• Anzeigen

  • Solarserver für Sonnenenergie / Solarenergie, Solaranlagen, Solarthermie, Photovoltaik
  • Neueste Benutzer

Photovoltaikanlagen oder Solarthermieanlagen?




« PV Anlage mit Solathermie anbinden    •    Solarwärme »

Photovoltaikanlagen oder Solarthermieanlagen?

Beitragvon Lanew » 05.10.2009, 13:05

Guten Tag
ich möchte etwas zu Photovoltaikanlagen und Solarthermieanlagen wissen und würde mich über eine antwort freuen.
wo ist der unterschied von bei einer photovoltaikanlage und einer solarthermieanlage? Und mit welchem kann man am besten Strom sparen?
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Lanew
Ist neu hier!
 

Beitragvon ecocasa » 05.10.2009, 13:56

...in Anbetracht des anhängenden links verstehe ich die auf Unwissenheit zu basieren scheinende Frage nicht ??? da steht doch alles drin, wenn auch teilweise mit abenteuerlichen Verdrehungen ..... Alessandro Volta als "Elektroniker" :wink:
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon OliverTyphon » 05.10.2009, 15:56

die sonne, wenn auch sehr weit entfernt, strahlt unglaubliche mengen von energie auf die erde. man spürt sie in form von wärme auf der haut, sie lässt auch unsere pflanzen wachsen und spendet uns licht.
die photovoltaik nutzt exakt jene energie und produziert mit ihrer hilfe STROM.
bei der solarthermie hingegen wird eine flüssigkeit durch rohre gepumpt und wird dabei durch die sonnenstrahlen aufgeheizt. es entsteht WÄRME, die man zum heizen benutzen kann. allerdings benötigen die pumpen strom. hier wird also überhaupt kein strom produziert sondern im gegenteil verbraucht.
deine frage ist wohl eher:
"mit welchem kann man am besten geld sparen?"
diese frage ist schwer zu beantworten und meiner meinung nach nicht in einem forum, da viele fragen ungeklärt bleiben (standort, dachwinkel, -ausrichtung, ...). meine antwort wäre: lass dich von einem KOMPETENTEN fachmann vor ort beraten und melde dich dann nochmal mit seiner rechnung.

das war ja wohl mal eine WAS-IST-WAS-taugliche erklärung.
Ich hoffe dir ist damit geholfen.
grüße
OliverTyphon
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon Lanew » 06.10.2009, 07:34

OliverTyphon hat geschrieben:die sonne, wenn auch sehr weit entfernt, strahlt unglaubliche mengen von energie auf die erde. man spürt sie in form von wärme auf der haut, sie lässt auch unsere pflanzen wachsen und spendet uns licht.
die photovoltaik nutzt exakt jene energie und produziert mit ihrer hilfe STROM.
bei der solarthermie hingegen wird eine flüssigkeit durch rohre gepumpt und wird dabei durch die sonnenstrahlen aufgeheizt. es entsteht WÄRME, die man zum heizen benutzen kann. allerdings benötigen die pumpen strom. hier wird also überhaupt kein strom produziert sondern im gegenteil verbraucht.
deine frage ist wohl eher:
"mit welchem kann man am besten geld sparen?"
diese frage ist schwer zu beantworten und meiner meinung nach nicht in einem forum, da viele fragen ungeklärt bleiben (standort, dachwinkel, -ausrichtung, ...). meine antwort wäre: lass dich von einem KOMPETENTEN fachmann vor ort beraten und melde dich dann nochmal mit seiner rechnung.

das war ja wohl mal eine WAS-IST-WAS-taugliche erklärung.
Ich hoffe dir ist damit geholfen.
grüße

die erklärung war sehr informativ. vielen dank OliverTyphon :-)
ich werde mich dann an einen fachmann wenden. ich wolltenämlich demnächst durch sonnenenergie strom sparen
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Lanew
Ist neu hier!
 

Beitragvon parcus » 10.10.2009, 16:06

Hallo,

Solarthermie bringt dir ggf. einen kleinen Nutzen, im Jahr. (50,-€ bis 100,-€)
Photovoltaik erwirtschaftet dir nur etwas wenn die Module so lange halten, das du in die Gewinnzone kommst.
Solargeothermie bringt derzeit am meisten und ist oft schon nach 8 Jahren in den schwarzen Zahlen. Nutzung über 99% aus der Sonne.

LG parcus

P.S.:
Es gibt auch Solarthermie ohne Pumpe:
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Benutzeravatar
parcus
Kennt sich aus!
 

Beitragvon ecocasa » 10.10.2009, 23:08

parcus hat geschrieben:Hallo,

Solarthermie bringt dir ggf. einen kleinen Nutzen, im Jahr. (50,-€ bis 100,-€)
Photovoltaik erwirtschaftet dir nur etwas wenn die Module so lange halten, das du in die Gewinnzone kommst.
Solargeothermie bringt derzeit am meisten und ist oft schon nach 8 Jahren in den schwarzen Zahlen. Nutzung über 99% aus der Sonne.

LG parcus

P.S.:
Es gibt auch Solarthermie ohne Pumpe:
Links sind nur für registrierte User sichtbar.


Hallo Parcus,
schön, daß jetzt nicht nur ich die Schwerkraftsolaranlagen als System hochhalte :wink: .... aber das von Dir beschriebene direktdurchflossene System ist natürlich für Mitteleuropa nicht wirklich praktikabel weil tatsächlich frostgefährdet und durch den Direktdurchfluss auch wegen Kalkausfall nicht langfristig funktionell.
Deshalb gibt es ja auch Schwerkraft-Solarsysteme die mit einem Mantelspeicher "jacket" arbeiten und im Solarkreis ein Frostschutzmedium haben. Die sind dann zudem mit einem getrennten Speicher versehen, der auch unters Dach passt und somit alle "deutschen" Anforderungen an eine zeitgemäße Solaranlage erfüllt. Kann man sich mit Beispielfotos hier anschauen: Links sind nur für registrierte User sichtbar. ..... Bei Bedarf schicke ich Dir auch gern ein paar mehr Infos dazu zum einbauen in Deine Seite 8)
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon parcus » 11.10.2009, 00:55

Hallo Arno,

hast Recht an die hatte ich nicht gedacht.
Ab haben die sich amortisiert ?
Und welchen Ertrag erwirtschaften diese dann im Jahr ?

LG parcus
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Benutzeravatar
parcus
Kennt sich aus!
 

Beitragvon ecocasa » 11.10.2009, 09:00

parcus hat geschrieben:Hallo Arno,

hast Recht an die hatte ich nicht gedacht.
Ab haben die sich amortisiert ?
Und welchen Ertrag erwirtschaften diese dann im Jahr ?

