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Vakuumröhrenkollektor

Der Vakuumröhrenkollektor verwendet das so genannte Thermoskannenprinzip. Auf diese Weise kann auch diffuse Sonnenstrahlung optimal zur Energiegewinnung genutzt werden. Vakuumröhrenkollektoren eignen sich zudem wenn das Hausdach zu klein ist, oder nicht gerade nach Süden zeigt. Durch das Thermoskannenprinzip erreicht ein Vakuumröhrenkollektor zudem eine lange Lebensdauer.

Vakuumröhrenkollektoren gibt es in zwei unterschiedlichen Bauarten. Zu der ersten zählen die so genannten Heat Pipes, zum anderen die direkt durchflossenen Vakuumrören. Bei den direkt durchflossenen Vakuumröhren fließt die Solarflüssigkeit durch ein Wärmerohr, wobei es die Wärme vom Absorber aufnimmt.

Bei den Heat Pipes ist das Wärmerohr mit Wasser oder Alkohol gefüllt. Bei einer Temperatur von ca. 25 Grad Celsuis entsteht Dampf der im oberen Teil des Wärmerohrs kondensiert, und dann über den Kondensator an die Solarflüssigkeit abgegeben wird. Das Kondensat fließt anschließend in das Rohr zurück. Bei den Heat Pipes ist es notwendig dass diese in einem Neigungswinkel von 25 Grad angebracht werden. Im Gegensatz zu den direkt durchflossenen Vakuumröhren unterschieden sich die Techniken durch den Kondensator, und zwar durch die trockene und nasse Anbindung. Bei der trockenen Anbindung ist der Kondensator in einem Doppelrohrwärmetauscher integriert, wobei die Wärmeübertragung dabei über eine Rohrwandung erfolgt. Bei der nassen Anbindung taucht der Kondensator in die Solarflüssigkeit ein.

Im Vergleich zu einem Flachkollektor besteht der Vorteil des Vakuumröhrenkollektors darin, dass dieser einen höheren Solarertrag erzielt. Der Nachteil des Vakuumröhrenkollektors besteht darin, dass sich diese nicht immer für die Indachmontage eignen, wobei diese direkt in die vorhandene Dacheindeckung integriert werden.