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Sinn von Elektroautos

Beitragvon Ralle » 21.10.2008, 09:00

Hahaha Rumor, das hast du aber schön beschrieben. Klar tuts weh, wenn man nur noch vernünftig sein soll, aber das wird doch wohl die Zukunft sein.

Oelklaus, ich finde, du malst da aber ganz schön schwarz. Nach deiner Argumentation wäre dann ja alles sinnlos. Ich unterstelle mal, dass auf Dauer der Anteil des Ökostroms stetig steigen wird, schon allein aufgrund dessen, dass immer mehr Wohngebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Welcher Nachteil ergibt sich denn für dich dann daraus? Ich meine, wenn due selbst eine PV-Anlage hast und einspeist, dann sind doch im Gegenzug deine Stromkosten nicht hoch.

Gruß
Ralle
Ralle
Ist schon lange dabei!
 

Beitragvon OelKlaus » 24.10.2008, 21:06

Hallo Ralle,

Deutschland wird im nahen Jahr 2020 nuuuuuuuuuuuuuuuuur 20% der Energie aus regenerativen Quellen bereitstellen. D.h. die Elektroautos werden hauptsächlich Kohle/Atomstromer sein, was ist daran Schwarzmalerei?
Klar, wenn mann/frau als Zukunft das Jahr 2100 interpretiert, dann wird die Elektroenergie zu 100% aus regenerativen Quellen gewonnen.
Als Zunkunft interpretiere ich einen für mich noch erlebbare Zeit bis um die 2030, und da bedeutet nun mal mehr Elektroautos mehr Kohle- und Atomstrom.
Trotzdem heize ich ja mein Haus zusätzlich mit der Energieart der Zukunft, der Elektroenergie. Allerdings beziehe ich den Nachtstrom von der Naturstrom AG.
Die aktuelle Photovoltaiktechnologie betrachte ich mit Argwohn.
Ich glaube, das die Solarindustrie durch die stattliche staatliche Förderungen gar nicht gewollt ist, den Wirkungsgrad der Solarzellen (14%) auf den von Kohlekraftwerken (45%) anzugeben.
Die Förderung gehört in einen überschaubaren Zeitraum verboten, damit genügend Gelder zur Effizenzsteigerung der Photovoltaik eingesetz werden müssen, um nach dem Auslaufen der Förderung konkurenzfähig gegenüber Andere noch unbekannte oder bisherige Energien zu sein.


der grüne Nachtstromer
OelKlaus
Seit kurzem dabei!
 

Beitragvon rumor » 26.10.2008, 10:54

OelKlaus hat geschrieben:
Die aktuelle Photovoltaiktechnologie betrachte ich mit Argwohn.
Ich glaube, das die Solarindustrie durch die stattliche staatliche Förderungen gar nicht gewollt ist, den Wirkungsgrad der Solarzellen (14%) auf den von Kohlekraftwerken (45%) anzugeben.



Da ist was wahres dran... Aber wer sagt das alles an strom aus deutschland kommen muss? Kleines szenario:

N scheich baut für 50-60 milliarden (hat er beim aufräumen unterm bett gefunden) ne große PV anlage mitten aufn äquator in afrika(den landstrich hat sein bruder aus der portokasse bezahlt)
Sein cousin hat Studiert und will was neues probieren. Er geht also in den keller und holt ein paar sack gold hoch um eine große bivalente brennstoffzellenkaskade bauen zu lassen. Tagsüber wird die hälfte des stroms nach europa geschickt, weil das einfacher ist als H² zu transportieren (am besten mit diesel-dampfern *g*), die andere hälfte wird verwendet um die brennstoffzellen anzutreiben. sauerstoff und wasserstoff werden in großen tanks unter wasser gelagert. das bisschen wasserstoff das dabei verloren geht ist kaum von bedeutung.


Gleichzeitig Gelingt CERN endlich der durchbruch und sie können ihre fusionsenergie länger als 10 sekunden halten. Wieder kommt die brennstoffzellentechnik zum einsatz, hier aber in einem gewaltigen ausmaß um die riesige energie in so kurzer zeit umzuwandeln.

Ich denke das in absehbarer zeit (50 jahre) nurnoch strom verwendet wird, denn aus strom kann ich alles machen. Was das für probleme mit sich bringen wird werden wir sehen.
rumor
Wohnt hier!
 

Beitragvon Ollibär » 26.10.2008, 21:04

Hallo Rumor,

das nenne ich mal eine interessnte Vision, kann aber an irgendeiner Stelle nicht mehr so recht folgen. Abgesehen davon, dass die Energie natürlich nicht mit dieselbetriebenen Schiffen zu uns kommen wird, frage ich mich tatsächlich, wie solche Energie verteilt werden kann. Außerdem liegt der größte Teil des Äquators doch im Wasser :)

Aber mal ehrlich. wenn wirklich konsequent alle natürlichen Quellen, also Wind, Wasser und Sonne genutzt würden, dann müsste die Stromversorgung daraus doch für den Bedarf der Privathaushalte ausreichen. Der höhere Bedarf der Industrie und anderer wirtschaftlicher Unternehmen könnte sicherlich noch durch andere Techniken gedeckt werden und durch große Kraftwerke, die aber ebenfalls mit den natürlichen Ressourcen betrieben würden. Wenn obendrein noch alle Energieeinsparungsmöglichkeiten genutzt würden, wäre bestimmt ne Menge machbar und das was nicht machbar ist, dafür würden vielleicht die noch vorhandenen Rohstoffe ausreichen bzw. sicherlich neue entwickelt werden können.

