Möglichkeiten für eine unabhängige Stromversorgung

Sonnenenergie_© goldbany - Fotolia.comBislang wurde eher angenommen, dass Solaranlagen nur für Hauseigentümer möglich sind, da diese in der Regel auf dem Dach angebracht werden. Der Trend geht aber zu immer kleineren und damit auch günstigeren Anlagen, die eine unabhängige Stromversorgung für Mieter möglich machen. Unabhängig bei der Stromversorgung zu sein spricht schließlich nicht nur aus ökologischen Gründen für sich, sondern rentiert sich auch aus Kostengründen. Gerade die mehr oder weniger stetig steigenden Stromkosten machen kleine Solaranlagen oder Kleinwindanlagen interessanter.

Mini-Solaranlagen für den Balkon

Die eher neuen Mini-Solaranlagen können auf dem Balkon oder auf der Terrasse angebracht werden und brauchen somit kein passendes Dach mehr, damit Solarenergie direkt genutzt werden kann. Diese ziemlich kleinen Kraftwerke bestehen aus bis zu sechs Modulen und können über eine normale Steckdose in das Stromnetz des jeweiligen Haushalts eingeklinkt werden. Auf diese Weise verbrauchen die Bewohner die auf dem Balkon oder auf der Terrasse erzeugte Solarenergie direkt vor Ort. Eine Senkung der Stromrechnung ist somit ebenfalls möglich, besonders bei vielen sonnigen Tagen.

Vorteile von Mini-Solaranlagen:

  • Einfach auf dem Balkon oder auf der Terrasse anzubringen
  • An einem sonnigen Tag kann ein Modul den Kühlschrank versorgen
  • Die Kosten der Geräte liegen bei rund 500 Euro, derzeit können etwa 50 Euro im Jahr eingespart werden – wenn ausreichend sonnige Tage vorhanden sind
  • Mieter können die Anlagen ebenfalls verwenden

Mieter haben ebenfalls die Option auf erneuerbare Energien zu setzen

Allerdings müssen die Anlagen vor der Inbetriebnahme beim jeweiligen Versorger oder Netzbetreiber angezeigt werden, eine Genehmigung ist jedoch nicht erforderlich. Ganz gefahrlos sind die Mini-Solaranlagen allerdings nicht, denn die direkte Einspeisung der Solarenergie in das Stromnetz kann eventuell zu Überlastungen der Stromkreise führen. Bislang sind die Sicherungen in den Häusern nämlich noch nicht darauf ausgerichtet, den eingespeisten Strom auch als solchen zu erkennen und so zu behandeln.
Eine solche Überlastung muss jedoch nicht erfolgen und so sind Mini-Solaranlagen für Bewohner sonniger Regionen und Inhaber von sehr sonnigen Terrassen oder Balkonen interessant, da diese relativ günstig und einfach anzubringen sind. Wenn der Standort stimmt, dann kann eine solche Anlage durchschnittlich 180 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Auch wenn diese Mini-Solaranlagen gegen die Norm sind, sind sie nicht verboten und können somit angebracht werden. Es ist aber sehr wichtig, dass eine Fachkraft die Installation der Anlage vornimmt und beurteilt, ob die Anlage genutzt werden kann.

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Autorin: Verena Meier