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Was ist ein KfW-Effizienzhaus?

Energiebewusstes Modernisieren, Sanieren oder Bauen beginnt bereits mit der Planung. Eine fach- und sachkundige Beratung sollte vor Beginn eines so nachhaltigen Projektes erfolgen, um die eigenen Investitionen und staatlichen Fördermitteln optimal einzusetzen.
Je mehr die Energiepreise steigen, umso größer ist der Bedarf und das Interesse an der Einsparung von Energiekosten. Die Nebenkosten für Gas, Strom und Öl belasten die finanzielle Situation vieler. Wer qualitätsbewusst und umweltfreundlich baut, investiert in die Zukunft und das wird belohnt. Zum einen durch die Nachhaltigkeit der Modernisierung und zum anderen mit Fördermitteln. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) stellt Förderprogramme zur Verfügung, die auf energetisches Bauen und Sanieren ausgelegt sind.

Energetisches Bauen und Sanieren

Das Ziel der energieeffizienten Baumaßnahme ist:

  • Vermeidung unnützer Energieverluste
  • Zur Energiegewinnung natürliche Ressourcen nutzen
  • Optimale Energieeinsparung durch moderne Technik

Das KfW-Effizienzhaus orientiert sich an den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) und benötigt sehr wenig Energie. Um einen Mehrwert der energetischen Sanierung eines Hauses zu erzielen (egal ob es eine Altbausanierung oder einen Neubau betrifft), stehen folgende Maßnahmen im Fokus:

  • Austausch veralteter Heizkessel
  • Dämmung von Dach, Kellerdecke und Wänden
  • Alternativen zur herkömmlichen Heizungsart Gas oder Öl
  • Neue Heizungsanlage mit Brennwerttechnik und Solarwärmeanlage
  • Einbau von Wärmeschutzfenstern

Vorteile der Energieeffizienz

  • Die baulichen Maßnahmen schaffen einen neuen Wohnkomfort.
  • Trockene und warme Außenwände sowie dichte Fenster tragen zu einem gesunden Raumklima bei.
  • Modernste Lüftungs-, Heizungs- und Dämmtechnik verringern den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase.
  • Der Energiebedarf wird maximal reduziert und spart somit Warmwasser- und Heizungskosten.
  • Das Haus erhält eine nachhaltige Wertsteigerung.

KfW-Förderungsprinzipien

Es werden sowohl Einzelmaßnahmen bei der energetischen Sanierung von bestehender Bausubstanz als auch auf den Effizienzhausstandard 40, 55, 70, 85, 100 oder 115 vom Bundeshaushalt gefördert. Je umfangreicher die Sanierung ist, umso höher sind die Fördermittel. Dabei wird die Qualität der Sanierung an zwei Größen gemessen: Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust.
Nach der EnEV (Energieeinsparverordnung) gelten für diese beiden Größen Höchstwerte. Ein vergleichbarer Neubau muss diese Werte unterschreiten, um einem KfW-Standard zu entsprechen und die Förderung in Anspruch nehmen zu können.

Ein KfW-Effizienzhaus 55 benötigt nur 55 Prozent der Energie, die ein vergleichbares Referenzgebäude benötigt und wird dementsprechend gefördert. Der Primärenergiebedarf bei einem Effizienzhaus 40 liegt bei 40 Prozent des Höchstwertes, den die EnEV vorschreibt. Bei einem KfW-Effizienzhaus 70 dürfen nur 70 Prozent der Energie verbraucht werden, gemessen am Standard- beziehungsweise Referenzhaus 100. Mehr Informationen hier.
Je niedriger die Zahl in der Klassifizierung der Haustypen, desto effizienter ist die Bauweise und umso höher die Förderung.

Energiesparhäuser im Trend

Technische Fragen zum Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Solaranlagen oder um den Wirkungsgrad der Heizung zu verbessern – können an prädestinierte Firmen gerichtet werden. Die Bedingungen für die unterschiedlichen Fördermaßnahmen sind regional verschieden. Im Rahmen der Förderprogramme bietet die KfW Förderbank zinsgünstige Kredite an.