@parcus
von klaus144 » 17.02.2010, 15:08
Die Vorschaltgeräte habe ich auch weggelassen, ich werde daher wohl 150 Euro zusätzlich für Heizöl brauchen. Der Warmwasseranschluss der Miele-Gewerbemaschine wird direkt aus demn WW Anschluss von der Heizung gespeist. Ich rechne ca.180 Euro auf den Anbieterwechsel (hatte der Anbieterrechner angezeigt) und 250 vielleicht noch auf die neue WM. Die ausrangierte WM (kostete damals auch 3000 DM!, die neue ca. 2100Euro) brauchte für eine Wäsche ca. 70 Minuten, die neue schafft es in ca 45 Minuten (mit WW Anschluss)
Mit 150 Wäschen im Jahr kommen wir nicht aus. Aus einem kleinen Gewerbebetrieb waschen wir in den Monaten von März bis november durchschnittlich 4 Maschinen, an Wochenenden mehr - am Tag. (also eher 150 im Monat) Die Wäsche wird aus hygienischen Gründen mit mindesten 60 Grad gewaschen. Allerdings sind das nach parcus Rechnung noch keine 500 Euro pro Anno.
Faktum ist, dass mich mein Versorger von 275 Euro monatlich auf 170 Euro zurückgestuft hat. Faktum ist auch, dass wir gerade dann viel WW brauchen, wenn die Solaranlage auf höchstem Nieveau liefert. Faktum ist weiterhin, dass wir außer den genannten Änderungen , Solarthermie, neuen Versorger, neue Waschmaschine, keine weiteren Maßnahmen ergriffen haben. Daher schließe ich ohne Differenzialgeometrie oder Infinitesimalrechung dass die Solaranlage nicht unerheblich zur Ersparnis beigetragen hat.
@HJK
Den Nervenkitzel (Stromausfall) werde ich demnächst abstellen. Ich werde eine 12 Volt Umwälzpumpe für den Solarkreislauf einbauen und eine Autobatterie stets geladen haten. Wenn dann der Strom ausfällt, fällt auch der Nervenkitzel weg, weil die Sammler mit Speicherwasser durch die 12V Pumpe gespeist werden. Vielleicht kann ich sogar die Genehmigung zur Aufstellung für eine kleine Windkraftanlage bekommen. Dann kümmert mich der Stromausfall im Bereich Solarfrostschutz eh nicht mehr.
In diesem Winter haben wir bei uns auf 55 Grad nördlicher Breite seit 14 Tagen vor Weihnachten praktisch Dauerfrost mit Dunst, Nebel oder Schneefall. Die Speichertermperatur sank auf 14 Grad Celsius, wurde von der Heizung getrennt und sprang bei wenigen Sonnenstunden auf 25 bis 27 Grad. In Nächten mit 11 bis 14 Grad Frost sank die Temperatur im Speicher nur um 1 oder 2 Grad pro Nacht. Nach diesen Erfahrungen ist meine Affinität zu flüssigen Frostschutzbeimengungen kaum gestiegen.
VRK habe ich genommen, weil man die Einzelteile tatsächlich Stück für Stück im Einmannbetrieb zusammenbauen kann. Ein Flachkollektor braucht mindesten 2 Leute und am besten noch ein Gerüst oder einen Kran. Als Heatpipe ausgeführt hat man noch den Vorteil, dass die Wärmeträgerflüssigkeit der Röhren weder einfrieren noch kochen kann.
Eine defekte Röhre - ich hatte bisher noch keine - kann im Betrieb ausgetauscht werden.
Ein Nachteil soll hier nicht verschwiegen werden: Die Röhren sind so effektiv isoliert, dass weder Schnee noch gefrierenden Regen darauf abtauen. Bei Dauerfrost sollte man den Schnee abfegen, dann bringen auch trübe Wintertage noch einen geringen Ertrag. Klares Eis auf den Röhren mindert den Ertrag auch, unterdrückt ihn aber nicht vollkommen.
Vielen Dank für alle Antworten. Ich bin gerne bereit, auf weitere Einwände zu antworten.
Schöne Grüße
klaus144