LG parcus


Hallo parcus,
die Ersparnis ist ungefähr gleich wie mit den klassischen gepumpten Anlagen, der Nutzen ist ein klein wenig indirekter wegen dem meist verwendeten "Speicher-vor-Speicher-System" aber dafür findet auch im Winterbetrieb eine Vorwärmung statt wo bei der gepumpten Anlage gar nichts mehr passiert. Vorteil ist dann der Betrieb ohne jede Hilfsenergie, hier also wieder sparsamer und vor allem "unkaputtbar".
Die Aufstellung ist insbesondere im Bestand deutlich günstiger weil fast nichts am vorhandenen System geändert werden muß, kein herausreißen des vorhandenen Speichers für einen aufwändigen Solar-Kombi-Schichtenspeicher. Dazu kommt, daß die Anlage selber aufgrund des Verzichts auf jedwede Regelung (die Physik regelt selber fehlerfrei :wink: ) oder Pumpen ein gutes Stück günstiger ist als die gepumpten & geregelten Anlagen.
Von daher ist die Amortisation eher gegeben, Solar ist mit diesem System nicht nur ein Statement für Umweltfreundlichkeit sondern tatsächlich rechenbar....wobei Deine Zahlen für die jährlichen Einsparungspotentiale durch Solarthermie schon realistisch sind, Warmwasser ist nicht der große Hauptkostenfaktor bei der Energieabrechnung, insofern muß man das mit den Amortisationszeiten mit einer längeren Perspektive sehen.
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 13.10.2009, 11:56

[quote="OliverTyphon"]die sonne, wenn auch sehr weit entfernt, strahlt unglaubliche mengen von energie auf die erde. man spürt sie in form von wärme auf der haut, sie lässt auch unsere pflanzen wachsen und spendet uns licht.
die photovoltaik nutzt exakt jene energie und produziert mit ihrer hilfe STROM.
bei der solarthermie hingegen wird eine flüssigkeit durch rohre gepumpt und wird dabei durch die sonnenstrahlen aufgeheizt. es entsteht WÄRME, die man zum heizen benutzen kann. allerdings benötigen die pumpen strom. hier wird also überhaupt kein strom produziert sondern im gegenteil verbraucht.
deine frage ist wohl eher:
"mit welchem kann man am besten geld sparen?"
diese frage ist schwer zu beantworten und meiner meinung nach nicht in einem forum, da viele fragen ungeklärt bleiben (standort, dachwinkel, -ausrichtung, ...). meine antwort wäre: lass dich von einem KOMPETENTEN fachmann vor ort beraten und melde dich dann nochmal mit seiner rechnung.

das war ja wohl mal eine WAS-IST-WAS-taugliche erklärung.
Ich hoffe dir ist damit geholfen.
grüße[/quote]

Guten Tag allerseits, ich bin neu hier und möchte mal gleich was dazu beitragen...

PV oder ST, Pv dient - wenn überhaupt - nur der Geldanlage, fall die Anlage ohne Reparaturen die ersten 16 Jahre übersteht. Solange braucht sie im Schnitt um sich zu amortisieren.
ST ist eine Möglichkeit, den Energiebedarf eines Hauses zu senken.
Sollte allerdings nicht Mittel der ersten Wahl sein.
Kluge gehen so vor:
BAFA-Gutachten mit daraus resultierenden Maßnahmen wie Scheibentausch, Gebäudedämmung usw. Danach macht es Sinn über ST nachzudenken, z.B. um "undämmbare" Bau-teile wie direkt mit der Stahlbetondecke verbundene Balkone oder Terrassen energetisch "auszugleichen".

Eine ST nur für WW ist unsinnig, weil sie sich garantiert nie rentiert.

Grüße

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 13.10.2009, 12:33

HJK hat geschrieben:......lösch.....
Eine ST nur für WW ist unsinnig, weil sie sich garantiert nie rentiert.

Grüße

hjk


.....aber das sehe ich völlig anders!
Vor allem muß man dabei betrachten, für was für einen Gebäudeenergiestandard ich so eine Aussage treffe: wenn ich einen Energiefresser habe der schon kurz nach den Sommerferien Heizenergie anfordert bringt Solarthermie auch was für die Heizung ..... aber da ist es ja richtigerweise dargestellt, daß man erst mal dämmt und sonstwie technisch optimiert, bevor man an Solarthermie denkt....
und dann habe ich ein Haus, das in Richtung Effizienzhaus 55 oder Passivhaus geht, der Heizwärmebedarf geht dramatisch herunter, die Wärmerückgewinnung aus der Wohnungslüftung schafft es bis in den Spätherbst hinein, das Haus zu lüften und trotzdem warmzuhalten mit Hilfe der internen und solaren Wärmegewinne ......erst wenn die Regale im Supermarkt schon voll sind mit Weihnachtsgebäck wird tatsächlich die Heizung in nennenswerten Größenordnungen unterstützen müssen .... aber genau dann steht die Sonne schon so flach am Firmament und ihre Strahlen haben auf dem langen Weg durch die Atmosphäre so viel Energie eingebüsst, daß aus dem Solarkollektor keine verwertbare Leistung mehr kommt. Jetzt könnte man zwar anfangen, die Anzahl der Kollektoren dramatisch zu vergrößern, ein kleines bisschen Leistung pro Kollektor multipliziert mit ganz vielen Kollektoren ist ja vielleicht noch was nutzbares, aber es geht halt in Richtung Winter auch ganz schnell gegen Null mit der Leistung und ganz viele Male Null bleibt Null.... da kommt die Investition für ganz viele Kollektoren nie wieder rein ..... dafür kocht im Sommer dann die Anlage und wird das viel zu viel an Energie nicht los weil kein Bedarf da ist.....
Also sind Häuser mit 10, 15 oder 20 qm Kollektorfläche auf dem Dach sehr wahrscheinlich fehlausgestattet, ausser in den Augen der fleissigen Solarverkäufer ......ich verkaufe unter anderem auch Solar, aber halt mit einem anderen Ansatz & Idee dahinter :D Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 13.10.2009, 13:01

Also ich kenne viele Fachleute, die empfehlen durch die Bank 10% der Wohnfläche als Kollifläche. Giltnatürlich nicht für eine Null-E-Haus.

Ebenfalls kenne ich auch viele Heizungsbauer, die ihr 0815-Hauslieferant-Paket mit 5 Kollis verkaufen wollen.

Das hat den Grund, dass der 0815 HB leider keine Ahnung von der Materie hat und sich auf den Hauslieferanten verlässt, der wiederum weiß, dass der HB keine Ahnung hat und deswegen auf Nummer sicher geht. HU mit 10 m² ist die absolute Untergrenze für HU.

Thermosyphon ist in meinen Augen was für südliche Gefilde, in Mitteleuropa macht es meiner Meinung nach absolut keinen Sinn. Es gibt in diversen Foren Diskussionen über Schwerkraftanlagen, ein Graus...
Selbst für nur WW möchte ich sowas nicht haben, es sei denn ich wohne an der Adria z.B. Aber dort geht es auch billiger.

In D-Land sollte eine HU-Anlage die besagten 10% der WF oder größer haben, dazu eine großzügige Pufferausstattung ( 100 l/m²) und eine ordentliche Zwangsbeladung und dazu eine gute Regelung.
Für den Zweck braucht es auch keinen VRK, da ist sogar ein guter FK vorzuziehen, weil dieser im Winter schneller abtaut.

