Hallo,
zur Anfangsfrage: jeder Dämmstoff hat wenn er eine Zulassung hat eine Aussage über die Wärmedämmeigenschaften, nämlich den "Bemessungswert Wärmeleitfähigkeit "lambda" (kann meine Tastatur leider nicht darstellen bzw. bin ich zu blöd dazu

) der in W/(m*K) berechnet wird. Je kleiner dieser Wert ist, desto höher ist Wärmedämmeigenschaft - kleiner Wert lässt wenig Wärme durch.
Der Absolutwert ergibt sich dann aus der Kombination mit der Dämmstärke.
(Wert bei Standard-Dämmstoffen 0,035 bis 0,040, Spitzenwerte realistisch bis 0,02, Vacuumdämmungen nochmals ein Stück besser aber zur Zeit noch nicht praktikabel)
Die Dämmstoffe mit den absoluten Superwerten sind meist auch deutlich aufwändiger in der Herstellung und somit teurer, es kann also sinnvoll sein, den einfacheren Dämmstoff zu nehmen und dafür eine dickere Lage wenn man den Platz hat!
Auch Öko-Dämmstoffe liegen eher im Bereich der normalen Dämmqualitäten, nur High-tec-Dämmstoffe sind viel besser....
man muß also immer einen Kompromiß eingehen zwischen den verschiedenen Anforderungen und Qualitäten.
Dazu kommt, daß die verschiedenen Formen von Wärmedämmung auch je nach Anwendung richtig oder falsch sein können: eine steife Dämmplatte ist als Dämmung auf einer Fassade perfekt, als Zwischensparrendämmung aber völlig ungeeignet, da macht sich eine flexibel federnde Matte die sich der immer leicht unregelmäßigen Form anpasst viel besser .....
dann kommen noch div. weitere Anforderungen und "Nebenwirkungen" hinzu, zum Beispiel ist Hanf als Dämmstoff gleichzeitig ein optimaler Schutz vor Schädlingen weil die darin enthaltenen Bitterstoffe die fernhalten usw. usf.
Gruß
Arno Kuschow