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Europaweiter Strompreisvergleich

In Deutschland ist das Jammern über explodierende Strompreise mit am lautesten. Doch sind die Strompreise hierzulande wirklich so hoch? Ein Blick auf die europaweite Strompreisentwicklung zeigt, dass Deutschland keineswegs die teuersten Strompreise hat, wie folgende Zahlen belegen:

Strompreise ohne Steuern, Abgaben und Umlagen im Vergleich

Im Vergleich standen zum Einen die Strompreise ohne Steuern, Abgaben und Umlagen für private Haushalte mit einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch zwischen 2.500 und 5.000 kWh. Dabei ergab sich folgendes Bild:
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Strompreise inklusive Steuern, Abgaben und Umlagen

Im europaweiten Strompreisvergleich wurden natürlich auch die Strompreise inklusive aller Steuern, Abgaben und Umlagen bewertet und hier ergibt sich ein anderes Bild.
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Mazedonien bleibt auch hier am günstigsten. Deutschland belegt aber schon den Platz drei unter den höchsten Strompreisen, ohne Steuern und Abgaben belegte Deutschland noch Platz neun. Zypern ist ohne Steuern und Abgaben das teuerste Stromland, mit diesen wird es jedoch auf Platz zwei verdrängt. Und Dänemark ist inklusive Steuern das teuerste Stromland, ohne Steuern jedoch landet es nur auf Platz 16. Hier sind also besonders hohe Steuern zu entrichten.

Wie verteilen sich die Stromkosten?

Die Stromkosten bestehen in fast jedem Land aus Kosten für

  • Beschaffung und Vertrieb,
  • Netzentgelte und
  • Steuern und Abgaben.

Wie unterschiedliche Anteile diese am gesamten Strompreis haben, soll folgende Aufstellung verdeutlichen:
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Die mit Abstand höchsten Stromkosten für Beschaffung und Vertrieb liegen also in Malta und Zypern. Die höchsten Steuern und Abgaben dagegen gibt es in Dänemark und Deutschland.