Jeder ST-Interessent sollte sich mal die Kosten für WW ausrechnen, die Kosten für eine Billig-WW-ST gegenüberstellen und dann mal rechnen, ob nicht das Geld auf der Bank die bessere Alternative darstellt.

Wenn ST, dann nur mit HU und dann bitte ausreichend groß! Mindestens 10 % der Wohnfläche!

Gruß

hjk

Weiterführende Diskussionen sind hier zu finden:
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 13.10.2009, 13:47

....es interessiert mich relativ wenig, was irgendwelche Idi**** die es nicht hinkriegen, in irgendwelche Foren schreiben :twisted: Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß Schwerkraft-Anlagen bei richtiger Auslegung und natürlich Ausführung mit Mantelspeicher und frostsicherem Solarkreislauf extrem leistungsstark sind, dazu noch richtig günstig (nicht so billig wie die direktdurchflossenen Anlagen im Süden, klar!) So eine Anlage kostet mit selektivem Flachkollektor + Speicher komplett für den kompakten Haushalt zwar über 1.000 aber ganz deutlich unter 1.500,- € und da kann man dann eine Rechnung aufmachen, wann sich das bezahlt gemacht hat ..... auch nicht ganz schnell, aber auf jeden Fall viel eher als die 15 qm-Anlagen ..... immer vorausgesetzt ich habe ein Haus das ordentlich mit der Energie umgeht und nicht schon im Sommerhalbjahr Heizung braucht .... und für Heizungsunterstützung in unseren Gefilden sollte es dann schon ein Vacuumröhren-Kollektor sein, damit der bei grauem Winterwetter überhaupt noch was einfängt 8)
....und was die Effizienz im Winter zu Heizzwecken betrifft zitiere ich mal HJK aus dem parallelen thread: "Hier liegt ein Denkfehler zu Grunde: Was nutzt eine Winterausrichtung, wenn im Winter kaum Sonne da ist? Man sollte ernten, wenn was zum Ernten da ist..."
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 14.10.2009, 05:34

Naja, ich sehe häufig, dass kommerzielle User in Foren ihre Produkte schönreden und verkaufen wollen. Das ist legal!
Ich würde gerne mal ein Haus sehen, das eine Schwerkraftanlage auf dem Dach hat, die nebenbei im Winter noch Frostschutz per Heizungswasser braucht, und dann auch das Haus nennenswert heizen kann. Damit meine ich übliche Deckungsraten von 10-30%. Dazu braucht es Fläche!

Und das Argument mit Röhren ist ein Märchen, denn im Winter sind Röhren üblicherweise zugeschneit und werden nur sehr langsam frei. Da ist ein Flachkolli viel schneller. Im Haustechnikforum ist ein Vergleich VRK contra FK, da mal durchlesen was wirklich mit Röhren abgeht...
Röhren haben zu privaten Zwecken nur einen Einsatz: Wenn jemand Radiatoren hat und deswegen relativ hohe VL-T braucht!

Für Interessenten ist es genauso legal sich umfassend zu informieren, ggf einen Planer einzuschalten, was ich jedem nur empfehlen kann...
Ferner empfehle ich jedem, der mit solar liebäugelt, sich mal GetSolar als Demo runterzuladen und damit zu spielen...

Gruß
hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon parcus » 14.10.2009, 06:16

Schnee in Deutschland ?
Solarthermie zur Heizungsunterstützung ?

Es mag da eher Leute geben, die Solaranlagen für den EnEV-Nachweis brauchen,...

LG parcus
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Benutzeravatar
parcus
Kennt sich aus!
 

Beitragvon HJK » 14.10.2009, 06:25

[quote="parcus"]Schnee in Deutschland ?
Solarthermie zur Heizungsunterstützung ?

Es mag da eher Leute geben, die Solaranlagen für den EnEV-Nachweis brauchen,...

LG parcus[/quote]

Es gibt noch Gegenden in D-Land, wo es schneit. Und nebenbei reicht auch eine Reifschicht zur "Unfruchtbarmachung" von VRK aus.

Grüße

Hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 14.10.2009, 10:18

HJK hat geschrieben:Naja, ich sehe häufig, dass kommerzielle User in Foren ihre Produkte schönreden und verkaufen wollen. Das ist legal!
Ich würde gerne mal ein Haus sehen, das eine Schwerkraftanlage auf dem Dach hat, die nebenbei im Winter noch Frostschutz per Heizungswasser braucht, und dann auch das Haus nennenswert heizen kann. Damit meine ich übliche Deckungsraten von 10-30%. Dazu braucht es Fläche!
......lösch....
Gruß
hjk

Hallo hjk,
manchmal hilft einfaches lesen 8)
wo steht was geschrieben, daß man die Schwerkraftanlage mit Frostschutz per Heizungswasser versehen muß?
Das ist doch Blödsinn, wenn man keine Ahnung hat und alles durcheinanderwürfelt ist das ja nicht schlimm, aber dann sollte man das nicht als Behauptung in ein öffentliches Forum setzen.
Wenn ich eine Schwerkraft-Solaranlage in ein Haus integriere ist der Speicher zwar oberhalb der Kollektoren aber innerhalb der Gebäudehülle, entweder innerhalb der gedämmten Hülle oder zumindest aber im frostfreien Bereich. Nur in diesem Bereich fliesst Wasser ! Der Solarkreis zwischen Kollektor und dem Speicher ist mit einem Frostschutzmittel gefüllt und im Kollektor gibt es einen äusseren Mantel der mit diesem Medium durchflossen wird. Das Wasser ist nur im Speicherkern und hat keinerlei Berührung damit, also auch keine Frostgefahr. Das Thermosiphon-Prinzip hat dazu den Vorteil, daß auch keine Schwerkraftbremse nötig ist: Der Kollektor liegt tiefer als der Speicher, wenn im Speicher Wärme ist bleibt die auch oben und fällt nicht herunter, ganz anders als bei gepumpten Anlagen, da kann nämlich unter Umständen die Wärme aus dem Speicher aufsteigen zum Kollektor und dort verloren gehen.....
Thermosiphon ist nach allem was ich geschrieben habe eine reine Brauchwassererwärmung, keine Heizungsunterstützung ..... wäre zwar theoretisch konstruierbar, aber nicht praktikabel, das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt einfach nicht, ich erreiche viel mehr, wenn ich das Geld stattdessen in andere Energiesparmaßnahmen im Haus stecke...

....und natürlich ist Schnee oder Reif eine Bremse für den solaren Gewinn, aber ob ein Flachkollektor sich da so viel schneller befreit und wie viel Leistung ein Flachkollektor unter derartigen Bedingungen liefert? ..... aber klar, es soll ja nicht um den Vergleich Flach zu Vacuumröhre gehen, für die Warmwasserbereitung kann ein selektiv beschichteter Flachkollektor schon die unter pragmatischen Aspekten bessere Wahl sein....

und ja, @parcus, das Thema Solar für den EnEV-Nachweis kann schon mal das Zünglein an der Waage sein, ob es für einen weiteren Schritt in der KfW-Förderhierarchie reicht....
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 14.10.2009, 10:33

....und natürlich ist Schnee oder Reif eine Bremse für den solaren Gewinn, aber ob ein Flachkollektor sich da so viel schneller befreit und wie viel Leistung ein Flachkollektor unter derartigen Bedingungen liefert? ..... aber klar, es soll ja nicht um den Vergleich Flach zu Vacuumröhre gehen, für die Warmwasserbereitung kann ein selektiv beschichteter Flachkollektor schon die unter pragmatischen Aspekten bessere Wahl sein....

