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Lohnt es sich den Stromanbieter jährlich zu wechseln?

Stromtarife_© momius - Fotolia.comDer Blick auf die Stromrechnung ist für viele Menschen der Moment des bösen Erwachens, wollte man es mit größtmöglicher Dramatik formulieren. In den vergangenen Jahren sind die Ausgaben für Strom für die Verbraucher immer weiter gestiegen. Mitverantwortlich ist unter anderem die EEG-Umlage, die erst im Oktober 2013 vom Staat abermals angepasst wurde – sie wird ab Januar 2014 bei 6,240 Cent je Kilowattstunde liegen. Kenner der Materie geben zu bedenken, dass sich viele Stromkunden gute Gelegenheiten zum Sparen entgehen lassen. So stellt sich zwar mancher Kunde die Frage, ob sich der Stromanbieter-Wechsel lohnt. Bei der Umsetzung aber mangelt es häufig an der nötigen Konsequenz.

Mehr Wettbewerb, mehr Vergleichsarbeit für Wechselwillige?

Fachleute versprechen Verbrauchern, dass sich mit einem Stromanbieter Vergleich Entlastungen der Haushaltskasse erreichen lassen. Nicht weiter erwähnenswert, dass Verbraucher nur dann den Anbieter wechseln können, wenn es der aktuelle Vertrag zulässt. Zunächst gilt es also zu prüfen, wann ein Ausstieg aus dem Tarif und somit ein Wechsel zur Konkurrenz erlaubt ist. Der Begriff „Konkurrenz“ ist für den Stromanbieterwechsel ein zentraler, denn der Markt hat sich seit Schaffung der Wahlfreiheit im Jahr 1999 erheblich verändert. Heute gibt es neben den Stadtwerken weitere regionale oder überregionale Versorger.

Erst kommt die Bedarfsanalyse, dann der Vergleich

Insbesondere im Bereich der Stromversorger hat sich einiges getan, wenngleich die Großkonzerne nach wie vor dominierend sind. Dennoch schafft Wettbewerb gerade für Endverbraucher Chancen. Der objektive Stromanbieter Vergleich für 2014 legt die gleichen Kriterien zugrunde wie in jedem Jahr. Abwägen müssen Kunden zunächst, ob sie Ökostrom oder auf herkömmliche Weise erzeugten Strom bevorzugen. Maßgeblich für den Vergleich ist weiterhin der Wohnort. In Großstädten etwa zahlen Verbraucher oft deutlich mehr für Strom als in anderen Regionen.
Die Basis ist die Haushaltsgröße. Denn eine Familie verbraucht mehr Strom als eine Einzelperson. 1- oder 2-Personen-Haushalten raten Experten meist zu Tarifen mit geringem Grundpreis. Mit steigendem Verbrauch spielt der Kilowattstunden-Preis die Hauptrolle im Tarif-Dschungel. Einfluss auf die Stromkosten haben weiterhin Faktoren wie die gewünschte Laufzeit oder die Bereitschaft für einen längeren Zeitraum im Voraus zu zahlen. Hier raten Insider vor allem bei kleineren Anbietern zur Vorsicht. Mittels Preisgarantie können Kunden dafür sorgen, dass sie von frühzeitigen Preiserhöhungen verschont bleiben.

Neukundenbonus als Anreiz für den Anbieterwechsel

Dass immer mehr Verbraucher auf Anraten von Spezialisten die Chance zum jährlichen Wechsel des Stromanbieters nutzen und dies wohl auch 2014 tun werden, lässt sich in vielen Fällen durch die zunehmend interessanteren Prämien-Modelle erklären, mit denen viele Versorger arbeiten. So belohnt mancher Stromanbieter seine Neukunden mit Sach- oder Geldprämien. Vor allem der Geldbonus lässt die Stromkosten umgerechnet aufs Jahr sinken. Mehr als 100 Euro kann die Prämie betragen. Das Ausschlag gebende Wechsel-Argument sollte der Bonus im Tarifrechner nach Einschätzungen der Verbraucherschützer nicht sein. Der neue Tarif sollte von der Laufzeit über den Preis je Kilowattstunde bis zum Neukundenbonus überzeugen. Mühsam ist der Wechsel nicht mehr. Neue Anbieter übernehmen auf Wunsch die Altvertrags-Kündigung.

Bildquelle: © momius – Fotolia.com