Brandstelle hat geschrieben:Hallo Bauigel,
meine Erfahrung ist: Vorsicht bei luftbetriebenen Wärmepumpen. Die Jahresarbeitszahl (Effektivität) ist oft geschönt, d. h. viel Stromverbrauch für wenig Wärme. Frage: Warum nicht konsequent ökologisch einwandfrei mit Holzpellets heizen? Im Gegensatz zu Strom garantiert CO2-neutral! Siehe auch hier Links sind nur für registrierte User sichtbar.
Hallo Brandstelle,
das mit den WP's mit Wärmequelle Luft kann man nicht wirklich verallgemeinern. Da die Wärmepumpe eben nicht nur aus der Maschine besteht, sondern aus dem Verbund mit Wärmequelle und Verteilung muß man halt bei der Luft-WP mehr darauf achten, daß man eine echte Niedertemperaturverteilung hat und möglichst nicht gerade die Klimazone mit dem übelsten Kontinentalklima.... dann kann das durchaus passen. Man könnte auch ein Integralgerät nehmen, daß die Restwärme der Wärmerückgewinnung mit in die WP einspeist und so eine höhere Arbeitszahl erreicht, ist generell für Energiesparhäuser höherer Qualität eine gute Option - eine Maschine für alles ! Nur eine Regelung und kein Turmbau zu Babel !
Hier mal ein link zu meiner Seite mit Bildern von so einer "eierlegenden Wollmilchsau":
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Ich hab in der Praxis bei Häusern im Bereich KfW-55/2009 tatsächlich keinen erheblichen Unterschied im Energieverbrauch zu Sole-Wasser-Wärmepumpen, was dann die Frage erlaubt, inwieweit die wesentlich höhere Investition in die Wärmequelle Erde sich wirklich rechnet.
Wobei das natürlich auch immer eine Grundsatzentscheidung mit fast schon philosophischen Aspekten ist - es gibt da kein eindeutiges Richtig oder Falsch - ausser man setzt die Maschinen falsch ein !
Und zu Pellets kann man nur sagen: ja, primärenergetisch sind die noch ein bisschen (aber nicht so viel wie der politisch gewollte Primärenergiefaktor uns glauben machen soll) besser als eine WP .....
aber der Kunde zahlt Endenergie, und da sind Pellets leider sehr viel teurer als die Wärme aus der Wärmepumpe - macht finanziell oder anlagentechnisch einen Sinn, wenn man hohe Vorlauftemperatur braucht, zum Beispiel bei Altbausanierung mit vorhandenen "heißen" Heizkörpern. Bei einem wirklich guten Energiesparhaus ist zudem die Heizlast so gering, daß nur mit großen Puffern überhaupt eine brauchbare Regelung des Pelletkessels möglich ist - und dann wird das ganze auch noch in der Investition sehr viel teurer als die WP .... ich hab nichts gegen Pellets, wo es passt eine sehr gute und ökologisch sinnvolle Heiztechnik - aber nicht die Universalantwort und nicht für das wirklich sparsame Haus!
Gruß
Arno Kuschow