Wir haben FK und in der Nachbarschaft sind VRK. Rate mal wer im Winter morgens zuerst eis- und reiffrei ist? VRK bleiben oft den ganzen Tag zu.

Gruß

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 14.10.2009, 10:46

HJK hat geschrieben:....und natürlich ist Schnee oder Reif eine Bremse für den solaren Gewinn, aber ob ein Flachkollektor sich da so viel schneller befreit und wie viel Leistung ein Flachkollektor unter derartigen Bedingungen liefert? ..... aber klar, es soll ja nicht um den Vergleich Flach zu Vacuumröhre gehen, für die Warmwasserbereitung kann ein selektiv beschichteter Flachkollektor schon die unter pragmatischen Aspekten bessere Wahl sein....

Wir haben FK und in der Nachbarschaft sind VRK. Rate mal wer im Winter morgens zuerst eis- und reiffrei ist? VRK bleiben oft den ganzen Tag zu.

Gruß

hjk

....schön, und wie viel Leistung bringt der dann im Winter? Mal nicht nur an die paar Tage denken in denen der Himmel blau ist sondern an die ganz vielen wo es einfach nur grau bleibt ! An denen ist es nämlich praktisch egal ob da Reif drauf ist oder nicht :cry:
Wie oft gibt es hartnäckigen Rauhreif ...... und wo kommt die Wärme her, die dafür sorgt, daß der auf dem einen Kollektortyp schneller abtaut, welche Effekte hat dieses Verhalten im normalen Betrieb (Wärmeverluste) ? ...... ich will Dir Deine Anlage nicht schlechtreden, hab ich kein Interesse dran, aber es muß doch realistisch in der Betrachtung bleiben...
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 14.10.2009, 11:04

[i]....schön, und wie viel Leistung bringt der dann im Winter? Mal nicht nur an die paar Tage denken in denen der Himmel blau ist sondern an die ganz vielen wo es einfach nur grau bleibt ! An denen ist es nämlich praktisch egal ob da Reif drauf ist oder nicht Crying or Very sad
Wie oft gibt es hartnäckigen Rauhreif ...... und wo kommt die Wärme her, die dafür sorgt, daß der auf dem einen Kollektortyp schneller abtaut, welche Effekte hat dieses Verhalten im normalen Betrieb (Wärmeverluste) ? ...... ich will Dir Deine Anlage nicht schlechtreden, hab ich kein Interesse dran, aber es muß doch realistisch in der Betrachtung bleiben... [/i]

Um es mal ganz klar zu sagen ( hab ich schon mal geschrieben), man muß ernten, wenn was zu ernten da ist!
Meine Anlage steht auf Maximaler Leistung von Sept. bis April, da gilt die Regel Neigungswinkel gleich Breitengrad des Wohnortes. Kann z.B. mit GetSolar nachvollzogen werden. Es gibt natürlich Spezies, die ihre SA auf Maximum im Januar stellen, die können wir getrost mal außen vor lassen.
Wenn z.B. der Februar "klassisch" ist, also kalt und viel Sonne, habe ich Tageserträge von bis 64 kWh. Natürlich kann man bei gleicher Betrachtung (klassische Wetterlage) Nov. und Januar und auch den Dezember vergessen.
Wir haben "Sanierungsprobleme" mit einer Terrasse, die mit der Stahlbetonkellerdecke an einem Stück gegossen wurde (1982), da ist kaum was dämmbar, selbst nicht mit Glasschaum. Solche Probleme kompensiert solar prima. Unsere Anlage ist seit Januar 09 in Betrieb, also weniger als ein Jahr. Eigenbau, nebenbei bemerkt...
Wir fahren die Heizung immer auf "Auto", was sich sehr angenehm auswirkt., auch im Sommer. Temperierte Bäder und Fußböden am morgen, kein Heizstrahler mehr im Einsatz. Einfach mehr Komfort. Die Fläche dürfte etwas größer sein, doch leider fehlt Platz, weil wir haben die Anlage nach Süd gedreht und auf 50° angehoben.
Fazit bis jetzt: Wir möchten eine SA nie mehr missen!

Gruß

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon parcus » 14.10.2009, 11:38

Das widerspricht doch gerade den Aussagen, der Hersteller.
Das gerade bei diffusem Licht die Vakuumkollektoren CPC durch die Spiegel mehr bringen.
Vor allem im Winter bringen Vakuumkollektoren CPC auf Grund ihrer sehr guten Dämmung (Prinzip Thermoskanne)wesentlich höhere Erträge als Flachkollektoren.

LG parcus
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Benutzeravatar
parcus
Kennt sich aus!
 

Beitragvon HJK » 14.10.2009, 11:48

[i]Das widerspricht doch gerade den Aussagen, der Hersteller.
Das gerade bei diffusem Licht die Vakuumkollektoren CPC durch die Spiegel mehr bringen.
Vor allem im Winter bringen Vakuumkollektoren CPC auf Grund ihrer sehr guten Dämmung (Prinzip Thermoskanne)wesentlich höhere Erträge als Flachkollektoren.
[/i]
Klar ist die VRK Dämmung gut, aber gerade deshalb schmilzt weder Schnee noch Eis drauf. Hersteller werben ja nur mit Vorteilen, die Nachteile werden schön unter den Teppich...
Da sollte man nicht alles glauben, was behauptet wird.
Da darf ich mal auf die VRK vs FK-Diskussion im Haustechnik-Forum verweisen. Im Normalfall braucht in D-Land zu privaten Heizzwecken niemand VRK - Ausnahme Radiatorheizung mit hohen VL-T. Selbst da würde ich dringend Dämmmaßnahmen empfehlen, um die VL-T zu senken und dann mit FK solar realisieren.