Gruß
Olli
Ollibär
Kennt sich aus!
 

Beitragvon rumor » 28.10.2008, 15:15

Klaro, aber hier gibts wieder das GROßE Problem der marktwirtschaft: Neues gibts erst wenn das alte wirtschaftlich nicht mehr tragbar ist. Und anscheinend gehts zurzeit noch. Die ölkonzerne schreiben rekordgewinne, supersportwagenbauer schreiben rekordabsätze, ich kenn sogar leute die bauen sich wieder ne ölheizung ein *durchladen-anhalten-PENG* :arrow: :shock:

Ich denke das sich da in sehr naher zukunft was mit dem verbrauch tun wird. Mal hand aufs herz: hat hier jeder nur energiesparlampen, hocheffizienzpumpen, klasse a haushaltsgeräte, spülmaschiene mit ww anschluss usw...???

Wenn das da ist gehn wir nen schritt richtung schweiz und dann können wir unseren energiebedarf auch selbst decken.
rumor
Wohnt hier!
 

Beitragvon Ralle » 29.10.2008, 11:14

Hallo Rumor,

ich fürchte, der Geist der Zeit ist noch nicht so weit. Es gibt doch noch sehr viele Ignoranten, die sich sagen, nach mir die Sindflut. So lange, wie ich noch lebe, wirds schon reichen. Und ganz ehrlich, wenn ich mir ansehe, wie meine 15jährige Tochter mit Energie umgeht, dann fällt mir auch nichts mehr ein. Man erklärt ihr ununterbrochen, dass es doch vor allem um ihre Generation geht, die irgendwann mal dastehen und nicht wissen wird, wie der Strom in die Steckdose rein kommen soll, den sie da massenhaft rausholt.

Aber trotzdem bin ich der Überzeugung, dass durch neue Gesetze, wie ENEV oder auch die Benzinpreise langsam aber gemächlich das Bewusstsein steigen wird. Klar, wer sich nen Porsche kaufen kann, dem sind vermutlich auch die Spritpreise egal. Aber as ist ja nun doch nicht die Mehrheit. Und wenn's nicht 2020 besser laufen wird, sondern erst 2050, dann läuft es aber zumindest besser.

LG
Ralle
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Beitragvon rumor » 01.11.2008, 18:53

Ich hab eher die befürchtung das wir bis 2050 genug energie haben, doch normalverbraucher werden sie sich nicht mehr leisten können. Aber was solls, in 28 jahren kommt doch eh dieser komische komet zu besuch! War erst letzens wieder was im fernsehen, da rast ein "globaler killer" auf uns zu, alle wissens aber keiner kümmert sich drum! klasse gell, das selbe spiel haben wir die letzen 30 jahre mit energie gespielt!
rumor
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Beitragvon Ralle » 05.11.2008, 19:35

Hi Rumor,

ich denke mal, gegen den globalen Killer wird nicht viel getan, weil man nicht so recht weiß, was dagegen getan werden soll. Aber, ehrlich gesagt, glaube ich auch immer nicht so recht an solche Dinge. Die werden immer so aufgerissen. Wir sollten doch vor ein paar Jahren auch schon mal weg gewesen sein wegen eines riesigen Meteorits. Ist auch nichts passiert. Andersrum glaube ich aber, dass schon nach Möglichkeiten geforscht wird, gegen solche Bedrohungen einschreien zu können. Aber wir können ja noch nicht alles.

Mit den erneuerbaren Energien verhält es sich meiner Meinung nach eher so, dass ein wirtschaftliches Interesse daran nicht gegeben ist, weil man damit einfach nicht genug verdienen kann. Die Mineralölkonzerne und ebenso die Anbieter von Erdgas wollen nur eins, Geld machen. Der Rest ist denen sowieso relativ Latte. Ich denke, man ist in diesen höheren Sphären ziemlich ignorant.

LG
Ralle
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Beitragvon rumor » 06.11.2008, 15:05

@ Ralle
Trifft den nagel auf den kopf
rumor
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Beitragvon Gertrud » 07.11.2008, 07:52

Hoppla, da hat sich ja aus meiner Frage an euch eine wirklich breit gefächerte Diskussion ergeben. Trotzdem möchte ich euch danken, denn das hat ja doch ne Menge an Informationen gebracht. Ich glaube, ich werde mir wohl nun doch ein Áuto mit Autogasantrieb kaufen. Obwohl ich die Variante mit dem neuen Elektrofahrzeug auch sehr interessant finde, aber das ist nun doch wieder noch ziemlich teuer, denke ich mal, weil neue Techniken meistens teuer sind.

Unser Auto wird aber auch viel auf der Autobahn gefahren, so dass der Gasantrieb wohl wirklich die beste Lösung ist.

Tschüssi
Gertrud
Gertrud
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