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Bürger wollen Strom selbst erzeugen

Photovoltaikhaus_© esbobeldijk - Fotolia.comViel wurde zuletzt darüber spekuliert und gemutmaßt, wie die deutschen Bürger zum Thema Energiewende stehen. Der einzige Weg, die Wahrheit herauszufinden, ist jedoch nicht die Debatte, sondern die Befragung der Menschen in Deutschland. Und genau dies hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov getan. Auftraggeber ist das Unternehmen LichtBlick – seines Zeichens die Nummer eins unter den Konzern-unabhängigen Energieanbietern im Lande – das bereits 600.000 Privathaushalte sowie Großkunden mit Ökogas sowie Ökostrom versorgt. Die aktuelle Studie trägt den Namen „Energieerzeugung Zuhause“ und fragte via Internet 1.002 Bürger im Alter ab 18 Jahren nach ihrer Meinung zum Thema Energie-Autonomie.

Loslösung vom klassischen Versorger-Weg wird zum großen Thema

Das Ergebnis der Befragung kann sich sehen lassen. Sage und schreibe 76 Prozent der Umfrageteilnehmer sind durchaus von der Idee angetan, in Zukunft selbst als Stromerzeuger aufzutreten. Lediglich elf Prozent der Bundesbürger gaben im Rahmen der repräsentativen Umfrage an, bisher noch nie mit dem Gedanken gespielt zu haben, selbst für die Stromerzeugung aktiv zu werden, um sich so von den großen Versorgern unabhängig zu machen. Und letztlich sogar etwas mit dem erzeugten Strom über die Einspeisung ins normale Netz zu verdienen. Das zunehmend wichtiger werdende Stichwort ist in diesem Zusammenhang laut LichtBlick-Geschäftsführer Gero Lücking der Begriff der Dezentralisierung – weg vom Strom aus dem Netz der Großkonzerne, hin zur Unabhängigkeit und Eigenerzeugung.

Als Grund nennt der Experte in erster Linie die gesunkenen Preise für Photovoltaik-Anlagen, die immer mehr auch für Privatpersonen finanzierbar geworden sind. Als Auslöser für die Gedankenspiele nennen die meisten Befragten (43 Prozent) den Wunsch, ihre laufenden Kosten zu senken in Zeiten steigender Energiekosten. 40 Prozent gaben als Anreiz die erwähnte Unabhängigkeit vom Energiemarkt als Beweggrund an. Etwa ein Drittel der Umfrageteilnehmer würde mit einem eigenen „Mini-Kraftwerk“ einen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen.

Zuspruch für energetische Unabhängigkeit variiert zwischen Ländern

Noch ist das Engagement zwar nicht gravierend, es zeichnet sich aber verstärkt ein Trend ab. Denkbar ist für viele Bürger auch die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks anstelle einer Photovoltaik-Anlage. Interessant an der Studie ist unter anderem, dass es sich bei 47 Prozent der befragten Personen um Mieter handelt. Auch hier entwickeln sich neue Lösungsansätze. Besonders zukunftsorientiert sind die Hamburger Bürger. Nur einer von zehn Bürgern der Hansestadt kann sich keine eigenständige Versorgung vorstellen. Etwa 80 Prozent der Menschen im Freistaat Bayern, NRW, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern halten die energetische Selbstversorgung für einen guten Ansatz, der für einen fortgesetzten und nicht zuletzt Budget-schonenden Energiewandel in Deutschland sorgen kann.

Beim Unternehmen LichtBlick ist man sich sicher, dass die Energieanbieter auf diesen Trend reagieren und die derzeitigen Kunden verstärkt als Partner von morgen erkennen müssen.

Bildquelle: © esbobeldijk – Fotolia.com