Grüße

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 14.10.2009, 13:01

...wobei wir jetzt endgültig in die Heizungsunterstützung abgleiten, in der Solarthermie bei mitteleuropäischen Klimabedingungen und optimal gedämmter Gebäudehülle nur einen sehr kleinen Beitrag leisten kann, das auch nur bei unverhältnismäßigem Aufwand .....aber das hatten wir alles schon, auch daß man für den Aufwand der großen Solarthermie an anderer Stelle im Haus deutlich mehr Energie sparen kann mit Dämm-Maßnahmen etc. .... aber wer sich mit viel eigener Initiative so eine Anlage ohne die Kosten einer professionellen Installation errichtet hat, wird sicher damit Wärme ernten und muß dann auch nicht die kaufmännische Rechnung durchführen, was sich ob und wie schnell lohnt, und richtig, die Sonne schickt keine Rechnung, also passt es bei idealistischer Betrachtungsweise schon irgendwie ...... aber die meisten Hausbauinteressierten haben ein begrenztes Budget, begrenzte handwerkliche Fähigkeiten und Zeit und müssen dann schon rechnen und dann passt nichts mehr!
Und für die bezahlbare kleine Solarthermie die einen sinnvollen Beitrag zum sparen bei der Warmwasserzeugung leistet ist dann doch wieder die höhere Temperatur sinnvoll, da kann der Röhrenkollektor eindeutig mehr als der Flachkolektor und dann ist das "Schnee im Januar"-Szenario sowieso uninteressant weil zu der Zeit sowieso die Heizung unterstützen muß und der Schnee oder Rauhreif auf dem Kollektor die absolute Seltenheit ist...
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 14.10.2009, 13:08

Nun denn, es gibt immer Oberschlaue, die alles besser wissen...
St kann bei WW maximal 60 % abdecken und da muß halt der Häuslebesitzer mal rechnen, ober er für die geringen Kosten fürs WW sich eine Miniaturanlage für teures Geld kauft oder bauen lässt oder das Geld auf die Bank legt und Zinsen kassiert.

Noch was zum Thema dämmen:
Man kann Altbauten nicht perfekt dämmen, ohne sie abzureißen. Es gibt eine Menge undämmbare Punkte im Haus, die Kompension kann nur mit solar erfolgen. Auch das muß zur Kenntnis genommen werden.

Gruß

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 14.10.2009, 13:51

HJK hat geschrieben:Nun denn, es gibt immer Oberschlaue, die alles besser wissen...
St kann bei WW maximal 60 % abdecken und da muß halt der Häuslebesitzer mal rechnen, ober er für die geringen Kosten fürs WW sich eine Miniaturanlage für teures Geld kauft oder bauen lässt oder das Geld auf die Bank legt und Zinsen kassiert.

Noch was zum Thema dämmen:
Man kann Altbauten nicht perfekt dämmen, ohne sie abzureißen. Es gibt eine Menge undämmbare Punkte im Haus, die Kompension kann nur mit solar erfolgen. Auch das muß zur Kenntnis genommen werden.

Gruß

hjk


....mal ganz locker bleiben :lol: es gibt nicht nur Oberschlaue sondern auch mehrere Aspekte der Wirklichkeit.....
wenn man meine postings zu Solar liest wird man immer wieder erkennen, daß ich auf die Notwendigkeit einer kostengünstigen Solartechnik hinweise, damit sich die kleine jährlich mögliche Ersparnis in einem gesunden Verhältnis zur Investition befindet. Wenn ich dann komplette Anlagen inklusive Speicher für beispielsweise 1.350,- € anbieten kann passt das Links sind nur für registrierte User sichtbar. ..... das Verhältnis zwischen Investition und Einsparung wird um so größer/ungünstiger, je aufwändiger und auf den Winter als Nutzungszeitraum bezogener ich die Solaranlage mache.
Ich habe großen Respekt vor dem, was ich da auf der hjk-homepage sehe, das sieht nach wirklich guter Arbeit aus! Aber man möge das mal als Ausschreibung an ein Unternehmen herausgeben - das ist unbezahlbar und spielt sein Geld bei regulären Erstellungskosten niemals ein! - alles bei kaufmännischer Betrachtung wohlgemerkt, aber darauf stellt ja der vorangegangene Beitrag ab. Wenn ich das Geld beiseite lasse und den puren Öko-Aspekt sehe ist es etwas anderes :wink:
also bitte nicht mißverstehen!
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon parcus » 14.10.2009, 20:30

@HJK

wenn du schon nichts von Herstellerangaben hältst, wie wäre es dann mit Forschungsergebnissen:

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.

es kommt auf die Reflektorgeometrie an.

LG parcus
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Benutzeravatar
parcus
Kennt sich aus!
 

Beitragvon HJK » 15.10.2009, 06:04

Forschungsergebnisse sind eine feine Sache - wenn man beachtet, wer und/oder was hintendran steht.
Es gibt sicher neutrale Ergebnisse, leider auch gezielte Forschungen mit dem Zweck zu beweisen, dass y = X ist...

Nachstehend mal einige Links zu dem Thema VRK - FK. viel Spaß beim Lesen!

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Hier einfach mal allgemein schmökern:

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Und was zur "Unterhaltung":

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Grüße

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon HJK » 15.10.2009, 06:48

..... Wenn ich dann komplette Anlagen inklusive Speicher für beispielsweise 1.350,- € anbieten kann passt das [url]http://www.eco-casa.de/index.php?page=thermosifon-solaranlagen[/url] ..... das Verhältnis zwischen Investition und Einsparung wird um so größer/ungünstiger, je aufwändiger und auf den Winter als Nutzungszeitraum bezogener ich die Solaranlage mache.
.....
Gruß
Arno Kuschow[/quote]

Ok, für 1350 eine Anlage die im Spitzboden installiert werden soll.
Da kommt dann noch die Spitzbodendämmung dazu, was auch einiges kostet. Mal abgesehen davon, dass viele die Geschoßdecke zum Spitzboden gut gedämmt haben, wenn jetzt der Spitzboden gedämmt wird, haben wir immer noch das Problem, dass im Spitzboden doch recht tiefe Temp. herrschen können, weil die "Außenwände" mehr durchlassen als die Geschoßdecke.
Dann noch die Installationskosten. Wo befinden wir uns jetzt finanziell?
4000? 5000?
Dann kann ich auch einen WW-Boiler in den Keller stellen und üblich verfahren. Eine Pumpe für 80 € und ein Miniregler machen den Kohl nicht fett. Dann habe ich die Dämmung im Spitzboden gespart.

Wo bleibt da ein Vorteil?

Gruß

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 15.10.2009, 09:01

HJK hat geschrieben:..... Wenn ich dann komplette Anlagen inklusive Speicher für beispielsweise 1.350,- € anbieten kann passt das Links sind nur für registrierte User sichtbar. ..... das Verhältnis zwischen Investition und Einsparung wird um so größer/ungünstiger, je aufwändiger und auf den Winter als Nutzungszeitraum bezogener ich die Solaranlage mache.
.....
Gruß
Arno Kuschow


Ok, für 1350 eine Anlage die im Spitzboden installiert werden soll.
Da kommt dann noch die Spitzbodendämmung dazu, was auch einiges kostet. Mal abgesehen davon, dass viele die Geschoßdecke zum Spitzboden gut gedämmt haben, wenn jetzt der Spitzboden gedämmt wird, haben wir immer noch das Problem, dass im Spitzboden doch recht tiefe Temp. herrschen können, weil die "Außenwände" mehr durchlassen als die Geschoßdecke.
Dann noch die Installationskosten. Wo befinden wir uns jetzt finanziell?
4000? 5000?
Dann kann ich auch einen WW-Boiler in den Keller stellen und üblich verfahren. Eine Pumpe für 80 € und ein Miniregler machen den Kohl nicht fett. Dann habe ich die Dämmung im Spitzboden gespart.

