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Luftkollektoren

Normale Sonnenkollektoren verwenden als Wärmeträger Wasser, Luftkollektoren hingegen nutzen Luft. Im Vergleich zu einem Sonnekollektor ist der Aufbau jedoch gleich. Der einzige Unterschied zu Sonnenkollektoren besteht darin, dass bei Luftkollektoren die Wärmesammler unterhalb der Glasabdeckung ein an die Luft angepasstes Volumen aufweisen. Dabei sind sie genauso flach wie ein Wasserkollektor. Ein weiterer Unterschied besteht darin dass Luftkollektoren im Vergleich zu einem Sonnenkollektor einen stärker gebogenen, bzw. gewellten Wärmesammler aufweisen. Dies ermöglicht eine bessere Wärmeabgabe an die Luft. In den meisten Fällen werden Luftkollektoren an Plätzen montiert die tagsüber der Sonne zugewandt sind.

Um einen Luftkollektor zu nutzen werden heute zwei unterschiedliche Varianten verwendet. Bei der ersten Variante gibt die erhitzte Luft einen Teil der Wärme die nicht benötigt wird über einen Wärmetauscher an ein Speichermedium, wie zum Beispiel einen Wasserspeicher ab. Danach wird die abgekühlte Luft in die Räume geblasen. Bei der zweiten, unkomplizierten Variante wird die erhitzte Luft mithilfe von Ventilatoren direkt in das Gebäude geblasen.

In Deutschland ist die Anwendung von Luftkollektoren im privaten Bereich noch nicht stark verbreitet. In der Landwirtschaft und Industrie werden Luftkollektoren bereits seit einigen Jahren für die Trocknung von Heu, Kräutern oder Biomasse genutzt.