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Welche Heiztechnik bei Neubau?

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Welche Heiztechnik bei Neubau?

Hallo,

Ich wohne in Unterfranken und plane in ca. 18 Monaten mit dem Hausbau zu beginnen. Da die Heizungsanlage meiner Meinung nach einen hohen Stellenwert haben sollte, beschäftige ich mich hiermit schon ein paar Tage.....Aber irgendwie bin ich mir noch nicht ganz sicher und suche daher daher etwas Unterstützung. Vielleicht könnt ihr mir ja mit eurem Fachwissen und Erfahrungen weiterhelfen. Bisher war ich noch nicht bei einem Fachbetrieb, da ich mich in der Regel erst selber schlau mache, um dann bei einer Beratung schon Ahnung zu haben. Außerdem merkt man dann schnell ob man dem Verkäufer vertrauen kann oder eben nicht.

Hier meine Anforderungen an ein Heizungssystem und wichtige Randbedingungen des geplanten Neubaus:

- Ziel: kfw55
-Sehr gute Dämmung (lieber Dämmen wie heizen)
- Aktive Wohnraumbelüftung (wer schafft es schon manuell optimal zu lüften --> für mich ein sehr komfortables System)
- keine fossilen Brennstoffe
- Möglichst auch keine Pellets, da kein Keller geplant. Fehlende Speichermöglichkeit
- Heizkamin mit großer Sichtscheibe (Meine Frau ist das von ihrem Elternhaus gewohnt und möchte die behagliche Wärme nicht missen --> wir kommen auch einigermaßen günstig an Scheitholz)
- Heizungsautonomie (Ich möchte auch mal nicht mit Holz heizen müsse, auch wenn wir es im Winter meist machen werden; trotzdem sollte es auch ohne Kamin eingermaßen warm sein und Brauchwasser zur verfügung stehen)
- Fußbodenheizung in allen Räumen; möglichst keine Heizkörper
- Heizungstechnik muss in einen größeren Hauswirtschaftsraum, sollte aber trotzdem möglichst wenig Platz einnehmen und auch keinen Lärm machen.
- ca. 200-220qm Wohnfläche
-4 Personen Haushalt
- Einfamileinhaus zweigeschossig

Folgendes Heizsystem habe ich daher geplant:
- Heizkamin mit Sichtscheibe im Wohnbereich mit Warmwassererzeugung (Winter)
- Kombispeicher mit ca.500l - 800l + Heizstab
- Luft-Wasserwärmepumpe (Sommer + Übergangszeit)
- Aktive Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung (Ganzjährig)

(Solaranlage habe ich nicht dazugenommen, da die Wärmepumpe im Sommer sehr effektiv ist)

Was haltet ihr von dem Vorschlag? Könnt ihr mir noch andere Systeme oder Kombinationen zu meinen Anforderungen empfehlen?

Ich freue mich auf eure Antworten
Erwin
Ist neu hier!
 

Hallo,
ich interessiere mich für dieses Thema sehr, da auch wir in Ca 12 Monaten einen Neubau planen. Angestrebt ist ebenfalls KfW55 und Kamin mit Wasseranschluss und größerem Wasserspeicher, genau wie bei Erwin.
Lediglich unser Haus wird mit Ca. 150qm etwas kleiner.

Mit einer Luft-WP kann ich mich auf Grund des Aussenmoduls nicht so richtig anfreunden, aber das Budget wird wohl Erdwärme unmöglich machen.

Ich hoffe hier einige sinnvolle Ratschläge zu bekommen.
Bennyh
Ist neu hier!
 

Moin,

wie stehst Du zum Einsatz von Pellets, vorzugsweise in Links sind nur für registrierte User sichtbar.?
Natürlich erweiterbar mit einem wasserführenden Ofen, wenn man möchte auch mit Solarthermie.
Sonnige Grüße

Michael
ÖkoFAN
Wohnt hier!
 

Hallo Erwin,

also entsprechend deinem Ausschlussprinzip zu den vorhandenen Heizungssystemen wäre wohl nur noch eine Erdwärmepumpe eine Alternative zur LWP. Vorteil der Erdwärmepumpe ist sicherlich, dass das Außenmodul entfällt und Ihr so weniger Probleme mit der Geräuschentwicklung habt. Demgegenüber steht beider Erdwärmepumpe aber die erforderliche Fläche für den Flächenkollektor bzw. derhöhere Aufwand für eine Tiefenbohrung.
Bei der Integration des Heizkamins in die Warmwasserbereitung und Raumheizung ist zu beachten, dass ihr den Raum damit nicht überheizt, weil zuviel Wärme für die Raumerwärmung bereitgestellt wird. In solchen Fällen passiert es dann leider oft, dass der Kamin in weiterer Folge gar nicht genutzt wird. Daher bei der Planung darauf achten.