Wo bleibt da ein Vorteil?

Gruß

hjk[/quote]

oh Mann ....
HJK, ich hab doch schon mal geschrieben: "locker bleiben",
wieso muß ich den ganzen Spitzboden dämmen? Da ist doch jedes Projekt anders. Bei vielen EFH's ist zum einen die Dachspitze nur noch so klein, daß die bei einem ordentlichen Energiestandard sowieso fast voll mit Dämmstoff ist....
und dann kann ich normalerweise den Speicher auf die Kehlbalkenlage packen und und nur in dem Bereich ein wenig Dämmung mit über den Speicher ....
und der Speicheraufstellort muß keine Innenraumtemperatur haben, schließlich ist der vollflächig gedämmt mit PU ("waterblown" wohlgemerkt, bevor hier ein "Öko-Aufschrei" kommt).....
und noch mal Kosten: weil die Leitung vom Solarspeicher im Dach bis zur Haustechnik im unteren Geschoß nur mit warmem Wasser durchflossen wird und die ggf. brühheiße Solar-Flüssigkeit nur den kurzen Kreis bis zum Speicher macht brauche ich keine aufwändig hochtemperaturbeständige Spezialleitung ....... schon mal geguckt, was so eine Rolle kostet: da sind auch bei kurzen Wegen schnell 500 € weg, kann auch das doppelte werden......
Der Warmwasserboiler im Keller ist ja schön wenn er passt, muß dann ja ein richtig großer Schichtenspeicher sein, der auch wieder schnell 2.500 € kostet ohne alles drumherum(nur WW wohlgemerkt, über Systemspeicher für Hzg. und WW. reden wir noch gar nicht) ...... passt aber oftmals räumlich nicht und ganz oft verwendet man ja auch kompakte Haustechnikzentralen mit integriertem Speicher der dann nicht die Option Solarwärmetauscher hat ...
ach ja, "die Pumpe und die Mini-Regelung für 80 €" ..... eine komplette Solar-Kompaktinstallation für so einen großen Kombispeicher mit Pumpe, Rückschlagventil, Volumenstrom-Anzeige, Sicherheitsventil, 2 Strang-Regulierventilen, 2 Drei-Wege-Umschaltventilen, Druck- und Temp.-Anzeige und Entleerungshahn etc. kostet nur als Materialzusammenstellung schon deutlich über 1.000,- € ,
eine kleinere Kompaktinstallation nur für Warmwasser immer noch weit über 600 € bis zu 900 €, na gut, schon einschließlich Solar-Regelung.....
...jetzt mal die Hausnummern zusammenzählen und bitte die Kollektoren samt Halterungen, Solarflüsigkeit etc. noch dazuzählen, die hatten wir ja noch gar nicht und schon sind wir bei 5.000 € nur Material und wesentlich komplizierterer Installation !

.....was ich damit sagen will: es gibt immer für alles mögliche einen Grund und je nach Anspruch an die Anlage verwende ich auch gepumpte Anlagen in integrierten Systemen wie sie für Erreichung Effizienzhaus-55-Anforderung sinnvoll sein können.
Aber es gibt ganz viele Fälle in denen möglichst günstig nachgerüstet werden soll, da ist ein bisschen Geld über und der gute Wille, statt über Öl/Gas einen Teil der Wärme von der Sonne zu holen .....
wenn da der Installateur kommt und erst mal den (noch guten) vorhandenen Speicher im Heizungsraum rausreißen will und die dazugehörigen Zahlen aufruft ist die Solaranlage oftmals schon gestorben, der Aufwand hingegen für die Thermosiphon-Anlage ist da noch überschaubar .....

....aber klar, wenn man "Hightec-Fan" ist, dann gilt so etwas nicht ..... aber Solarthermie ist am Ende "lowtec" und sollte auch als solche betrachtet und eingesetzt werden. So eine Anlage ist trotzdem Bafa-förderfähig, rechnet sich aber auch ohne Förderung, und da muß man doch hinkommen!

und klar, Thermosiphon ist nicht immer und nicht überall die Antwort auf alle Fragen, aber wenn ich in diesem thread schaue, wie die mit Behauptungen der unhaltbaren Art niedergemacht wird frage ich mich ernsthaft, was dahintersteckt ! ....schließlich zeugen die h.j.k.-Beiträge im zitierten Haustechnikforum auch von einer bestimmten Geisteshaltung die auch hier im Forum erkennbar ist ..... aber ich bleibe dabei: es gibt für jeden Anwendungsfall neue Herausforderungen und nicht nur eine Wahrheit!

Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 15.10.2009, 09:27

Bevor ich wieder einen Roman schreibe, nur ein einziges Beispiel...

[i]Der Warmwasserboiler im Keller ist ja schön wenn er passt, muß dann ja ein richtig großer Schichtenspeicher sein, der auch wieder schnell 2.500 € kostet ohne alles drumherum(nur WW wohlgemerkt, über Systemspeicher für Hzg. und WW. reden wir noch gar nicht) ..[/i]

Meine beiden 1000 l-Puffer haben zusammen ohne Dämmung, aber frei Haus 1052,44 im Mai 2008 gekostet.
Wer sich Kombispeicher oder ähnliches kauft ist selber schuld...

Aber eine Frage: Den 300 l - Speicher auf die Kehlbalken? Die sind doch üblich nicht tragfähig?

Grüße

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 15.10.2009, 09:38

HJK hat geschrieben:Bevor ich wieder einen Roman schreibe, nur ein einziges Beispiel...

Der Warmwasserboiler im Keller ist ja schön wenn er passt, muß dann ja ein richtig großer Schichtenspeicher sein, der auch wieder schnell 2.500 € kostet ohne alles drumherum(nur WW wohlgemerkt, über Systemspeicher für Hzg. und WW. reden wir noch gar nicht) ..

Meine beiden 1000 l-Puffer haben zusammen ohne Dämmung, aber frei Haus 1052,44 im Mai 2008 gekostet.
Wer sich Kombispeicher oder ähnliches kauft ist selber schuld...

Aber eine Frage: Den 300 l - Speicher auf die Kehlbalken? Die sind doch üblich nicht tragfähig?

Grüße

hjk

.......gut, es gibt ja auch noch Leute die jeden Tag arbeiten müssen und nicht die Zeit und Fähigkeiten haben ..... die kaufen sich dann ein fertiges Auto und nicht einen Bausatz den sie vor der Garage zusammenschrauben .... gleiches gilt für Speicher etc. ...... Stunden kosten auch Geld ! .....das "selber Schuld" ist also eine völlig sinnlose Antwort !
Der Speicher würde zum Beispiel an der Kante zwischen Kehlbalken und Sparren liegen, ggf. noch mit einer Hilfsstrebe als Dreieck stabilisiert und schon gibt es fast nur noch Druck in richtung Sparrenfußpunkt und keine Durchbiegung mehr ...... dann liegt der Speicher auch noch auf mindestens 2 oder 3 Gebinden auf. Also selbst den größten 300 Liter Speicher angenommen kämen pro Gebinde nur gut 100 kg zusammen, also ein erwachsener Mann der auf dem Dach stehen würde ...... sicher muß man das statisch betrachten, aber das ist bei ordentlich gebauten Dächern innerhalb der Rechenungenauigkeit des Statikers 8)
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 15.10.2009, 09:46

[i]Stunden kosten auch Geld ! .....das "selber Schuld" ist also eine völlig sinnlose Antwort ! [/i]

Wenn einer zum HB geht und sich das Teuerste aufschwatzen lässt ist er auch selber schuld. Wenn das Teuerste das Beste wäre, wärs ja noch akzeptabel, doch so ist es leider nicht...

