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Vergleich: Effizienz-, Niedrigenergie- und Passivhäuser

haus_© kebox - Fotolia.comVerbraucher stoßen auf der Suche nach dem richtigen Haus für zukunftsorientiertes Bauen oft auf Begriffe, deren Definition ohne das nötige Fachwissen nur schwer möglich ist. So begegnen Hausherren in spe im Bereich der Häusertypen den drei Termini Effizienzhaus, Niedrigenergiehaus und Passivhaus. Im Folgenden soll es um die Gegenüberstellung und somit den Vergleich der drei Optionen für Häuslebauer gehen, die umweltbewusst vorgehen möchten beim Neubau.

Das Effizienzhaus – runter mit dem Energieverbrauch

Zum Teil hilft der gesunde Menschenverstand, um den Begriff „Effizienzhaus“ zu erläutern. Naheliegend, dass es um Gebäude geht, die sichtbar bessere Energie-Verbrauchs-Daten erreichen als Altbauten. Finanzieren lassen sich Energieeffizienzhäuser beispielsweise über die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Dort definiert man das Effizienzhaus als Haus mit einem sehr geringen Energiebedarf. Dieser berechnet sich auf Basis der EnEV – der so genannten Energieeinsparverordnung. Je nach Partner beim Bau orientieren sich die Standards an den gesetzlichen Vorgaben oder gehen – wie im Falle der KfW – in manchen Punkten sogar noch darüber hinaus. Zugrunde gelegt werden für den Neubau die Energiewerte, die ein herkömmlicher Neubau als Referenzgebäude vorweist. Um wie viel Prozent die Referenzwerte unterschritten werden, hängt vom Gebäudetyp ab. Es gibt verschiedene Ansätze, bei denen im Einzelfall 30 % und mehr zum Referenzverbrauch eingespart werden.

Das Niedrigenergiehaus – geringerer Verbrauch als vom Gesetzgeber verlangt

Zum Niedrigenergiehaus ist zu sagen, dass es bis dato keine einheitliche Definition gibt, mit der vollständig erklärt werden kann, welche Anforderungen ein solches Haus erfüllen muss. Richtig ist, dass mit dem Begriff Häuser beschrieben werden, deren Energieverbrauch im Betrieb unterhalb der in den derzeitigen Vorschriften gesetzlich geregelten Werte liegt. Gemeint ist damit weitgehend der Bedarf an Heizwärme. In diesem Zusammenhang spielen Heizungsanlagen mit möglichst hoher Effizienz samt Belüftung, Rückgewinnung der erzeugten Wärme und die Wärmedämmung eine zentrale Rolle. Die zu erfüllenden Messdaten in diesen Punkten können zwischen Förder-Stellen wie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wie auch in den Bundesländern abweichen. Geltende Standards gibt es nicht nur für neue Gebäude, sondern auch für Altbauten (mit meist geringeren Anforderungen), die einer Energiesanierung unterzogen wurden.

Das Passivhaus – verzichten Sie auf herkömmliche Heizungssysteme

Das Passivhaus stellt im Prinzip eine Unterart eines Niedrigenergiehauses dar. Mit dem Unterschied, dass die Installation einer konventionellen Zentralheizung im Idealfall in Gänze überflüssig ist. Grund ist der extrem niedrige Bedarf an Heizwärme. Oft jedoch wird für den Temperatur-Ernstfall mit einer so genannten Notheizung gearbeitet, um drohenden Energie-Engpässen vorzubeugen. Hier gibt es wiederum die Variante des Nullenergiehauses, das sich einzig aus intern erzeugter erneuerbarer Energie speist, ohne dass von außen Energie abgerufen werden muss. Experten rechnen damit, dass solche Neubauten bald als Standard gelten. Schlicht wegen des geringen Budgets, das Haushalte für Energie einplanen müssen. Zugleich erweist sich das Modell als durchweg positiv im Hinblick auf die Schonung der natürlichen Ressourcen und in Sachen Umweltschutz. Die lässt sich einmal mehr durch die sehr gute Wärmedämmung und überschaubare Transmissionswärmeverluste erklären. Zugleich sorgt die spezielle Bauweise für geringe Lüftungsverluste.

Bildquelle: © kebox – Fotolia.com