Gertrud hat geschrieben:Hallo zusammen,
was macht man eigentlich, wenn man eine Solaranlage auf dem Dach installieren möchte, der Platz im Haus aber nicht für den zusätzlichen Warmwasserspeicher ausreicht? Ich habe nun gelesen, dass Solarenergie Speicher sogar unterirdisch im Garten installiert werden können, also sozusagen unter der Wiese eingegraben. Das klingt für mich im Prinzip auch logisch und wäre eine gute Lösung, denn dort stört der Speicher ja wirklich nicht.
Was mich aber doch ein bisschen irritiert ist die Frage, ob das warme Wasser aus der Solaranlage dann nicht einen zu weiten Weg zurücklegen muss, wenn es erst vom Dach in den Garten gepumpt wird und dann vom Garten wieder zur Verbrauchsstelle. Geht da nicht eine Menge Wärme verloren.
Lieber Gruß
Gertrud
Hallo Gertrud,
das was Du da beschreibst ist ein klassisches Problem in Bestandsgebäuden mit vorh. Heizung und Warmwasserbereitung.
Die völlige Umarbeitung der vorhandenen Technik, insbesondere auf einen solargeeigneten Speicher im Verbund mit der Heizung macht oft Platzprobleme und auch die Kosten werden teilweise so erheblich, daß die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage dadurch in Frage gestellt wird.
Diese Wirtschaftlichkeitsfrage muß man sich auch stellen bei weit entferntem Speicher unterirdisch im Garten o.ä. .
Sicher ist auch bei der Nutzung der lange Weg vom Speicher bis zu den Verbrauchern dabei ein Nachteil......
Da die Solarwärme im wesentlichen ca. 60 % des Warmwasserbedarfs abdecken kann ist das jährliche Einsparungspotential auch begrenzt, sodaß man nach einer günstigen Lösung suchen muß, ausser man macht das nur zum Spaß an der Freude
Ich habe für derartige Fälle einen Ansatz gefunden der wie folgt aussieht:
Eine kompakte Solaranlage, je nach Warmwasserverbrauch ein bis zwei Kollektoren, die dann in spezieller strömungsgünstiger Ausführung und einen Solarspeicher in der Dachspitze in liegender Anordnung mit einem Durchmesser von wenig mehr als 50 cm, der passt (fast) immer rein !
Kollektor und Speicher werden so montiert, daß der Speicher eindeutig über dem Kollektor liegt und der Wärmeträgerkreislauf ohne Pumpen oder Regelung einfach physikalisch im Schwerkraftprinzip die Wärme aus dem Kollektor in den Speicher transportiert.
Dieser Speicher kann jetzt entweder direkt als Hauptspeicher benutzt werden mit einem Nachheizregister aus der vorh. Heizung oder als Speicher-vor-Speicher-Lösung dem vorhandenen System warmes Solarwasser zuführen (Speichergröße dann insgesamt unter 400 Liter wegen Legionellenprophylaxe, ansonsten müsste man sicherheitshalber periodisch nachheizen)
Auf jeden Fall lässt sich eine derartige Anlage viel leichter in vorhandene Systeme integrieren, nimmt weniger Platz weg und wird zudem unvergleichlich günstiger!
Ein paar Bilder mit Einbaubeispielen habe ich hier dokumentiert:
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für mehr Fragen dazu stehe ich gern zur Verfügung.
Gruß
Arno Kuschow