Toyota setzt auf Hybrid

Hybridauto © Tom Wang - Fotolia.comBei den Kfz-Herstellern weltweit stehen die Zeichen auf Umbruch. Bei vielen Marken tut sich gerade im Bereich der E-Autos vieles. Fahrzeuge auf Basis batterieelektrischer Motoren? Für viele Entwickler ist dies der einzig Erfolg versprechende Weg für die Zukunft. Dennoch sieht nicht jeder Hersteller in der reinen E-Mobilität den heilbringenden technischen Ansatz, der der Branche das erhoffte Wachstum bringen wird. Ein gutes Beispiel ist der japanische Konzern Toyota, der als internationaler Vorreiter in der Sparte der Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieben als der Pionier schlechthin gilt.

Hybrid-Chancen sollen weiter ausgeschöpft werden

An der Hybridtechnologie will man dort als zweites wichtiges Standbein neben der Entwicklung von Antrieben mit Brennstoffzellen weiterhin festhalten. Das Ziel bei Brennstoffzellenantrieben ist das baldige Erreichen der Serienreife. Den batterieelektrischen Elektroautos rechnet die Toyota-Unternehmensführung keine allzu großen Chancen am Markt aus und begründet dies mit dem großen Aufwand beim Aufladen der Fahrzeug-Akkus und damit, dass die Reichweiten-Probleme nach wie vor unlösbar erscheinen. Mit diesen Einschätzungen weicht der japanische Konzern deutlich von der Meinung der meisten anderen Hersteller ab, die Milliardensummen in Konzepte und Technologien für bessere E-Antriebe investieren.

Bei Toyota vertritt man nicht den Standpunkt, Hybrid-Technik diene allein der Überbrückung der Zeit, bis bessere Ansätze realisiert werden können. Vielmehr ist der Toyota-Manager Takeshi Uchiyamada der Überzeugung, dass viele Vorzüge der Hybrid-Technik längst nicht in vollem Umfang ausgeschöpft oder gar erkannt worden sind. In einer Rede vor dem Washingtoner Economic Club spricht der Toyota-Chef deshalb von einer stabilen und „sehr langen Brücke“.

Toyota hält am bisherigen Entwicklungs-Weg fest

Ein Problem sieht Uchiyamada nicht darin, dass die meisten Mitbewerber aus der erste Riege der Kfz-Hersteller in diesem Punkt anderer Auffassung sind. Schon aus dem einfachen Grund, dass der Umstieg von Hybrid-Fahrzeugen auf E-Mobile kein allzu langer und mühsamer sei. Zeitliche Verluste seien nicht zu erwarten, wenn sich in den kommenden Jahren doch eine deutlich höhere Nachfrage auf dem Markt für E-Autos abzeichnen sollte. Auf Hochtouren arbeiten die Japaner momentan vor allem an der vierten Generation ihres erfolgreichen Modells „Prius“. Mit dem Ziel, den bereits jetzt geringen Treibstoffverbrauch weiter zu reduzieren. Dies will man unter anderem mit einer verbesserten Dichte bei der Speichertechnik der verwendeten Batterien erreichen.

Klare Forderungen an die Hersteller-Konkurrenz

Die Ansage in Richtung der Konkurrenz ist eindeutig: Toyota fordert, dass auch andere Hersteller zukünftig mehr Geld in Hybrid-Technik investieren als bisher. So oder so will man in den kommenden Jahren mehr Hybrid-Fahrzeuge in den Handel bringen als jede andere Marke. Allein bis Jahresende 2015 wünscht man sich, dass auf den US-Straßen insgesamt etwa fünf Millionen Hybrid-Fahrzeuge rollen sollen. Wenn die Konkurrenz mitspielt. Zudem könnte Toyota nach aktuellen Meldungen bereits im November eine erste Limousine mit Brennstoffzellenantrieb präsentieren, die – so die Einschätzungen von Insidern – ab 2015 für etwa 40.000 Euro verkauft werden soll.

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