Peugeot 208 Hybrid FE – Kleinwagen mit neuem „Hybrid-Gesicht“

Peugeot © mrivserg - Fotolia.com Ein ganz neuer Wagen ist er nicht, der neue Peugeot 208. Allerdings nur auf den ersten Blick. Wer genauer hinschaut, erkennt, dass sich der französische Hersteller durchaus einiges hat einfallen lassen. Denn nun gibt es den Wagen als 208 Hybrid FE. Und dieser soll es als Prototyp in sich haben. Das sagt nicht nur die Werbe-Abteilung des Fahrzeugbauers. Auch Tester bestätigen, dass es sich lohnen kann, dem Peugeot 208 Hybrid FE ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen. Kritik aber, so viel sei vorab verraten, gibt es bezüglich des Verkaufspreises. Dabei steht dieser noch gar nicht genau fest.

Studie setzt vor allem auf leichtes Material

Die Technikstudie zum 208er Hybriden stellte das Unternehmen im September 2013 auf der Frankfurter Automobilmesse IAA vor. Was man sich vorgenommen hatte, wurde bei der Entwicklung in den meisten Punkten erreicht. So sollte der Peugeot 208 Hybrid FE neue Standards in puncto Verbrauch setzen. Das ist gelungen. Der Hybrid-Wagen bringt es auf einen Verbrauch von unter zwei Litern im Mix von E-Motor und Verbrennungsmotor. Der CO2-Ausstoß liegt bei lediglich 46 Gramm. Selbst in der Kleinwagen- oder „Polo-Klasse“ ein wirklich guter Wert. Die Monate der Entwicklungsarbeit haben sich also gelohnt.

Der Benzin-Motor bringt es auf 68 PS bzw. 50 kW bei 1.233 Kubikzentimetern. Der E-Motor hat 41 PS. Positiv wirkt sich auf den Verbrauch zudem aus, dass die Verluste bei der Reibung um etwa ein Fünftel reduziert werden konnten. Schwere Materialien wurden durch Alternativen wie Titan (Pleuel) oder Aluminium-Kupfer-Kolben ersetzt. Beim Getriebe bleibt Peugeot dem bereits in der normalen 208er-Serie genutzten automatisierten Schaltgetriebe treu.

Auch Batteriesystem wurde als Leichtgewicht entwickelt

Geschuldet sind diese guten Werte einem Ansatz, bei dem der Aspekt Aerodynamik ebenso berücksichtigt wurde wie ein moderner Antrieb und Leichtbau-Materialien. Das Batteriesystem des Fahrzeugs mit einem 1,2-Liter-Benzinmotor bringt es auf ein Gewicht von lediglich 25 Kilogramm. An dieser Stelle macht sich die Mitarbeit erfahrener Techniker von PSA bezahlt. Der Ansatz sieht unter anderem vor, dass Energie aus dem Batteriespeicher beispielsweise beim Beschleunigungsvorgang des Verbrennungsmotors genutzt wird. Dieses Konzept verfolgt auch der Hersteller Honda bei den sogenannten „Mild-Hybriden“.

Nachbesserungen bei Aerodynamik

Insgesamt wiegt der Peugeot 208 Hybrid FE jetzt nur noch 820 Kilogramm, mehr als 70 Kilo wurden allein bei der Fahrzeug-Karosserie eingespart. Der gute cW-Wert von 0,25 wird unter anderem durch den geschlossenen Kühlergrill und schmalere Leichtlaufreifen erreicht. Kotflügel und Motorhaube bestehen aus einem Vinylesterharz-Karbon und senken das Gewicht nochmals deutlich im Vergleich zum bisherigen Serienmodell. Bis Tempo 100 braucht der Peugeot 208 Hybrid FE knapp acht Sekunden. Die Maximalgeschwindigkeit wird werksseitig mit 170 km/h angegeben. Dafür jedoch soll der „Kleine“ vergleichsweise laut sein.

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