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Wärmedämmung in Eigentumswohnung




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Wärmedämmung in Eigentumswohnung

Beitragvon Marla » 16.08.2008, 10:29

Hallo!

Ich hab eine Frage, und zwar wohne ich seit 4 Monaten in einer Eigentumswohnung (Dachwohnung) in der es im Sommer unerträglich heiss ist. Temperaturen von bis zu 32°C Mittags und bereits 29°C in der Früh sind hier seit Anfang Juni ganz normal. Die Rollos den ganzen Tag geschlossen und den Ventilator auf Dauerbetrieb zu halten ist momentan die einzige Lösung die Temperaturen zumindest um ein paar Grad zu reduzieren. Aber es muss doch auch eine andere Methode geben, die Temperatur unten zu halten. Die Fenster sind eigentlich gedämmt und auch die Hausfassade wurde vor ca.15 Jahren neu isoliert, sagt zumindest der Hausverwalter.
Ich denke auch dass die meiste Wärme vom Dach kommt, und habe vor meine Decke von innen mit 1 cm dicken Styrodur-Platten zu isolieren.
Bringt das was?
Und kann ich den Hausverwalter dazu bewegen dass er den Dachboden isoliert?
Eine weitere Möglichkeit wären diese Wärmeisolierenden Folien fürs Fenster, haben die einen Sinn?
Und hat irgendwer vielleicht noch eine Idee wie ich meine Wohnung isolieren kann? (Schallschutz wäre natürlich auch fein, da ich an einer Hauptstrasse wohne...)

Wäre nett wenn mir wer helfen könnte...

Danke schon mal im Voraus!

LG
Marla
Ist neu hier!
 

Beitragvon Päule » 29.09.2008, 08:39

Hallo Marla,

vermutlich ist der Dachboden nicht ordentlich isoliert. Da drückt die Wärme natürlich von oben und es nützt dir nicht viel, die Fenster geschlossen zu halten. Gegen die Wärme, die sich auf einem Dachboden aufstaut, kommt man tatsächlich kaum an, denn sie ist ein Vielfaches der Außertemperaturen. Ob deine Styrodurdecke da ausreicht, weiß ich nicht.

Besser wäre es auf jeden Fall, wenn der Hausbesitzer das Dach ordentlich isolieren würde, auch im Winter. Denn da geht dir ja dann die ganze Wärme, die ja bekanntlich nach oben steigt, flöten.

Du wirst den Hausbesitzer kaum zwingen können, das Dach zu isolieren. Aber du könntest ihn fragen, ob er schon einen Energieausweis für das Haus hat, den braucht er nämlich. Und in diesem Zusammenhang könnte auch die Frage nach der richtigen Dachisolierung aufkommen.

Tschüs
Päule
Päule
Kennt sich aus!
 

Beitragvon rumor » 04.10.2008, 14:02

Hallo,
Den ausweis braucht er zwar, aber NOCH muss er ihn niemand zeigen !

Ich habe sehr lange unter einem richtig gut gedämmten (isolieren gibts nur bei strom!) Dach gelebt und kann sagen das 35°C im sommer noch ziemlich gut sind, mein rekord liegt bei knappen 40.
Klar hilft eine dämmung erstmal, aber das einzige was dich wirklich von der hitze befreit ist ne klimanlage. moderne geräte haben auch ne heizfunktion (ist also ne vollwertige wärmepumpe in beide richtungen) sind schnell und einfach installiert und kosten auch nichtmehr die welt.

Ich denke mit sowas und nem bisschen steinwolle im dachstuhl wirds erträglicher.

greetz rumor
rumor
Wohnt hier!
 

Beitragvon Patrik10 » 06.04.2010, 22:16

1 cm Styrodur ist GAR nichts! Hat außerdem ein schlechtes Brandverhalten, sollte also nicht für die Innendämmung verwendet werden. Detto PUR. Bei einer halbwegsen Dämmung mußt Du auch an eine Dampfbremse denken. Hab heute gehört dass Neubauten mit ca. 30 cm am Dach gedämmt werden. Nur lebe ich leider auch in einer Dachwohnung eines älteren Hauses (Bj. 71) und überlege was ich da jetzt machen kann.

Die Dachdämmung wird Dir aber keiner zahlen, und innen hast Du halt nicht viel Platz zur Verfügung.

Wenn jemand was Gutes weiß bin ich ganz Ohr.
Patrik10
Ist neu hier!
 

Beitragvon ecocasa » 16.04.2010, 11:32

Es besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen der Dämmung gegenüber der winterlichen Kälte und dem sommerlichen Wärmeschutz. Im Winter handelt es sich um die Verhinderung von Transmission, wobei der Temperaturunterschied gerade mal zwanzig bis dreissig Grad Celsius zwischen Innen und Aussen beträgt ........ beim sommerlichen Wärmeschutz gilt das Strahlungsgesetz das besagt, daß der angestrahlte Körper grundsätzlich die Temperatur des strahlenden Körpers annimmt - glücklicherweise ist dann zwischen Sonne und uns noch ein Stück Atmosphäre, sodass das nicht 1 : 1 umgesetzt wird. Trotzdem macht das klar, daß es im Sommer um eine ungleich höhere Belastung geht, gegen die Wärmedämmung alleine gar nichts ausrichten kann, sondern nur im Zusammenhang mit Hinterlüftung auf der angestrahlten Aussenseite und mit schweren Massespeichern zur Amplitudenverschiebung, also das zwischenspeichern der Wärme, die dann erst später durchdringt, idealerweise gegen Abend wenn man schon wieder das Fenster öffnen kann zum herauslüften. Am Tag sollte man zum sommerlichen Wärmeschutz die Fenster geschlossen halten und möglichst verschatten, damit man nicht noch mehr Wärme hinein lässt.
Gruß
Arno Kuschow
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