Beste Grüße
Erik von moderne heizung
moderne.heizung
Ist neu hier!
 

Ich hätte auch eine Heizmethode mit Pellets vorgeschlagen, diese müssten halt immer gekauft werden. Da muss man abwegen in wie weit die Preise für Pellets und Holz in den nächsten Jahren steigen. Wenn du dich zu dem Thema ein wenig erkundigen möchtest, kann ich dir den Händler Links sind nur für registrierte User sichtbar. empfehlen. Eine Pelletheizung ist schon sehr praktisch, vielleicht in Kombination mit einer anderen Methode.
Poloni
Seit kurzem dabei!
 

@ Eric:
Genau. Beim Einsatz einer L-WP müssen Kompromisse eingegangen werden hinsichtlich Geräuschentwicklung und erreichbarer JAZ (gerade Im Winter bietet die Quelle ja kaum E. an).

Wenn man Invest UND Betriebskosten einer S-WP betrachtet, ist sie bei den derzeitigen Strompreisen (und deren möglicher Entwicklung) auch nicht mehr die erste Wahl. Dem steht eine moderne Pellets-Technik in nichts nach.
_____

Nicht umsonst habe ich auf die Pellets-Brennwert-Geräte hingewiesen, die gegenüber "normaler" Pelletsfeuerung deutliche Vorteile (f.-t. Wirkungsgrad bis zu 106%) aufweisen.
Das bedeutet eine Steigerung von fast 14%! und dadurch entsprechende Brennstoff-Einsparung.
Sonnige Grüße

Michael
ÖkoFAN
Wohnt hier!
 

Ich habe einen ähnlichen Dämmstandard und habe eine Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und einem Scheitholzkessel. Den Kessel nutze ich ab ca. -5°C und drunter, um dann den schlechteren Wirkungsgrad der Pumpe bzw. eine Zuheizung über E-Stab zu verhindern.

Die WP ist direkt mit einem Kombipuffer (ca. 300l Warmwasser oben und ca. 200l Puffer für die Fußbodenheizung im unteren Pufferbereich) verbunden. Je nachdem, was gebraucht wird, erfolgt die Ladung über Wegeventile (oben Warmwasser, unten Fußbodenheizung). Die Warmwasseraufbereitung erfolgt über eine Edelstahlspirale im Inneren des Puffers und eine Gegenstrompumpe. Der riesige Vorteil aus meiner Sicht, im fahre mein Warmwasser auf ca. 46°C. Diese niedrige Temperatur ist für einen effizienten Wärmepumpenbetrieb optimal. Durch die Edelstahlwendel brauche ich nicht auf 60°C zwecks Legionellen zu heizen, weil nur das notwendige Wasser zum akuellen Zeitpunkt geheizt wird.

Der Puffer ist über einen Mischer mit der Fußbodenheizung verbunden (Mischersteuerung über Wärmepumpenregler), sodass ich den Puffer im Scheitholzbetrieb auf 80-90°C heizen kann.

Den Scheitholzkessel kannst Du natürlich durch 'nem Kamin mit Wassertasche ersetzen und damit in der kalten Jahreszeit "Geld" sparen. Damit hast Du auch keine Probleme mit der Heizleistung durch die Dämmung.
muello
Ist neu hier!
 

Guten Tag,

wenn du noch immer die freie Entscheidung hast, dann würde ich dir ganz eindeutig zu einem Kamin raten, auch wenn das jetzt vielleicht nicht unbedingt in das Profil eines Neubaus passen sollte. Aber es ist definitiv so, dass du dadurch sehr schnell Wärme in die Wohnung bekommst und geringe Heizkosten haben wirst.

Wir haben selbst einen Kamin bei Links sind nur für registrierte User sichtbar. bestellt und sind bis heute sehr zufrieden damit.
sheldor
Seit kurzem dabei!
 

