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Latentwärmespeicher

Ein Latentwärmespeicher ist ein Wärmespeicher, der während der Aggregatzustands-Änderung eines Speichermediums, zum Beispiel von flüssig in fest, bei einer konstanten Temperatur Wärme abgibt, bzw. aufnimmt. Hier spricht man ebenfalls von der so genannten Latentwärme, die physikalisch gesehen grundsätzlich immer eine Bindungsenergie darstellt. Als Speichermedium kommen dabei in der Regel Salz, oder eine andere organische Verbindung wie zum Beispiel Paraffine oder Fettsäuren in Frage. Die technische Übersetzung lautet dabei PCM – Phase Change Material – was übersetzt soviel bedeutet wie Phasenübergangsmaterial.

Durch die Speicherung der Wärme wird in der Regel die Temperatur des Speichermediums erhöht, wobei die gespeicherte Wärme fühlbar ist. Diese Art der Speicherung wird als „sensibel“ bezeichnet. Bei der latenten Wärmespeicherung hingegen, der „versteckten“ Speicherung, erfolgt nach dem Erreichen der so genannten Phasenübergangstemperatur des Speichermaterials über einige Zeit hinweg keinerlei Temperaturerhöhung, und zwar so lange nicht bis das Speichermaterial geschmolzen ist.

Latentwärmespeicher können sowohl Wärme aus Solarkollektoren, Holzkesselanlagen oder aus anderen Energieträgern speichern. Die wesentlichsten Vorteile eines Latentwärmespeichers liegen darin dass diese keinen großen Platz benötigen, und zudem die Wärmeabgabe bei der Entladung gleichmäßig hoch ist.

Ein Latentwärmespeicher besteht in der Regel aus einem Edelstahl-Behälter, indem sich ein hocheffizienter Wärmespeicher aus Kupfer befindet. Der Latentwärmespeicher kann dabei je nach Modell bis zu 95% mit dem jeweiligen Speichermaterial aufgefüllt werden.