GSL gibt Daten zur Stromproduktion mit Öko-Label für 2013 bekannt

ÖKOSTROM stempelGütesiegel sind ein wichtiger Hinweis für Stromkunden, dass sie sich für den richtigen Stromversorger entschieden haben. Einer der bekanntesten deutschen Label-Anbieter ist dabei der GSL – der zertifiziere Grüner Strom Label e.V.. Er ist für viele Verbraucher ein guter und unabhängiger Wegweiser bei der Auswahl eines Stromanbieters aus dem Bereich des Ökostroms, der mit seinem Gütesiegel „Grüner Strom“ Hinweise darauf gibt, wo Kunden nachweislich grünen Strom bekommen. Aktuelle Daten des Ökostromzertifizierers zeigen, dass die produzierte Menge Ökostrom im Jahr 2013 gestiegen ist. Allerdings fällt der Zuwachs nicht so deutlich aus, wie es viele Befürworter erwarten würden.

Top-Ergebnis aus 2012 wurde in überschaubarem Maße übertroffen

In der Vergangenheit war die Menge produzierten Ökostroms von Jahr zu Jahr zum Teil massiv gestiegen. Geschuldet war diese Entwicklung nicht zuletzt der EEG-Umlage und den staatlichen Förderungen in diesem Bereich. 2013 aber fiel der Anstieg im Vergleich mit dem Vorjahr weniger gravierend aus als in den Jahren zuvor. Aus dem Hause GSL hieß es, dass das Plus im Jahr 2013 mit etwa 3,5 Prozent weniger deutlich ausfiel als in früheren Jahren. 2012 wurde ein Wert in Höhe von 1,3 Terawattstunden erreicht. Das bisherige Spitzenergebnis seit Beginn der Erhebungen des Anbieters. Damals wurden in Deutschland insgesamt mehr als eine Milliarde Kilowattstunden Strom mit besagter Zertifizierung produziert.

Auch über den geringen Zuwachs weiß man sich zu freuen

Im Jahr 2013 erreichten Unternehmen mit dem Gütesiegel „Grüner Strom“ lediglich ein Gesamtvolumen von 3,5 Prozent mehr, laut GSL. An sich kein schlechtes Ergebnis, die Branche aber hatte mehr erwartet und erneut auf einen Höhenflug gehofft. 2013 – so die Auswertung des GSL – lag die Gesamtmenge bei 1.300 Gigawattstunden. Den Wert relativieren die Experten aber insofern, dass immerhin kein Rückgang, sondern zumindest ein geringes Plus erreicht wurde. Den Löwenteil erwirtschafteten in diesem Zusammenhang Strom-Anlagen, die Grünen Strom herstellen und Zulagen mit Anspruch auf eine Garantie vom deutschen Staat erhalten. Binnen 15 Jahren stieg die Zahl dieser Anlagen auf über 1.000 bundesweit. Eine weitere Erkenntnis der Datenerhebung: Bund und Länder schütteten im Rahmen ihrer laufenden Förderprogramme Subventionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 30 Millionen Euro an die Betreiber aus.

Interessant beim Thema: GSL arbeitet mit gleich zwei unterschiedlichen Zertifikaten. Neben dem Label „Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas“ gibt es zudem die Variante „Grünen Strom für Ökostrom mit Mehrwert“. Die Vergabe erfolgt nach Rücksprache von sieben Verbänden von Verbrauchern und Umweltschützern sowie einigen bekannten deutschen Friedensorganisationen. Beide Label stehen dabei in keiner Abhängigkeit zu staatlichen Stellen.

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