Hey,

ich würde wohl am ehesten zu einer Luft-Wasser-Wärmepumpe tendieren, das ist auch ein System mit Zukunft. Ganz generell würde ich mich bezüglich diesen Themas aber unter anderem noch bei Links sind nur für registrierte User sichtbar. ein bisschen genauer einlesen. Hier findest du sehr wertvolle Informationen, vor allem für den Neubau.
jeremy
Seit kurzem dabei!
 

die Wahl des Heizsystems will gut überlegt sein, das kann man schlecht übers Knie brechen. Ich beschäftige mich seit über 30 Jahren damit und seit 20 Jahren mit regenerativen Lösungen.
Es muss eine genaue Planung erfolgen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse. Gerne übernehme ich solche Arbeiten, die vom Entwurf bis hin zur Ausführungsüberwachung reichen können.
Reichlich Informationen und Lösungsansätze findest du auf Links sind nur für registrierte User sichtbar. oder per Mail an mich direkt.
Gruß Udo
Wir haben diese Welt nicht von unseren Eltern geerbt sondern von unseren Kindern geliehen und so sollten wir sie auch behandeln !
Energieprojekt(ät)gmx.net by energieportal24.de
energieprojekt
Kennt sich aus!
 

Hallo muello,

wie zufrieden bist du denn mit deiner Luft-Wasser-Wärmepumpe? Man hört ja doch recht unterschiedliche Aussagen über die Effektivität dieser Energieerzeuger.
Ursus
Seit kurzem dabei!
 

Also wenn du dich auskennst ist ein wasserführender Kaminofen etwas Feines. Nur solltest du beachten, dass der Ofen in einem gedämmten Haus möglicherweise zu viel Wärme in den Raum abgibt. Er ist also nur in einem großen Aufstellungsraum zu empfehlen. Die Vorarbeiten kannst du evtl. selber machen aber den Rest sollte ein Experte bzw. Profi machen. Es sollte, selbstverständlich, auch ein geeigneter Links sind nur für registrierte User sichtbar. im Haus stehen.

Gruß
Konrad
Konrad
Ist neu hier!
 

Was spricht denn gegen Pellets? Wir haben hier nur tolle Erfahrungen gemacht.
VG
Frank_w
Ist neu hier!
 

ich persönlich finde auch Kaminöfen eine Top Lösung.
Es gibt ja auch hier verschiedene Variationen die du so perfekt an deine Wohnsituation anpassen kannst. siehe von Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Gerade bei neubauten find ich das sehr effizient. Da musst du dann teilweise auch fast gar nicht mehr heizen da die Wärme ja sehr gut gespeichert wird. Das wiederum lässt folgen das du auch nicht viel holz brauchst was kosten spart.
Ursus
Seit kurzem dabei!
 

Hallo Erwin,
da muss ich dir recht geben, die Heizung im Haus ist mit eines der wichtigsten Dinge. Spätestens wenn der Winter kommt, wird das jeder verstehen :P Ich persönlich finde einen schönen Links sind nur für registrierte User sichtbar. auch toll, habe mich selber für ein schönes Exemplar in braun entschieden. Macht sich super im Wohnzimmer! Würde ich immer wieder so machen, hatte nie Probleme damit:!:
Bruno Walter
Ist neu hier!
 

Kamin kann auch das ganze Haus heizen. Dafür stehen verschiedene Systeme zur Wahl, die jedoch stets neben dem Kamin auch noch besondere Leitungen, Rohr- und Energieversorungs-Systeme benötigen.
Links sind nur für registrierte User sichtbar.
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Dominik-R
Seit kurzem dabei!
 

Moin aus Hamburg ..

Auch wir planen einen Neubau ca 150 qm und kfw 55 Standard ..
geplant war eine Gastherme mit warmwasserspeicher und Solar .
Nun hören wir allerdings immer öfter das dies nicht mehr zeitgemäß ist sondern lieber eine WP verbaut werden sollte ... zudem planen wir einen Ofen im Wohnessbereich.
Möglicherweise kann uns hier ja jemand bei der Entscheidung helfen .
Ösi89
Ist neu hier!
 

Gas ist nach wie vor zeitgemäß. Schwieriger ist da schon ein Ofen.

Es ist nicht ganz einfach einen passenden Gasheizer zu finden. Die meisten haben zuviel Leistung.

Bei einem Neubau 55 wird die Auswahl sehr klein. Ganz wichtig, die "untere" Leistungsgrenze (Modulation), da gibt es Links sind nur für registrierte User sichtbar.. Alles andere wäre Blödsinn.
Gruß

Socko

(ich bin auch nur ein Unwissender) Bild
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Socko
Kennt sich aus!
 

 


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