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Was bedeutet die EEG-Umlage für Verbraucher?

Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien wird gefördert. Dabei sind die Fördersätze gesetzlich festgelegt und werden über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Allerdings ist die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien bzw. dessen Einkauf für die Stromnetzbetreiber teurer, als der Verkaufspreis, den sie damit am Markt (an der Strombörse) erzielen können. Dadurch muss diese Lücke geschlossen werden, was über die EEG-Umlage geschieht.

EEG-Umlage verteuert Strompreis

Aus diesem Grund muss die EEG-Umlage auf den Strompreis aufgeschlagen werden. Diese Mehrkosten werden von Verbrauchern gezahlt, und zwar über die herkömmliche Stromrechnung. Anfang 2013 gab es eine neuerliche Erhöhung, seitdem beträgt die EEG-Umlage nicht mehr 3,6 Cent, sondern 5,3 Cent pro Kilowattstunde.

Das heißt, dass Verbraucher pro Kilowattstunde Strom zusätzlich zu den

– Kosten für Stromerzeugung und Vertrieb,
– Kosten für Abrechnung und Messung,
– Konzessionsabgaben,
– Steuern und
– Netzentgelten

auch noch die EEG-Umlage zahlen müssen.

Der aktuelle durchschnittliche Haushaltsstrompreis liegt bei 25,5 Cent pro Kilowattstunde. Darin enthalten sind 5,3 Cent EEG-Umlage für Verbraucher, die den Strom also merklich verteuern, wie folgende Beispielrechnung verdeutlicht:

Stromverbrauch / Jahr: 2.000 kWh
Stromkosten: 25,5 Cent / kWh
Stromkosten gesamt: 25,5 Cent / kWh * 2.000 kWh = 510,00 €
Kosten EEG-Umlage: 5,3 Cent / kWh * 2.000 kWh = 106,00 €
Prozentualer Anteil EEG-Umlage: 106,00 € * 100 / 510,00 € = 20,78 %

Gibt es Ausnahmen von der EEG-Umlage?

Da Deutschland ein Land der Regeln und vor allem der Ausnahmen ist, stellt sich die Frage, ob es auch Ausnahmen von der EEG-Umlage gibt. Und diese gibt es tatsächlich, allerdings wirken sie sich für den privaten Verbraucher nicht aus.

Von der EEG-Umlage befreit werden können nur Unternehmen aus den energieintensiven Industrien. Sie müssen die Umlage nicht bezahlen, um keine Arbeitsplätze zu gefährden und die Wirtschaft am Laufen zu erhalten. Kritik wird nun zunehmend lauter, da immer mehr Unternehmen von der Umlage befreit werden, obwohl sie eben nicht zu den energieintensiven Branchen gehören.

Bild: © Eisenhans – Fotolia.com