Stromanbieterwechsel: Warum sich ein Wechsel lohnt

Strompreise kennen nur einen Trend – aufwärts. So zumindest eine allgemeine Annahme. Nun sind die Preise vielerorts erstmals gesunken. Wer den Stromanbieter wechselt, kann bis zu 565 Euro sparen.

Stromkunden haben einen Grund zum Jubeln. Wie das Vergleichsportal Toptarif in 100 großen Städten in ganz Deutschland ermittelt hat, gibt es vielerorts große Einsparmöglichkeiten: zwischen 344 und 565 Euro, um genau zu sein. Die größten Einsparungen sind in den fünf folgenden Städten möglich:

StadtGrundversorgungs-
tarif in €
Günstigster Tarif inkl. Bonus in €Sparpotential in €
Pforzheim1269704565
Fürth1294763531
Hanau1284753531
Siegen1284740510
Marl1251740510

Das durchschnittliche Einsparpotenzial aller 100 Städte beträgt 440 Euro.

Der Stromwechsel kurbelt den Markt an

Die sinkenden Strompreise sind unmittelbar mit dem Verhalten der Stromkunden zu verbinden. Dank der erhöhten Wechselbereitschaft und dem Interesse an Strompreisvergleichen sind Stromanbieter dazu gezwungen, an der Preisschraube zu drehen. Diese Entwicklung ist genau das, was man sich mit der Liberalisierung des Strommarktes vor mehr als 15 Jahren erhoffte.

Von der Wechselbereitschaft profitiert auch der Ökostromanbieter LichtBlick, zu dem seit Jahren immer mehr Kunden wechseln. Als Deutschlands größer unabhängiger Anbieter für Ökostrom hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, die Welt mit umweltfreundlicher Energie zu verändern. Verbraucher haben in den vergangenen Jahren ein immer stärkeres Bewusstsein für Umweltschutz entwickelt, sodass sie beim Stromanbieter-Wechsel nicht länger nur noch auf den Preis achten. Beim Vergleich suchen sie gezielt Ökostromanbieter heraus. Diese kosten inzwischen nicht mehr zwingend mehr als andere Anbieter.

5 Mythen rund um den Stromanbieter-Wechsel

Auch wenn die Wechselbereitschaft in den vergangenen Jahren gestiegen ist und die ersten positiven Zeichen zu sehen sind, ist der deutsche Strommarkt von einem idealen Szenario weit entfernt. Noch immer gibt es Menschen, die dem Stromanbieter-Wechsel kritisch gegenüberstehen. Grund dafür sind Mythen, die sich scheinbar fest bei Stromkunden eingebrannt haben.

  1. Beim Stromanbieter-Wechsel kann der Strom ausfallen: Ein klassischer Angstgedanke vieler Stromkunden. Sie sind davon überzeugt, der Strom würde während der Übergangsperiode ausfallen. Dabei ist die Stromversorgung gesetzlich garantiert. Sollte es tatsächlich zu
    Problemen beim Anbieter-Wechsel kommen, wird Strom vom Grundversorger geliefert.
  2. Bei einem Anbieter-Wechsel kann ich nicht viel sparen: Dieser Mythos ist eine Mischung aus Unwissen und Faulheit. Denn wer nicht nachforscht, der wird auch nie erfahren, wie viel er sparen kann. Wie die obige Studie zeigt, sind Einsparungen von fast 600 Euro möglich, was der heimischen Kasse durchaus zugutekommt.
  3. Der Fall TelDaFax hat gezeigt, wie gefährlich ein Wechsel ist: Der inzwischen insolvente Stromanbieter TelDaFax nutzte ein umstrittenes Vorkasse-Modell. Weiterhin ist kein Verbraucher gezwungen, Geld für eine Leistung im Voraus zu zahlen – weder für Strom noch für etwas anderes.
  4. Nur Immobilieneigentümer sind zum Stromanbieter-Wechsel berechtigt: Auch diese Behauptung ist falsch. Jeder, der eine Stromrechnung erhält, kann den Anbieter wechseln. Das gilt natürlich auch für Mieter. Selbst wenn man sie nicht erhält, kann man den Vermieter um einen Anbieter-Wechsel bitten.
  5. Der Stromanbieter-Wechsel ist aufwendig und mit Formalitäten verbunden: Dank dem Internet könnte ein Stromanbieter-Wechsel einfacher nicht sein. Inzwischen übernimmt fast jeder neue Stromanbieter alle Formalitäten – dazu gehört auch die Kündigung sowie die Ummeldung bei der Netzagentur.

Über 15 Jahre später hat die Liberalisierung des Strommarktes endlich ihr Ziel erreicht. Laut der Bundesnetzagentur befindet sich aber weiterhin jeder dritte Haushalt in der (teuren) Grundversorgung. Dabei ist der Wechsel, wie in diesem Artikel bewiesen, unkompliziert und mit Vorteilen verbunden. Weiterhin haben Stromkunden die Möglichkeit, durch den Bezug von Ökostrom etwas Gutes für die Umwelt zu tun. So spart man mit der nächsten Stromrechnung nicht nur Geld, sondern hat gleichzeitig auch ein gutes Gefühl dabei.

In den kommenden Jahren könnten die Strompreise weiter sinken, wenn die Wechselbereitschaft der Kunden zunimmt. Die Anbieter von Strom werden sich mit attraktiveren Preisen darauf einstellen müssen, dass ihre Kunden jederzeit zur günstigeren Konkurrenz mit besseren Konditionen wechseln können.