wäre dann hoffnungslos überdimensioniert!!! Faustwert = 10 % der WF beim Bestandsbau.
Fakt ist, dass wir langjährig 3500 l/a gebraucht hatten und durch diverse Maßnahmen jetzt aktuell - trotz hartem Winter - bei ~ 1500 l/a angekommen sind. Solarer Anteil an der Einsparung laut GetSolar 800-900 l. Genauer geht es leider nicht, weil es zuviele verbrauchsenkende Maßnahmen in ganz kurzem Abstand gab. Wer Näheres wissen möchte, gehe bitte auf meine HP.

Zu Thema Preis: Wer unbedingt sparen will, kann sich eine "Buso"anlage kaufen mit IndachKollis, die ist günstig zu haben. Günstig allgemein und erst recht günstig im Vergleich zu WW-ST.

Noch ein Wort zu reinen WW-Anlagen: Jeder sollte sich mal seinen WW-Jahresverbrauch bewusst machen und die dazu gehörenden Energiekosten ausrechnen. 60% davon sind solar zu decken.
da ist jede WW-WP günstiger.

Gruß

hjk
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Beitragvon ecocasa » 04.05.2010, 20:03

HJK hat geschrieben:sondern nur noch weniger als 800 Liter ...... da kann man dann nur noch höchstens 200 Liter einsparen pro Jahr durch solare Heizungsunterstützung .

Das passt doch nicht zusammen!

Wenn ich ein Haus habe, das per Anno 800 l HEL braucht, dann brauche ich keine Anlage mit 19 m² Kollifläche - die wäre dann hoffnungslos überdimensioniert!!! Faustwert = 10 % der WF beim Bestandsbau.
Fakt ist, dass wir langjährig 3500 l/a gebraucht hatten und durch diverse Maßnahmen jetzt aktuell - trotz hartem Winter - bei ~ 1500 l/a angekommen sind. Solarer Anteil an der Einsparung laut GetSolar 800-900 l. Genauer geht es leider nicht, weil es zuviele verbrauchsenkende Maßnahmen in ganz kurzem Abstand gab. Wer Näheres wissen möchte, gehe bitte auf meine HP.

Zu Thema Preis: Wer unbedingt sparen will, kann sich eine "Buso"anlage kaufen mit IndachKollis, die ist günstig zu haben. Günstig allgemein und erst recht günstig im Vergleich zu WW-ST.

Noch ein Wort zu reinen WW-Anlagen: Jeder sollte sich mal seinen WW-Jahresverbrauch bewusst machen und die dazu gehörenden Energiekosten ausrechnen. 60% davon sind solar zu decken.
da ist jede WW-WP günstiger.

Gruß

hjk

....danke für die Vorlage, das stimmt natürlich und wenn das zu Zeiten stimmt wo die Sonne optimale Leistung liefert wird es um so mehr stimmen, wenn es in die sonnenarme Winterzeit hineingeht und eine WP eine Bauteilaktivierung mit deutlich unter 30°C Vorlauf betreibt. Wir reden am Ende gar nicht über Wirtschaftlichkeit sondern um eine primärenergetische Verbesserung abseits der reinen Zahlen in €uro und Cent, entweder aus Freude an der Sache - weil die Sonne eben keine Rechnung schickt - oder zur Erreichung irgendwelcher EnEV-Anforderungen oder KfW-Förderprogramme wo man noch ein Stück CO²-neutrale Wärme dazu braucht............ darüber müssen wir nicht streiten! :mrgreen:
Gruß
Arno Kuschow
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Beitragvon HJK » 05.05.2010, 05:46

[i]....danke für die Vorlage, das stimmt natürlich[/i]

Wer änderte meinen Beitrag auf rot und fett?

[color=#FF0000][size=150]Zur Vorlage wurde es nur, weil der rote Text nur ein Teil der Wahrheit ist![/size][/color]

Der rote Text bezog sich[size=150] eindeutig auf WarmWasser-WP[/size]

Bauteilaktivierung ist eine tolle Sache, geht im Bestandsbau kaum! Ein Bekannter hat neu gebaut und eine für meine Begriffe sehr große Solaranlage drauf, verbunden mit einem 1000 l Puffer und einer Aktivierung der Bodenplatte. Dazu eine WP. Die Bodenplatte ist allseits gedämmt. Sie nimmt die Überschüsse auf und speichert sie eine zeitlang. So heizt man heute: 100 Tonnen Beton oder mehr mit allseits 30 cm oder mehr Dämmung..



