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Luftdichtigkeit

Damit Wohnräume behaglich und gemütlich sind ist ein wichtiger Aspekt die Luftdichtigkeit eines Gebäudes. Luftdichtes Bauen ist dabei keine Frage der Bauweise, und es ist nicht ausschlaggebend ob es sich um ein Fertighaus, ein Passivhaus in Massivbauweise, oder um ein Holzhaus handelt. Um bei den unterschiedlichen Gebäuden die Luftdichtigkeit zu erhalten ist eine sorgfältige Planung, und eine gewissenhafte Ausführung notwendig.

Zudem muss von Anfang an feststehen welche Bauteilschicht des Außenbauteils die Luftdichtung übernimmt. Hierbei kann es sich zum Beispiel um eine OSB-Platte bei einer Dachkonstruktion handeln, oder um den Innenputz einer gemauerten Wand, bzw. die Betondecke zwischen Keller und Erdgeschoss. In der Schnittzeichnung wird die Lage der Luftdichtenden Ebene als rote Linie gekennzeichnet. Darüber hinaus muss geplant werden wie die luftdichten Bauteilschichten an den Stößen luftdicht verbunden werden. Insbesondere bei Anschlüssen und Durchbringungen sind dabei wichtige Ausführungsdetails zu beachten.

Nach der Energiesparverordnung, bzw. dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz – EEG – ist festgelegt, dass bei einem Neubau die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle gewährleistet sein muss. Luftdichtigkeit bedeutet dass Stellen eines Gebäudes, wo Bauteile eine Gebäudehülle durchdringen diese gut abgedichtet werden müssen. Gebäude die absolut luftdicht sind vermindern die Wärmeverluste, sowie die daraus eventuell resultierenden Schäden. Die Luftdichtigkeit eines Gebäudes kann heute mithilfe des so genannten Blower-Door-Tests nachgewiesen werden, wobei es sich um einen Differenzdrucktest handelt. Die Messung der Luftdichtigkeit von Gebäuden erfolgt dabei nach DIN 13829. Die Richtwerte für die Luftdichtigkeit, der so genannte n50-Wert wurde im November 1996 in die DIN 4108 aufgenommen.