Energieeinsparverordnung

Förderung und Finanzierung ist hier das Thema - Welche Förderprogramme gibt es? Welche Energieeinsparung wird gefördert, welche finanziellen Förderungen lohnen sich?
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jochen73
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Energieeinsparverordnung

Beitrag von jochen73 » 17.02.2007, 01:21

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt den Einsatz energiesparenden Wärmeschutzes und energiesparender Anlagentechnik bei Gebäuden. Genauer gesagt werden darin Grenzwerte für den auf die Gebäudenutzfläche bezogene Jahres-Primärenergiebedarf von Wohngebäuden und den auf das beheizte Gebäudevolumen bezogenen Jahres-Primärenergiebedarf anderer Gebäude festgelegt. Weiterhin werden Höchstwerte für den spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust von neuen Gebäuden mit niedrigen Innentemperaturen definiert. Weitere Punkte der Energiesparverordnung sind die Anforderungen in Bezug auf die Dichtigkeit und den Mindestluftwechsel von neuen Gebäuden sowie den Mindestwärmeschutz und die Vermeidung von Wärmebrücken nach den geltenden Regeln der Technik. Auch für die Nachrüstung von bestehenden Anlagen und Gebäuden und die Aufrechterhaltung der energetischen Qualtität mach die EnEV Vorgaben.

der-maurer
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Beitrag von der-maurer » 24.04.2007, 07:07

Hallo, jetzt geht es ja auch gerade durch die Presse. Bald wird es eine neue EnEV geben. Die gesetzlichen Anforderungen sollen deutlich nach oben geschraubt werden. Sicher eine gute Sache, damit mehr Energie eingespart wird und etwas für die Umwelt getan wird. Aber wer soll das dann bezahlen? Letztlich bleiben die Kosten dann doch wieder beim Endverbraucher hängen.

der-maurer

Energieberater
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Beitrag von Energieberater » 03.05.2007, 11:32

"Aber wer soll das dann bezahlen?"

Hallo,

also Energiesparmaßnahmen sollten eigentlich wirtschaftlich sein. Das heisst, die Investitionen sollten sich durch Einsparungen amortisieren.

Wichtig ist hierbei natürlich, eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen. Es gibt nämlich auch Maßnahmen die sich nicht so schnell oder auch gar nicht rentieren.

Nur wenn ein Konzept für Wärmeschutz und Haustechnik vorliegt, kann auch das wirtschaftliche Optimum erreicht werden. Und das auch bei Einhaltung der EnEV.

Dank moderner Software können die Konzepte auch beliebig bearbeitet werden. Die Ergbnisse also direkt miteinander verglichen werden.

Grüße, Uwe.

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Beitrag von der-maurer » 16.05.2007, 11:20

Hallo, wer kann denn solche Kosten-Nutzen-Rechnungen aufstellen? Kosten für gewisse Maßnahmen lassen sich ja gut heraus finden. Aber woher weiß ich, welche Energieersparniss welche Maßnahme wirklich bringt?

der maurer

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Beitrag von Energieberater » 16.05.2007, 12:17

Hallo,

also diese Berechnungen führe ich in meinem Büro fast jeden Tag durch. Z. B. im Rahmen von Energieberatungen (BAFA-gefördert).

Es wird zunächst eine Energiebedarfsberechnung gem. EnEV für den IST-Zustand des Gebäudes berechnet. Das Ergebnis ist der Endenergiebedarf in kWh. Den Wert kann man dann in Liter Heizöl etc. umrechnen und kommt auf die Heizkosten (zumindest den Bedarf). Liegen Verbrauchswerte vor, so kann man sogar das Nutzerverhalten mit berücksichtigen.

Im nächsten Schritt wird die Berechnung in verschiedenen Varianten gändert. Dämmmaßnahmen, Heizungsumstellung usw. können so auf Ihre Auswirkungen hin überprüft werden. Vergleicht man die Ergebnisse, erhält man die mögliche Einsparmenge.

Hoffe ich konnte helfen!

Uwe

P. S. Die Ergebnisse dieser Berechnungen können auch weiter genutzt werden, z. B. für die Ausstellung eines Energieausweises oder zur Beantragung von KfW-Darlehn oder Zuschüssen...

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