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Vor- und Nachteile von Windkraftanlagen

windkraft© elxeneize - Fotolia.comWindkraftanlagen sind ebenfalls sehr beliebte Anlagen zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien. Kein Wunder, ist doch Wind ein kostenfreier Rohstoff, der dauerhaft und in unbegrenzter Menge zur Verfügung steht. Gerade rohstoffarme Länder, wie Deutschland, profitieren von Windkraft, da sie sich so teure Energieimporte sparen können. Dennoch sollten auch hier die Vor- und Nachteile berücksichtigt werden.

Vorteile von Windkraftanlagen

Vergleicht man Windkraftanlagen mit anderen Anlagen zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien, so stellt man schnell fest, dass Windkraft nur sehr wenig Platz benötigt. Dadurch können sich die Investitionskosten genauso recht zügig amortisieren.

Weiterer Vorteil ist natürlich, dass keine Schadstoffe ausgestoßen werden, wie etwa Kohlendioxid, Stickoxid oder Schwefeldioxid. Diese Schadstoffe werden bei der konventionellen Stromerzeugung in großen Mengen produziert. Lediglich bei der Herstellung, der Wartung und dem Aufbau der Windkraftanlagen fallen Emissionen an Gasen an, allerdings sind diese sehr gering.

Ebenfalls von Vorteil ist, dass die Leistungsgrenze von Windkraftanlagen noch lange nicht erreicht ist und diese Form der Energiegewinnung noch sehr stark ausgebaut werden kann. Insbesondere auf dem Meer, wo so genannte Offshore-Windparks entstehen, sind noch sehr viele potenzielle Flächen nicht genutzt worden. Zudem werden für die Herstellung, die Wartung und Weiterentwicklung von Windkraftanlagen viele Arbeitskräfte benötigt, so dass die Windkraft ebenfalls für die Wirtschaft Vorteile mit sich bringt. Aktuell werden von der Windindustrie in Europa gut 70.000 Mitarbeiter beschäftigt. Noch zahlreiche weitere Arbeitsplätze könnten in diesem Bereich entstehen, wenn der Ausbau der Windkraftanlagen weiterhin so forciert wird, wie bisher.

Nachteile der Windkraftanlagen

Trotz aller Vorteile, die Windkraftanlagen mit sich bringen – es gibt auch Nachteile. Hier ist zunächst einmal der Wind selbst zu nennen. Er stellt keine zuverlässige Energiequelle dar, da er mal mehr, mal weniger stark auftritt. Zudem ist er nicht unbedingt immer am richtigen Ort zu finden. Windfarmen lassen sich nur mittels Subventionen in Küstennähe oder auf Bergen ansiedeln, wo der Wind vergleichsweise häufig weht.

Zudem ist zu berücksichtigen, dass mit Windkraft keine kontinuierliche Stromerzeugung möglich ist, so dass Alternativen in Form von Atom- und Kohlekraftwerken nicht ausgeschaltet werden können. Auch lässt sich die Windenergie nicht speichern, der Wind muss dort, wo er auftritt, in elektrischen Strom umgewandelt werden. Obwohl versuchsweise enorm große Windkraftanlagen errichtet wurden, gelingt es ihnen nicht, eine ganze Stadt mit dem benötigten Strom zu versorgen. Zudem erzeugen Windkraftanlagen eine starke Geräuschkulisse, weshalb sie in Mindestabständen zu Wohngebäuden errichtet werden müssen.

Bildquelle: © elxeneize – Fotolia.com