Aufschwung bei Akkus für Elektroautos

Electric carFür Vertreter der allgemeingültigen Theorie, dass die Zukunft des technologischen Fortschritts den erneuerbaren Energien gehöre, sind die aktuellen Zeiten sehr erfreulich. Denn die sogenannten sauberen Technologien erleben dieser Tage nicht den ersten Boom der vergangenen Jahre. Auf der ganzen Welt wächst die Bedeutung der Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien, was zugleich mit steigenden Investitionen in besagte Projekte einhergeht. Parallel dazu darf sich auch die Branche der Elektromobilität über eine schrittweise steigende Nachfrage freuen. Dieses Wachstum bestätigt unter anderem eine aktuelle Berechnung, die von den Analysten des Unternehmens Lux Research erstellt und veröffentlicht wurde. Bezug nimmt die Auswertung zu den Verkaufszahlen im Akku-Bereich für die ersten drei Monate des Jahres 2014.

Panasonic freut sich über den Titel des Marktführers

Und eines kann schon an dieser Stelle gesagt werden: Die Branche verbucht teilweise ein sehr deutliches Plus. Die großen Autohersteller, die eigene E-Autos bereits im Handel haben oder derzeit entwickeln, kauften den Batterieherstellern Akkus mit einem Gesamt-Verkaufspreis von sage und schreibe 660 Millionen US-Dollar ab. Und dies könnte erst der Anfang sein, aber dazu später mehr. Zunächst soll es um die Frage gehen, welche Akku-Hersteller am besten da stehen. Die Marktanteile betreffend, gibt es einen eindeutigen Sieger – die Marke Panasonic bringt es auf einen Anteil von derzeit 40 Prozent am gesamten Markt. Auch Platz 2 und 3 gehen mit dem japanischen Hersteller NEC (bei einem Anteil von 27 Prozent) und LG (etwas abgeschlagen mit etwa neun Prozent) an asiatische Hersteller.

Bedeutung von Lithium-Ionen-Akkus wächst stetig

Die Experten des Unternehmens Lux Research haben zugleich ermittelt, wer der größte Batterie-Abnehmer für die Hersteller ist. Nach dem größten Automobilkonzern Toyota erhalten die Akku-Hersteller weiterhin von Nissan aus Japan und vom US-amerikanischen Unternehmen Tesla große Aufträge. Besonders begehrt sind mittlerweile die sogenannten Lithium-Ionen-Batterien, wenngleich Nickel-Metallhydrid-Akkus (ein Beispiel für den Einsatz ist Toyotas Modell „Prius“) weiterhin immerhin 30 Prozent des Gesamtabsatzes im ersten Jahresquartal ausmachten. Die Analysten kommen zu dem Ergebnis: Der Markt für Akkus, die entweder in den immer beliebteren Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen oder reinen E-Autos zum Einsatz kommen, erreichte binnen drei Jahren ein Wachstum von etwa 300 Prozent.

Prognosen sagen der Branche eine rosige Zukunft vorher

Sollten sich indes die Prognosen der Berater beim Unternehmen „Navigant Research“ für die kommenden zehn Jahren bestätigen, wäre dieses besagte Wachstum nur die Spitze des Eisbergs. Dieser Vorhersage entsprechend würden die Hersteller der Elektrofahrzeuge 2023 nämlich bereits Akkus mit einem Gesamtwert von umgerechnet etwa 16 Milliarden Euro verbauen. Wenn das kein Grund zur fortgesetzten Freude ist für die Akku-Hersteller, was dann? Bis dahin aber ist es wie so oft noch ein hartes Stück Arbeit für die Akku-Entwickler, die ihre Technologien im Hinblick auf Speicherkapazitäten und Leistungsfähigkeit weiter verbessern müssen.

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