Gruß

hjk
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Beitragvon sailor » 11.09.2010, 16:05

Hallo Lanew,

Photovoltaik vs. Solarthermie
Seit kurzem ist diese Betrachtung eigentlich nicht mehr nötig, denn es gibt jetzt kleine ORC Kraftwerke (in 3,5 kW ist das so groß, wie ein Kühlschrank), mit denen man elektrischen Strom aus Wärme machen kann. Deshalb kann die Entscheidung nur lauten: SOLARTHERMIE. Man macht Wärme und Strom daraus und anschließend kann man sein Haus o.ä. noch heizen. Mit einem anständigen Pufferspeicher funktioniert das sogar 24 Stunden am Tag. Mehr findet man unter Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Ich weiß nicht, ob Du schon eine Entscheidung getroffen hast, aber die Lösung mit ORC kann Dich völlig autark von anderen Energieversorgern machen.

Viele Grüße
sailor
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Beitragvon E_T » 20.09.2010, 20:53

Anbei meine Überlegungen:

Haus 150 m² Wohnfläche vier Personen.

Gasverbrauch ca. 20000 kwh

davon ca 4000 kwh für die Warmwasseraufbereitung.

St nur für die Brauchwasseraufbreitung kann ca 50% der Kosten für das Brauchwasser auffangen.

Macht 2000 kwh a ca 5,5 Cent/kwh

Ersparnis 110 Euro/Jahr

Investition ca. 4000-5000 Euro

Lohnt sich das ???

Alternative PV-Anlage

Flächenbedarf ca 7-8 m² pro kwp.

bei 5-10 kwp also ca. 35-80m² Südausrichtung vorteilhaft leichte Abweichungen unerheblich-

Pro kwp ca 850 kwh Stromerzeugung pro Jahr

macht 4250- 8500 kwh/ Jahr.

Die Einnahmen liegen dann je nach Inbetriebnahmezeitpunkt (Die Vergütungssätze sinken, die Preise auch, bei ca. 1500-3000 Euro pro Jahr.

Investitionen netto ca. 2600-2800 Euro pro kwp also ca 11000-24000 Euro.

Die Einnahmesituation ist deutlich besser als bei ST.

Baut man noch eine Wärmepumpe mit einem COP-Faktor von ca. 4 ein, benötigt man für die 20000 kwh Wärmebedarf ca. 5000 kwh Strom im Jahr.

Eine kleine PV-Anlage (Photovoltaik) könnte über das Jahr, rein rechnerisch, den Strombedarf der Wärmepumpe decken und damit eine Vollversorgung des Hauses mit Wärme ermöglichen.

Also ca 13000 Euro für die PV-Anlage und dann noch ca 16000 Euro für die Wärmepumpe + Bohrungen oder Flächenkollektoren.

Invest in Summe ca. 30000 Euro.

Bei 1500 Euro Gaskosten sind die Investitionskosten nach 20 Jahren eingespielt.

Die PV-Anlage ist je nach Standort und Preis nach ca. 12 Jahren abbezahlt und erwirtschaftet einen Gewinn, der in der Größenordnung ca. zehnmal größer ist als bei der ST die das Brauchwasser erwärmt.

Gruß

E_T
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Beitragvon Stromsparer » 28.10.2010, 10:41

Zwischen Photovoltaik und Solarthermie zu wählen ist nicht leicht. Ich sammle seit Jahren Informationen zu Energiethemen, schaue mir verschiedene Systeme an und versuche daraus Schlüsse zu ziehen. Mein Richtung lautet so: Je geschickter ich ein Haus gebaut habe, um so uninteressanter wird die Solarthermie. Wenn ich solare Wärmegewinne über Fassade und Fenster richtig nutze und in natürlichen Baustoffen speichere, verliert das Thema Heizung wesentlich an Bedeutung. Strom brauche ich aber trotzdem. Also ziehe ich die Photovoltaik vor und versuche aus dem Strom das beste zu machen.
Im Moment sind meine gesammelten Werke zu diesen Themen hier zu finden:
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Wer Fragen dazu hat, kann sich gerne melden.
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