Wer bezahlt, sagt auch wo es lang geht! Wenn ich mir einen Handwerker ins Haus hole, dann wird erst mal festgelegt, was wie gemacht wird und zu welchem Preis!
Informiert sich der Kunde nicht, ist er selber schuld!
Es gab noch nie eine so einfache Informationsmöglichkeit wie heute.
Allerdings gab es wohl auch noch nie so doofe Kunden wie heute....

Kann mir natürlich vorstellen, dass das einigen nicht gefällt!

Gruß

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon ecocasa » 15.10.2009, 10:25

HJK hat geschrieben:Stunden kosten auch Geld ! .....das "selber Schuld" ist also eine völlig sinnlose Antwort !

Wenn einer zum HB geht und sich das Teuerste aufschwatzen lässt ist er auch selber schuld. Wenn das Teuerste das Beste wäre, wärs ja noch akzeptabel, doch so ist es leider nicht...

Wer bezahlt, sagt auch wo es lang geht! Wenn ich mir einen Handwerker ins Haus hole, dann wird erst mal festgelegt, was wie gemacht wird und zu welchem Preis!
Informiert sich der Kunde nicht, ist er selber schuld!
Es gab noch nie eine so einfache Informationsmöglichkeit wie heute.
Allerdings gab es wohl auch noch nie so doofe Kunden wie heute....

Kann mir natürlich vorstellen, dass das einigen nicht gefällt!

Gruß

hjk

....es geht doch nicht um aufschwatzen lassen.....
und sicher kann sich jeder informieren und sehr schnell ein solides Halbwissen aufbauen, aber es gibt immer noch Gründe für eine komplette Ausbildung mit Hintergrundwissen und Erfahrung....
wenn hjk jetzt schlauer ist als der Techniker ist es schön für ihn, aber der gutinformierte Laie kann noch lange nicht sinnvoll festlegen, was wie genau gemacht werden soll.... der kann dann vielleicht beurteilen, ob der Techniker grundsätzlich in die Richtung geht die gewünscht ist....
ich halte also gar nichts von der hier versuchten Darstellung der aufschwatzenden Verkäufer und der doofen Kunden, das gibt es alles, keine Frage, geht doch aber weit an dem vorbei was wir hier diskutieren .....
das Stichwort "Oberschlaue" kam von hjk in einem frühen Beitrag....
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 15.10.2009, 10:40

[i]aber es gibt immer noch Gründe für eine komplette Ausbildung mit Hintergrundwissen und Erfahrung.... [/i]

Die Gründe gibt es, das ist gar keine Frage, da sind wir uns einig!

Wir hatte 5 Firmen eingeladen - große und kleine - zwecks Vorgespräch für ein Angebot...
Der erste kam und stellte sich als Solateur vor ( kam von einer großen und bekannten S-Fa.), auf die Frage nach der Berufsbezeichnung antwortete er, er sei Elektriker und habe einen Internetkurs gemacht. Keine 5 Minuten später, sagte er, Herr x, Sie wissen mehr als ich...
Das wiederholte sich noch 3 x in ähnlicher Form. Der letzte sagte, tut mir leid, außer 2 Kollis für WW hab ich noch nix gebaut. Der war ehrlich...

Schönen Tag

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon parcus » 16.10.2009, 18:44

Ist doch richtig ?

Solarteur wird man als Elektriker wenn man eine Zusatzausbildung mit 200-240 Stunden macht.

Das wäre ja so, als wenn ein Heizungsbauer nun Wärmepumpen als "Heizung" installieren würde.
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Benutzeravatar
parcus
Kennt sich aus!
 

Beitragvon HJK » 17.10.2009, 06:27

[quote="parcus"]Ist doch richtig ?

Solarteur wird man als Elektriker wenn man eine Zusatzausbildung mit 200-240 Stunden macht.

Das wäre ja so, als wenn ein Heizungsbauer nun Wärmepumpen als "Heizung" installieren würde.[/quote]

Bleibt die Frage, was in der Zusatzausbildung vermittelt wird, bzw. was davon angekommen ist.

Jedenfall, haben diese 5 Firmen fachlich völlig versagt und wir die Entscheidung getroffen, das Ding selbst zu bauen.
Fazit: Es hat einen Riesenspaß gemacht...

Gruß

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon marklb » 06.03.2010, 09:48

Hallo zusammen,
hätte auch ein paar Fragen zur Vorentscheidung bzgl. der Nutzung verschiedener Systeme:
Eigene Situation: Haus 10*10,5m, 36cm hochdämmender Poroton HLZ-Außenmauer, Niedrigenergiestandard nach WSV 95, kompakte Bauweise, BJ. 2000, 902 m³ umbauter Raum, 185 m² Heizfläche incl. Nutzung halbes UG als Einliegerwohnung, Gas-Brennwert-Therm Wolf GBK E20, Brauchwassererwärmung 5,5 m², Solarspeicher 300l, Verbrauch Gas 22000 khw /J und Strom 5500 kwh/J. , Dachneigung 38 Grad Ausrichtung Süd.
Ich suche einen optimalen Mix aus den verschiedenen Energieeinsparpotentialen unter bestmöglicher Ausnutzung der bestehenden Fördermöglichkeiten, deshalb meine Fragen:
1. wo sollte der Schwerpunkt liegen auf Photovolatik oder Solarthermie bzw. beides in welcher Kombination ?
2. Welche zusätzlichen Kombinationen sind sinnvoll: z.B. Wärmepumpe Luft/Wasser, neue effiziente Umwälzpumpen, Solarkollektorpumpen, Schwerkraftanlage ?
3. Mikro-KWK-Anlage als Alternative ?
Ich hätte noch mehr Fragen, brauche aber zuerst ein Grobkonzept für eine optimale Neuausrichtung meiner Energienutzung. Wer kann mir helfen ?
marklb
Ist neu hier!
 

Beitragvon ecocasa » 06.03.2010, 11:01

marklb hat geschrieben:Hallo zusammen,
hätte auch ein paar Fragen zur Vorentscheidung bzgl. der Nutzung verschiedener Systeme:
Eigene Situation: Haus 10*10,5m, 36cm hochdämmender Poroton HLZ-Außenmauer, Niedrigenergiestandard nach WSV 95, kompakte Bauweise, BJ. 2000, 902 m³ umbauter Raum, 185 m² Heizfläche incl. Nutzung halbes UG als Einliegerwohnung, Gas-Brennwert-Therm Wolf GBK E20, Brauchwassererwärmung 5,5 m², Solarspeicher 300l, Verbrauch Gas 22000 khw /J und Strom 5500 kwh/J. , Dachneigung 38 Grad Ausrichtung Süd.
Ich suche einen optimalen Mix aus den verschiedenen Energieeinsparpotentialen unter bestmöglicher Ausnutzung der bestehenden Fördermöglichkeiten, deshalb meine Fragen:
1. wo sollte der Schwerpunkt liegen auf Photovolatik oder Solarthermie bzw. beides in welcher Kombination ?
2. Welche zusätzlichen Kombinationen sind sinnvoll: z.B. Wärmepumpe Luft/Wasser, neue effiziente Umwälzpumpen, Solarkollektorpumpen, Schwerkraftanlage ?
3. Mikro-KWK-Anlage als Alternative ?
Ich hätte noch mehr Fragen, brauche aber zuerst ein Grobkonzept für eine optimale Neuausrichtung meiner Energienutzung. Wer kann mir helfen ?

....mir ist die Fragestellung noch nicht ganz klar!
Soll da jetzt die fast neue Technik rausgeworfen werden aus dem neuwertigen Haus?
Wenn da schon 5,5 qm Solarthermie und ein Solarspeicher vorhanden ist mit 300 Litern ist der sinnvolle Solarthermieeinsatz schon abgedeckt, mehr macht nur wenig Sinn, die Frage nach Schwerkraft-Solaranlagen Links sind nur für registrierte User sichtbar. ist zwar gerechtfertigt weil die ohne Hilfsenergie günstig und zuverlässig funktionieren, ist ja aber kein Grund, die bestehende Anlage rauszuschmeißen.
Die Fragestellung Austausch der Heizung ggf. gegen eine WP macht dann einen Sinn, wenn die bestehende Anlage "schwächelt", aber auch nur dann, wenn eine Niedertemperatur-Heizungsverteilung vorhanden ist, also optimalerweise Flächenheizung.
Optimierte Umwälzpumpen machen immer Sinn, erfordern ja auch keinen großartigen Umbau.
KWK-Kopplung ist für ein einzelnes Haus zur Zeit bei den auf dem Markt angebotenen Anlagen leider keinen Sinn.
Die 36 cm Poroton und die angegebenen Energieverbräuche stellen in meinen Augen übrigens nicht den wirklich möglichen Niedrigenergiestandard des Jahres 2000 dar, da ist auch in der Konstruktion noch reichlich Luft zum verbessern!
Gruß
Arno Kuschow
Gruß aus der pragmatischen Passivhausecke
Steinzeit ist vorbei Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Arno Kuschow
ecocasa
Wohnt hier!
 

Beitragvon HJK » 07.03.2010, 11:58

Dann bitte mal eine WW-Anlage aus der Kostenseite betrachten: 4000 - 5000 €
um bestenfalls 60% der WW-Kosten des Jahres zu erwirtschaften. Das kann es wirklich nicht sein.
Wenn ich die Investitionssumme zur Bank trage und minimal verzinse, habe ich schon mehr verdient.

Wenn ich allerdings zu der Investition der WW-Anlage noch "etwas" drauf lege für mehr Kollis und noch einen dicken Speicher, dann sieht es schon ganz anders aus.

Und vielleicht mal ohne Vorurteile sich die ganzen im Netz stehenden Anlagen und ihre Daten dazu mal ansehen...

Sommerliche Stagnation ist kein Problem, wenn man mehr darüber weiß. Übrigens ein Grund, warum viele mangels besseres Wissen nur WW-Anlagen verkaufen (wollen).
Je nach Haus kann ja der Neigungswinkel variiert werden und damit an die Größe des Kollifeldes und des Dämmstandards angepasst werden.
Was bleibt ist natürlich die sonnenarme Zeit, auf die sollte man nicht setzen...

Grüße

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon marklb » 07.03.2010, 15:23

Hallo,
vielen Dank für die schnellen Antworten. Ich möchte die bestehende Anlage natürlich weitgehend weiternutzen und brauche eine Entscheidungshilfe wie ich mein Dach am sinnvollsten nutze: für Einspeisung mittels Photovoltaik oder (teilweise) für zusätzliche Heizungsunterstützung und wenn ja wie. Ich habe übrigens auf 100 der 185 m² Nutzfläche eine Fußbodenheizung.
Wenn ich es richtig verstanden habe ist wohl die Photovoltaik am besten und eine Optimierung der Umwälzpumpen. Mein Verbrauch von 22000 kwh/J Gas ist anscheinend vergleichsweise hoch. Ich habe aber ein kompaktes Haus ohne Erker o.ä. Eine zusätzliche Außendämmung scheidet aus, deshalb dachte ich daran, einen Teil der Energie durch eine Heizungsunterstützung hereinzubekommen, wie viele Prozent Einsparung wären da drin ?
Danke
marklb
Ist neu hier!
 

Beitragvon HJK » 07.03.2010, 15:42

[i]Hallo,
vielen Dank für die schnellen Antworten. Ich möchte die bestehende Anlage natürlich weitgehend weiternutzen und brauche eine Entscheidungshilfe wie ich mein Dach am sinnvollsten nutze: für Einspeisung mittels Photovoltaik oder (teilweise) für zusätzliche Heizungsunterstützung und wenn ja wie. Ich habe übrigens auf 100 der 185 m² Nutzfläche eine Fußbodenheizung.
[/i]
Von PV halte ich persönlich wenig. Die Amortisationszeit ist zu lange mit minnimal 16 Jahren und wenn Reparaturen auftreten, dann schiebt sich die nach hinten weg. Ansichtssache... Es gibt auch neue Patente mit sehr deutlich verbesserten Wirkungsgraden.

[i]Wenn ich es richtig verstanden habe ist wohl die Photovoltaik am besten und eine Optimierung der Umwälzpumpen. Mein Verbrauch von 22000 kwh/J Gas ist anscheinend vergleichsweise hoch.[/i]

Ja, der ist hoch: Wir haben eine Wohnfläche von 244 m², Bj 82. Langjähriger Ölverbrauch 3500 l/a. Beim letzten Tanken (Mai 09) waren es noch knappe 1700 l/a. (1 l Öl ~ 10 kWh)

[i]Ich habe aber ein kompaktes Haus ohne Erker o.ä. Eine zusätzliche Außendämmung scheidet aus,[/i]

Warum? Wie ist das Dach gedämmt?

[i]deshalb dachte ich daran, einen Teil der Energie durch eine Heizungsunterstützung hereinzubekommen, wie viele Prozent Einsparung wären da drin ?[/i]

Da müsste ich raten, was nicht tue...

Lade dir mal "Getsolar" runter (Demo) und spiele damit, dann wird es etwas transparenter.

Wie wir das Thema angegangen sind, kannst du hier nachlesen:
Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Grüße

hjk
Wer den Teufel nicht fürchtet braucht auch keinen Gott!
HJK
Seit kurzem dabei!